″Unsägliche Brutalität″ auf Migrationsrouten | Aktuell Afrika | DW

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In den Jahren 2018 und 2019 seien in Afrika mindestens 1750 Menschen auf den Migrationsrouten in Richtung Mittelmeerküste oder von West- nach Ostafrika umgekommen, beklagt das Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Es veröffentlichte dazu gemeinsam mit dem Mixed Migration Center (MMC) des Dänischen Flüchtlingsrates einen neuen Bericht. Er trägt den Titel “Auf dieser Reise kümmert es niemanden, ob man lebt oder stirbt”.

Traumatisierte Menschen

In dem Bericht beschreiben die Autoren, “wie Menschen auf dem Weg unsägliche Brutalität” erdulden müssten. Zu den Verbrechen gehörten Misshandlungen, Folter, Zwangsarbeit, sexuelle Ausbeutung und willkürliche Tötungen. Täter seien Schmuggler, Menschenhändler und Milizionäre, aber in einigen Fällen auch Soldaten oder Polizisten.

Schleuser in einer Hinterhof-Bar in Nigeria (DW/A. Kriesch/J.-P. Scholz)

Schleuser in einer Hinterhof-Bar in Nigeria (Archiv)

Gut ein Viertel der Menschen sterbe bei der Durchquerung der Sahara, heißt es. An Durchgangsstationen in der Wüste und an Grenzposten sei sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Frauen, aber auch Jungen und Männer, an der Tagesordnung. Auch Menschenschmuggler täten Migranten Gewalt an und zwängen Frauen in die Prostitution. In Libyen kämen Überlebende dann schwer traumatisiert an, so UNHCR und Mixed Migration Center.

“Unsichtbare” Erlebnisse

Bram Frouws, Leiter des MMC, betonte: “Die Daten, die wir zur Verfügung stellen, zeigen erneut, dass Libyen kein sicherer Ort ist, an den Menschen zurückkehren können.” Laut Bericht wurden seit Januar mehr als 6200 Flüchtlinge und Migranten von der libyschen Küstenwache in das nordafrikanische Land zurückgebracht. Dort würden sie oft willkürlich in Haftanstalten verschleppt und festgehalten.

Libyen Tripolis Flüchtlingslager Sika road (DW/Maryline Dumas)

Männer in einem Flüchtlingslager in Libyen (Archiv)

Die erschütternden Erlebnisse der Flüchtlinge und Migranten seien “zu lange unsichtbar geblieben”, sagte Flüchtlingshochkommissar Filippo Grandi. Die verzweifelten Menschen seien vor Krieg und Verfolgung geflohen. Den Grausamkeiten gegen sie müsse ein Ende gesetzt – und die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, forderte der UNHCR-Chef aus Italien.

wa/pgr (epd, kna, dpa, afp)



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