Altersvorsorge: Rechnung zeigt, wie viel Geld Sie im aktuellen Crash verlieren

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Bis zu 100.000 Euro futsch: Alter entscheidend: Rechnung zeigt, wie viel Geld Sie im Corona-Crash verlieren

Wer mit Aktien für seine Rente spart, wird vom Börsencrash gerade hart getroffen. Wie stark, hängt aber ganz entscheidend davon ab, wie alt Sie sind. Jüngere Menschen leiden weniger – und sollten deswegen auch anders auf die Panik reagieren.

Börsencrashs wie derzeit in der Corona-Krise gibt es im Schnitt alle 10 bis 15 Jahre. Den Dax traf es zuletzt in der Finanzkrise 2008, davor in der Dotcom-Krise 2002. Jedes Mal sank der Index um 30 bis 40 Prozent.

Langfristig denkende Anleger müssen solche Crashs also durchaus einplanen. Bisher hat sich der Leitindex davon auch immer wieder schnell erholt. Vor dem Ausbruch des Corona-Absturzes etwa stand der Dax  auf einem Rekordhoch mehr als 50 Prozent höher als vor der Finanzkrise.

Junge Anleger können den Crash aussitzen 

Das hat aber rund zwölf Jahre gedauert und nicht jeder Anleger hat so viel Zeit. Wer für seine Rente anspart und jetzt schon 60 Jahre alt ist, wird dementsprechend von einem Börsencrash viel härter getroffen als ein junger Anleger mit 25 Jahren, der gerade erst seine ersten Aktien und Fonds gekauft hat. 

Hinzu kommt, dass dieser Effekt bei älteren Menschen nicht nur relativ gesehen schlimmer ist, sondern auch in absoluten Zahlen. Wer kurz vor der Rente steht, hat meistens viel mehr Geld angespart als jüngere Menschen. 40 Prozent Wertverlust sind hier locker sechsstellige Summen, während sie bei anderen nur ein paar tausende Euro ausmachen. 

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Die Corona-Krise tobt an den Aktienmärkten. Da bieten etwa Aktien von Unternehmen, die seit 43 Jahren ihre Dividende immer erhöht haben, Beruhigung für gestresste Anleger. FOCUS-MONEY zeigt in diesem PDF-Heft, wie Sie sich jetzt Renditen von fünf bis zehn Prozent sichern.

Wir haben das einmal an einem Beispiel durchgerechnet: Davon ausgehend, dass Sie mit

  • 25 Jahren anfangen zu sparen
  • und zu Ihrem 65. Geburtstag in Rente gehen
  • sowie auf dem Weg dorthin jeden Monat 150 Euro zu fünf Prozent jährlicher Rendite anlegen
    (alles deutsche Durchschnittswerte)

hätten Sie ohne jeden Börsencrash nach 40 Jahren die Summe von 240.984 Euro angespart.

Wir haben für dieses Beispiel nun vier Börsencrashs mit einem Wertverlust von 40 Prozent für Ihr Depot simuliert:

Trifft Sie dieser Schock mit 30 Jahren, haben Sie am Ende nur noch 210.864 Euro, also etwa 30.000 Euro weniger. Bei einem Crash mit 40 Jahren sind es 65.000 Euro weniger, mit 50 Jahren 86.000 Euro und bei einem Crash mit 60 Jahren würden Sie 98.803 Euro verlieren – oder 41 Prozent Ihrer möglichen Zusatzrente.

Lesen Sie auch: Der FOCUS Online News-Ticker zum Börsen-Beben

Wichtig: Die Krise zur Prüfung des Portfolios nutzen 

Glücklich ist, wer für ein solches Szenario im Vorhinein geplant hat. Die Faustregel besagt, dass Sie mit steigendem Alter immer weniger in Aktien und dafür mehr in schwankungssichere Anlageklassen, wie zum Beispiel Anleihen oder Gold, investieren sollten. 

Ganz egal jedoch, wie viel Ihrer Anlage derzeit noch in Aktien steckt, sollten Sie je nach Alter anders auf die Corona-Krise reagieren. Jüngere Anleger, die noch mindestens 20 Jahre Zeit haben, können die Krise im Prinzip aussitzen. Trotzdem ist ein Tiefpunkt immer eine gute Gelegenheit, das eigene Depot einmal zu überprüfen: Stimmen die Geschäftsdaten der darin enthaltenen Konzerne noch? Haben sie vor der Krise Gewinn und Umsatz gesteigert, zahlen sie zuverlässig Dividenden? 

Fällt ein Konzern bei der Prüfung durch, wird er sich auch nach der Krise langsamer erholen als seine Konkurrenten. Dann könnte es empfehlenswert sein, die Position im eigenen Portfolio durch eine andere Aktie zu ersetzen. Überteuert ist gerade kaum ein Papier, Sie können dahingehend also wenig falsch machen. 

 

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Was ältere Anleger machen können 

Spätestens, wenn Sie jetzt schon den 50. Geburtstag hinter sich haben, wird es kritisch. Selbst nach der Krise bleibt Ihnen eventuell nicht mehr genug Zeit, um hohe Verluste in Ihrer Altersvorsorge zu vermeiden. Im Idealfall haben Sie an Ihrem 50. Geburtstag erst die Hälfte Ihrer künftigen Rente angespart – die kommenden 15 Jahre sind dann die entscheidenden. 

Deswegen ist es wichtig, das Risiko jetzt zu minimieren. Bisher kann kein Experte sicher voraussagen, wie lange die Börsenkrise noch anhalten wird und wie weit die Kurse noch sinken können. Viel hängt vom Verlauf der Pandemie ab, den wiederum auch kein Mediziner voraussagen kann. Gut denkbar ist, dass die Aktienkurse noch mindestens ein Jahr tief bleiben, weil die Wirtschaft immer wieder mit politischen Einschränkungen leben muss. 

Wer die Krise also nicht mehr aussitzen kann, sollte jetzt zumindest einen Teil seiner Geldanlage aus Aktien in weniger schwankungsanfällige Formen übertragen. Das können etwa Staatsanleihen sein oder als Ausgleich Edelmetalle. Wer sich von seinem Ersparten sowieso etwa eine Immobilie leisten wollte, kann auch darüber nachdenken, diesen Kauf jetzt vorzuziehen. 

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Sicher ist: Je älter Sie jetzt sind, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie eine Börsenkrise ohne signifikante Verluste für Ihre Altersvorsorge überstehen. Deswegen sollten gerade jüngere Anleger, die jetzt noch mit einem blauen Auge davonkommen, sich rechtzeitig auf die nächste Krise vorbereiten.  

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