Amazon bleibt weit unter Gewinnerwartungen – Aktie taumelt nach neuem Rekord

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Analysten hatten mit mehr gerechnet: Amazon bleibt weit unter Gewinnerwartungen – Aktie taumelt nach neuem Rekord

Amazon hat im ersten Quartal deutlich weniger Gewinn gemacht als erwartet, obwohl Analysten und Anleger in dem E-Commerce-Riesen einen möglichen Gewinner der Coronavirus-Pandemie gesehen haben. Die Aktie taumelte nachbörslich.

Zwischen Januar und März hat Amazon je Aktie nur 5,01 Dollar Gewinn je Aktie gemacht. Der Umsatz lag mit 75,5 Milliarden Dollar zwar 26 Prozent höher als der Vorjahreswert. Analysten hatten im Schnitt jedoch mit einem deutlich höheren Gewinn von 6,23 US-Dollar je Aktie gerechnet. Die Umsatzprognosen lagen mit 74,15 Milliarden Dollar etwas unter den tatsächlichen Erlösen.

Für das laufende Quartal rechnet Amazon mit einem Umsatz zwischen 75 und 81 Milliarden US-Dollar. Das obere Ende dieser Spanne liegt über früheren Prognosen.

Der Quartalsgewinn fiel, verglichen mit dem Vorjahresquartal, um rund 30 Prozent auf 2,5 Milliarden Dollar. Die größten Belastungen stehen jedoch noch bevor. Für das laufende Vierteljahr warnte Amazon vor Sonderkosten von rund 4,0 Milliarden Dollar im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Der Konzern will etwa in seine Lieferlogistik und in in Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter investieren. Für das Betriebsergebnis gab der Konzern eine Prognose in einer weiten Spanne von minus bis plus 1,5 Milliarden Dollar ab und stellte einen Anstieg der Erlöse zwischen 18 und 28 Prozent in Aussicht. Amazon betonte, dass verlässliche Vorhersagen im aktuellen Umfeld kaum möglich seien.

Aktie taumelt nachbörslich nach neuem Allzeithoch

Anleger trennten sich nachbörslich von der Aktie. Zuletzt sank der Kurs um rund fünf Prozent. Allerdings hatte die Aktie im späten regulären Handel kurz vor der Vorlage der Zahlen bei 2475 US-Dollar den höchsten Stand aller Zeiten erreicht.

Amazons Aktie hat im laufenden Jahr – trotz des Corona-Crashes – ganze 31,43 Prozent hinzugewonnen und damit alle Verluste des Kurssturzes zum Auftakt der Pandemie wieder aufgeholt. Auf Sicht von zwölf Monaten beträgt das Plus aber nur 26,06 Prozent. In den letzten drei Monaten ist der Aktienkurs um über 30 Prozent gestiegen und hat neue Rekordhochs erreicht. Davon profitiert als Großaktionär auch Chef und Gründer Jeff Bezos stark. Sein Vermögen ist dem Bloomberg Billionaires Index zufolge seit Jahresbeginn um rund 29 Milliarden auf 143 Milliarden Dollar gestiegen, so dass er seinen Status als reichster Mensch der Welt in der Krise noch deutlich ausbaute. Nichtsdestotrotz hat Amazon die übrigen Tech-Werte ausperformt.

Der Auswahlindex Nasdaq  gewann auf Jahressicht nur etwas mehr als zwei Prozent hinzu, auf Sicht von zwölf Monaten beträgt das Plus 14,70 Prozent.

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Ausgangsbeschränken ließen Amazon-Nachfrage explodieren

Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie haben die Nachfrage nach Amazons Lieferdiensten in vielen US-Regionen in den letzten Monaten regelrecht explodieren lassen. Das Unternehmen tat sich mit dem großen Andrang jedoch schwer und war zeitweise überfordert. Nach wie vor müssen viele Kunden länger als gewöhnlich warten oder können bei den begehrten Lebensmittelbringdiensten gar keine Bestellungen aufgeben. Diese Probleme will Bezos mit hohen Investitionen beheben. Während US-Unternehmen im Rekordtempo Jobs abbauen, stellt Amazon dafür etwa in großem Stil Mitarbeiter ein.

Im März wurde angekündigt, 100.000 Beschäftigte anzuheuern, um die gestiegene Nachfrage zu bewältigen. Im April folgte die Einstellung weiterer 75.000. Doch Amazon steht wegen seiner Arbeitsbedingungen auch stark in der Kritik – gerade in der Corona-Krise. Der Konzern wird beschuldigt, nicht genug für den Schutz seiner Beschäftigten zu tun und ist immer wieder mit Protesten konfrontiert. Amazon weist die Vorwürfe zurück, könnte aber noch Ärger bekommen. So schalteten sich beispielsweise wegen der umstrittenen Kündigung eines Streik-Organisators in New York der dortige Bürgermeister Bill de Blasio und die mächtige Generalstaatsanwältin Letitia James ein.

Verlassen kann sich der Konzern in der Ära des Zuhausebleibens und der Heimarbeit indes weiter auf sein lukratives Cloud-Geschäft, das IT-Dienste und Speicherplatz im Internet umfasst. Amazons Aushängeschild, die Web-Plattform AWS – der Marktführer bei Cloud-Services für Unternehmen – steigerte die Einnahmen im jüngsten Quartal um fast ein Drittel auf 10,2 Milliarden Dollar. Der Betriebsgewinn der Sparte wuchs sogar um rund 40 Prozent auf 3,1 Milliarden Dollar. Amazons größter Cloud-Rivale Microsoft hatte am Vortag ebenfalls starkes Wachstum in diesem Bereich gemeldet.

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man/ham/mit Agenturmaterial

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