Anpassung der Mining-Difficulty könnte neuen Rekordlauf von Bitcoin verzögern

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Bitcoin (BTC) muss in dieser Woche noch mit weiterem Verkaufsdruck rechnen, da die Mining-Difficulty die größte Erleichterung der letzten fünf Jahre erfahren wird.

Wie Daten von BTC.com zeigen, wird die Mining-Schwierigkeit schätzungsweise um 8,3 % verringert, wenn diese innerhalb der nächsten vier Tage ihre nächste automatische Anpassung vollzieht.

Schwierigkeit wird abgesenkt

Die Mining-Difficulty ist der Schwierigkeitsgrad der mathematischen Problemstellungen, die für den Abbau von Bitcoin gelöst werden müssen. Je größer der Wettbewerb unter den Minern, desto höher der Schwierigkeitsgrad. Die Difficulty ist also zugleich ein Maß für die „Gesundheit“ des Netzwerks.

Die automatische Anpassung des Schwierigkeitsgrads erfüllt dabei eine wichtige Funktion, denn über diese wird sichergestellt, dass das Mining bzw. der benötigte Rechenaufwand verhältnismäßig und profitabel bleibt.

Im Juni war die Difficulty um 9,3 % gesenkt worden, nachdem sie zuvor schon um 6,3 % zurückgegangen war. Letztere Absenkung war dabei das Resultat eines regelrechten Exodus der Miner nach der Halbierung der Block-Belohnung von Bitcoin im Mai, auch bekannt als Halving.

Durch die Halbierung der Block-Belohnung wird zugleich die Anstiegsrate der Umlaufmenge halbiert, was für eine gezielte Verknappung sorgt, jedoch ändern sich damit auch die Rahmenbedingungen für die Miner drastisch. Besonders Miner mit älterem Equipment und kleineren Gewinnmargen wurden im Zuge des jüngsten Halvings aus dem Markt verdrängt. Die anschließenden beiden Senkungen der Mining-Schwierigkeit machten es daraufhin auch für Miner mit weniger effizienten Voraussetzungen wieder interessant in den Markt einzusteigen, was allerdings wieder eine Erhöhung um 15 % nach sich zog.

Die jüngste Senkung hängt vermutlich indirekt mit dem Ende der Regenzeit in China zusammen. Besonders in der Provinz Sichuan ist eine Vielzahl der chinesischen Miner ansässig, die von den günstigen Strompreisen durch Wasserkraft profitieren. Zum Ende der Regenzeit trocknen die Flüsse der Provinz jedoch wieder aus, was die Stromkosten nach oben treibt und die Miner zur Umsiedlung zwingt. In der Zwischenzeit besteht auf dem Mining-Markt weniger Wettbewerb, was wiederum die Absenkung der Difficulty nach sich zieht.

Möglicher Rekordlauf verzögert sich

Die Absenkung der Mining-Schwierigkeit könnte ungewollte Auswirkungen auf die momentane Kursentwicklung von Bitcoin haben. Zum ersten Mal seit 18 Monaten kratzt die marktführende Kryptowährung wieder an der 14.000 US-Dollar Marke, jedoch könnte der Sprung über diese Hürde zunächst verzögert werden.

Dies wäre umso schlechter, da es kaum Widerstände zwischen 14.000 US-Dollar und dem bisherigen Rekordhoch von Bitcoin bei 20.000 US-Dollar gibt. Die Anpassung der Mining-Difficulty verhindert womöglich für den Moment einen neuen Rekordlauf.

Dahingehend fasst Entwickler Matt Odell zusammen:

„Das Ende der Regenzeit in China erhöht die Stromkosten für Wasserenergie, was wiederum die Hashrate absenkt, da die Miner nach günstigeren Strompreisen suchen müssen. Bis es zur Anpassung der Difficulty kommt werden also auch weniger Blöcke abgebaut.“

Damit weißt Odell noch auf eine weitere Konsequenz aus der verringerten Aktivität der Miner hin, und zwar eine Erhöhung der Transaktionsgebühren, die aktuell fast um 200 % nach oben geschossen sind.

Im Juni war der Bitcoin-Kurs gemeinsam mit sinkender Mining-Difficulty und sinkender Hashrate gefallen. Als es dann für beide Parameter wieder nach oben ging, konnte auch der Kurs wieder zulegen, was die beliebte These stützt, dass die Kursentwicklung mit Difficulty bzw. Hashrate zusammenhängt.

Hashrate von Bitcoin. Quelle: Blockchain




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