Arabische Emirate nehmen erstes AKW in Betrieb | Aktuell Welt | DW

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Der Reaktorblock I des AKW Barakah an der Nordwestküste der Emirate sei erfolgreich hochgefahren worden, schrieb der Vertreter Abu Dhabis bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Hamad Alkaabi, im Kurzbotschaftendienst Twitter. 

Die Inbetriebnahme des Reaktors sei ein “historischer Meilenstein” für die Emirate, schrieb Alkaabi. Ziel sei es, “eine neue Art der sauberen Energie für die Nation” zu etablieren.

Baukosten lagen bei 24,4 Mrd. Dollar

Nach seiner vollständigen Inbetriebnahme soll das AKW Bakarah aus vier Reaktorblöcken bestehen. Betrieben wird es von der Nawah Energy Company. Gebaut wurde es von einem Konsortium aus der Emirates Nuclear Energy Corporation (Enec) und dem südkoreanischen Energiekonzern Kepco. Die Baukosten wurden auf 24,4 Milliarden Dollar (22,5 Milliarden Euro) geschätzt.

Die südkoreanische Präsidentin Geun-hye steht neben Vertretern aus den Vereinigten Arabischen Emiraten vor einem Reaktor (picture-alliance/YONHAPNEWS AGENCY)

Als 2014 der erste Reaktor installiert wurde, war die südkoreanische Präsidentin Geun-hye zu Besuch im Wüstenstaat

Eigentlich sollte der erste Reaktor schon Ende 2017 in Betrieb gehen. Nach der Fertigstellung aller vier Reaktoren soll das Kraftwerk über eine Leistung von 5600 Megawatt verfügen und ein Viertel des steigenden Energiebedarfs des Wüstenlandes decken.

Die Emirate haben immer wieder die friedliche Ausrichtung ihres Atomprogramms betont und in den vergangenen Jahren Kontrollen der IAEA und des Weltverbands der Kernkraftwerksbetreiber (Wano) zugelassen. Das Nachbarland Katar bezeichnet das Atomkraftwerk Barakah allerdings als “Gefahr für den Frieden in der Region”.

nob/as (afp, rtr)



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