ARD-Doku: Boeing – Das tödliche System – Wie gefährlich ist das Fliegen?

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157 Menschen kamen ums Leben, als vor einem Jahr eine Boeing 737 Max in Äthiopien abstürzte. Unter den Opfern waren fünf Deutsche. Auch Marie Phillips kam bei diesem Unglück ums Leben. Sie war auf Dienstreise. Ihre Eltern schildern in der ARD-Doku “Boeing – Das tödliche System” den schrecklichen Moment, als sie vom Tod ihrer Tochter erfahren mussten.

“Das Telefon klingelte. Maries Lebensgefährte war dran. Er hat noch nie angerufen, er sagte, dass sie tot sei”, erzählt Maries Mutter. Die Maschine war mit solcher Wucht auf den Boden geprallt, dass sie fast im Erdreich verschwand, Bagger mussten sie rausholen.  

 

Unglücksursache war ein Computersystem der Flugsteuerung. Keine fünf Monate vorher war bereits eine Maschine des gleichen Typs abgestürzt. Zwei fast fabrikneue Boeing Max.  Eine New Yorker Anwaltskanzlei vertritt die Angehörigen der Opfer der Äthiopien-Katastrophe. Auch Maries Eltern.

“Der zweite Absturz war vorhersehbar”

“Nach dem ersten Absturz hätte der Flugzeugtyp aus dem Verkehr gezogen werden müssen, der 2. Absturz war vorhersehbar”, sagt der Anwalt. “Es gab eine Risikoanalyse der US-Luftfahrtbehörde, die besagte, dass, wenn die Boeing Max wie geplant 45 Jahre weltweit genutzt werden würde,  15 weitere derartige Abstürze zu erwarten wären.”

Alle drei Jahre eine Katastrophe. Marie verliert ihr Leben. Nach dieser Analyse.  MCAS heißt das todbringende System. Warum hat es Boeing überhaut eingebaut? Es war eine Reaktion auf den Konkurrenten Airbus. Boeing war es nicht möglich neue Flugzeuge zu bauen, also entschied man sich für eine Sparversion und MCAS.

Aus Spargründen wurde ein altes Modell aufgemotzt

“Das Flugzeug hätte in der Form nie gebaut und nie zugelassen werden dürfen”, sagt ein Fachanwalt für Luftsicherheit. “Es konnte aus sich heraus nicht fliegen, es musste ein Zusatzsystem gebaut werden, das MCAS, das Baufehler ausgleichen sollte.” Aus Spargründen wurde also ein altes Modell schlicht aufgemotzt. Und die Piloten wurden über die Änderungen nach ARD-Recherche nicht einmal informiert. “Wenn Piloten ihre Maschine nicht kennen, dann ist das kriminell.” 

Boeing wolle zu den Anschuldigungen keine Stellung nehmen, verwiese nur darauf, dass alles in Zustimmung mit der  Luftfahrtbehörde geschehen sei. 

Inzwischen stehen alle Boeing Max am Boden.  In der Branche wächst allerdings die Befürchtung, auch andere Modelle könnten fehlerhaft sein. Modelle  wie der Dreamliner. Mitarbeiter der Produktion erheben Vorwürfe, dass immer wieder Teile von Zulieferern ankämen, die die nicht den Vorgaben entsprechen und dennoch eingebaut würden. Dreamliner waren vor Corona täglich hundertfach unterwegs mit zig Menschen, die darauf vertrauen, dass sie sicher fliegen. 

“Es gibt Splitter in der Verkabelung”

“Es gibt Splitter in der Verkabelung, rund 800, von denen ich weiß”, warnt ein Ingenieur.  “Ich fürchte, dass diese im Laufe der Jahre Kurzschlüsse verursachen könnten. Es dauert in der Regel 10 Jahre, bis es Probleme gibt. 2012 wurden die ersten ausgeliefert. Ich habe Angst vor dem, was kommt.”

Die Flugsicherheitsbehörde wisse von diesem Problem und habe versichert, dass es kein Problem für die Flugsicherheit darstelle. 

 

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