“ARD-Sommerinterview”: Von einem Genossen will SPD-Chefin Esken nichts wissen

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TV-Kolumne “ARD-Sommerinterview”: „Hab’ den Namen nicht verstanden“: Von einem Genossen will SPD-Chefin Esken nichts wissen

Wenn es einen Preis für Floskel-Gespräch gäbe: Saskia Esken hätte ihn bei diesem „Sommerinterview“ direkt gewonnen. Umfragewerte, SPD-Kanzlerkandidatur und Umverteilung von Reich zu Arm – die Frau an der Spitze der Sozialdemokraten wabert um alle Antworten herum. Auf ihre Rolle als Dauer-Twitterin ist sie aber sichtlich stolz.

Berlin, es ist heiß. Saskia Esken, SPD-Chefin, tupft sich ab und an den Schweiß aus dem Gesicht und packt das Stofftücherl dann wieder unter den Allerwertesten. Ist es nur die Sommerhitze oder sind es vielleicht auch die pointierten Fragen von ARD-Journalistin Tina Hassel, die Esken ins Schwitzen bringen?

„Breit aufgestellt“? Auf Twitter

Hassel, klar und professionell wie immer, bringt gleich zu Beginn Skepsis hervor: Ob denn der typische SPD-Wähler und das SPD-Parteimitglied sich wirklich so viel auf Twitter tummelten? Die erste Schwurbelantwort folgt: „Breit aufgestellt“ sei man auf dieser Social Media-Plattform. Ob Esken einen abgesetzten Tweet bereue? Keine Antwort. Ob ihre Aussage vom Mai, in den Reihen der Polizei gäbe es „latenten Rassismus“ so stehen bleiben könne? Sie selber sei in ihrem Leben zwei Mal anlasslos kontrolliert worden. Aha? Für andere in Deutschland, vornehmlich mit Migrationshintergrund, gehöre anlassloses Kontrollieren zum Alltag. Soweit die dürren Fakten.

„Covidioten“? Schon okay, irgendwie

Ob das mit dem Begriff #Covidioten wirklich so klug war, will Tina Hassel wissen. Auch darauf nur Schwammiges. „Es sind Leute unterwegs, die den Zusammenhalt der Gesellschaft massiv stören.“ Selbst 30 Minuten „Sommerinterview“ können sich verdammt ziehen bei einer Gesprächspartnerin wie Esken.

Grün-Rot-Rot als Junior. Alles klar

Am klarsten wird es noch bei der Formulierung, wie ihre Traum-Regierung aussähe, nämlich Rot-Rot-Grün – oder besser Grün-Rot-Rot, denn die SPD-Chefin würde sich einem grünen Kanzler oder einer grünen Kanzlerin auch als Junior-Partner unterordnen. Nicht sehr verwunderlich bei den aktuellen Umfragewerten – da liegt die SPD bei 15 Prozent, nicht gerade ein politisches Sommerhoch.

Aber auf Umfragen scheint Esken nicht so viel Wert zu legen. Zumindest bis die „Merkel-Wähler in der Mitte“ zurückgeholt seien. Wie das gehen soll, will die Hauptstadt-Journalistin wissen. „Frau Merkel tritt nicht mehr an.“ Na, dann kann ja nix mehr schiefgehen für die Sozis.

Floskeln und Floskeln. Preiswürdig, wenigstens das

So viele Floskeln in einem Interview muss man erst mal hinbekommen, das ist preiswürdig. Sie habe zusammen mit ihren Co-Chef Norbert Walter-Borjans „die Kommunikation mit Mitgliedern verändert und verbessert“. Man habe „eine sozialdemokratische Handschrift hinterlassen“. Man könne „ein Zukunftsbild malen“. Ist das wirklich ihr Ernst?

Kritik von der Basis? Nur vom SPD-Wicht

Gut, dass ein Genosse, einst Redenschreiber für die IG Metall und Referent der SPD-Fraktion in Rheinland-Pfalz, die vermeintlichen Erfolge Eskens ein wenig einordnet. „In den Ländern hat Frau Esken so gut wie keinen Rückhalt“, meint Nils Heisterhagen. Der Draht zur Basis? Den gebe es quasi nicht. „Sie versucht, ihre ganz persönliche Haltung zu verkaufen.“

Während Herr Heisterhagen eingespielt wird, sieht man das Schmallippige an Saskia Esken noch finsterer werden. Sehr uncool fällt dann ihre Replik aus: „Ich hab’ jetzt den Namen gar nicht richtig verstanden“, versucht sie Nils Heisterkamp zum SPD-Wicht zu degradieren. Schwaches Bild. Als ob Frau Esken vor ihrer überraschenden Wahl zur SPD-Chefin ein Schwergewicht in ihrer Partei gewesen wäre!

„Sachliche Auseinandersetzungen“? Die Phrasenmaschine läuft

Schnell noch zur Umverteilung von Reich nach Arm. Wo zieht die SPD die Vermögensgrenze? Keine Zahl, aber es gehe um „sehr, sehr hohe Vermögen“. Dieses „sehr, sehr“ wiederholt sie sehr, sehr gerne. Jetzt ist Vermögen aber etwas Relatives. Reden wir von einem Eigenheim am Stadtrand, das ist durchaus Vermögen. Oder von ganzen Häuserzeilen in der City? Keine Antwort von Esken.

Beim Thema Home-Schooling erkennt die SPD-Politikerin, dass viele Schulen „einen guten Job gemacht haben“. Mit wem hat die SPD-Dame da gesprochen? Mit betroffenen Eltern eher nicht. Bleibt ihr Bild auf Twitter. Es ist eine Eskenisierung von Marge Simpson. Marge, Mutter einer Chaosfamilie. Esken, Mutter einer Chaos-Partei? Die SPD sei in der Tat eine große Familie, „manchmal gibt es auch sachliche Auseinandersetzungen“. Gut, dass Frau Esken ihre Phrasenmaschine bis zum Schluss gefüttert hat.

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