ARD zerknirscht wegen Berichterstattung zu Beirut: “Schwer zu erklären”

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Nach der Kritik an der knappen und verspäteten Berichterstattung in der ARD zur verheerenden Explosion in Beirut hat die Chefredaktion von „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ nun Fehler eingeräumt. „Es war eine journalistische Fehleinschätzung“, heißt es in einem Beitrag der drei leitenden Redakteure Marcus Bornheim, Helge Fuhst und Juliane Leopold vom Mittwochnachmittag auf dem offiziellen Blog der „Tagesschau“.

„Im Nachhinein ist es schwierig zu erklären, warum wir es gestern nicht gemacht haben, denn es war eigentlich so offensichtlich“, schreibt die Chefredaktion weiter. „Es sind marginale Details, die am Ende zu einer Fehlerkette führen.“ Zwar habe das Social-Media-Team der Tagesschau sowie die Redaktion von tagesschau.de schnell reagiert, doch die Teams der TV-Ausgaben von „Tagesschau“ und „Tagesthemen“ grämten sich, dass ihre knappe Berichterstattung „dem Nachrichtenereignis nicht angemessen war“, heißt es in dem Beitrag.

Kritik an der ARD: „Eine Schande für einen öffentlich-rechtlichen Sender“

Sowohl „Tagesschau“ als auch „Tagesthemen“ hatten über die Explosion in der libanesischen Hauptstadt am frühen Dienstagabend nur kurz berichtet. Die „Tagesschau“ um 20.00 Uhr meldete das Unglück erst gegen Ende der Sendung, hinter Themen wie der geplanten Rückkehr von Bundesliga-Fans in die Fußballstadien. Die „Tagesthemen“ um 22.15 Uhr behandelten die Katastrophe mit einer Kurzmeldung im Nachrichtenblock. „Auch das war zu wenig“, merkt die Chefredaktion selbstkritisch an.

Die knappe Berichterstattung hatte für Kritik und Unmut in den sozialen Medien gesorgt.  Ein Nutzer schrieb etwa: „Dass die schwere Explosion in Beirut in den Tagesthemen erst im Nachrichtenblock vorkommt und mit Bundesliga aufgemacht wurde, muss man jetzt nicht verstehen, oder?“. Ein weiterer Nutzer klagte: „Eine komplette Stadt liegt in Schutt und Asche und ein 60-Sekunden-Bericht ist alles? Eine Schande für einen öffentlich-rechtlichen Sender.“

Beirut: 113 Menschen getötet

Mehrere Tage nach den verheerenden Explosionen in Beirut liegen die Ursachen der Detonationen weiter im Dunkeln. US-Präsident Donald Trump relativierte seine ersten Äußerungen, es habe sich mutmaßlich um einen Anschlag gehandelt, und schloss am Mittwoch einen Unfall nicht aus. Unterdessen ging die fieberhafte Suche in den Trümmerlandschaften nach Überlebenden weiter, und internationale Hilfseinsätze für die libanesische Hauptstadt rollten an. 

Durch die zwei gewaltigen Explosionen am Hafen waren laut den libanesischen Behörden mindestens 113 Menschen getötet und mehr als 4000 weitere verletzt worden. Dutzende Menschen wurden noch immer vermisst. Große Teile der Stadt wurden schwer beschädigt. Explodiert waren 2750 Tonnen Ammoniumnitrat, das jahrelang ohne geeignete Vorsichtsmaßnahmen in einer Lagerhalle untergebracht war. Ammoniumnitrat kann für Düngemittel oder zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden.

Mehr zu der Explosion in Beirut

  • Nach der gewaltigen Detonation in Beirut wandern die Menschen über Scherben und Trümmer. Tausende haben ihre Unterkunft verloren. Aus anderen Ländern reisen Ärzte-Teams und Katastrophenhelfer an, um nach verschütteten Opfern zu suchen. Die Zeit drängt. Mehr zu der Explosion in Beirut lesen Sie hier.
  • Die gewaltige Explosion in Libanon hat weltweit für Betroffenheit gesorgt. Neue Videos von Augenzeugen offenbaren jetzt die ganze Wucht der Explosion.

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