Auch Elizabeth Warren stützt jetzt Joe Biden | Aktuell Amerika | DW

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In einem Internetvideo sagte die Senatorin vom linken Flügel der Demokratischen Partei: “In diesen Krisenzeiten ist es wichtiger denn je, dass der nächste Präsident den Glauben der Amerikaner an gute, effektive Regierungsführung wieder herstellt.” Biden wisse, dass eine mit “Integrität, Kompetenz und Herz” geführte Regierung Leben und Existenzen rette, sagte die 70-jährige Politikerin weiter. “Wir können nicht zulassen, dass Donald Trump weiter das Leben und die Existenz jedes Amerikaners gefährdet. Deswegen bin ich stolz, Joe Biden zu unterstützen.”

Vorzeitig gescheitert

Warren war Anfang März aus dem Präsidentschaftsrennen der Demokraten ausgestiegen. Die frühere Harvard-Professorin hatte zwar mit kämpferischen Auftritten und detaillierten Plänen etwa für eine Reform des Gesundheitswesens viele beeindruckt und kurzzeitig sogar die Umfragen angeführt. Bei den Vorwahlen blieb sie aber weitgehend erfolglos – unter anderem, weil der ebenfalls linksgerichtete Senator Bernie Sanders mit ähnlichen Vorschlägen wie Warren mehr Wähler mobilisierte.

Vergangene Woche stieg dann auch Sanders aus dem Präsidentschaftsrennen aus. Der bei den Vorwahlen erfolgreiche Ex-Vizepräsident Biden ist damit der letzte verbliebene Bewerber und faktisch der Präsidentschaftskandidat der Demokraten. Der 77-Jährige soll im August bei einem Parteitag offiziell gekürt werden und bei der Präsidentschaftswahl am 3. November Amtsinhaber Donald Trump herausfordern.

Vorwahlkampf in Zeiten von Corona

In dieser Woche erhielt Biden bereits die Unterstützung von Sanders und von Ex-Präsident Barack Obama, dem er acht Jahre lang als Stellvertreter gedient hatte. Allerdings wirft die Coronavirus-Pandemie riesige Schatten auf den Wahlkampf. Großveranstaltungen wurden bis auf Weiteres abgesagt. Während Trump in der Corona-Krise in den Medien dauerpräsent ist, hat Biden große Schwierigkeiten, sich Gehör zu verschaffen. Der 77-Jährige hat sich in sein Haus im Bundesstaat Delaware zurückgezogen und wendet sich mit Videobotschaften an seine Anhänger.

cgn/uh (afp, dpa)

 



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