Auch Putins zweiter Öl-Zock droht schief zu gehen – USA stehen schon bereit

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Die kräftige Erholung des Ölpreises ist abrupt zu Ende gegangen, woraufhin er innerhalb weniger Tage um rund zehn Prozent eingebrochen ist. Neben dem trüben Konjunkturausblick von Fed-Chef Jay Powell nach der Fed-Sitzung vom 10. Juni haben Sorgen vor einer zweiten Infektionswelle mit dem Corona-Virus den Ölpreis deutlich nach unten gedrückt, gerade nachdem die Infizierten-Zahl in Peking spürbar gestiegen war. Durch die neuen Ausgangsbeschränkungen trüben sich die Perspektiven für die chinesische und damit die Weltwirtschaft merklich ein.

Die Entwicklung am Ölmarkt verfolgt auch der Präsident Weißrusslands, Alexander Lukaschenko, genau. Er steckt gerade in einem Machtkampf mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin.

Lukaschenko und Putin waren jahrelang enge Verbündete, zumal Lukaschenko vom Westen wiederholt für seinen autokratischen Regierungsstil kritisiert worden ist. Nun versucht sich Lukaschenko, der seit 1994 im Amt ist und bei der Wahl im August 2020 eine sechste Amtszeit anstrebt, allerdings etwas von der russischen Abhängigkeit zu befreien und wendet sich dem Westen zu. „Die alte Beziehung fällt allmählich auseinander und es drängt sich der Verdacht auf, dass Lukaschenko dazu von außen ermutigt wird“, sagte Gleb Pavlovsky, ein ehemaliger Kreml-Berater, gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Lukaschenko sei zu einer „anhaltenden Irritation“ für Russland geworden, aber „Weißrussland ist sehr wichtig und Moskau kann es sich einfach nicht leisten, es zu verlieren“, so der Experte gegenüber Bloomberg. Weißrussland grenzt an Polen, Litauen und Lettland, allesamt Nato-Länder.

Grund für das Zerwürfnis ist Putins Ziel, die beiden Länder enger aneinander zu binden. Putin strebt einen Bundesstaat mit Weißrussland an, mit gemeinsamen Institutionen, allen voran einer Notenbank, die für eine gemeinsame Währung verantwortlich sein soll. Davon will Lukaschenko allerdings nichts wissen. Er hat Sorge bei einem möglichen Bündnis mit dem viel größeren Partner nur noch die zweite Geige zu spiele.

Öl-Kauf in den USA

Nutznießer der Verstimmungen könnten die USA sein. Wie Bloomberg schreibt, hatte Putin Anfang des Jahres versucht, über Öllieferungen Druck auf Lukaschenko aufzubauen. Um drei Viertel hat Russland seine Lieferungen gekürzt. Daraufhin war US-Außenminister Michael Pompeo im Februar nach Weißrussland gereist. Die USA könnten den Bedarf von Weißrussland zu 100 Prozent denken und das Preis sei auch angemessen, hatte Pompeo versprochen.

Inzwischen ist die erste Lieferung aus den USA in Weißrussland eingetroffen, rund 586.000 Barrel Rohöl, die nun verarbeitet werden. Es ist eine Premiere für das Land. Auch an andere Länder Aserbaidschan und Saudi-Arabien hat sich Lukaschenko gewandet, um die Abhängigkeit von Russland zu senken. „Lukaschenko betrachtet diesen Ölkrieg (mit Russland) als Bestrafung und wollte nicht länger herumgeschubst werden“, sagte Artyom Shraibman, Gründer der in der weißrussischen Hauptstadt Minsk ansässigen Beratungsfirma Sense Analytics. „Weißrussland und Russland befinden sich in der schwersten Krise der vergangenen 25 Jahre“, so der Experte gegenüber Bloomberg.

Putin musste im Ölkrieg mit Saudi-Arabien eine Kehrtwende vollziehen

Der Machtkampf mit Lukaschenko ist Putins zweiter riskanter Öl-Zock, nachdem der erste mit Saudi-Arabien kräftig schiefgegangen war. Nachdem sich Russland und Saudi-Arabien im März trotz des Nachfrageeinbruchs aufgrund der Pandemie völlig überraschend nicht auf eine Verlängerung der Förderkürzung einigen konnten, waren die Preise eingebrochen. Das können Sie in den Beiträgen „Putins gefährlicher Zock: Was hinter dem Einbruch beim Ölpreis steckt“, sowie „Nach dem Öl-Eklat nehmen die Scheichs jetzt Putin in die Zange“ nachlesen.

Putin musste allerdings schnell nachgeben und stimmte auf Trumps Drängen im April einer Wiederinstallation der Förderkürzungen gemeinsam mit Saudi-Arabien zugestimmt. Am 6. Juni wurden sie bis Ende Juli verlängert worden, was den Ölpreis weiter gestützt hat. Umso gespannter beobachten Investoren die weitere Entwicklung am Ölmarkt, und ob sich die Krise zwischen Russland und Weißrussland in den nächsten Monaten weiter verschärft.

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