Bahn schränkt Regional- und S-Bahn-Verkehr ein – das müssen Pendler wissen

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Die Deutsche Bahn wird in den nächsten Tagen ihren Regionalverkehr voraussichtlich einschränken. Damit reagiere das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Krise, sagt eine Sprecherin am Sonntag in Berlin.

Die Zahl der Züge werde schrittweise an die sinkende Nachfrage angepasst. Die Fahrpläne werden von Dienstag oder Mittwoch an ausgedünnt. Zuvor hatte der “Spiegel” über die Maßnahmen der Bahn berichtet.

Die Deutsche Bahn empfahl Reisenden, vor der Fahrt die Reiseverbindung zu überprüfen. Was bisher laut Bahn.de bekannt ist:

Regionalverkehr in Baden-Württemberg

Das Verkehrsministerium in Stuttgart steht im Kontakt mit den verschiedenen Bahnunternehmen, inwieweit der Regionalverkehr runtergefahren werden kann oder muss. “Wir bereiten uns darauf vor, das Angebot zu reduzieren, wenn nicht genug Personal zur Verfügung steht”, sagte ein Sprecher am Sonntag. Davon betroffen:

  • Tübingen – Stuttgart (Neckar-Alb-Bahn) – einzelne Regionalbahnen entfallen
  • Tübingen – Herrenberg (Ammertalbahn) – Züge zu Minute 47 entfallen
  • Metzingen – Bad Urach (Ermstalbahn) – eingestellt, Schienenersatzverkehr wird eingesetzt

Bayern: Züge und S-Bahnen betroffen

  • Bei der Südostbayern-Bahn werden ab Montag einige Verstärker-Züge auf der Strecke zwischen Mühldorf und München ausfallen.
  • Bei der Gäubodenbahn in Niederbayern gelte der Ferienfahrplan.
  • Der Zugverkehr nach Österreich werde wegen der Grenzschließung ab Montag eingestellt: Züge des Meridian nach Salzburg enden demnach vorzeitig in Freilassing, jene nach Kufstein enden in Kiefersfelden. Von dort aus wenden die Züge zurück in Richtung München.
  • S-Bahn in München: Den DB-Angaben zufolge werden ab Montagmorgen die Taktverstärker der Linien 2, 3, 4 und 8 ausfallen.
  • Kein Zug- und Busverkehr nach Tirol möglich:
    Die Züge der DB Regio AG in Richtung Seefeld in Tirol/Innsbruck Hbf enden in Mittenwald.
    Die Züge der DB Regio AG aus Richtung Garmisch-Partenkirchen und in Richtung Reutte in Tirol enden in Griesen.
    Die Züge der DB Regio AG aus Richtung Kempten (Allg) Hbf und in Richtung Reutte in Tirol enden in Pfronten-Steinach

Sachsen

Der Linienverkehr der Länderbahn ist wegen der Einstellung der grenzüberschreitenden Zugverbindungen von Vogtlandbahn und Trilex nach Tschechien und Polen seit Samstag eingeschränkt:

  • Von Zwickau und Plauen aus fährt die Bahn nur noch bis Zwotental und nicht mehr bis nach Kraslice auf tschechischer Seite. Fahrgäste von Zwickau Richtung Cheb können nur noch bis Bad Brambach fahren.
  • Der Trilex zwischen Dresden und Liberec fährt noch bis Zittau. Die Verbindung von Dresden nach Zgorzelec endet in Görlitz und führt nicht mehr nach Polen. Für den Betrieb auf der Strecke Seifhennersdorf-Zittau-Liberec entfallen die Haltepunkte in Deutschland.

NRW

  • Köln: Ab Mittwoch, 18. März, werden die Busse und Bahnen der Kölner Verkehrs-Betriebe nach einem angepassten Samstagsfahrplan fahren. Nach dem neuen Fahrplan werden werktags die Fahrten vor 4 Uhr und nach 1 Uhr entfallen. Auf den Stadtbahnlinien 1, 7, und 18 soll es morgens „Verstärkerfahrten“ geben. Die Buslinien 124, 134, 171, 172, 173 und 179 entfallen, da es alternative Angebote gibt.

Mecklenburg-Vorpommern

Die Coronakrise hat Auswirkungen auf den Fahrplan der Deutschen Bahn in Mecklenburg-Vorpommern. Zunächst waren aufgrund der Grenzschließungen zu Tschechien und Polen internationale Zugverbindungen betroffen, die durch den Nordosten führen.

Die EC-Züge von Hamburg über Ludwigslust und Berlin nach Tschechien fielen am Montag aus, wie die Bahn im Internet bekanntgab. Das betraf auch die Gegenrichtung. Alternativ ließ die Bahn in Ludwigslust und Wittenberge (Brandenburg) ICE-Züge der Strecke Hamburg-Berlin halten, die normalerweise dort ohne Halt durchfahren.

Die Regionalexpresslinie 4 von Lübeck nach Stettin (Szczecin) endete im vorpommerschen Löcknitz. Auch die RB 23 Züssow-Ahlbeck-Swinemünde (Swinoujscie) endete in Ahlbeck. Die Grenze zu Polen soll zunächst bis zum 29. März geschlossen bleiben, wie es hieß.

Welche Zugverbindungen noch ausfallen

  • IRE Berlin – Hamburg

  • IRE Hamburg – Berlin

Regionalverkehr nach Plan

Abseits von Verbindungen ins Ausland verfolgt die Bahn in Berlin und Brandenburg weiterhin den regulären Fahrplan (Stand: Sonntag). Für andere Bundesländer wurden keine aktuellen Informationen übermittelt. Der Artikel wird regelmäßig aktualisiert.

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Internationaler Fernverkehr durch Grenzschließungen beeinträchtigt

Nach Italien, Österreich und Schweiz

  • EC München – Verona entfällt
  • EC Frankfurt – Mailand entfällt
  • EC München – Zürich (- Basel) entfällt
  • IC Bus München – Zürich entfällt
  • IC Stuttgart – Zürich entfällt zwischen Singen und Zürich
  • Regionalverbindung von Seefeld nach Tirol/Innsbruck endet in Mittenwald
  • Regionalverbindung von Garmisch-Partenkirchen nach Reutte/Tirol endet in Griesen
  • Regionalverbindung von Kempten (Allgäu) nach Reutte/Tirol endet in Pfronten-Steinach

Nach Tschechien

  • EC (Kiel – ) Hamburg – Prag (- Budapest) entfällt zwischen Deutschland und Decin (Tschechien)
  • IC Bus Frankfurt/Mannheim – Prag entfällt
  • IC Bus Leipzig – Prag entfällt
  • Züge der DB Regio beginnen und enden in Schirnding
  • Fähre F1 zwischen Bad Schandau und Sebnitz (Sach) entfällt
    U 28 Decin hl.n. – Bad Schandau – Rumburk:
  • Ausfall im Abschnitt Děčín hl.n. (CZ) – Dolní Žleb (CZ) und Ersatz durch Schienenersatzverkehr
  • Ausfall im Abschnitt Dolní Žleb (CZ) – Schöna – Bad Schandau ohne Schienenersatzverkehr, alternative Reisemöglichkeit mit der S-Bahn-Linie S 1.
  • Ausfall im Abschnitt Bad Schandau – Sebnitz und Ersatz durch Schienenersatzverkehr, alternative Reisemöglichkeit mit Regionalbuslinie 260.
  • Ausfall im Abschnitt Sebnitz – Dolní Poustevna (CZ) ohne Schienenersatzverkehr
  • Zugverkehr im Abschnitt Dolní Poustevna (CZ) – Rumburk (CZ)
  • Die Züge der S 1 verkehren bis/ab Schöna.
  • Der geplante SEV der S 1 zwischen Bad Schandau und Schmilka, Grenzübergang in den Tagesrandlagen entfällt.

Nach Dänemark

  • IC Hamburg – Kopenhagen entfällt
  • IC Hamburg – Aarhus entfällt

Nach Polen

  • EC Berlin – Warschau entfällt
  • Zugverkehr der Regionalexpresslinie RE4 zwischen Löcknitz und Szcecin Glowny entfällt
  • Zwischen Seebad Ahlbeck und Swinoujscie Centrum kein Zugverkehr

Nach Frankreich

  • RE 18 Saarbücken – Metz Ville entfällt
  • RE 19 Saarbrücken – Straßburg
  • Die Deutsche Bahn teilt mit, dass es ab Dienstag, den 17. März, nur noch ein reduziertes Fernverkehrsangebot von und nach Frankreich geben wird – welche Verbindungen noch ausfallen, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar

Luxemburg

  • IC Bus Frankfurt (M) – Luxemburg entfällt ab dem 17.3.

Nachtzüge

  • ÖBB Nightjet München – Venedig/Mailand/Rom beginnen und enden in Villach (Österreich)
  • ÖBB Nightjet Berlin – Zürich entfällt
  • ÖBB Nightjet Berlin – Wien entfällt
  • ÖBB Nightjet Hamburg – Zürich entfällt

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Warum werden die Fahrpläne in der Corona-Krise angepasst?

Die Bahn reduziert das Angebot nicht von sich aus. Im Regionalverkehr sind die Aufgabenträger die Bundesländer oder Verkehrsverbünde. Auf deren Wunsch hin wird nun geprüft, wie man das Bahn-Angebot einschränken kann. Das letzte Wort, ob die Ideen umgesetzt werden, haben dann ebenfalls die Bundesländer oder Verkehrsverbünde.

Daher blieb zunächst unklar, wo möglicherweise Züge gestrichen werden und in welchem Umfang. Die Deutsche Bahn stellte fest, Ziel der Aufgabenträger und der Bahnbetreiber sei es, “mit verlässlichen Leistungen eine stabile Versorgung zu gewährleisten und die Mobilität in Deutschland aufrechtzuerhalten.”

 

Fahrkartenkontrollen entfallen – was bedeutet das?

Die Zugbegleiter kontrollieren in den Regionalzügen bis auf weiteres die Fahrkarten nicht mehr. Dies geschehe zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern, sagte die Bahnsprecherin. Die Schaffner fahren aber weiterhin in den Zügen mit.

Reisen stornieren und verschieben – diese Möglichkeiten haben Sie jetzt

Die Bahn erweitert wegen der außergewöhnliche Lage auch die Möglichkeiten für die Kunden, ihre Reise zu verschieben oder zu stornieren. “Die Kulanzregelungen gelten in den kommenden Wochen, deshalb ist es nicht erforderlich, sich unverzüglich zu melden”, betonte das Unternehmen. Erstattungen könnten auch noch nach dem gebuchten Reisetag eingereicht werden.

Für alle bis zum 13. März erworbenen Tickets mit Reisedaten zwischen 13. März und 30. April könnten Fahrgäste ihre Fahrt verschieben und den Fahrschein bis zum 30. Juni flexibel für die gebuchte Strecke nutzen. Bei den rabattierten Sparpreisen und Supersparpreisen ist die Zugbindung aufgehoben.

Möglich ist nach Angaben der Bahn auch eine Umwandlung in Reisegutscheine: Bis zum 13. März erworbene Tickets für Reisen bis 30. April können demnach kostenfrei in einen Reisegutschein umgewandelt werden. Dies gelte auch für Sparpreise und Supersparpreise. Anträge zur Umwandlung in einen Reisegutschein könnten auch noch nach dem gebuchten Reisetag abgeschickt werden.

Weitere aktuelle Informationen hat die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite zusammengestellt.

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