Banken lassen Firmen hängen: Regierung plant 100-Prozent-Garantie für Kredite

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Bei einem zusätzlichen Programm gehe es vor allem für den Mittelstand um Verbesserungen bei Laufzeiten und Haftungsfreistellung für Kredite – um die Liquidität von Firmen zu sichern und Pleiten zu verhindern, berichtet die dpa unter Berufung auf Regierungskreise. Im Gespräch ist demnach, Kredite für eine begrenzte Zeit mit einer 100-prozentigen Staatshaftung abzusichern.

Weiter heißt es, die Höchstgrenze könnte bei 500.000 Euro pro Firma liegen. Der Staat könnte dafür Garantien in einem Gesamtvolumen von bis zu 300 Milliarden Euro übernehmen. Die EU-Kommission müsse allerdings noch zustimmen. Das zusätzliche Programm vom Wirtschafts- sowie Finanzministerium könnte dann bereits am Wochenende festgezurrt werden.

Kreditprüfungen der Hausbanken zu aufwendig

In der Corona-Krise mussten viele Geschäfte schließen. Dazu kommen drastische Einschnitte im öffentlichen Leben, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Aufträge und Umsätze sind in vielen Branchen weggebrochen.

Forderungen zu einer Übernahme des ganzen Risikos hatten deshalb zuletzt Vertreter der Wirtschaft formuliert. Zahlreiche Unternehmen kritisieren, Kreditprüfungen der Hausbanken seien zu aufwendig und Kredite würden nicht vergeben, weil Firmen in der derzeitigen Krise nicht kreditwürdig seien.

Hausbanken oft „Nadelöhr“ bei Corona-Krediten

Der Bundesverband der Freien Berufe etwa beklagt weiter Probleme bei den Corona-Kredithilfen. Hauptgeschäftsführer Peter Klotzki sagte mit Blick auf eine Abfrage bei den Landesverbänden, Hausbanken würden durch ihr „defensives Verhalten“ oft zum Nadelöhr. „An dieser Stelle könnte optimiert werden, indem der Staat die Banken zu 100 Prozent von der Haftung freistellt.“

Bei Direktzuschüssen für kleine Firmen berichteten Freiberufler, dass sie die Anträge als sehr bürokratisch empfänden und die Voraussetzungen nicht ausreichend bekannt seien, so Klotzki weiter. Eine Herausforderung bestehe auch darin, dass bei Solo-Selbstständigen private und betriebliche Kosten „nicht trennscharf abzugrenzen sind, die Soforthilfe des Bundes aber dazu dient, Betriebskosten aufzufangen“. So lasse sich die Liquiditätslücke teilweise nicht einfach berechnen oder es komme ausschließlich die Grundsicherung in Frage.

Schon mehr als vier Milliarden Euro an Soforthilfen gewährt

Die gerade auch an Freie Berufe adressierte Hilfe dürfe aber nicht ins Leere laufen. „Das würde nicht nur den Erhalt der kleinen und mittelständischen Strukturen vieler Freiberufler existenziell in Frage stellen, sondern wäre auch psychologisch ein ganz schlechtes Zeichen gerade für den Teil der Selbstständigen und ihrer Teams, die zur Lösung der Krise systemrelevant sind.“

Wie groß der Bedarf an Hilfen gerade für kleine Firmen ist, zeigen aktuelle Zahlen aus dem Bundesfinanzministerium. Bis Freitagnachmittag hatten laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ bereits 1,25 Millionen Soloselbständige und Kleinunternehmer den Sofortzuschusses des Bundes beantragt. Demnach seien bereits Förderungen in Höhe von 4,1 Milliarden Euro genehmigt worden.

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