Bitcoin als Profiteur der Zentralbanken im Dilemma der „deflationären“ Technologie?

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Im Laufe der Jahre hat die Technologie eine rasante Entwicklung hingelegt, was zugleich das Leben der Menschen effizienter und kostengünstiger gemacht hat. Der technische Fortschritt macht sich jedoch nur bedingt in den Geldbeuteln der Bevölkerung bemerkbar, was an den falsch gesteckten Inflationszielen der Zentralbanken liegt, wie Diginex CEO Richard Byworth erklärt.

Bitcoin könnte wiederum von dieser Misere profitieren.

„Technologie wirkt sich stark deflationär auf viele Produkte und Dienstleistungen aus“, wie Byworth zunächst im Interview mit Cointelegraph feststellt. Der CEO von Diginex ist mit seinem Unternehmen selbst in der Techbranche tätig, wobei er an Lösungen für Krypto und Blockchain arbeitet.

Byworth erinnert sich daran zurück, dass Musikalben auf CD vor zwanzig Jahren noch für 25 – 30 D-Mark verkauft wurden. Heutzutage können Freunde der Musik ihre liebsten Alben auf iTunes binnen weniger Sekunden für knapp 10 Euro kaufen. Das ist weniger als der halbe Preis, selbst wenn die Inflation berücksichtigt wird.

Der treibende Grund für diese Entwicklung ist, dass der technologische Fortschritt die Produktionskosten in der Musikbranche drastisch gesenkt hat. Zudem ermöglicht die digitale Distribution den Verzicht auf physische Datenträger wie Schallplatten, CDs oder Kassetten, was die entstehenden Kosten umso mehr senkt.

Eine solche deflationäre Wirkung der Technologie besteht in vielen Bereichen. Lebensmittel, Immobilien sowie viele andere Produkte und Dienstleistungen haben sich durch den Entwicklungsfortschritt drastisch verändert, womit zugleich sinkende Kosten einhergegangen sind.

Im Anschluss an die Finanzkrise von 2008 ist Byworth dann in die Kryptobranche eingestiegen, um sein Vermögen gegen den Wertverlust durch Inflation abzusichern. Auch 2020 droht wieder eine solche Entwertung, was in erster Linie durch die politischen und geldpolitischen Maßnahmen im Zuge der Corona-Krise bedingt ist. Viele Regierungen auf der ganzen Welt stellen massive Hilfspakete in Aussicht, während die Zentralbanken den Leitzins senken und so „Geld drucken“. Dies geschehe in einem Ausmaß, dass mittlerweile schon beängstigend sei, wie Byworth meint.

„Wenn man sich die Entwicklung der Geldmenge in den letzten 40 Jahren anschaut, dann ist diese Steigung ziemlich gleichbleibend bis 2008. Danach geht sie deutlich nach oben und wird immer steiler bis sie im April dieses Jahres ganz gerade nach oben schießt. Das entspricht in nur vier Monaten einem Wachstum von 25 % von dem, was wir über 40 Jahre gesehen haben.“

Bei der Abwägung des Inflationsziels zur Stabilisierung der Wirtschaft richten sich die Zentralbanken unter anderem auch nach dem sogenannten Verbraucherpreisindex (VPI). Dieser Index zeigt an, wie viel der Durchschnittsbürger für einen Warenkorb verschiedener gängiger Güter bezahlen muss.

Die Orientierung am VPI zur Festlegung des Inflationsziels hält Byworth jedoch für wenig sinnvoll, da nicht zwangsläufig eine Entwertung der jeweiligen Landeswährung hinter sinkenden Preisen stecken muss, wie das oben genannte Beispiel der Musik-CDs zeigt. Manche Produkte und Dienstleistungen werden allein durch Innovation und Effizienzsteigerungen günstiger. Die Preissenkung dieser Güter geschieht also auf „natürliche“ Weise, während die Zentralbank davon ausgeht, dass die Inflation dafür verantwortlich ist und aus falschem Ehrgeiz entgegensteuert.

„Einen Zielwert für den VPI zu haben, ist totaler Quatsch“, wie Byworth deshalb meint. Und weiter: „Sie werden den VPI nie wieder bedeutend anheben können, denn ansonsten laufen sie Gefahr, die totale Kontrolle über das Geld zu verlieren.“

„Die Zentralbanken kämpfen im Prinzip darum die 2%-Marke für einen Warenkorb zu erreichen, der von Natur aus sehr deflationär ist.“


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