Björn Höcke: Sogar interner Protest gegen MDR-Interview

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Das Sommerinterview hat noch nicht stattgefunden – doch der MDR wird schon im Vorfeld kritisiert. Auf Twitter häufen sich die Beiträge unter dem Hashtag #KeineMinuteAfD, die sich deutlich gegen ein Interview mit dem thüringischen AfD-Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke aussprechen. Man solle einem Faschisten keine Plattform geben, schreiben viele User und appellieren an den MDR, das Interview mit Höcke nicht zu senden.

Mitarbeiter kritisiert Sender, MDR beruft sich auf Pflicht zur Ausgewogenheit

Protest gab es sogar von einem Mitarbeiter. MDR-Sportreporter Max Zeising schließt sich den Kritikern an und findet, Höcke habe in der Gesprächsreihe nichts zu suchen: “Als Beschäftigter des @mdrde bin ich überhaupt nicht einverstanden mit der Entscheidung meines Arbeitgebers, Bernd #Hoecke zu interviewen. Die Pflicht zur Ausgewogenheit entbindet nicht von der Berufung auf demokratische Werte und ihre Konsequenzen. #KeineMinuteAfD”

Der Sender reagierte nicht auf Zeisings Kommentar, stattdessen formulierte er ein Statement zu einem Tweet der Schriftstellerin und Kolumnistin Sybille Berg. Sie hatte auch Unverständnis geäußert: “Welcher Informationspflicht als ÖR-Sendeanstalt kommen Sie mit einem #Höcke interview nach? Gibt es etwas, dass noch nicht bekannt ist? Herrn Höckes Dackelzucht, Leistenbruch? Hilft der Beitrag Rechtsradikalismus zu bekämpfen?”, schreibt sie Sonntagabend auf ihrem Twitter-Account.

Eine Stunde später antwortete der MDR und beruft sich auf medienrechtliche Pflichten. “Der MDR als ÖR-Medium ist nach Art. 11 (2) Telemedienstaatsvertrag zur Ausgewogenheit verpflichtet”, schrieb der Sender als Antwort auf Bergs Kritik. “Der MDR bietet B. Höcke kein ‘Podium’. Es handelt sich um keinen Sommerplausch, sondern um ein Interview im Rahmen einer Reihe mit Thüringer Spitzenpolitikern”.

Zuvor erntete der RBB Kritik für Kalbitz-Interview

Dem “Tagesspiegel” teilte ein MDR mit, ein Interview mit Höcke sei wie jedes andere auch: “Wie Sie sicherlich wissen, handelt es sich bei dem Gesprächsformat um ein Interview, nicht um einen lockeren Sommer-Plausch. Dabei werden Herrn Höcke redaktionell vorbereitete Fragen zu aktuellen Themen gestellt, wie den anderen eingeladenen Politikerinnen und Politikern auch.”

Nur wenige Wochen zuvor hatte ein Sommerinterview mit Höckes Brandenburger Kollegen Andreas Kalbitz dem RBB Kritik eingebracht. Der Sender schafft daraufhin jene Brandenburger Sommerinterviews ab.

Der MDR führt auch in diesem Jahr wieder die Sommerinterviews mit Thüringens Spitzenpolitikern. Zu den Interviews sind Politiker der sechs Parteien eingeladen, die im Thüringer Landtag als Fraktion vertreten sind. Neben AfD-Mann Höcke stellen sich Ann-Sophie Bohm-Eisenbrandt (Güne), Mario Voigt (CDU), Matthias Hey (SPD), Thomas Kemmerich (FDP) und Bodo Ramelow (Linke) den Fragen des Moderator Lars Sänger.



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