Black Lives Matter: Polizist nach Tod von Brooks angeklagt – Todesstrafe droht

0
104
Werbebanner

+++ Der Fall George Floyd im News-Ticker +++: Polizist nach Tod von Rayshard Brooks wegen Mordes angeklagt – Todesstrafe droht

Nach den Toden von Georg Floyd und Rayshard Brooks bei Polizeieinsätzen in den USA kommt es wiederholt zu Unruhen. Dem Polizisten, der Brooks erschossen hatte, droht nun sogar die Todesstrafe. Zuvor hatte der Tod von George Floyd weltweit für Demonstrationen gesorgt. Alle Informationen im News-Ticker von FOCUS Online.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd kommt es weltweit zu Protesten. Alle beteiligten Beamten wurden festgenommen, eine Mordanklage folgte.
  • Ein ähnlicher Fall von Polizeigewalt, bei dem der Afroamerikaner Rayshard Brooks erschossen wurde, könnte nun die Todesstrafe für einen der beteiligten Polizisten nach sich ziehen.

Fall Brooks: Polizist bereits im Gefängnis

Freitag, 19. Juni, 03.53 Uhr: Nach dem Tod des Afroamerikaners Rayshard Brooks nach einem Polizeieinsatz in der US-Metropole Atlanta ist einer der beteiligten Beamten verhaftet worden. Aus Gefängnisunterlagen geht hervor, dass der Polizist am Donnerstag (Ortszeit) in die Strafanstalt aufgenommen wurde. Die Staatsanwaltschaft hatte am Mittwoch ihre Entscheidung mitgeteilt, den Mann unter anderem wegen Mordes anzuklagen und ihn aufgefordert, sich zu stellen. Der Beamte habe übermäßige Gewalt angewendet, wohingegen das Opfer kein aggressives Verhalten gezeigt habe, so die Begründung. Nun droht dem Angeklagten lebenslange Haft ohne Bewährung oder gar die Todesstrafe.

Während der Schütze fristlos entlassen wurde, wurde ein zweiter Beamter vorläufig suspendiert. Aber auch der zweite beteiligte Polizist, der unter anderem wegen schwerer Körperverletzung angeklagt ist, stellte sich laut Berichten. Er wurde Medienberichten zufolge aber bis zu einem Prozessbeginn wieder auf freien Fuß gesetzt. Er hatte sich den Anklägern zufolge auf die Schultern des Sterbenden gestellt, wie auf Aufnahmen zu sehen gewesen sei. Lokalen Berichten zufolge meldeten sich seit der Mordanklage gegen den Polizisten auffällig viele Polizisten in Atlanta krank. Es wird davon ausgegangen, dass sie damit gegen das Vorgehen der Staatsanwaltschaft protestieren wollten.

Nach Tod des Schwarzen Rayshard Brooks in Atlanta: Polizist wegen Mordes angeklagt

06.36 Uhr: Nach dem Tod des Afroamerikaners Rayshard Brooks nach einem Polizeieinsatz in der US-Metropole Atlanta hat die Staatsanwaltschaft einen der beiden Beamten unter anderem wegen Mordes angeklagt. Der Polizist habe übermäßige Gewalt angewendet, sagte Staatsanwalt Paul Howard am Mittwoch in Atlanta. Howard sagte zudem, der Getötete habe sich in mehr als 40 Minuten der Unterhaltung mit den Polizisten nie als eine Bedrohung dargestellt. Im Falle einer Verurteilung droht dem Beamten demnach eine lebenslange Haftstrafe ohne Bewährung oder sogar die Todesstrafe.

“Herr Brooks hat niemals irgendein aggressives Verhalten gezeigt.” Nach dem Tod des Mannes habe der nun angeklagte Polizist den am Boden liegenden zusätzlich getreten. Der zweite beteiligte Polizist sei unter anderem wegen schwerer Körperverletzung angeklagt, weil er sich auf die Schultern des Sterbenden gestellt habe.

Zwei Afroamerikaner erhängt gefunden – US-Bundespolizei ermittelt

Mittwoch, 17. Juni, 9.23 Uhr: Nach dem Tod zweier Afroamerikaner, die in Südkalifornien an Bäumen erhängt aufgefunden wurden, haben die US-Bundespolizei FBI, die Justizbehörde und der Sheriff des Bezirks Los Angeles Ermittlungen aufgenommen. In beiden Fällen war die örtliche Polizei nach ersten Untersuchungen von wahrscheinlichen Suiziden ausgegangen, berichteten die Sender CNN und ABC am Dienstag (Ortszeit).

Die Familie eines 24-jährigen Mannes, dessen Leiche am 10. Juni  an einem öffentlichen Platz in der Ortschaft Palmdale gefunden worden war, hat Zweifel an einem Suizid geäußert. Angehörige und Demonstranten fordern eine gründliche Untersuchung des Falls.

Zehn Tage zuvor war ein 38-jähriger Schwarzer in einer Obdachlosensiedlung in Victorville, rund 80 Kilometer von Palmdale entfernt, an einem Baum hängend entdeckt worden. Die Polizei im Bezirk San Bernardino teilte mit, es seien keine Hinweise auf Fremdverschulden gefunden worden. Die Ermittlungen würden aber noch andauern.

Fall George Floyd: Zwei der drei mitangeklagten Polizisten waren erst wenige Tage im Dienst

Dienstag, 16. Juni, 9.53 Uhr: Die drei Polizisten, die mit Derek Chauvin am 25. Mai in Minneapolis im Einsatz und dabei waren, als Chauvin dem Afroamerikaner George Floyd fast neun Minuten mit tödlichem Ausgang ein Knie in den Nacken drückte, waren zwei Trainee-Officers, die erst wenige Tage im Dienst gewesen sind.

Das gaben die Behörden in Minneapolis bereits vor einigen Tagen bekannt, berichtet die BBC. Bei den Polizisten handelt es sich um Alexander Kueng, Thomas Lane. Der vierte Polizist heißt Tou Thao. Alle drei sollen gemeinsam mit dem Haupttäter Chauvin angeklagt werden.

Lese-Empfehlung: Kolumne von Ulrich Reitz: „Rasse“ aus Grundgesetz streichen? Idee ist unhistorisch aber Merkel macht mit

Trump kündigt nach Protesten Verfügung zu Polizeireform an

23.49 Uhr: Nach wochenlangen Protesten gegen Rassismus und Polizeigewalt will US-Präsident Donald Trump an diesem Dienstag eine Anordnung zur Polizeireform unterzeichnen. “Das übergeordnete Ziel ist, dass wir Recht und Ordnung wollen”, sagte Trump am Montag im Weißen Haus. “Und wir wollen, dass das fair, gerecht und sicher geschieht.” Welche Reformen konkret vorgesehen sind, wollte Trump erst bei einer Pressekonferenz am Dienstag im Weißen Haus sagen. “Wir werden einige gute Lösungen haben”, sagte er. Der Präsident fügte hinzu, die meisten Polizisten seien “großartige Menschen”.

Gerichtsmedizin stuft Tod von Afroamerikaner Brooks als Mordfall ein

09.56 Uhr: Der Tod des Afroamerikaners Rayshard Brooks bei einem Polizeieinsatz in Atlanta wird als Tötungsdelikt eingestuft. Dies teilte das Büro des zuständigen Gerichtsmediziners im US-Bundesstaat Georgia am Sonntag (Ortszeit) mit. Staatsanwalt Paul Howard sagte laut der Lokalzeitung “Atlanta Journal-Constitution”, seine Behörde werde bis Mitte der Woche entscheiden, ob gegen den Polizisten Garrett Rolfe, der die tödlichen Schüsse abgefeuert haben soll, Anklage erhoben werde. Rolfe wurde bereits am Samstag entlassen.

Brooks war am Freitagabend bei einem Polizeieinsatz in Atlanta, der Hauptstadt von Georgia, vor einem Schnellrestaurant von einem Beamten angeschossen worden und kurz darauf im Krankenhaus gestorben. Nach Darstellung des Kriminalamts von Georgia (GBI) war die Polizei gerufen worden, weil der offenbar angetrunkene Brooks in seinem Auto eingeschlafen war und die Einfahrt zu dem Restaurant blockiert hatte. Die herbeigerufenen Polizisten hätten einen Alkoholtest bei Brooks vorgenommen und dann versucht, den 27-Jährigen in Gewahrsam zu nehmen.

Aufnahmen der Sicherheitskamera zeigen laut GBI, dass sich Brooks seiner Festnahme widersetzte und den Beamten einen Elektroschocker abnahm und flüchtete. Im Laufe der Verfolgungsjagd soll Brooks den Elektroschocker auf einen der Beamten gerichtet haben, woraufhin dieser auf Brooks geschossen haben soll. Brooks sei in ein Krankenhaus gebracht worden, dort jedoch seinen Verletzungen erlegen, heißt es in dem Bericht der Behörde. Auch einer der an dem Einsatz beteiligten Polizisten sei verletzt worden.

Brooks’ Tod führte in Atlanta zu erneuten heftigen Protesten gegen Polizeigewalt; dabei blockierten Demonstranten auch eine Autobahn. Bereits in den vergangenen Wochen waren in der Südstaaten-Metropole zahlreiche Menschen auf die Straße gegangen, um gegen den Tod des Afroamerikaners George Floyd Ende Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis zu demonstrieren.

Die USA werden seit Wochen von landesweiten Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus in Atem gehalten. US-Präsident Donald Trump steht wegen seines Umgangs mit den Protesten in der Kritik. Er hatte gedroht, das Militär einzusetzen, um gegen die Unruhen am Rande der Demonstrationen vorzugehen. Das Pentagon distanzierte sich deutlich von Trumps Drohung und wies darauf hin, dass dafür die Nationalgarde zuständig sei.

Hollywood-Star Babra Streisand macht George Floyds Tochter zur Disney-Aktionärin

08.58 Uhr: Sie ist seit langem als Aktivistin unter anderem für Bürgerrechte bekannt – jetzt hat Hollywood-Star Barbra Streisand (78) nach Presseberichten der Tochter des getöteten Afroamerikaners George Floyd Aktien am Unterhaltungsriesen Disney geschenkt.

Mehrere US-Medien gingen auf die großzügige Geste der Schauspielerin („Funny Girl“, „Herr der Gezeiten“) ein und bezogen sich auf einen Instagram-Post auf dem angeblich offiziellen Account von Gianna Floyd. Dort ist das sechs Jahre alte Kind mit einem Brief zu sehen, daneben steht der Kommentar: „Danke @barbrastreisand für mein Paket. Dank Dir bin ich jetzt eine Disney-Aktionärin.“

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz protestieren derzeit in den USA zahlreiche Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt. Floyd war vor drei Wochen im US-Bundesstaat Minnesota ums Leben gekommen.

Die Aktien von Streisand wären nicht die erste Spende an die Tochter von George Floyd. Rapper Kanye West (42) hat einem CNN-Bericht zufolge einen Ausbildungsfond eingerichtet, um die Schulausbildung des Mädchens zu bezahlen.

Gerichtsmedizin: Schussverletzungen führten zu Tod von Afroamerikaner in Atlanta

Montag, 15. Juni, 03.28 Uhr: Zwei Schussverletzungen haben zum Tod des Afroamerikaners Rayshard Brooks nach einem Polizeieinsatz in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia geführt. Die Gerichtsmedizin habe nach der Obduktion am Sonntag mitgeteilt, dass Brooks zwei Schüsse in den Rücken trafen, berichtete der TV-Sender CNN am Abend (Ortszeit). Der 27-Jährige sei an Organschäden und Blutverlust durch die beiden Schussverletzungen gestorben. Der Tod werde als Tötungsdelikt geführt.

Brooks war am Freitagabend von der Polizei kontrolliert worden, weil er in seinem Wagen in einer Autoschlange vor einem Schnellrestaurant eingeschlafen war. Nachdem er Widerstand bei der Festnahme geleistet hatte, wurde er von einem der beiden weißen Polizisten niedergeschossen. Der Mann starb dem Kriminalamt in Georgia zufolge im Anschluss in einem Krankenhaus nach einer Operation.

Seit Floyds Tod quittierten mehrere Polizisten Dienst in Minneapolis

21.11 Uhr: Seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz vor drei Wochen haben in Minneapolis (Minnesota) mindestens sieben Beamte die dortige Polizeibehörde verlassen. Das berichtete die lokale Zeitung “Star Tribune” unter Berufung auf den Sprecher der Stadt, Casper Hill. Hill habe keine Details genannt, aus welchen Gründen die Polizisten ihre Jobs aufgegeben hätten. Weitere Polizisten seien dabei, die Behörde zu verlassen, berichtete das Blatt unter Berufung auf die Polizei.

Die Polizei in Minneapolis steht unter enormem Druck. Der Stadtrat hat einen Prozess auf den Weg gebracht, die örtliche Polizei durch eine neue Organisation für öffentliche Sicherheit abzulösen.

Seit Floyds Tod am 25. Mai ist es in Minneapolis und im ganzen Land zu Massenprotesten gegen Polizeigewalt, Rassismus und Diskriminierung gekommen. Ein weißer Polizeibeamter hatte ihm fast neun Minuten lang sein Knie auf den Hals gedrückt, obwohl Floyd ihn darum bat, ihn atmen zu lassen. Floyd war wegen des Verdachts, mit einem falschen 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben, festgenommen worden. Nach dem Tod Floyds wurden der Polizist und drei an dem Einsatz beteiligte Kollegen entlassen, festgenommen und angeklagt.

Protestler rettet rechten Gegendemonstranten in London

20.50 Uhr: Bei Ausschreitungen im Zuge von Anti-Rassismus- Protesten sowie Kundgebungen rechtsextremer Gruppen in London sind mehr als 100 Menschen festgenommen worden. Die Demonstrationen seien zwar größtenteils friedlich verlaufen, es habe jedoch einzelne Angriffe auf Beamte gegeben, teilte die Polizei am Samstagabend mit.

Premier Boris Johnson deutete an, dass die Gewalt vor allem von rechten Demonstranten ausgegangen sei. „Rassistische Schlägereien haben kein Platz auf unseren Straßen“, schrieb er auf Twitter.

Nahe der Waterloo Station kam es unterdessen während der Proteste zu einer bemerkenswerten Situation. Im Netz kursieren Bilder eines dunkelhäutigen Protestlers, der einen rechten Gegendemonstranten über der Schulter trägt.

Der Gegendemonstrant soll laut der Agentur „Reuters“ zuvor vor den Stufen zur Royal Festival Hall brutal angegriffen worden sein. Demonstranten hätten versucht, den Konflikt zu unterbinden. Schließlich legte der Mann den angegriffenen Demonstranten über seine Schulter, um ihn in Sicherheit zu bringen. Schließlich setzte er ihn bei Polizeibeamten ab. Auf Twitter wird der „Black Lives Matter“-Demonstrant für die Aktion gefeiert.

“Unteilbar”-Demo in Berlin: Protestler bilden Kilometer lange Menschenkette

15.27 Uhr: Mit Menschenketten haben Demonstranten am Sonntag in mehreren deutschen Städten ein “Band der Solidarität” geknüpft und gegen soziale Ungleichheit sowie Rassismus protestiert. In Berlin beteiligten sich zu Beginn nach Polizeiangaben 1700 Menschen, weit weniger als die angekündigten 5000. Sie trugen vielfach Mundschutz und wollten mit Abstand entsprechend den Hygieneregeln eine neun Kilometer lange Kette vom Brandenburger Tor bis in den Stadtteil Neukölln bilden.

In Hamburg beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 500 Menschen an einer Kette, die vom Rathaus um die Binnenalters bis zum Hauptbahnhof reichen sollten, ebenfalls mit viel Abstand zwischen den Menschen.

Demonstriert werden sollte auch in vielen anderen Städten, in Erfurt wurde die Veranstaltung wegen einer Unwetterwarnung allerdings abgesagt.

Die Berliner Polizei zeigte sich zufrieden mit dem Start. “Es ist ein tragfähiges Konzept, dass der Versammlungsleiter vorgestellt hat und man sieht, dass die Menschen darauf achten, dass dem Infektionsschutz genüge getan wird”, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz.

Auf Schildern war etwa “Black Lives Matter” oder “Mehr Geld für Bildung” zu lesen. Am Brandenburger Tor demonstrierten Mitglieder der Gruppe “Omas gegen Rechts” mit Mundschutz und teils mit pinken Wollmützen. Andere Demonstrierende hatten “Die Erde ist auch deine Mutter” mit Kreide auf den Boden geschrieben.

Weitere Meldungen finden Sie auf der nächsten Seite.

Nach Trump-Auftritt: Jetzt fliegt ihm ein Twitter-Post von 2014 um die Ohren


Coronacare

[Coustom ad_2]
Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

Krypto-Nachrichten ist ein RSS-Nachrichtendienst und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unser Nachrichtenportal soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.

Werbebanner

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

zehn − drei =