Blutiger Anschlag auf Frauenklinik in Kabul | Aktuell Welt | DW

0
106
Werbebanner

Afghanistan ist von zwei schweren Anschlägen erschüttert worden: Bei einem Angriff auf eine Entbindungsklinik in der Hauptstadt Kabul wurden mindestens 14 Menschen getötet, darunter zwei Babys. Unter den Toten seien auch Mütter und Krankenschwestern, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

Fast zeitgleich sprengte sich im Osten des kriegsgeplagten Landes ein Selbstmordattentäter bei einer Beerdigung in die Luft. Bei dem Anschlag in der Provinz Nangarhar wurden mindestens 24 Menschen getötet.

Afghanistan Anschlag auf Klinik von Ärzte ohne Grenzen in Kabul (picture-alliance/dpa/R. Gul)

Mütter, die sich mit ihren Babys in Sicherheit bringen konnten

Nach Angaben des Innenministeriums hatten drei bewaffnete Männer am frühen Morgen das Bartschi-National-Krankenhaus in Kabul gestürmt, das von der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen unterstützt wird. Nach einem stundenlangen Feuergefecht wurden die Angreifer von Sicherheitskräften erschossen.  Mindestens 15 Menschen erlitten Verletzungen. Ein Kinderarzt, der aus dem Krankenhaus entkam, sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe am Eingang des Gebäudes eine Explosion gehört. “Das Krankenhaus war voll von Patienten und Ärzten, es herrschte totale Panik”, sagte er und bat darum, anonym zu bleiben.

Afghanistan Anschlag auf Klinik von Ärzte ohne Grenzen in Kabul (picture-alliance/dpa/R. Gul)

Nach einem mehrstündigen Einsatz konnten afghanische Sicherheitskräfte die Angreifer erschießen

Das Krankenhaus befindet sich im Westen der Hauptstadt, wo die schiitische Minderheit der Hasara lebt. Die Hasara sind häufiger Zielscheibe von Angriffen sunnitischer Kämpfer, die für die Dschihadistenmiliz “Islamischer Staat” (IS) kämpfen.

Verletzte Teilnehmer der Begräbnisfeier werden nach dem Anschlag nahe der Stadt Dschalalabad in Sicherheit gebracht (Foto: Reuters/Parwiz)

Verletzte Teilnehmer der Begräbnisfeier werden nach dem Anschlag nahe Dschalalabad in Sicherheit gebracht

Etwa eine Stunde nach dem Angriff in Kabul tötete ein Selbstmordattentäter mindestens 24 Menschen bei einer Beerdigung in der östlichen Provinz Nangarhar. Der Angreifer habe während der Zeremonie mit rund tausend Teilnehmern seinen Sprengstoff gezündet, sagte der Sprecher der Provinz. 68 Menschen seien verletzt worden.

Die radikal-islamischen Taliban wiesen jede Verantwortung für die Gewaltaten zurück. Tatsächlich gilt die nahe der pakistanischen Grenze gelegene Provinz Nangarhar eher als Einsatzgebiet der Terrormiliz “Islamischer Staat”.

uh/qu (afp, ap, dpa)



[Coustom ad_2]
Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

Krypto-Nachrichten ist ein RSS-Nachrichtendienst und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unser Nachrichtenportal soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.

Werbebanner

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

16 − zwölf =