Boeing 737 fliegt mit Riss im Rumpf | Aktuell Amerika | DW

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Der Maschine der US-Billig-Airline war in Las Vegas gestartet. Von der Spielermetropole sollte es gut 800 Kilometer nach Norden gehen. Ziel: Boise, die Hauptstadt von Idaho. Doch ein Routineflug sollte es nicht werden. Als die Maschine ihre Reiseflughöhe erreicht hatte, zeigte ein Sensor den Piloten an, dass langsam aber sicher der Druck in der Kabine sank.

Sauerstoffmasken kamen nicht zum Einsatz

Der Grund, wie sich später herausstellte: Am Rumpf hatte sich hinter dem Cockpit ein 30 Zentimeter langer Riss gebildet, aus dem nun die Kabinenluft entwich. Wie die Sprecherin der Fluggesellschaft, Michelle Agnew, mitteilte, hätten die Piloten das dann vorgeschriebene Prozedere eingeleitet und einen Sinkflug auf eine für den Kabinendruck sichere und für die Passagiere komfortable Höhe begonnen. Das habe das Problem gelöst. Die Maschine konnte ihr planmäßiges Ziel ansteuern. “Es gab keinen plötzlichen Druckabfall, die Sauerstoffmasken kamen nicht zum Einsatz und das Flugzeug musste seine Flugroute nicht ändern, um die Sicherheit weiter zu gewährleisten”, sagte Agnew der Nachrichtenagentur AP. Niemand sei verletzt worden.

Ein Sprecher von Boeing erklärte auf Nachfrage nur, dass das Unternehmen von dem Vorfall wisse und mit der Fluggesellschaft kooperiere. Der Zwischenfall hat dennoch ein Nachspiel: Die US-Luftfahrtaufsicht FAA prüft, ob bestimmte Boeing-Jets häufiger auf Risse untersucht werden müssen. Diesmal handelt es sich nicht um den Unglücksflieger 737 MAX, der nach zwei fatalen Abstürzen zurzeit überhaupt nicht abheben darf. Vermutlich war es eine mehr als 20 Jahre alte 737-700, bei der sich der Riss bildete.

Müssen 737-Jets öfter überprüft werden?

Der Riss an der Southwest-Airlines-Maschine trat in einem Bereich auf, der laut FAA-Vorschriften bislang nach jeweils rund 1500 Flügen auf Schwachstellen untersucht werden muss. Nach Informationen des “Wall Street Journal” war der am Montag betroffene Jet allerdings das letzte Mal nur etwa 500 Flüge zuvor inspiziert worden. Die FAA könnte deshalb künftig häufigere Überprüfungen anordnen.

AR/ack (dpa, ap, rtr)




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