Boko-Haram-Kämpfer im Niger und in Nigeria getötet | Aktuell Afrika | DW

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Nigerianische Sicherheitskräfte haben in Zusammenarbeit mit Armeen benachbarter Staaten eltiche Mitglieder der Dschihadistenmiliz Boko Haram getötet. Bei den Einsätzen in der Region Diffa im Südosten des Niger und am Tschadsee wurden 75 mutmaßliche Anhänger von Boko Haram erschossen. Das teilte das Verteidigungsministerium in der Hauptstadt Niamey mit. Von unabhängiger Seite wurden die Zahlen zunächst nicht bestätigt. 

Rund 50 Boko-Haram-Kämpfer wurden den Angaben zufolge bei Luftangriffen der Koalition in der Gegend des Tschadsees im Nordosten Nigerias getötet. Mehrere Länder, darunter die betroffenen Staaten Tschad, Niger und Nigeria, haben sich zu einer Koalition gegen die Islamisten zusammengeschlossen. In der Region um den Tschadsee verstecken sich viele Kämpfer der Dschihadistenmiliz. Von dort aus verüben sie Angriffe in Nigeria, Kamerun, Tschad und im Niger. 

Reaktion auf Terrorserie

Bereits am Montag wurden 25 weitere Kämpfer gut 70 Kilometer südlich von Diffa getötet. Zwei Soldaten seien dabei leicht verletzt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Auch seien Waffen beschlagnahmt und logistische Zentren zerstört worden. Die Einsätze gelten als Reaktion auf eine Serie schwerer Terrorangriffe, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Zuletzt wurden am vergangenen Wochenende 20 junge Zivilisten in der Region Tillaberi ermordet. 

Die Region um Diffa liegt an der Grenze zu Nigeria. Auch diese Region gilt als Rückzugsort der Terrorgruppe Boko Haram. Nach Angaben der Vereinten Nationen leben dort zudem rund 120.000 Flüchtlinge aus Nigeria und 110.000 Binnenvertriebene, die vor Gewalt und Extremismus fliehen. Die Extremisten kämpfen schon seit 2009 gewaltsam für einen islamistischen Staat im Nordosten Nigerias. Der Konflikt weitete sich aber auch auf Nigerias Nachbarländer aus. Seit 2009 wurden mehr als 36.000 Menschen getötet, fast zwei Millionen ergriffen seitdem die Flucht. 

sam/kle (afp, kna, rtr)



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