Brasilien überschreitet die Marke von einer Million COVID-19-Fälle | Coronavirus und Covid-19 – aktuelle Nachrichten zur Pandemie | DW

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Brasilien hat die Marke von einer Million Corona-Infizierten durchbrochen. Wie das Gesundheitsministerium meldete, wurden innerhalb von 24 Stunden mindestens 54.771 Menschen neu infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg um 1206 auf knapp 49.000. Brasilien, das größte und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas, weist in der Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle aus.

Coronavirus | Brasilien Amazonas Gesundheitspersonal (Getty Images/AFP/E. Sa)

Ein medizinisches Team der brasilianischen Streitkräfte trifft im Dorf Cruzeirinho im Bundesstaat Amazonas ein

Da nur wenig getestet wird, dürften die tatsächlichen Zahlen noch weit höher liegen: Wissenschaftler und Nichtregierungsorganisationen schätzen, dass sich mindestens siebenmal so viele Menschen angesteckt haben wie bisher bekannt und doppelt so viele mit COVID-19 starben wie offiziell ausgewiesen. Präsident Jair Bolsonaro hatte die Pandemie zunächst verharmlost und von einer “kleinen Grippe” gesprochen.

Lockerungen zurückgestellt

In Mexiko, das mit rund 20.000 Todesfällen deutlich hinter Brasilien liegt, werden geplante Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen wegen des anhaltenden Infektionsgeschehens zurückgestellt. So verschieben die Behörden in Mexiko-Stadt die Wiedereröffnung von Einkaufszentren, Restaurants, Hotels und Kirchen, die eigentlich für kommende Woche vorgesehen war. “Wir müssen vorsichtig sein”, sagte Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum. Die Hauptstadt hat rund neun Millionen Einwohner, der Großraum ist mit etwa 22 Millionen der bevölkerungsreichste in Nordamerika.

Coronavirus | Mexiko City Teststation (Getty Images/H. Vivas)

Corona-Teststation auf dem Central de Absastos in Mexiko-City, dem größten Markt des Landes

Auch Costa Rica stoppt nach Angaben von Gesundheitsminister Daniel Salas die schon begonnenen Lockerungen. Allein in den vergangenen 24 Stunden seien 119 Fälle bestätigt worden – so viele wie noch nie binnen eines Tages. Man könne angesichts dieser Zahlen nicht einfach mit dem Hochfahren der Wirtschaft fortfahren, sagte Salas. “Geschäfte und Einkaufszentren, Strände und Kirchen müssen warten”, so der Minister.

Brennpunkt Südasien

Zu einem weiteren Brennpunkt der globalen Pandemie hat sich Südasien entwickelt. Indien hatte am Freitag mit 13.500 neuen Fällen einen Rekordanstieg gemeldet. Der südindische Bundesstaat Tamil Nadu riegelte die Autostadt Chennai und umliegende Distrikte ab und verhängte strenge Auflagen, die bis Ende des Monats gelten sollen. Weltweit wurden nur in den USA, Brasilien und Russland mehr Infektionen gezählt.

Coronavirus | Indien Rajasthan Temperaturmessung (picture-alliance/NurPhoto/V. Bhatnagar)

Temperaturmessung bei Studenten in Jaipur am Donnerstag im indischen Bundesstaat Rajasthan

Die Vereinigten Staaten führen die Statistik mit mehr als 2,2 Millionen nachgewiesenen Corona-Fällen und 119.000 Todesopfern in Zusammenhang mit dem Virus weiter an. In fast der Hälfte der Bundesstaaten ist die Entwicklung besorgniserregend, etwa in Texas und Florida. Auch Oklahoma ist betroffen. Dennoch will Präsident Donald Trump an diesem Samstag dort seine erste Massenkundgebung seit Beginn der Corona-Krise abhalten.

Massenkundgebung in Arena

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, beteuerte, die Veranstaltung werde sicher ablaufen. Allerdings ist fraglich, ob die Teilnehmer innerhalb einer geschlossenen Arena in Tulsa ausreichend Abstand zueinander halten können. Jeder muss bei der Registrierung unterschreiben, dass die Organisatoren nicht für eine COVID-19-Erkrankung und mögliche Folgen haftbar gemacht werden können.

Zugleich richtete der Präsident eine scharfe Warnung an Teilnehmer von möglichen Protesten in Tulsa. “Alle Demonstranten, Anarchisten, Unruhestifter, Plünderer oder Gesindel, die nach Oklahoma kommen, bitte begreift, dass ihr nicht wie in New York, Seattle oder Minneapolis behandelt werdet”, schrieb Trump auf Twitter. Er spielte damit auf die aus seiner Sicht zu laxen Reaktionen einiger Bundesstaaten auf Demonstrationen infolge des Todes des Afroamerikaners George Floyd an, bei denen es teilweise zu Ausschreitungen gekommen war.

Der republikanische Amtsinhaber will erneut bei der Präsidentenwahl im November antreten. Die Pandemie hatte den Wahlkampf annähernd zum Erliegen gebracht – Trumps bislang letzte Kundgebung gab es im März.

jj/mak (dpa, afp, rtr)



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