Bundesfinanzministerium veröffentlicht Stellungnahme des FinTechRats

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Das deutsche Bundesfinanzministerium hat auf seiner Webseite ein Positionspapier des FinTechRats zu zukünftigen digitalen Geldformen wie einem möglichen digitalen Euro als digitale Zentralbankwährung (CBDC) veröffentlicht.

Wie das Bundesministerium schreibt, könnte eine dadurch mögliche “Programmierbarkeit von Zahlungsflüssen [..] zu einer Erhöhung der Effizienz im Zahlungsverkehr führen und einen maßgeblichen Innovationsschub bei der Digitalisierung der Industrie leisten”.

Auf den 18 Seiten der Stellungnahme mit dem Namen “Der digitale, programmierbare Euro” heben die Autoren in einer Abgrenzung zu normalem Digitalgeld den Aspekt der Programmierbarkeit durch Blockchain-Technologie hervor:

“Zwar gibt es heute z. B. mit Daueraufträgen und Zinszahlungen bereits automatische Prozesse, die in konventionellen Datenbanksystemen Zahlungsflüsse steuern. Allerdings führt die Nutzung der Blockchain-Technologie zu deutlichen Effizienzgewinnen, da auch komplexe Prozesse teils mit wenigen Zeilen Programmcode in Blockchain-basierten Smart Contracts relativ einfach umgesetzt werden können.“

Anschließend handelt das Papier mögliche Gründe für einen solchen programmierbaren Euro sowie verschiedene Anwendungsfälle und Ausprägungsmöglichkeiten ab.

Argumente für einen digitalen Euro als CBDC

Ein solcher Blockchain-Euro könnte die Automatisierung zahlreicher Prozesse vereinfachen und dabei den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr und damit die Handelsfinanzierung erleichtern. Zu diesem Zweck könnten Leistungen un Gegenleistungen sowie Werte und Rechte mittels Smart Contracts digital abgebildet werden. 

“Der internationale Zahlungsverkehr, der gerade für Deutschland aufgrund seiner hohen Export und Import-Aktivität von großer Bedeutung ist, würde durch die Einführung des programmierbaren Euros erheblich profitieren”, schreiben die Autoren in ihrer Diskussion möglicher Anwendungsfälle über die Möglichkeit grenzüberschreitender Zahlungen.

Vor allem die mögliche Zeitersparnis bei Transfers spiele dabei eine wichtige Rolle. Durch “Zahlungen in Echtzeit” ließen sich etwa durchschnittlich 3 % oder mit 2,8 Milliarden Euro an Kapitalkosten einsparen.

Weitere Anwendungsfälle für einen digitalen, programmierbaren Euro sieht der FinTechRat im Bereich Industrie 4.0, dem Internet der Dinge (IoT) und dem Logistiksektor. Im Finanzbereich könnte die dadurch mögliche Voll-Digitalisierung von Wertpapieren weitere Vorteile bringen, wie etwa für Auszahlungen wie Kupons oder Dividenden, für Aktivitäten im Bereich Funding und für Repo-Transaktionen.

Mögliche Ausprägungen eines digitalen Euro

Als mögliche Ausprägungen diskutiert die Stellungnahme neben drei denkbaren Varianten einer digitalen Zentralbankwährung auch durch private Organisationen emittiertes Geld unter dem Aspekt des jeweils möglichen Ausfallrisikos. Das folgende Schaubild aus dem Papier gibt einen guten Überblick:

Grafik: Systematik für Varianten von programmierbarem Geld, Quelle: Stellungnahme des FinTechRats

Der “programmierbare Euro kann das Ergebnis eines langfristigen Transformationsprozesses sein, […] der aus vielen in ihrer Konsequenz überschaubaren Schritten bestehen würde” schreiben die Autoren in ihren Schlussfolgerungen.

Um die damit verbundenen Herausforderungen zu meistern, sollte schnellstmöglich ein intensiver “Diskurs unter Einbeziehung aller Stakeholder begonnen” und “ unbedingt ein einheitlicher regulatorischer Rahmen geschaffen werden.”

In diesem Kontext verweist der FinTechRat auf erste Initiativen für digitale Zentralbankwährungen in China, Schweden und anderen Länder. Laut einer Umfrage der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich planten “10 % der weltweiten Zentralbanken, in den nächsten 1-3 Jahren eine solche digitale Zentralbankwährung herauszugeben.” Die aktuelle Marktentwicklung erfordere ein schnelles und entschlossenes Handeln.


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