Bundesliga-Neustart: Köln-Trio nun wohl negativ auf Corona

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Die Bundesliga startet am 16. Mai 2020 ihr Comeback. Los geht’s mit dem Revier-Kracher Borussia Dortmund gegen den FC Schalke 04. Einen Tag später empfängt der 1. FC Union Berlin den Tabellenführer FC Bayern München. Alle Spiele im Überblick.

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Kardiologe warnt Fußball-Profis vor Herzschäden: “Ein Risiko bleibt”

Montag, 11. Mai, 05.18 Uhr: Der Kardiologe Tienush Rassaf warnt vor Herzmuskelschäden bei unerkannt an Corona erkrankten Fußball-Profis sowie vor möglichen Folgeschäden durch das Virus. “Trotz aller Tests: Im Endeffekt bleibt ein Risiko”, sagte der Direktor der Klinik für Kardiologie und Angiologie am Universitätsklinikum Essen der Deutschen Presse-Agentur.

“Wir wissen, dass Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung ein erhöhtes Risiko haben, an Covid-19 zu erkranken”, sagte Rassaf: “Und wir wissen umgekehrt, dass SARS-CoV-2 zu lebensgefährlichen Herzmuskelerkrankungen führen kann.” Leistungssport sei “eine Stress-Situation für den Körper”, sagte der Professor, der zahlreiche Leistungssportler betreut: “Die Abwehrfunktion des Körpers ist in bestimmten Situationen geschwächt. Deshalb können die Organe Schaden nehmen, wenn der Körper von einem Virus befallen ist.”

Zeitung: Köln-Trio nun negativ auf Corona

19.02 Uhr: Die am vergangenen Freitag positiv auf Corona getesteten Profis des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln sind einem Medienbericht zufolge inzwischen negativ auf das Virus getestet worden. Sie müssen aber bis zum Ablauf der vorgeschriebenen zwei Wochen bis zum kommenden Donnerstag in Quarantäne bleiben, wie der “Kölner Stadt-Anzeiger” am Sonntag berichtete.

Dynamo-Profi verrät Infektion mit Instagram-Post

18.23 Uhr: Zwei Spieler des Zweitligisten Dynamo Dresden haben sich mit dem Coronavirus infiziert, weshalb die gesamte Mannschaft in Quarantäne musste. Die Namen der Betroffenen sollten eigentlich nicht an die Öffentlichkeit dringen, allerdings hat das nun einer der beiden Spieler selbst erledigt. Wie die “Bild” berichtet, habe sich Simon Makienok mit einem Post auf Instagram verraten.

“Nachdem ich fünfmal getestet wurde, seid wir wieder mit dem Training begonnen haben und jedes Ergebnis negativ war, bekam ich plötzlich einen Test zurück, der besagte, dass ich positiv auf Covid-19 positiv getestet wurde. Keine Symptome, keine Indizien, nichts. Ich habe alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen, die ich konnte. Und trotzdem ist es passiert – jetzt muss ich wieder für 14 Tage in Isolation und Quarantäne gehen”, schrieb der 29-Jährige auf Englisch. Makienok löschte später seinen Eintrag.

FC Bayern bezieht Hotel für Geisterspiel-Vorbereitung

17.57 Uhr: Der FC Bayern München hat am Sonntagnachmittag sein Mannschaftshotel für die Quarantäne-Maßnahme vor dem beschlossenen Bundesliga-Neustart bezogen. Das Team von Trainer Hansi Flick wird dort bis zur Abreise für das Auswärtsspiel am kommenden Sonntag bei Union Berlin logieren. Trainiert wird in der Regel auf dem FC Bayern Campus im Münchner Norden, aber auch in der Allianz Arena ist Training möglich.

Leverkusen bezieht am Montag Quarantäne-Lager

17.05 Uhr: Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen bezieht ab Montag sein Quarantäne-Trainingslager vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in einem Hotel in Wermelskirchen.

Trainerstab, Spieler und Betreuer werden bis Sonntag im Tagungshotel wohnen und nur für die Trainingseinheiten zur rund 20 Kilometer entfernten BayArena pendeln. Am Sonntagmittag reist das Team nach Bremen, wo Bayer am Montagabend zum Abschluss des 26. Spieltags bei Werder Bremen antritt.

BVB-Boss Watzke nach Dresden-Quarantäne gelassen

15.40 Uhr: Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat gelassen auf die vom Gesundheitsamt angeordnete Quarantäne für den Zweitligisten Dynamo Dresden reagiert. “Wir mussten damit rechnen, dass die Rest-Saison nicht störungsfrei bleibt”, sagte Watzke den Funke-Medien: “Die Tests und die Ergebnisse sind auch ein Zeichen für unsere Transparenz.”

RB-Sportchef: “Wenn ein Spieler Angst hat, muss man das respektieren”

13.10 Uhr: RB Leipzigs Sportdirektor Markus Krösche steht einer Verweigerung von Spielern für den Trainings- und Wettkampfbetrieb in der Fußball-Bundesliga offen gegenüber. “Wenn ein Spieler da Bedenken oder vielleicht sogar Angst hat, dann muss man das respektieren”, sagte Krösche am Sonntag in der Sendung “Sky90”.

Vor der Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 16. Mai gegen den SC Freiburg habe der Sportdirektor nach eigenen Angaben nicht jeden einzelnen Spieler abgefragt, doch “als es ins Kleingruppentraining ging, haben wir mit dem Mannschaftsrat gesprochen. Dieser war auch dankbar für das Thema. Da haben wir grundsätzlich gesagt, dass es ja unser Beruf ist, den wir ausüben, und es auch wichtig ist, dass wir die Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern haben”, betonte Krösche.

Aufgrund der besonderen Umstände in der Corona-Krise habe Krösche Verständnis für die Ängste der Spieler. “Wenn natürlich jemand sagt, er möchte das nicht oder hat Bedenken, dann kann er sehr, sehr gerne zu uns kommen. Wir sind da auch bereit, offen zu sein und ihm die Gelegenheit zu geben, nicht zu trainieren bzw. sich noch Zeit zu lassen”, erklärte der 39-Jährige. Bei dem “sehr, sehr sensiblen Thema” sei der Ansatz falsch, mit dem Arbeitsrecht zu kommen.

Union-Profi Neven Subotic hatte zuletzt die aus seiner Sicht schwache Position der Fußball-Profis als Arbeitnehmer bemängelt. In der italienischen oder englischen Liga sei der Spielerverband eine seriöse Instanz. Da schaue man enttäuscht auf Deutschland, sagte der 31-jährige Profi des 1. FC Union Berlin in einem Interview dem Deutschlandfunk (Samstag). “Wir haben keinen Sitz am Tisch, wir wurden nicht konsultiert”, sagte Subotic.

Bericht: DFB erwägt neutrale Spielorte in der 3. Liga

Sonntag, 10. Mai, 10.15 Uhr: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zieht für den Neustart der 3. Liga offenbar auch neutrale Spielorte in Betracht. Nach einem Bericht des “Kicker” will der Drittliga-Ausschuss bei Präsidium und Vorstand des Verbandes einen entsprechenden Antrag einreichen. Damit will man Szenarien vorbeugen, sollte in bestimmten Stadien aufgrund behördlicher Entscheidungen nicht gespielt werden dürfen. Die 3. Liga soll am 26. Mai fortgesetzt werden. In Sachen-Anhalt dürfen der Hallesche FC und der 1. FC Magdeburg allerdings bis zum 27. Mai nicht spielen.

Der Antrag sieht laut des Berichts vor, dass Spielausschussleiter Manfred Schnieders einen neutralen Spielort festlegen kann. Das zwölfköpfige Gremium, dem unter anderem Magdeburgs Manager Mario Kallnik angehört, soll sich mit einer Gegenstimme auf den Schritt verständigt haben. Es soll zudem der Möglichkeit vorbeugen, dass eine Kommune wegen zu vieler Neuinfektionen die Restriktionen verschärft und Stadien sperrt. Das DFB-Präsidium hat seine nächste Sitzung am Montag. Dort könnte der Neustart beschlossen werden, wenn die Politik dies zuvor genehmigt.

Union-Profi Subotic beklagt fehlendes Mitspracherecht für Spieler

22.08 Uhr: Neven Subotic hat die aus seiner Sicht schwache Position der Fußballprofis als Arbeitnehmer insbesondere während der aktuellen Coronakrise bemängelt. In der italienischen oder der englischen Liga sei der Spielerverband eine seriöse Instanz. Da schaue man enttäuscht auf Deutschland, sagte der 31 Jahre alte Spieler des 1. FC Union Berlin in einem Interview dem “Deutschlandfunk”.

Subotic wörtlich: “Wir haben keinen Sitz am Tisch, wir wurden nicht konsultiert.” Nach seinem Wissenstand habe es keinen Einfluss von Spielern oder einer vertretenden Instanz bei den Entscheidungen um die Wiederaufnahme des Spielbetriebs gegeben.

Subotic übt Kritik: Bundesliga-Comeback in Coronakrise kommt zu früh

Der Abwehrspieler, der auch lange in Diensten von Borussia Dortmund stand, hatte sich jüngst bereits in einem Interview des britischen Senders “BBC” skeptisch zum Saison-Neustart in einer Woche geäußert. “Ich bin kritisch, wie das alles gemanagt wurde, aber verstehe, dass es für alle eine schwierige Situation ist.”

Zwei neue Corona-Fälle: Dynamo Dresden kann nicht an Neustart teilnehmen

19.56 Uhr: Eine Woche vor dem geplanten Anpfiff für die Restsaison der 1. und 2. Bundesliga haben die Hoffnungen auf einen noch einigermaßen geordneten Verlauf der ausstehenden Spielzeit in Corona-Zeiten einen schweren Rückschlag erhalten. Die komplette Mannschaft von Dynamo Dresden, der Trainer- und auch der Betreuerstab mussten am Samstag nach zwei weiteren positiven Tests auf das Virus Sars-CoV-2 in häusliche Quarantäne für 14 Tage.

Damit kann die Partie der stark abstiegsbedrohten Sachsen in der 2. Liga am 17. Mai bei Hannover 96 nicht stattfinden. Das Heimspiel am darauffolgenden Wochenende gegen die SpVgg Greuther Fürth dürfte ebenfalls abgesagt werden müssen – denn Training ist für die Sachsen erstmal zwei Wochen verboten. Der Kampf gegen den Abstieg aus der Liga dürfte für den aktuellen Tabellenletzten damit noch schwerer werden.

Die Deutsche Fußball Liga erklärte am Abend, dass sie von Dynamo Dresden vorab informiert worden sei. “Wir werden zu Beginn der kommenden Woche das weitere Vorgehen mit Blick auf die Ansetzungen von Dynamo Dresden festlegen”, teilte ein Sprecher mit.

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Drittliga-Fußballer attackiert DFB: “Wir sind nur Marionetten”

17.00 Uhr: Sören Bertram vom Drittligisten 1. FC Magdeburg sieht den Neustart der Profiligen inmitten der Corona-Pandemie äußerst kritisch: “Ich habe Angst davor, mich bei einem Spiel anzustecken. Die Gefahr ist bei vielen Zweikämpfen gegeben.”

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Sportmediziner fürchtet Verletzungsflut: Spieler werden “ein wenig missbraucht”

16.02 Uhr: Sportmediziner Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln glaubt, dass die Bundesliga vor allem aus finanziellen Gründen den Spielbetrieb wieder aufnimmt und dabei wenig Rücksicht auf die Sportler genommen wird. “Ich muss wirklich sagen, das macht mit schon große Sorgen. Und ich glaube, da werden die Spieler schon ein wenig missbraucht”, sagte Froböse dem “SWR”.

Die Vereine werden zum Zeitpunkt des Comebacks nur eine knappe Woche Mannschaftstraining hinter sich haben – nach knapp zweieinhalb Monaten Pause. Darin sieht der Sportmediziner ein Problem: “Ohne gute Vorbereitung bedeutet das, dass wir einerseits eine wahnsinnig hohe Belastung unseres Stütz- und Bewegungssystems haben – Knochen, Bänder, Sehnen, Gelenke beispielsweise, die überfordert werden können, weil sie eben nicht optimal vorbereitet sind. Und dann natürlich die ganze Corona-Problematik, die im Sport – bei dieser hohen Belastung – sicherlich noch verschärfend wirkt.”

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Ex-Torhüter Rost bezweifelt Wandel im Profifußball nach Corona-Krise

Samstag, 09. Mai, 13.55 Uhr: Der frühere Bundesliga-Profi Frank Rost bezweifelt, dass sich das Fußball-Geschäft in Deutschland nach der Corona-Krise verändern wird. “Dafür ist der Sport viel zu kommerziell, es ist zu viel Geld im Spiel”, sagte der frühere Torwart von Hamburger SV, Schalke 04 und Werder Bremen dem “Hamburger Abendblatt”.

“Im Grunde ist der Fußball doch nur ein Spiegelbild unserer Gesellschaft mit ihren vielen Interessengruppen, wo es weniger um die Sache geht, sondern mehr um Posten, um persönliches Prestige von manchen Eliten, die dem normalen Leben entrückt sind.”

Der 46 Jahre alte Ex-Nationalspieler befürchtet, dass die 50+1-Regel im deutschen Fußball nicht zu halten sein wird. Grund sei auch, dass weniger Firmen Geld für Business-Sitze und Logen ausgeben können. “Polemisch ausgedrückt: Fußball-Millionäre unterstützen und gleichzeitig Leute entlassen, da müssen große Konzerne sehr vorsichtig sein”, sagte Rost, der heute mit seiner Frau in Rotenburg (Wümme) Dressur-Pferde ausbildet.

Hoffenheim-Arzt rät: Einwürfe statt Eckbälle, Mundschutz für Spieler

21.52 Uhr: Die DFL setzt bei den Hyigene-Vorschriften nach Wiederaufnahme der Bundesliga auf so wenig Körperkontakt wie möglich (siehe 16.08 Uhr). Doktor Thomas Frölich, Mannschaftsarzt von 1899 Hoffenheim, bringt via “Sportärztezeitung” noch ganz andere Maßnahmen ins Gespräch: “Einwürfe statt Eckbälle. Nur indirekte Freistöße. Elfer ohne Nachschuss.”

Schiedsrichter sollten “bei Fouls lieber kleinlich pfeifen” und schon den “kleinsten Körperkontakt” ahnden, rät Frölich, der zudem einen Mundschutz während der Partien anregt: “Chirurgen oder Fließband-Arbeiter müssen unter Umständen auch stundenlang unter solchen Bedingungen arbeiten. Da kann der Fußball für andere Sportarten als gutes Beispiel vorangehen.”

Kritik am Hygienekonzept: TV-Mitarbeiter fühlen sich als “Menschen zweiter Klasse”

20.38 Uhr: Mit einem 41-seitigen Hygienekonzept hat die DFL einen Bundesliga-Neustart trotz Coronavirus ermöglicht. Allerdings soll das detailliert ausgearbeitete und vielerseits hochgelobte Dossier einen Kern des Unterhaltungsbetriebs Profifußball aussparen: die TV-Mitarbeiter.

Wie die “Süddeutsche Zeitung” berichtet, sind Kameraleute, Bildregisseure und andere zum Fernsehpersonal zählende Berufsgruppen nicht in die Corona-Tests eingeschlossen. Die TV-Crews – an Spieltagen hundertfach im Einsatz – müssten unter “widrigen Bedingungen” arbeiten, in den Übertragungswägen etwa, wo notorische Platzknappheit herrsche.

Die “SZ” zitiert aus einem Kreis betroffener Fernsehmacher, zumeist Freiberufler, die sich als “Menschen zweiter Klasse” fühlen. Es werde gar von einer Wahl zwischen “Verhungern oder Verseuchen” gesprochen – Arbeit sei ja vonnöten, viele leben von und mit der Bundesliga.

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Schalke 04: Trainings- und Spielteilnahme “auf freiwilliger Basis”

17.54 Uhr: Sportvorstand Jochen Schneider vom FC Schalke 04 wehrt sich gegen den Vorwurf, dass die Spieler bezüglich ihrer Teilnahme am Trainings- und Spielbetrieb keine Wahl hätten. “Das behauptet wird, dass kein Spieler gefragt wird, ob er überhaupt spielen will, ist bei Schalke 04 komplett falsch”, sagte der 49-Jährige: “Ich habe diesbezüglich in Gruppen mit allen Spielern gesprochen und habe ihnen gesagt, dass die Teilnahme am Trainings- und Spielbetrieb freiwillig ist.”

Keine Wahl? Schalke-Boss kontert Behauptung von TV-Moderator Kerner

Wenn jemand Bedenken habe, weil er vielleicht eine Risikoperson in seinem Umfeld hat oder dass eine mögliche Infektion Auswirkungen auf seine Gesundheit in der Zukunft haben könnte, “dann muss er hier nicht teilnehmen”, erklärte Schneider weiter. Er habe den “Jungs explizit mitgeteilt”, dass das alles auf “freiwilliger Basis” beruhe. Es sei allerdings kein Spieler dabei gewesen, der nicht teilnehmen möchte: “Es ist vielmehr so, dass unsere Jungs mit Feuereifer dabei sind und sich freuen, wieder normal trainieren zu könnenn. Sie strotzen vor Spielfreude.”

Torjubel verboten: DFL legt Hygiene-Regeln bei Spielen fest

16.08 Uhr: Die DFL hat einen Bundesliga-Neustart bei der Politik erwirkt – jetzt stellt sie interne Regeln auf, um die verbleibenden neun Spieltage der Saison bis Ende Juni absolvieren zu können. Oberstes Gebot: körperliche Kontakte vermeiden, wo und wenn es geht.

Wie “Bild” berichtet, empfiehlt der Verband in einem internen Schreiben (“Covid-19 Organisations-Rundschreiben Sonderspielbetrieb”), den gemeinsamen Torjubel strikt zu unterlassen. Erlaubt sei, wie es wörtlich heißt, lediglich “kurzer Ellenbogen- oder Fußkontakt”.

Weitere Vorschriften: zeitlich getrenntes sowie versetztes Einlaufen der Mannschaften, keine Maskottchen, kein Handshake bei Platzwahl, Aus- bzw. Einwechslungen und nach Abpfiff. Auf der Ersatzbank soll es freie Plätze zwischen den Profis geben, alle Beteiligten – auch Trainer – sind zum Tragen einer Maske verpflichtet.

Leipzigs Coach Julian Nagelsmann macht sich schon seine Gedanken, wie er den Mundschutz zum “Schreien” auf- und abzieht. Das ist im Übrigen gestattet, sofern Trainer ihre Anweisungen im Mindestabstand von 1,50 Metern geben. Zudem dürfen Spieler die Maske beim Warmlaufen ablegen. Und: In der Kabine soll sich jeder Einzelne nicht länger als “30 bis 40 Minuten” befinden – ein “notwendiges Minimum”.

Fußball-Weltverband erlaubt vorübergehend fünf Auswechslungen

15.00 Uhr: Die Anzahl der Auswechslungen im Fußball wird durch die Coronakrise vorübergehend von drei auf fünf erhöht. Der International Football Association Board (Ifab) hat den Antrag des Weltverbandes FIFA bewilligt.

“Diese sofortige vorübergehende Änderung wurde eingeführt, da ein dicht gedrängter Kalender und Spiele bei mitunter großer Hitze drohen, was sich beides auf das Wohl der Spieler auswirken könnte”, hieß es am Freitag in Mitteilungen der FIFA und des Ifab, das über grundlegende Regeländerungen im Weltfußball zu entscheiden hat.

Das neue Wechselkontingent gilt zunächst nur für Wettbewerbe, die zum 31. Dezember 2020 abgeschlossen sein werden, unabhängig davon, ob sie bereits begonnen haben. Die Deutsche Fußball Liga kann die neue Regelung für die erste und zweite Bundesliga auch übernehmen, wenn die aktuelle Saison am 16. Mai fortgesetzt wird. Darüber solle kurzfristig entschieden werden, hatte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert am Donnerstag bereits gesagt.

Ifab und FIFA wollen zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden, ob die veränderte Fassung von Regel 3 auch auf Wettbewerbe ausgeweitet werden sollte, die erst 2021 abgeschlossen werden. Das hieße, dass auch in der nächsten Saison noch fünfmal gewechselt werden dürfte. Durchgeführt werden dürfen die Wechsel in der Pause und bei weiteren drei Gelegenheiten.

Auch beim Einsatz von Video-Schiedsrichterassistenten (VAR) sind nun Änderungen erlaubt. So können Organisatoren von Wettbewerben, bei das VAR-System bislang eingesetzt wurde, nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach freiem Ermessen auf dessen Einsatz verzichten. Geschieht dies jedoch nicht, gelten weiterhin alle bisherigen Bestimmungen.

NRW-Polizeigewerkschaft warnt vor Fanansammlungen und Abendspielen

Freitag, 08. Mai, 10.30 Uhr: Die Veröffentlichung des Bundesliga-Spielplans nach der Corona-Pause durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) ruft die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen auf den Plan. Sie befürchtet unerlaubte Fanansammlungen rund um die Stadien oder in den Innenstädten und spricht sich zudem gegen Abendspiele aus.

Vor allem die Abendspiele sehen die NRW-Ordnungshüter, die sich stets gegen Geisterspiele ausgesprochen hatten, sehr kritisch. “Wenn schon wieder gespielt wird, dann müssen wenigstens solche Schwierigkeiten vermieden werden. Für Abendspiele in der Bundesliga haben wir absolut kein Verständnis”, sagte der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende NRW, Michael Maatz, der “Rheinischen Post”.

“Die Partien gehen in die Dunkelheit hinein. Da wird es für uns komplizierter, Gruppen und das Geschehen zu kontrollieren. Deswegen lehnen wir diese Spielzeiten erst recht ab.” Spiele am Freitagabend bergen laut GdP mehr noch als Montagpartien besondere Gefahren, weil viele Menschen dann ins Wochenende starten.

Bundesliga-Vertreter und die DFL sehen die Gefahr der Ansammlungen nicht. “Ich glaube nicht, dass die Fanszene und die Fanorganisationen ihren Kritikern, die mit so pauschalen Vorurteilen auftauchen, den Gefallen tun werden, sich genau so zu verhalten”, hatte DFL-Chef Christian Seifert am Donnerstag erklärt.

Alle Bundesliga-Spiele im Überblick:

Bundesliga: 26. Spieltag

Samstag, 16. Mai 2020

15.30 Uhr / Borussia Dortmund – FC Schalke 04  (Sky)

15.30 Uhr / RB Leipzig – SC Freiburg (Sky)

15.30 Uhr / TSG Hoffenheim – Hertha BSC (Sky)

15.30 Uhr / Fortuna Düsseldorf – SC Paderborn 07 (Sky)

15.30 Uhr / FC Augsburg – VfL Wolfsburg (Sky)

18.30 Uhr / Eintracht Frankfurt – Bor. Mönchengladbach (Sky)

Sonntag, 17. Mai 2020

15.30 Uhr / 1. FC Köln – 1. FSV Mainz 05 (Sky)

18.00 Uhr / 1. FC Union Berlin – Bayern München (Sky)

Montag, 18. Mai 2020

20.30 Uhr / Werder Bremen – Bayer 04 Leverkusen (DAZN)

2. Bundesliga: 26. Spieltag

Samstag, 16. Mai 2020

13.00 Uhr / Jahn Regensburg – Holstein Kiel (Sky)

13.00 Uhr / VfL Bochum – FC Heidenheim (Sky)

13.00 Uhr / Erzgebirge Aue – SV Sandhausen (Sky)

13.00 Uhr / Karlsruher SC – SV Darmstadt 98 (Sky)

Sonntag, 17. Mai 2020

13.30 Uhr / Hannover 96 – Dynamo Dresden (Sky)

13.30 Uhr / Arminia Bielefeld – VfL Osnabrück (Sky)

13.30 Uhr / FC St. Pauli – 1. FC Nürnberg (Sky)

13.30 Uhr / Greuther Fürth – Hamburger SV (Sky)

13.30 Uhr / Wehen Wiesbaden – VfB Stuttgart (Sky)

Zwei Corona-Test – so geht es jetzt für die Bundesliga-Schiedsrichter weiter

22.05 Uhr: Wie die Fußballprofis vor dem ersten Mannschaftstraining werden auch die Schiedsrichter vor der Wiederaufnahme der Bundesliga-Spiele zweimal auf das Coronavirus getestet. Dies teilte der Deutsche Fußball-Bund am Donnerstag nach einer Schalte mit seinen Spitzenschiedsrichtern mit. Außer Kraft setzt der DFB vorerst seine Regel, wonach Referees nicht Spiele in ihren Landesverbänden pfeifen dürfen – damit ihnen lange Anreisen erspart bleiben. Nicht leiten dürfen sie aber weiterhin Spiele in ihrem Wohnort.

“Es ist auch für die Schiedsrichter eine ganz außergewöhnliche Situation, die nur bewältigt werden kann, wenn alle mit den Vorgaben diszipliniert umgehen und vorbildlich handeln. Das wird, was die Ansetzungen angeht, auch viel Flexibilität und viel Geduld abverlangen”, sagte DFB-Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich.

Dem zweiten Test können sich die Unparteiischen und ihre Assistenten am Vortag ihrer ersten Partie in der 1. oder 2. Liga unterziehen. Im weiteren Saisonverlauf werden die Spielleiter jeweils am Vortag einer Partie getestet. “Im Falle eines positiven Testergebnisses begibt sich der Unparteiische in sofortige Selbstisolation gemäß den geltenden behördlichen Vorgaben”, erklärte der DFB. Die Ansetzung der Schiedsrichter wird erst am Spieltag bekannt gegeben. Die Liga-Spiele werden am 16. Mai wieder aufgenommen.

Der Schiedsrichter-Beobachter sitzt bei den Geisterspielen nicht mehr auf der Tribüne wie sonst üblich, sondern beschränkt sich auf TV-Eindrücke und Coaching. Im Kölner Videokeller wird das Personal nach DFB-Angaben reduziert.

Bundesliga-Geisterspiele an zwei Spieltagen im Free-TV

15.40 Uhr: Zuschauer können beim Re-Start der Fußball-Bundesliga die Geisterspiele an den ersten zwei Wochenenden live im Free-TV sehen. Der Pay-TV-Sender Sky teilte am Donnerstag mit, die Konferenz-Schalten der 1. Liga am Samstag und der 2. Liga am Sonntag am 26. und 27. Spieltag auf seinem frei zugänglichen Kanal Sky Sport News HD zu zeigen.

Damit wird unter anderem das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 live für alle zu sehen sein. Sky erklärt in einem Statement: “Damit alle Fans in Deutschland die Comeback-Spiele genießen können, hat Sky aufgrund der Ausnahmesituation entschieden, an den ersten beiden Spieltagen nach der Corona-Pause die Original Sky-Konferenz der Bundesliga am Samstagnachmittag sowie die Konferenz der 2. Bundesliga am Sonntag für alle frei empfangbar auf Sky Sport News HD live zu übertragen.”

Auf der Pressekonferenz bei der DFL hatte Boss Christian Seifert schon erklärt, dass die verschiedenen Sender “sehr spezielle und auf die Situation zugeschnittene Maßnahmen” planen würden

Bundesliga verschiebt Starttermin auf den 16. Mai

13.21 Uhr: Wie DFL-Geschäftsführer Christian Seifert bestätigte, wird die Bundesliga ihr Comeback doch nicht am 15. Mai geben. Die erste für Freitagabend geplante Partie zwischen Düsseldorf und Paderborn soll demnach nicht am Freitag stattfinden, sondern am Samstag, dem 16. Mai.

 

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Das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 soll laut Seifert am Samstag steigen. Werder Bremen, das sich gegen einen Start am 15. Mai gestemmt hatte, wird den Spieltag am Montag gegen Bayer Leverkusen beschließen. Bremen konnte aufgrund der Landesregularien erst später ins Mannschaftstraining einstgeigen. 

Der letzte Spieltag der aktuellen Saison wurde zudem auf den 27./28. Juni gelegt.

Alle Spieler negativ getestet: Gladbach nimmt Training auf

11.35 Uhr: Nachdem alle Spieler von Borussia Mönchengladbach zwei negative Corona-Tests absolviert haben, nimmt der Fußball-Bundesligist von sofort an das Mannschaftstraining auf. Wie der Club am Donnerstag mitteilte, ergaben die in den vergangenen Tagen vorgenommen Tests bei insgesamt 50 Personen aus dem Umfeld der Mannschaft – mit einer Ausnahme – für jede getestete Person jeweils zwei negative Ergebnisse.

Ein Mitarbeiter, bei dem zunächst ein sehr schwach positives Testergebnis festgestellt wurde, befindet sich nach einem zweiten negativen Test vorsorglich in Quarantäne. Ein Spieler, der ebenfalls sehr schwach positiv getestet war, hatte danach zwei negative Testergebnisse.

“Die Trainer und die Mannschaft haben in den vergangenen Wochen unter ungewohnten Bedingungen gearbeitet, alle sind froh, dass nun wieder Mannschaftstraining zugelassen ist. Wir nehmen dabei alle Hygiene- und Kontaktregelungen sehr ernst und wir haben den Eindruck, dass alle Spieler verantwortungsbewusst und diszipliniert mit der Situation umgehen”, sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl.

Vorerst nicht dabei ist Mittelfeldspieler Denis Zakaria. Der 23-Jährige unterzog sich am Mittwochabend einem arthroskopischen Eingriff am Knie – laut Mitteilung des Klubs erfolgreich. Der Schweizer wird nun noch einige Zeit pausieren müssen.

Schiedsrichter noch nicht auf Corona getestet

09.37 Uhr: Die Schiedsrichter der Fußball-Bundesliga sind nach Informationen des “kicker” noch nicht auf COVID-19 getestet worden. Im Falle positiver Befunde auf das Coronavirus drohten Referees für den Liga-Restart am 15. Mai auszufallen, da eine 14-tägige häusliche Quarantäne anstünde, berichtet das Fachmagazin. 

Laut DFL-Konzept sollen sich die Schiedsrichter früh morgens am Vortag des von ihnen zu leitenden Spiels testen lassen – entweder bei einem heimatnahen Klub oder schon am Spielort im Rahmen der Testroutine der Heimmannschaft. Am Donnerstag ist laut kicker eine Videokonferenz der Schiedsrichter-Elite-Kommission des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit den Referees geplant.

Leipziger Virologe kritisiert baldigen BundesligaNeustart

08.43 Uhr: Der Leipziger Virologe Professor Uwe G. Liebert hat die baldige Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Fußball-Bundesliga in der Coronavirus-Krise kritisiert. “Ich hätte mir gewünscht, dass man wirklich noch ein paar weitere Wochen gewartet hätte”, sagte der Direktor des Instituts für Virologie an der Universität Leipzig in den ARD-“Tagesthemen”.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer hatten am Mittwoch dem Profifußball eine Wiederaufnahme der Saison ab Mitte Mai erlaubt. Das Präsidium der Deutschen Fußball Liga beschloss daraufhin noch vor der für Donnerstag einberufenen Mitgliederversammlung, die seit Mitte März unterbrochene Saison bereits am 15. Mai fortzusetzen.

Die Spieler würden sich gegenseitig gefährden, sagte Liebert, “sei es durch unachtsamen Umgang oder dadurch, dass sie völlig unbekannt infiziert sind”. Zudem müssten die Vereine auch berücksichtigen, “dass die Fans vor dem Fernseher sitzen und da in direkten Kontakt zueinander kommen. Es ist schwierig, den Fans zu vermitteln, dass sie sich nicht umarmen und jubeln dürfen.”

Vorbereitungszeit zu kurz: Fitnesstrainer befürchtet viele Verletzungen nach Bundesliga-Fortsetzung

04.42 Uhr: In den Augen eines bundesligaerfahrenen Fitnesstrainers ist die Zeit bis zur Fortsetzung der Fußball-Saison mit Blick auf das Verletzungsrisiko zu kurz. “Vier Wochen wären eine optimale Vorlaufzeit”, sagte Christian Kolodziej dem “Kicker”. Selbst wenn die Spieler sich nach vielen Laufeinheiten in den vergangenen Wochen fit fühlten, seien die Belastungen eines Spiels mit schnellen und vielen Richtungswechseln nicht zu simulieren. “Wird es vermehrt zu Verletzungen kommen? Ich fürchte: ja. Und werden die Spiele mit der Intensität geführt, die wir gewohnt sind? Mal abwarten…”, sagte Kolodziej.

Der 51-Jährige arbeitete vor seiner Zeit beim FC Zürich in der Schweiz in Deutschland für Borussia Dortmund, den VfB Stuttgart und Eintracht Frankfurt.

“Hier ging es um Geld – da hört die Moral auf”: Bremer Innensenator kritisiert Bundesliga-Neustart

Donnerstag, 07. Mai, 04.09 Uhr: Der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer hat scharfe Kritik an der Freigabe für den Spielbetrieb der Fußball-Bundesliga ab 15. Mai geübt. “Es war für mich nicht überraschend, dass es zu einer Vorzugsbehandlung des Profi-Fußballs kommen wird. Das war absehbar”, sagte der SPD-Politiker der “Bild”-Zeitung und sprach von einer falschen Entscheidung.

Mäurer verwies auch auf das Skandal-Video von Hertha-Profi Salomon Kalou, der sich in der Kabine der Berliner beim Verstoß gegen mehrere Hygieneregeln gefilmt hatte. “Da hätten drei Kalous durch die Stadt laufen können. Hier ging es ums Geld – und da hört die Moral auf”, sagte der 68-Jährige. Zuvor hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer dem Profifußball eine Rückkehr zum Spielbetrieb ab Mitte Mai erlaubt.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sprach von hitzigen Debatten um den Termin für die Fortsetzung des Spielbetriebs. Er habe sich für einen späteren Re-Start ausgesprochen. Innensenator Mäurer warnte vor den Risiken der Pläne der Deutschen Fußball Liga. “Was ist, wenn die erste Mannschaft in Quarantäne gehen muss? Dann ist wahrscheinlich der Spielbetrieb beendet”, sagte er. Zudem befürchtet Mäurer weiter Fan-Aufläufe vor den Stadien bei den geplanten Geisterspielen. “Ich halte es für möglich, dass sich das Ganze völlig anders entwickelt als von der DFL geplant”, sagte er.

Dass viele der Geisterspiele nur im Bezahlfernsehen laufen, hält Mäurer für ein fatales Signal, weil viele Fans sich dann gemeinsam Spiele vor dem TV ansehen könnten. “Das heißt: Alles das, was wir erreichen wollen – dass es wenige Kontakte gibt – wird hier ins Gegenteil verdreht”, erklärte Mäurer. Er habe das Vertrauen in den Profi-Fußball schon lange verloren.

Bundesliga-Saison wird am 15. Mai fortgesetzt

Topmeldung (20.40 Uhr): Die Fußball-Bundesliga wird am 15. Mai fortgesetzt. Über diesen Beschluss des DFL-Präsidiums seien die 36 Profiklubs am Mittwochabend informiert worden, bestätigte der Dachverband der Deutschen Presse-Agentur. Zuerst hatte die “Bild”-Zeitung berichtet.

Demnach gehe es mit der Freitagspartie des 26. Spieltags zwischen Fortuna Düsseldorf und dem SC Paderborn weiter. In diesem Fall würde auch direkt das Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 anstehen, der FC Bayern wäre bei Union Berlin zu Gast.

Der “kicker” zitiert aus einem Schreiben von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert an die Vereine: “Nach Abwägung aller Argumente hat das DFL-Präsidium am heutigen Tage im Umlaufverfahren beschlossen, den Spielbetrieb der Bundesliga und 2. Bundesliga ab dem 15. Mai 2020 wiederaufzunehmen.”

Dem genehmigten Neustart muss “eine Quarantänemaßnahme, gegebenenfalls in Form eines Trainingslagers, vorweggehen”, wie es seitens der Politik heißt. Am Donnerstag soll bei einer Mitgliederversammlung mit den 36 Profivereinen endgültig organisatorische Klarheit geschaffen werden.

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SPD-Politiker Lauterbach: Signal ist “fatal”

19.27 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die Öffnung der 1. und 2. Fußball-Bundesliga durch Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder scharf kritisiert und von einem “fatalen Signal” gesprochen. “Der Beschluss ist enttäuschend und falsch, ich bedaure ihn sehr”, sagte Lauterbach zu “t-online.de”.

Der Wiederbeginn signalisiere den Menschen, junge Sportler seien durch das Virus nicht gefährdet, was nicht stimme. “Es ist keine sportliche Entscheidung, sondern eine rein kommerzielle, um Sponsorenverträge nicht zu verlieren”, sagte der SPD-Politiker.

Mainz plädiert für zweiwöchige Vorbereitung

18.27 Uhr: Der FSV Mainz 05 hat sich gegen eine Fortsetzung der Saison bereits in der nächsten Woche ausgesprochen. “Die Entscheidung, einen geeigneten Zeitpunkt für den Neustart der Saison zu finden, liegt nun bei der DFL. Wir hoffen dabei auch auf eine solidarische Entscheidung in den Ligen, denn wir halten im Sinne eines fairen Wettbewerbs eine mindestens 14-tägige Vorbereitungszeit im Mannschaftstraining für notwendig”, sagte der Vorstandsvorsitzende Stefan Hofmann. Die Mainzer werden daher ab sofort das Mannschaftstraining aufnehmen.

Leipzig-Boss Mintzlaff erwartet Neustart am 15. Mai

18.06 Uhr: RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff erwartet den Neustart der Bundesliga bereits in der kommenden Woche. “Es gibt keinen Grund dafür, länger zu warten. Ich gehe da auch nicht von einer großen Diskussion in der Mitgliederversammlung aus. Wir sollten am 15. Mai starten”, sagte Mintzlaff in einer Videokonferenz. Der 44-Jährige zeigte sich erfreut über die Erlaubnis der Politik, sprach zudem davon, dass nun “extreme Disziplin” gefordert sei, um die Fortführung der Liga nicht zu gefährden.

Leipzig hielt am Mittwoch sein erstes Mannschaftstraining ab. Voraussichtlich von Samstagmorgen an geht das Team im Trainingszentrum in Quarantäne. Die Spieler hatten sich gegen den Gang ins Hotel entschieden. “Wir haben alle Vorkehrungen getroffen. Die Spieler sind heiß darauf, dass es wieder losgeht”, sagte Mintzlaff.

Bundesliga streitet um Start-Termin: 15. oder 22. Mai?

17.29 Uhr: In der Diskussion der Ministerpräsidenten über den Termin für den Re-Start der Bundesliga haben die Länderchefs von Bremen, Andreas Bovenschulte (SPD), und Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), starke Vorbehalte geäußert. Laut Bovenschulte (SPD) ist es in der gemeinsamen Telefonschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) “ordentlich zur Sache” gegangen, man habe sich bei diesem Thema “ordentlich in die Wolle gekriegt”.

Er habe auch diesmal keinen Hehl aus seiner Skepsis gegenüber Geisterspielen gemacht. Nach der Entscheidung habe er dann aber für einen Start am 20. oder 21. Mai geworben, sagte Bovenschulte. Die DFL und die überwiegende Zahl der Ministerpräsidenten hätten jedoch für den 15. Mai votiert. Darauf drängen unter anderem Vertreter wie Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge (“So zügig wie möglich”) oder Leipzig-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (“Es gibt keinen Grund, länger zu warten”).

Frankfurt-Boss Bobic erwartet kuriose Ergebnisse

Als Kompromiss solle nun die DFL entscheiden. Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke setzte via “Bild” eine Spitze: “Bremens Widerstand hat mich nicht gewundert.” Stefan Hofmann, Vorstandsvorsitzender von Mainz 05, hofft auf eine “solidarische Entscheidung, denn wir halten im Sinne eines fairen Wettbewerbs eine mindestens 14-tägige Vorbereitungszeit im Mannschaftstraining für notwendig”.

Der 15. Mai sei weder aus gesundheitlicher noch aus arbeitsschutzrechlicher Sicht sinnvoll, warnte Bovenschulte. Dieser Termin gehe wegen der knappen Vorbereitungszeit auf die Gesundheit der Spieler. Unterstützung erhielt er von Werder-Geschäftsführer Frank Baumann: “Zur Gewöhnung an den Wettkampf nach rund zwei Monaten Wettkampfpause und zur Einschränkung eines Verletzungsrisikos bei den Spielern, die durch die Vielzahl der Partien in einem sehr knappen Zeitraum sehr stark beansprucht werden, werden wir uns dafür einsetzen, dass die Bundesliga am 23. Mai fortgesetzt wird.”

Bovenschulte sagte, die DFL könne sich für den späteren Starttermin entscheiden und so zeigen, dass sie nicht wirtschaftliche Erwägungen über alles stelle, sondern den Arbeitsschutz und die Chancengleichheit in den Mittelpunkt stelle: “Dann würde ich meinen Hut ziehen.”

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Am Ende warnt Hoeneß vor Corona-Folgen: “Dann gibt es den Fußball bald nicht mehr”

 

dom/jmi/da/jh/mit dpa

 

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