Bundesliga-Neustart: Negative Corona-Testergebnisse bei 14 Vereinen

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Die DFL hat ein Konzept für einen Bundesliga-Neustart mit Geisterspielen entwickelt. Ein genauer Starttermin hängt laut DFL-Boss Christian Seifert von der Zustimmung der Politik und der Gesundheitsbehörden ab. Die Entscheidung über eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison soll wohl nächste Woche fallen. Alle Entwicklungen im News-Ticker von FOCUS Online.

  • Negative Corona-Tests bei vier Bundesligisten
  • Bobic warnt vor “vielen arbeitslosen Spielern” durch die Coronakrise
  • Kühnert: Fußball schadet sich mit Geisterspielen selbst

News-Ticker zum Formel-1-Neustart 

Bericht: Negative Corona-Testergebnisse bei 14 Bundesligisten

20.02 Uhr: Die ersten Untersuchungen auf das Coronavirus sind nach “kicker”-Recherchen bei mindestens 14 Fußball-Bundesligisten negativ ausgefallen. Nach den bekannt gewordenen positiven Resultaten beim 1. FC Köln sei die Situation “nur noch an drei Standorten undurchsichtig”, schrieb der “kicker” am Sonntagabend. Die Ergebnisse beim FC Augsburg seien noch nicht bekannt; Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig wollen demnach “keine Zwischenergebnisse zwischen den Testreihen bekanntgeben beziehungsweise sich nur im Wochenrhythmus äußern”, hieß es in dem Beitrag.

Hauptmann und Jakobs sind die “Effzeh”-Infizierten

Bei den Kölnern waren zwei Spieler (Niklas Hauptmann und Ismail Jakobs – wie “Bild” berichtet) und ein Physiotherapeut positiv auf das Coronavirus getestet worden. Gemäß den Richtlinien der Gesundheitsämter und auch des Konzepts der Deutschen Fußball Liga müssen die Vereine nur positive Fälle melden – damit umgehend Maßnahmen ergriffen werden können. Die Vereine der Bundesliga und 2. Liga hatten am Donnerstag mit den Tests begonnen, um auszuschließen, dass infizierte Spieler am Mannschaftstraining teilnehmen, das – die Genehmigung der Behörden vorausgesetzt – in der kommenden Woche starten soll.

Mehrere Spieler Corona-positiv getestet: FC Köln plant Quarantäne-Trainingslager

17.40 Uhr: Der 1. FC Köln plant im Fall der Fortsetzung der Saison in der Fußball-Bundesliga nach Informationen der “Bild“-Zeitung ein Quarantäne-Trainingslager in der Sportschule Hennef. Gemäß dem Hygienekonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) hätten die Rheinländer neben diversen Hotels auch die Räumlichkeiten der Sportschule Hennef in der Eifel geblockt, um sich dort vor dem ersten Spiel für acht Tage “wegschließen zu können”, wie die Zeitung am Sonntag schrieb.

Die FC-Spieler seien schon am vergangenen Donnerstag von Sportchef Horst Heldt und Geschäftsführer Alexander Wehrle über die kommenden Wochen und die Pläne über ein Trainingslager informiert worden. Am Freitag hatte der FC mitgeteilt, dass von insgesamt 60 Mitarbeitern zwei Profis und ein Betreuer positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, was medial hohe Wellen geschlagen hatte.

Die drei Personen mussten in 14-tägige Quarantäne, das Training der übrigen Spieler soll unter Berücksichtigung des Hygienekonzepts ab Montag wie zuvor in Kleingruppen aber weitergehen. Voraussetzung sei jedoch, dass bei der am Sonntag durchgeführten zweiten Testung keine weiteren positiven Infektionen entdeckt würden. “Wir haben alle Voraussetzungen geschaffen, um eine Ansteckung im Team zu vermeiden. Und das tun wir weiter”, sagte Heldt der “Bild am Sonntag”.

Corona-Tests bei mehreren Klubs bisher alle negativ

15.46 Uhr: Nach den drei positiven Corona-Tests beim 1. FC Köln hat sich die Sorge vor weiteren Infektionen in anderen Vereinen der Fußball-Bundesliga zunächst nicht bestätigt. Beim FC Bayern seien bislang alle Tests bei Spielern und Betreuern negativ ausgefallen – das teilten die Münchner auf AZ-Nachfrage mit.

Auch Bayer Leverkusen, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt und Union Berlin vermeldeten, dass alle Tests bei Spielern und Betreuern negativ ausgefallen seien. Bei Borussia Dortmund gibt es laut eines Berichts der “Ruhr Nachrichten” vom Samstag keinen positiven Befund auf COVID-19. Der “kicker” berichtete zudem, dass auch bei der TSG Hoffenheim alle Tests negativ waren

Ehemaliger Ethikrat-Chef: Bundesliga-Neustart wäre “verheerend”

15.39 Uhr: Der langjährige Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, lehnt eine mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga aktuell vehement ab.

“Ich halte diese Idee medizinisch und epidemiologisch für unverantwortlich – sowohl mit Blick auf die Teams, aber auch mit Blick auf die abertausenden zu erwartenden Fantreffen, lauter Mini-Ischgls. Praktisch halte ich sie für undurchführbar und juristisch für problematisch. Vor allen Dingen hielte ich es für gesellschaftlich fatal, sogar verheerend, sollte jetzt wieder gespielt werden”, sagte der Theologie-Professor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg den “Nürnberger Nachrichten” im Interview.

“Wenn es hier eine Vorzugsbehandlung für eine proportional kleine und sowieso schon privilegierte Gruppe geben sollte, wäre das gegenwärtig das völlig verkehrte Signal – auch im Blick auf die Corona-Testkapazitäten, die in anderen Bereichen dringend notwendig sind”, sagte Dabrock weiter. Er war von April 2012 bis April 2020 Mitglied des Ethikrats und zuletzt vier Jahr der Vorsitzende.

Trotz Bedenken: Fußballprofis müssen zum Training erscheinen

12.52 Uhr: Sportjurist Jörg von Appen sieht für Fußballprofis keine rechtliche Möglichkeit, auf die Teilnahme am Trainingsbetrieb zu verzichten, auch wenn sie in der derzeitigen Coronakrise Bedenken haben. “Wenn der Verein alle geforderten Hygiene-Vorschriften einhält und die zuständigen Behörden den Trainings- und Spielbetrieb in der Bundesliga zulassen, kann einem Fußballprofi das Erscheinen am Arbeitsplatz angeordnet werden”, sagte von Appen bei Sport1.

Nach den drei positiven Coronatests beim Bundesligisten 1. FC Köln hatte sich Mittelfeldspieler Birger Verstraete kritisch darüber geäußert, dass das Training fortgesetzt werden soll. Dies sei “bizarr”, sagte er im belgischen Fernsehen. Er verwies dabei auf seine Freundin, die an Herzproblemen leide und deshalb zur Risikogruppe gehöre.

Laut von Appen müsste ein Spieler “erhebliche Bedenken anmelden”, um vom Training fernbleiben zu können. Umstände wie im Fall Verstraete könnten aber eine Ausnahmesituation darstellen. “Gehört der Spieler selbst einer Risikogruppe an oder gibt es in der häuslichen Familie Risikogruppen, muss man sich den Einzelfall ansehen. Danach ist zu entscheiden, ob der Spieler an seinem Arbeitsplatz erscheinen müsste”, sagte von Appen.

Sportmediziner Sörgel: Bundesliga-Neustart Chance für Corona-Studie

10.42 Uhr: Der Sportmediziner Fritz Sörgel hat sich aus wissenschaftlichen Gründen für eine Fortsetzung der Saison in der Fußball-Bundesliga ausgesprochen. Der Pharmakologe sieht in dem Spielbetrieb die Chance, eine bislang so nicht mögliche Studie über das Coronavirus anfertigen zu können. “Macht man sich frei davon, dass da ein sportlicher Wettkampf stattfindet, erfüllen diese Geisterspiele im Ansatz die Kriterien für eine wissenschaftliche Studie”, schrieb Sörgel in einem Beitrag für den “Tagesspiegel”.

Im Augenblick gäbe es nur “viele kleine Studien, die keinen definierten Beginn, ein ungewisses Ende und keinen richtigen Versuchsplan haben”, monierte Sörgel. Nach dem Plan der Deutschen Fußball Liga würden etwa 1500 relativ junge Menschen in einem räumlich festgelegten Umfeld regelmäßig aufeinandertreffen. “Die Frage wäre nun, ob es an diesem Arbeitsplatz zu Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus kommt”, meinte der 69-Jährige. Daraus könnten Rückschlüsse auf andere Arbeitsumfelder gezogen werden.

“Wo gibt es eine Studie, die an 18 Spielplätzen über das Land verstreut je 300 Beteiligte und ihr direktes Umfeld so genau untersucht?”, fragte Sörgel. Dies sei nicht einmal in Krankenhäusern der Fall. Durch die Vielzahl an Proben könnte auch Antikörpertests zu einem späteren Zeitpunkt in großer Zahl vorgenommen werden, sofern die Proben eingefroren werden. Letztlich könnte eine solche Studie eine gute Grundlage für weitere Untersuchungen in den Hallensportarten und der Unterhaltungsindustrie sein.

Innenminister Seehofer befürwortet Restart im Mai

Sonntag, 03. Mai, 09.45 Uhr: Innenminister Horst Seehofer befürwortet unter strengen Auflagen eine zeitnahe Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga. “Ich finde den Zeitplan der DFL plausibel und unterstütze einen Neustart im Mai”, sagte der 70 Jahre alte CSU-Politiker der Bild am Sonntag. Allerdings knüpft der Sportminister den Restart in der Bundesliga auch an strikte Bedingungen.

Bei einem Coronafall in einer Mannschaft während des voll angelaufenen Spielbetriebs müsse der gesamte Klub für zwei Wochen in Quarantäne. “Ich will kein Fußball-Spielverderber sein, aber was für alle gilt, gilt auch für Fußballprofis” sagte Seehofer: “Es bestehen also Risiken für den Spielplan und die Tabelle. Das erfordert bei allen Beteiligten hohe Disziplin bei der Coronavorsorge. Ich bin aber dafür, dass wir einen Versuch wagen, um das Spielgeschehen wieder zu ermöglichen.”

Eine Lex Fußball sei indes nicht denkbar. “Für mich ist aber auch klar, dass es keine Privilegien für die Fußball-Bundesliga geben kann”, sagte Seehofer: “Es kann nicht sein, dass Profispieler öfter getestet werden als etwa Ärzte, Pfleger oder Polizisten, die in täglichem Kontakt mit den Menschen sind. Und es darf durch ein höheres Testaufkommen im Sport an keiner Stelle zu Engpässen im öffentlichen Gesundheitswesen kommen, etwa bei den Tests oder in den Laboren. Das ist für mich die Grundbedingung.”

Keine Corona-Fälle bei vier Bundesliga-Klubs

18.25 Uhr: Nach dem Auftreten von drei Corona-Fällen beim 1. FC Köln melden Werder Bremen, Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen negative Testergebnisse bei Spielern und Betreuern. Auch bei Borussia Dortmund sollen nach Informationen der “Ruhr Nachrichten” alle Tests negativ ausgefallen sein.

“Der zweite Test für Spieler und das direkte Team-Umfeld findet am Sonntag statt”, teilte Werder bei Twitter mit. Auch bei der Eintracht werde “am Wochenende” erneut getestet.

Gemäß den Richtlinien der Gesundheitsämter und des Konzepts der Deutschen Fußball Liga (DFL) müssen die Vereine nur positive Fälle melden – damit umgehend Maßnahmen ergriffen werden können. Bis Samstagmittag kamen keine weiteren Meldungen hinzu. Die Vereine der Bundesliga und 2. Liga hatten am Donnerstag mit den Tests begonnen, um auszuschließen, dass infizierte Spieler am Mannschaftstraining teilnehmen, das – die Genehmigung der Behörden vorausgesetzt – in der kommenden Woche starten soll.

Bobic warnt vor “vielen arbeitslosen Spielern” durch die Krise

15.50 Uhr: Wie schwer die Coronakrise die Fußballklubs in Deutschland finanziell treffen wird, kann noch niemand seriös sagen. Fredi Bobic, Sportvorstand beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt, stellt sich ein düsteres Szenario vor, das Spieler hart treffen könnte: “Die Situation wird nicht mehr typischerweise die sein, dass der Spieler in der Super-Verhandlungsposition ist. Es wird viele arbeitslose Spieler geben in dieser Krise, der Transfermarkt wird voll von ihnen sein”, sagte er der “Süddeutschen Zeitung”.

Bobic spricht sich für eine Fortsetzung der Bundesliga aus, sobald die Politik ihr Einverständnis gibt. “Ich sehe nur den Schaden, wenn der Fußball nicht wieder spielt. Wir reden ja immer von den 56 000 Arbeitsplätzen, die unmittelbar mit der Bundesliga verbunden sind”, sagte er. Indirekt würden noch viel mehr Existenzen am Spielbetrieb der Bundesliga hängen, darunter Hotels, Gastronomie, Sportartikelhersteller.

Juso-Chef Kühnert: Fußball schadet sich mit Geisterspielen selbst

11.58 Uhr: SPD-Politiker Kevin Kühnert hält eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga für nicht vermittelbar. “Der Fußball fügt sich damit einen erheblichen Imageschaden zu, mutmaßlich einen größeren, als es die Pandemie tut”, sagte Kühnert dem “Münchner Merkur” und der “tz”.

Derzeit leide die Gesellschaft unter der Coronakrise und kämpfe mit den Folgen und Auswirkungen. “In so einer Phase möchte der Profifußball den Spielbetrieb wieder aufnehmen – das hat eine ungeheure negative Symbolkraft”, meinte der 30-Jährige.

“Tausende Corona-Tests für die Spieler, während nicht mal das medizinische Personal fortlaufend getestet wird sowie Zweikämpfe und Rudelbildungen in Zeiten von Abstandsgeboten, das wird doch sehenden Auges nach hinten los gehen”, mahnte der Juso-Chef und SPD-Vize, wenngleich er den Fußball als Fan auch vermisse.

Mehr dazu: hier.

Kramer: “Es geht nicht ums Gewinnen oder Verlieren”

11.15 Uhr: Für Christoph Kramer verschieben sich bei einer möglichen Fortsetzung der Bundesliga die Prioritäten. “Ich finde, in so einer Phase geht es nicht um den Spaß oder um Tabellenplätze oder um das Gewinnen und Verlieren”, sagte der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach der “FAZ”: “Es geht darum, dass man wieder spielt, um weiteren Schaden von dem Produkt Bundesliga fernzuhalten.”

Auch eine kurze Vorbereitungszeit für die Fortsetzung des Spielbetriebs fände Kramer deshalb nicht verantwortungslos. “Vielleicht ist das Spiel ein bisschen langsamer, oder hinten raus, ab der 80. Minute, geht allen die Puste aus”, sagte der 29-Jährige: “Ich weiß es nicht. Man sollte nicht zu kleinkariert da reingehen und sagen: Oh nein, wir haben gar keine richtige Vorbereitung gehabt. Erstens fehlt die allen, und zweitens steht etwas anderes im Vordergrund.”

Das bislang einzige Bundesliga-Geisterspiel gegen den 1. FC Köln am 11. März fand Kramer “noch merkwürdiger als erwartet. Der Körper war nicht so richtig im Wettkampfmodus, obwohl der Kopf genau wusste, um was es geht.”

SPD-Politiker Lauterbach greift 1. FC Köln an: “Konzept floppt und ist kein Vorbild”

09.15 Uhr: SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich abermals sehr kritisch über die Vorkommnisse im Profifußball geäußert. Diesmal geißelte er, dass beim 1. FC Köln trotz dreier positiver Corona-Fälle nicht mit dem Training ausgesetzt wird.

“Es ist voll unverantwortlich, dass die Spieler weiter trainieren, nachdem sie mit 3 infizierten Spielern Kontakt hatten. Sie müssten in Quarantäne, wie wir es vom Bürger verlangen. Dazu werden die Spieler gefährdet. Das Konzept floppt und ist kein Vorbild”, schrieb Lauterbach bei Twitter und monierte in einem weiteren Eintrag, dass Köln nicht kommuniziert, um welche Personen es sich bei den drei Corona-Fällen handelt: “Die Geheimnistuerei macht es schlimmer, weil dann in Zukunft niemand wüsste, ob gerade sein Gegenspieler infiziert war…”

Einem Bericht zufolge sind zwei Profis und ein Betreuer positiv auf das Virus getestet. “Wer mit Covid-19 trainiert, riskiert Schäden an Lunge, Herz und Nieren”, schrieb Lauterbach dazu. “Ich wundere mich, dass Spieler das mit sich machen lassen. Der Fußball solle “Vorbild sein, nicht Brot und Spiele”.

Rummenigge: Europäische Debatte über Vernunft im Fußball

Samstag, 02. Mai, 09.03 Uhr: Karl-Heinz Rummenigge sieht nicht nur den deutschen Profifußball nach dem Ende der Coronakrise in der Pflicht. Auf einem Weg zu mehr Vernunft bekräftigte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München einen kontinentalen Ansatz. Es müsse eine europäische und keine exklusiv deutsche Debatte darüber werden, sagte Rummenigge in einem Doppelinterview mit Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml dem “Münchner Merkur” und der “tz”.

Der 64-Jährige erklärte: “Die Klubs waren in der Vergangenheit von Jahr zu Jahr einem größeren wirtschaftlichen Risiko ausgesetzt. Und parallel dazu sind die Summen auf Spielerseiten von Jahr zu Jahr gestiegen – Ablöse, Gehälter, Berater-Provisionen.”

Wenn die Coronakrise einmal bewältigt sei, sei das ein guter Moment, “dass wir darüber nachdenken und gemeinsam sprechen”. Man müsse über Lösungen nachdenken, wie man den Fußball wieder in eine rationalere und stabile Welt lenken könne.

Drei positive Corona-Tests beim 1. FC Köln

20.51 Uhr: Beim 1. FC Köln sind drei positive Corona-Tests aufgetreten. Wie der Bundesligist auf seiner Homepage mitteilte, wurde das Trio in eine 14-tägige häusliche Quarantäne geschickt. “Alle sind symptomfrei”, hieß es. Laut der “Bild”-Zeitung sind zwei Spieler und ein Physiotherapeut betroffen.

“Der 1. FC Köln wird aus Rücksicht auf die Privatsphäre der Betroffenen keine Namen bestätigen”, erklärte der Klub. Mannschaft, Trainer- und Betreuerstab waren am Donnerstag getestet worden. Der Trainingsbetrieb könne aufgrund der bereits seit dem 6. April praktizierten Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen im Gruppentraining aber wie geplant weiterlaufen, hieß es weiter.

Abgestimmt sei das Verfahren unter anderem auch mit dem Taskforce-Vorsitzenden Tim Meyer. “Die bisherigen Maßnahmen sowie die Strategie regelmäßiger Tests haben sich dahingehend bewährt, dass wir jetzt mit individuellen Lösungen reagieren können”, sagte Kölns Geschäftsführer Horst Heldt.

Merkel verneint angebliche Absprache in Bezug auf Liga-Abbruch

12.23 Uhr: Frankreichs Staatspräsident soll Angela Merkel nach dem Abbruch der Ligue 1 zum Bundesliga-Stopp aufgefordert haben. Die Reaktion der Bundeskanzerlin dürfte den Klubs wohl Hoffnung bereiten.

RB Leipzig will am Dienstag ins Mannschaftstraining einsteigen

Freitag, 01. Mai, 11.02 Uhr: RB Leipzig plant bereits für den Beginn der kommenden Woche die Rückkehr ins Mannschaftstraining. Am Freitag und am Montag unterziehen sich alle Spieler einem Corona-Test, der in einem Berliner Labor untersucht wird. “Der Plan ist, am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einzusteigen, insofern alle Tests negativ sind”, sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff am Freitag. Derzeit trainiert RB in Kleingruppen ohne Körperkontakt.

Mintzlaff betonte zudem, die Bedeutung der Fortsetzung der Bundesliga. “Wir brauchen das TV-Geld, um zu überleben und das ist der Grund, warum wir wieder Fußball spielen wollen”, sagte der 44-Jährige.

Als Starttermin setzt er auf den 16. Mai, man habe zuletzt positive Signale aus der Politik erhalten. Dass dann weniger als zwei Wochen Mannschaftstraining zur Verfügung stünden, sieht Mintzlaff als unproblematisch. “Wir sind nicht in der Situation für Wunschszenarien, es hätte auch eine Woche gereicht. Wir wären auch am 9. Mai bereit gewesen”, sagte der Ex-Leichtathlet.

Merkel: “Sehr klare Entscheidungen” über Sport am 6. Mai

18.23 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat für die nächste Konferenz mit den Ministerpräsidenten am 6. Mai “sehr klare Entscheidungen” für den Sport in der Coronakrise angekündigt. Dann werde es darum gehen, in welcher Art und Weise und unter welchen Bedingungen “bestimmte sportliche Betätigungen” wieder möglich sein werden, sagte Merkel.

Bei der nächsten Schalte am kommenden Mittwoch solle unter anderem das Konzept der Sportminister ausgewertet werden, sagte Merkel. Die Innen- und Sportminister hatten die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga Mitte oder Ende Mai empfohlen. Denkbar ist bei einem positiven Signal der Politik ein Start am 16. oder 23. Mai.

Großveranstaltungen und damit auch Spiele der Bundesliga mit Zuschauern wird es bis mindestens 31. August nicht geben. “Diese werden für längere Zeit untersagt bleiben müssen”, sagte Merkel.

Bundesliga muss warten: Entscheidung über Neustart vertagt

16.55 Uhr: Ein möglicher Bundesliga-Neustart am 9. Mai dürfte nach einer erneuten Vertagung vom Tisch sein. Nun hoffen die DFL und die Klubs am kommenden Mittwoch auf ein Signal, um bis 30. Juni die Saison zu beenden.

Vorerst muss die Bundesliga weiter auf ein klares Signal der Politik warten. Eine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der seit Mitte März wegen der Coronakrise ausgesetzten Spiele in der 1. und 2. Bundesliga soll frühestens am 6. Mai fallen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die 16 Ministerpräsidenten haben nach Informationen aus Teilnehmerkreisen einen Beschluss über die Fortsetzung der gestoppten Bundesliga und des Vereinssports am Donnerstag vertagt.

Damit müssen die Profiklubs wie auch der gesamte Sport mindestens eine weitere Woche warten. Der nächste Schritt zum erhofften Neustart kann frühestens am kommenden Mittwoch erfolgen. Dann tagen Merkel und die Ministerpräsidenten erneut, auch die Bundesliga dürfte dann Thema sein. Bis dahin soll zudem eine Beschlussvorlage für die schrittweise Wiederaufnahme des gesamten Sportbetriebs erarbeitet werden.

Innensenator: Berlin würde Geisterspiele ermöglichen

15.35 Uhr: Berlins Innen- und Sportsenator Andreas Geisel (SPD) sieht für Hertha BSC und den 1. FC Union gute Voraussetzungen, um nach einer entsprechenden politischen Entscheidung die Saison fortzusetzen.

“Wir haben zwei Bundesligisten in der Stadt. Hertha BSC spielt im landeseigenen Olympiastadion. Union Berlin im eigenen Stadion an der Alten Försterei. Beiden würden wir Geisterspiele genehmigen, wenn alle Vorgaben des Infektionsschutzes eingehalten werden”, sagte Geisel dem “Spiegel”.

Allerdings sieht Geisel im DFL-Konzept für die Austragung der restlichen neun Spieltage noch Nachbearbeitungsbedarf. “Dass Spieler nicht in Quarantäne müssen, sofern sie infiziert sind, sehe ich nicht”, erklärte der SPD-Politiker in der Fragestunde des Berliner Abgeordnetenhauses. “Das ist das Risiko, das sie eingehen müssen.”

Die Chancen, dass im Mai trotz der Corona-Pandemie in den leeren Stadien wieder gespielt wird, sind nach dem Grünen Licht durch das Bundesarbeitsministerium und die Sportministerkonferenz gestiegen. Auf das entscheidende Signal von der Politik wird die Bundesliga aber wohl noch einige Tage länger warten müssen. “Der Schutz der Spieler und Betreuer muss gewährleistet sein. Wenn das alles gesichert ist, kann ich mir Geisterspiele vorstellen”, erklärte Geisel.

Weitere Meldungen zum Bundesliga-Neustart finden Sie auf der nächsten Seite.

Als Lanz wunden Punkt in Bundesliga-Konzept aufdeckt, würgt Watzke ihn ab

 

dom/mit dpa

 

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