Bundesregierung warnt vor Reisen nach Antwerpen | Aktuell Deutschland | DW

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Wegen einer deutlichen Zunahme der Zahl der Corona-Infektionen warnt das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen in die belgische Provinz Antwerpen mit der gleichnamigen Hafenstadt. Den entsprechenden Hinweis veröffentlichte die Berliner Behörde auf ihrer Seite im Internet. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass in Belgien seit Ende Juli sowohl die Neuinfektionen als auch die Zahl der Corona-Toten wieder steigen. Dies betreffe vor allem die bevölkerungsreichste Region Antwerpen.

Auch die Provinzregierung selbst rät von Reisen in die Region ab. Dort liegt die Zahl der Corona-Neuinfektionen derzeit über der Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Solche Regionen hat das Robert Koch-Institut in Berlin zu Risikogebieten erklärt. Das bedeutet in diesem Fall, dass nach Deutschland Einreisende aus Antwerpen in Quarantäne gehen müssen – es sei denn, sie können einen negativen COVID-19-Test vorweisen. 

Belgien I Mundschutzpflicht in Antwerpen (picture-alliance/dpa/D. Waem)

So viele Menschen in den Straßen von Antwerpen wollen auch die dortigen Behörden nicht sehen

Vor einer Woche schon hatten die Behörden der Provinz das öffentliche Leben wieder massiv zurückgefahren. In Antwerpen gelten – zunächst noch für drei Wochen – eine besonders strenge Maskenpflicht, eine nächtliche Ausgangssperre und ein nächtliches Verkaufsverbot für Alkohol. An der Nordseeküste müssen sich Urlauber und Einheimische für Strandbesuche teilweise vorher anmelden.

Das übrige Belgien wartet auf Touristen

Urlauber aus Deutschland können derzeit grundsätzlich problemlos in andere Regionen Belgiens einreisen. Am Flughafen Brüssel wird allerdings mit Wärmekameras die Temperatur aller Passagiere gemessen. Bei mehr als 38 Grad Celsius könnte die Einreise verweigert werden.

Zwei Passanten mit Schutzmasken in der Ankunftshalle des Flughafens Brüssel (AFP/K. Tribouillard)

Allen Flugpassagieren wird bei der Ankunft in Brüssel die Temperatur gemessen

Wegen der steigenden Infektionszahlen – zuletzt waren es durchschnittlich mehr als 300 pro Tag – sind allerdings auch im restlichen Belgien die Beschränkungen für die Bürger wieder verschärft worden.

Auch in anderen Ländern entwickeln sich die Fallzahlen regional unterschiedlich. Nach wochenlangem Zögern hob die Bundesregierung am Dienstag die Reisewarnung für die wichtigsten türkischen Urlaubsgebiete auf. Ende Juli sprach das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für bestimmte Regionen Spaniens aus.

se/ml (dpa, aa, afp, rtr)



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