Champions-League-Finale im Live-Stream: FC Bayern – PSG live im Internet sehen

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Den Einpeitscher für’s Giganten-Finale der großen Namen gegen Paris Saint-Germain gab der Bayern-Titan. Oliver Kahn blickte trotz einiger bedenklicher Wackler bei der mit 3:0 (2:0) im Ergebnis souverän gelösten ersten deutsch-französischen Kraftprobe des FC Bayern gegen den gestoppten Favoritenschreck Olympique Lyon mit der typischen Münchner Mia-san-mia-Attitüde auf den kommenden Sonntag (21.00 Uhr/Sky, DAZN, ZDF), wenn im Estádio da Luz von Lissabon die beste Fußball-Vereinsmannschaft Europas gekürt wird.

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  • FC Bayern gegen Paris St. Germain: Live-Stream auf DAZN
  • FC Bayern gegen PSG im Live-Stream des ZDF
  • Verfolgen Sie das Spiel im Live-Ticker von FOCUS Online (23.8., ab 21 Uhr)
  • Champions League 2019/20: Spielplan, Ergebnisse, Termine im Überblick
  • “Wir wissen natürlich, Paris ist eine absolute Hausnummer. Aber wir kennen auch unsere eigenen Stärken”, verkündete Kahn am Donnerstag, als beim Regenerieren der Münchner Triple-Anwärter im Teamquartier “Penha Longa Resort” ausnahmsweise kein Pool-Wetter herrschte. Es tröpfelte im portugiesischen Sommer bisweilen aus grauen Wolken.

    Bayerns Gnabry machte Ansage an Star-Ensemble von PSG

    Die erste Ansage an das von Trainer Thomas Tuchel zu einem Kollektiv geformte PSG-Starensemble mit den offensiven Ausnahmekönnern Neymar und Kylian Mbappé hatte am Mittwochabend Lyon-Bezwinger Serge Gnabry gemacht. Nach seinem Doppelpack verließ der Nationalstürmer das Estádio José Alvalade mit wilder Entschlossenheit. “Wir wollen das Triple unbedingt gewinnen und werden alles geben, um den Titel zu holen”, sagte der 25 Jahre alte Außenstürmer: “Das beste Team in Europa zu sein, ist ein riesiger Ansporn. Wir wollen es sein!”

    Der 23. August 2020 soll wieder ein Abend sein, an dem die Bayern Geschichte schreiben; wie 2001 beim ersten Königsklassen-Triumph mit dem Elfmeterhelden Kahn in Mailand und wie beim 2:1 im deutschen Endspiel in London gegen Borussia Dortmund 2013, dem Jahr des historischen Titel-Triples unter Trainer-Legende Jupp Heynckes. Der neue Jupp soll nun Hansi Flick heißen, der als Assistent in diese ultralange und knifflige Corona-Saison ging und nur neun Monate nach der Übernahme des Cheftrainerpostens vor der Blitzkrönung steht.

    Flick will den letzten Schritt zum Triple machen

    “Wir sind alle happy, wir sind im Finale”, sagte der 55-Jährige. Er freut sich auf das Duell mit Tuchel, dessen Arbeit bei PSG er lobt: “Er macht einen richtig guten Job. Ich habe ihn mal besucht.” Die Pariser Mannschaft funktioniere unter Tuchels Anleitung sehr gut.

    Den letzten und wohl schwierigsten Triple-Schritt will aber Flick machen. “Wir werden gucken, dass wir zu Kräften kommen, hundert Prozent Energie sammeln und dann gegen Paris mit einer Topleistung versuchen, den Titel zu gewinnen”, sagte Flick, den Kapitän Manuel Neuer rühmte: “Was ihn auszeichnet, ist auch die Ruhe gerade vor solchen Spielen, die Besonnenheit.” Alle folgen Flick, alle vertrauen in Flicks Ideen. “Egal, gegen welchen Gegner wir gespielt haben, wir waren top vorbereitet und hatten immer einen Plan”, sagte Neuer.

    Flick ist aber nicht entgangen, dass gegen Lyon Mängel auftraten, die gegen Paris tödlich sein könnten. Er monierte zu viele Ballverluste. “Klar, wenn wir gegen Paris den Ball verlieren, dann geht die Post ab über Mbappé, über Neymar. Wenn die eine Chance haben, dann knallt’s meistens”, mahnte darum auch Kahn: “Wir wissen natürlich, Paris ist eine absolute Hausnummer.” Aber der erfahrene Ex-Profi Kahn verwies auch auf die besondere “psychologische Ausgangssituation” gegen Lyon: “Jeder hat gedacht, ach ja, jetzt haben die Barcelona 8:2 weggehauen – mal gucken, wie sie Lyon weghauen. So einfach ist das nicht!”

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    Lewandoski kann sich gegen PSG selbst beschenken

    Ob Flick, Kahn oder Neuer, alle haben Vertrauen in das eigene Können, das hinter dem von PSG nicht zurückstehe. Zehn Spiele, zehn Siege, 42 erzielte Tore, das ist die Königsklassenbilanz dieser Spielzeit. 2020 sind die Double-Bayern noch ungeschlagen. “Es ist nicht so, dass nur Paris Mbappé und Neymar hat. Wir haben Lewandowski, wir haben Gnabry, wir haben Neuer”, zählte Kahn auf. Gnabry führte die Bayern als Doppel-Torschütze ins sechste Königsklassen-Finale. Den Sololauf à la Arjen Robben von rechts mit Linksschuss in den Winkel nannte Kahn “Weltklasse”. Es war für ihn das Tor des Jahres in der Königsklasse.

    Robert Lewandowski traf an einem ansonsten unglücklichen Arbeitstag am Ende doch noch zum 3:0 – das 15. Tor im laufenden Wettbewerb für den Polen, der am Freitag 32 Jahre alt wird und sich im Finale selbst beschenken kann. Und Neuer zeigte eine Weltklasseparade gegen Toko Ekambi, verhinderte nach einer guten Stunde das Anschlusstor. “Das wäre das 2:1 gewesen, da hätte es nochmal richtig gebrannt”, urteilte Ex-Keeper Kahn als Fachmann für titanenhafte Rettungstaten.

    Triple-Team der Bayern laut Neuer “besser aufgestellt” als vor sieben Jahren

    Der 34-jährige Neuer hält das mögliche Triple-Team von 2020 für “in der Breite besser aufgestellt” als die Triple-Gewinner um Robben und Ribéry 2013. In der Mannschaft gebe es nicht einen “Stinkstiefel”, so Neuer, aber dafür um so mehr extrem gierige Gewinnertypen.

    Kahn ist von Anfang an in Portugal ganz nah am Team. Der künftige Vorstandsboss hielt im Trainingslager an der Algarve sogar eine kurze Ansprache an die Mannschaft. Er glaubt fest an die Vollendung des Krönungsprojektes “Campeões de Lisboa”. Dabei setzt er auf den perfekten Mix aus erfahrenen Weltmeistern und Triple-Siegern wie Neuer, Thomas Müller und Jérôme Boateng in Kombination mit den Akteuren, die noch nicht die Champions League gewonnen haben. Einpeitscher Kahn sprach vorm Finale in Lissabon von “Jungs, die für den Henkelpott von hier zu Fuß nach München laufen würden”.

    Ex-Bayern-Kapitän Lahm: Druck nicht so enorm wie damals

    Der ehemalige Bayern-Kapitän Philipp Lahm hat die Arbeit und Herangehensweise von Trainer Hansi Flick gelobt. “Er hat gesehen, wem er wirklich vertrauen kann, wer wichtig für die Mannschaft ist”, sagte Lahm in einem Interview des ZDF via Instagram am Samstag. Lahm nannte in dem Zusammmenhang die beiden Spieler Thomas Müller und Jérôme Boateng. “Sie sind Säulen dieser Mannschaft, und das hat Hansi Flick genau richtig gemacht. Und er ist einer, der für die Spieler arbeitet, versucht ihnen vieles mitzugeben, ohne dass er im Vordergrund steht.”

    Lahm sprach einen Tag vor dem Finale der Champions League der Münchner an diesem Sonntag in Lissabon gegen Paris Saint-Germain auch über den Druck, der auf der Mannschaft des deutschen Fußball-Rekordmeisters lastet im Vergleich zu der Erwartunghaltung vor sechs Jahren, als er selbst noch im Finale gestanden hatte. “Ich würde sagen, nicht mehr so enorm”, meinte Lahm. Vier Spieler aus dem Kader hätten schon das Triple (2014) gewonnen. “Bei uns war der Druck so enorm, weil wir zwei Finals verloren hatten. Also, würde ich sagen, der Druck ist nicht mehr so hoch wie damals.”

    Lahm hatte 2010 mit den Münchnern das Finale gegen Inter Mailand verloren und zwei Jahre später im heimischen Stadion gegen den FC Chelsea. 2014 gewann er dann mit den Bayern die europäische Meisterklasse.

    Nun tippt Lahm auf ein 3:1 der Bayern gegen PSG und sprach davon, dass die Münchner vielleicht “ein Tick der größere Favorit” seien. Bayern habe eine hervorragende Rückrunde gespielt und jedes Champions-League-Spiel bisher gewonnen.

    Joachim Löw drückt die Daumen für Bayern

    Auch Joachim Löw (60) verhehlt nicht, wem er vor dem Fernseher besonders die Daumen drückt. “Dass meine Freude im Falle des Champions-League-Sieges der Bayern für Hansi Flick besonders groß ausfallen würde, wird mir Thomas Tuchel aufgrund meines speziellen und freundschaftlichen Verhältnisses zu Hansi sicher nachsehen”, sagte der Bundestrainer. Aus verständlichen Gründen: Flick (55) war von 2006 bis zum WM-Triumph 2014 Löws Assistent bei der deutschen Nationalmannschaft. “Alles andere, als dass er die Daumen für mich drückt, hätte mich schon etwas sauer gemacht”, scherzte Flick am Samstagabend in Lissabon. Die Chancen im Finale zwischen Bayern und PSG taxierte Löw übrigens auf 50:50.

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