Corona in Bayern: Biergarten bis Schule – ab heute gelten neue Regeln

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Wochenlang sind Klappstühle und Bänke in den Wirts- und Biergärten leer geblieben. Damit ist ab Montag Schluss. Auch immer mehr Schüler kehren in die Klassenräume zurück. Was sich in Bayern ab Montag und danach alles ändert. Ein Überblick:

Restaurants und Hotels in Bayern:

Wer darf ab Montag wieder öffnen?
Zunächst darf die Gastronomie im Außenbereich öffnen – also Biergärten, Wirtsgärten oder Freischankflächen. Allerdings muss schon um 20.00 Uhr zugesperrt werden. Eine Woche später dürfen die Wirte dann die Innenbereiche bis 22.00 Uhr öffnen. Beherbergungsbetriebe müssen sich voraussichtlich noch bis zum Pfingstwochenende gedulden.

Sitzt man dann alleine und mit Mundschutz am Tisch?
Nein, am Tisch darf der ansonsten vorgeschriebene Mundschutz abgelegt werden. Zudem dürfen laut Branchenverband Dehoga Personen aus zwei Hausständen beisammensitzen. Ansonsten gilt der Mindestabstand von 1,50 Metern. Das Servicepersonal muss Mundschutz tragen, in der Küche ist dies nur dann vorgeschrieben, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Kann man einfach wieder so in die Wirtschaft?
Eine Reservierung ist laut Dehoga sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich. Zudem werden eintreffende Gäste vom Personal platziert und ihre Personalien und Telefonnummern aufgenommen. Letzteres soll sicherstellen, dass im Fall des Falles Infektionsketten nachvollzogen werden können.

Ist genügend Platz?
Das wird gerade bei den Außenflächen auch vom Wetter abhängen, wie Dehoga-Landesgeschäftsführer Thomas Geppert erklärt. Auch in den Gasträumen wird es wegen des Mindestabstands wohl weniger Platz geben. Zumindest bei Freischankflächen haben Geppert zufolge einige Kommunen bereits Entgegenkommen signalisiert, wenn Wirte sie erweitern wollen. 

Sind Restaurants und Gaststätten damit gerettet?
“Wenn die Betriebe wieder an den Start gehen, ist der Überlebenskampf noch nicht beendet”, sagt Geppert. “Denn dann entstehen auch wieder Kosten, die erstmal erwirtschaftet werden müssen.”

Schulen:

Wer darf ab Montag wieder zurück in die Klassenzimmer?
Am Montag geht es auch für die unteren Klassen wieder los. Das heißt für die Erstklässler, die fünften Klassen der Mittelschulen und die fünften und sechsten Klassen an Realschulen und Gymnasien. An den Wirtschaftsschulen dürfen, je nach Art, die achte, die siebte oder auch die sechste Jahrgangsstufe zurück. Das ist dann die dritte Stufe der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts. Seit Ende April sind die Abschlussklassen wieder zurück, ihnen folgten die Schüler, die nächstes Jahr ihren Abschluss machen, sowie die vierten Klassen.

Was ist mit den anderen Schülern?
Für sie beginnt der Präsenzunterricht erst nach den Pfingstferien Mitte Juni. Für die mittleren Klassen der Grundschulen soll es laut Kultusministerium aber – je nach Möglichkeit vor Ort – ein freiwilliges pädagogisches Begleitangebot geben.

Findet der Unterricht dann wieder wie gewohnt statt?
Die Stundenpläne sind verschlankt und meist auf die Kernfächer reduziert. Oft fallen Fächer wie Sport, Musik oder Kunst aus. Der Unterricht soll zudem in geteilten Lerngruppen stattfinden, die sich wochenweise oder auch tageweise abwechseln. In Wochen ohne Präsenzunterricht sollen die Schüler dann wieder von zu Hause lernen.

Demonstrationen:

Wie geht Bayern mit Demonstrationen während der Corona-Pandemie um?
Der Freistaat will ein neues Konzept für Versammlungen in Corona-Zeiten erarbeiten. Ziel ist, auch bei Demonstrationen das Infektionsrisiko so gering wie nur möglich zu halten. Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) betont, es gebe überhaupt keinen Zweifel an dem hohen Wert des Versammlungsrechts. “Aber alle Freiheiten haben natürlich auch Grenzen: Die Grenzen sind dort, wo man andere in Gefahr bringt, wo man andere bedroht.” Hintergrund sind Demonstrationen am vergangenen Wochenende, bei denen Abstands- und andere Regeln zum Corona-Schutz nicht mehr eingehalten wurden. Wann das neue Konzept vorgestellt werden wird, steht noch nicht fest.

Masken-Pflicht:

In Bayern gilt nach wie vor eine Maskenpflicht in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein.

Urlaub:

Wie sind die Regelungen an den Grenzen?
Fünf wegen Corona geschlossene Grenzübergänge zwischen Bayern und Österreich wurden bereits am Mittwoch wieder geöffnet. An zwei weiteren Kontrollstellen wurden die Öffnungszeiten laut Bundespolizei verlängert beziehungsweise angepasst. Zudem sind elf Grenzübergänge wieder für Land- und Forstwirte passierbar. Kontrollen soll es auch weiterhin geben, ab Samstag werden sie aber vorsichtig gelockert. Bis Mitte Juni ist das Einreisen in die Nachbarländer allerdings weiterhin nur für Berufspendler oder aus “triftigen Gründen” erlaubt. Am 15. Juni soll die Grenze zwischen Österreich und Deutschland dann wieder vollständig geöffnet werden – voraussichtlich ohne Kontrollen.

“Reisehinweise” statt Reisewarnung:

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) berät am Montag mit seinen Amtskollegen aus den beliebten Reiseländern Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien in einer Videokonferenz über Möglichkeiten eines Sommerurlaubs beraten. Maas zeigte sich zuversichtlich, Wege für einen Sommerurlaub in beliebten Reiseländern zu finden. Er hoffe, dass ein Urlaub nach dem 15. Juni wahrscheinlich werde, sagte Maas am Montag im ZDF-“Morgenmagazin”. Bis Mitte Juni gilt noch eine weltweite Reisewarnung, die Maas danach in “Reisehinweise” verändern will. Dafür sollten in den nächsten Tagen Kriterien entwickelt werden.

Die “Reisehinweise” sollten den Menschen eine Entscheidungsgrundlage dafür geben, wohin sie reisen könnten und wohin vielleicht noch nicht, sagte Maas. Er wolle mit seinen europäischen Amtskollegen darüber sprechen, nach welchen Kriterien ein Sommerurlaub stattfinden könne. Es gehe um Einreise- und Quarantänebestimmungen, aber auch darum, wie ein Urlaub am Strand mit Abstandsregeln aussehen könne.  

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