Corona-Live-Ticker: Bundestag beschließt Nachtragshaushalt | Aktuell Welt | DW

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Das Wichtigste in Kürze:

– Der Bundestag beschließt einen Nachtragshaushalt Höhe von 156 Milliarden Euro

–  Spanien hat nun mehr Corona-Tote als China zu beklagen

– Prinz Charles ist positiv auf Corona getestet worden

Die Meldungen im Einzelnen – Alle Zeiten in MEZ:

15.31 Uhr – Die Corona-Pandemie ist nach Einschätzung von UN-Generalsekretär António Guterres eine “Bedrohung für die gesamte Menschheit”. Guterres startete deshalb einen weltweiten UN-Nothilfe-Aufruf zur Bekämpfung des Erregers der Lungenkrankheit Covid-19 in den ärmsten Ländern der Welt. Bis zum Jahresende sollen zwei Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) zusammenkommen.

15.06 Uhr – Der Bundestag hat einen Nachtragshaushalt zur Finanzierung der Hilfspakete in der Corona-Krise beschlossen. Vorgesehen sind darin neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro. Der Bundesrat muss den Plänen am Freitag noch zustimmen.

15.04 Uhr – In Simbabwe haben Ärzte und Krankenschwestern ihre Arbeit ungeachtet der Corona-Krise eingestellt. Als Grund nannten sie einen Mangel an Schutzkleidung für die Behandlung von Covid-19-Patienten. Das südafrikanische Land leidet bereits seit langem an Versorgungsengpässen aller Art und hat offiziell bisher drei Fälle und einen Toten gemeldet.

15.00 Uhr – Die US-Börsen haben nach der Einigung auf ein billionenschweres staatliches Konjunkturpaket abermals zugelegt. Der Dow-Jones-Index kletterte um rund drei Prozent auf 21.415 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,6 Prozent auf 7520 Punkte.

14.50 Uhr – Die EU-Seuchenschutzbehörde hält es für unwahrscheinlich, dass das Coronavirus im Sommer verschwinden wird. Mit dieser Warnung dämpft das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten Hoffnungen, dass steigende Temperaturen dem Virus den Garaus machen. Frühere Coronaviren waren in den Sommermonaten nicht aufgetreten.

14.43 Uhr – Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro wirft Regionalregierungen und Bürgermeistern vor, mit Ausgangssperren die Wirtschaft zu zerstören. “Wenn Unternehmen nicht produzieren, werden sie keine Gehälter zahlen”, twittert Bolsonaro. “Wir müssen Geschäfte öffnen und alles tun, um die Gesundheit der Alten zu erhalten.”

14.36 Uhr – Angesichts der Corona-Krise verschiebt der russische Präsident Wladimir Putin die Abstimmung über die Verfassungsreform, die ihm die Möglichkeit geben soll, nach dem Ende seiner laufenden Amtszeit im Jahr 2024 für zwei weitere Amtszeiten zu kandidieren. Das gab Putin in einer TV-Ansprache bekannt. Eigentlich sollten die Wähler 22. April über die Pläne abstimmen. Ansonsten erklärte er die kommende Woche für arbeitsftrei, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

14.24 Uhr – Die Zahl der Covid-19-Fälle in Südafrika ist auf 709 gestiegen. Gesundheitsminister Zweli Mkhize warnte zudem vor einem weiteren Anstieg der Fälle. Ab Mitternacht wird das Land eine landesweite, dreiwöchige Ausgangssperre einführen.

14:12 Uhr – Der Deutsche Bundestag hat wegen der Corona-Krise die Hürde für seine Beschlussfähigkeit gesenkt. Das Parlament kann nun Beschlüsse fassen, wenn mehr als ein Viertel seiner Mitglieder im Sitzungssaal anwesend ist, heißt es in einer Änderung der Geschäftsordnung. Im Regelfall muss mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend sein. Mit der Neuerung, die bis 30. September gilt, soll erreicht werden, dass das Parlament mit einer geringeren Zahl an Abgeordneten tagen kann, um einen größeren räumlichen Abstand zwischen den Teilnehmern zu ermöglichen.

14.07 Uhr – Zur Eindämmung der Pandemie wird Thailand bis Ende April seine Grenzen schließen. Zudem werde es Maßnahmen gegen Hamsterkäufe geben, sagte Regierungschef Prayut Chan-o-cha in einer Fernsehansprache. Die Regierung hatte zuvor angekündigt, dass ab Donnerstag der Ausnahmezustand gelten wird. In Thailand sind bisher 934 Infektionsfälle und vier Todesfälle gemeldet worden.

13.29 Uhr – In Spanien ruft die Armee die Nato-Partner im Kampf gegen die Pandemie zur Hilfe. Spanien habe Corona-Tests, Beatmungsgeräte und Schutzausrüstung angefordert, sagt Spaniens Generalstabschef Miguel Villarroya. Nach Italien ist Spanien nun das zweite Land, das China in der Opferzahl überholt hat.

13.21 Uhr – Die Staats- und Regierungschefs von neun EU-Staaten, darunter Frankreich, Italien und Spanien, fordern angesichts der Virus-Krise die Ausgabe gemeinsamer Anleihen. Notwendig sei ein “gemeinsames Schuldeninstrument”, um mehr Mittel zur Bekämpfung der Pandemie für das Gesundheitswesen und die Wirtschaft zu bekommen, heißt es in einem Schreiben an den Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel. Notwendig seien “eine ausreichende Größe und eine lange Laufzeit, um voll effizient zu sein”.

12.46 Uhr – Das Auswärtige Amt hat inzwischen gemeinsam mit den Reiseveranstaltern mehr als 150.000 im Ausland gestrandete deutsche Urlauber zurückgebracht. Ein Sprecher sagte weiter, zum Zeitpunkt der weltweiten Reisewarnung seien etwa 200.000 Deutsche im Ausland gewesen. Die Rückholung-Aktionen gingen weiter.

12.42 Uhr – Russland mobilisiert nach Abgaben des Verteidigungsministeriums im Kampf gegen das Virus sein Militär. Präsident Wladimir Putin habe für die kommenden Tage Übungen der medizinischen Spezialtruppen angewiesen, teilt das Ministerium mit. Auch nukleare, biologische und chemische Spezialeinheiten stünden bereit. In Moskau müssen die meisten Geschäfte schließen.

12.34 Uhr – Die Griechen haben wegen der Corona-Krise ihren Nationalfeiertag auf den Balkonen gefeiert – und nicht wie üblich mit Militärparaden. Am 25. März erinnert das Land an die Revolution gegen das Osmanische Reich, die an diesem Tag im Jahr 1821 begann. Regierungschef Kyriakos Mitsotakis sagte in einer Rede: “Der Feind ist jetzt die Pandemie.” Bislang starben 20 Menschen infolge des Virus. Landesweit gelten umfangreiche Ausgangsbeschränkungen.

12.11 Uhr – Am Internet-Knoten in Frankfurt am Main hat sich der Datenverkehr von Videokonferenzen während der Coronavirus-Krise verdoppelt. Durchschnittlich sei der gesamte Datenverkehr um zehn Prozent gestiegen, teilten die Betreiber des DE-CIX-Knotens mit. “Die Nutzer sind nun auch tagsüber häufiger und länger online, das merken wir stark”, berichtet Technikchef Thomas King. An Kapazitätsgrenzen stoße der Internet-Knoten aber nicht.

11.59 Uhr – In den vergangenen 24 Stunden hat Spanien 738 Todesfälle registriert. Das sei die höchste Todeszahl seit Ausbruch der Pandemie, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Die Gesamtzahl der gemeldeten Todesfälle durch das Virus stieg auf 3.434. Damit ist die Zahl höher als in China.

11.47 Uhr – Die Corona-Krise hat in Deutschland zu einer Nachfrageexplosion bei Desinfektionsmitteln, Toilettenpapier und Seife geführt. Die Nachfrage nach Seife sei in der vergangenen Woche mehr als viermal so hoch gewesen wie im Durchschnitt der vorangegangenen sechs Monate, die Nachfrage nach Toilettenpapier mehr als dreimal so hoch, meldet das Statistische Bundesamt. Die Statistiker stützten sich auf eine Auswertung digital verfügbarer Kassendaten.

11.42 Uhr – Der britische Prinz Charles ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte das Königshaus in London. Der 71-Jährige zeige leichte Symptome, heißt es. Seine Frau Camilla sei ebenfalls getestet worden, sei aber nicht infiziert.

Großbritannien Prinz charles mit Coronavirus infiziert (picture-alliance/dpa/PA-Wire/V. Jones)

Wurde positiv auf Covid-19 getestet: Prinz Charles

11.31 Uhr – Der australische Bundesstaat Westaustralien beschränkt wegen der Pandemie den Verkauf alkoholischer Getränke. Vorfälle in Verbindung mit Alkoholmissbrauch sollten in Zeiten des “Social Distancing” vermieden werden, teilte die Regierung des westlichen Bundesstaates mit. Nach den neuen Regeln darf jeder Kunde künftig wahlweise maximal eine Kiste Bier, Apfelwein oder Alkopops kaufen oder aber drei Flaschen Wein oder einen Liter Spirituosen oder Likörwein.

11.27 Uhr – In den deutschen Kliniken werden nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) derzeit rund 1000 Corona-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Insgesamt betreue man bis zu 4000 Covid-109-Patienten, sagt DKG-Präsident Gerald Gaß. Er erwarte aber in den nächsten Tagen eine deutliche Steigerung der Infektionszahlen.

11.24 Uhr – In den Niederlanden hat sich die Ausbreitung des Coronavirus nach Einschätzung des nationalen Gesundheitsinstitus deutlich verlangsamt. Man gehe im besten Fall davon aus, dass “das exponentielle Wachstum des Ausbruchs aller Wahrscheinlichkeit nach zum Stillstand gekommen ist”, sagte Jaap van Dissel vom Reichsinstitut für Gesundheit und Umwelt. Die Zahl der neuen bestätigten Fälle in den Niederlanden stieg nach seinen Angaben im Vergleich zum Vortag um 17 Prozent auf 5560.

11.08 Uhr – In dem afrikanischen Staat Mali sind die ersten Coronafälle erfasst worden. Zwei Personen seien erkrankt, teilte die Regierung mit.

10.58 Uhr – Menschenrechtler warnen vor einer Katastrophe, falls das Coronavirus die Gefängnisse des Regimes in Syrien treffen sollte. Eine Sprecherin von Amnesty International sagte, zehntausende von Gefangenen würden auf engstem Raum gehalten, was die Ausbreitung von Krankheiten begünstige. Ihnen werde zudem angemessene Nahrung, medizinische Versorgung und Belüftung verweigert.

10.48 Uhr – Gesundheitsminister Jens Spahn verweist im Bundestag darauf, dass viele Menschen den Auflagen Folge leisteten und zuhause blieben. “Diese Disziplin und dieses Verantwortungsgefühl retten jetzt Leben”, sagt er. “Die Zeit, die wir jetzt gewinnen, schützt unser Gesundheitssystem vor Überlastung.”

10.41 Uhr – Die von der Corona-Krise ausgelöste Rezessionsangst unter deutschen Spitzenmanagern ist nach Angaben des Ifo-Instituts größer als gedacht. Der Geschäftsklimaindex für März fiel von 96,0 im Februar auf 86,1 Punkte – der niedrigste Wert seit elf Jahren. “Die deutsche Wirtschaft steht unter Schock”, sagt Ifo-Präsident Clemens Fuest zu den Daten.

10.34 Uhr – Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, äußert sich zu der Tatsache, dass es in Deutschland bislang relativ wenige Tote gegeben hat. Dies liege zum Teil daran, dass von Anfang an breit getestet worden sei. Deshalb habe man den Erreger vergleichsweise früh entdecken können, und es habe viele milde Fälle gegeben. Wieler warnte aber: “Wir sind am Anfang der Epidemie.” Natürlich werde die Zahl der Todesfälle steigen. “Es ist völlig offen, wie sich diese Epidemie entwickelt.”

10.31 Uhr – Wegen der Corona-Krise wird die ursprünglich für den 21. Mai geplante Verleihung des Aachener Karlspreises an den rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis verschoben. Darauf habe sich das Karlspreisdirektorium verständigt, teilte die Stadt Aachen mit. Iohannis äußerte demnach die Hoffnung, dass rasch nach der Eindämmung der Pandemie ein euer Termin gefunden werde. Der Karlspreis gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen Europas.

10.26 Uhr – Die Regierung in Russland verzeichnet einen Rekordanstieg bei der Zahl der Corona-Infektionen. Gegenüber dem Vortag seien 163 neue Fälle bestätigt worden, heißt es. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen liege damit bei 658. Die Behörden gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus. Präsident Wladimir Putin woill sich noch im Laufe dieses Mittwochs in einer Rede an die Bevölkerung wenden.

10.10 Uhr – In Tokio sind japanischen Medienberichten zufolge mehr als 40 Corona-Infektionen gemeldet worden. Das sei der bislang größte Anstieg binnen eines Tages.

09.50 Uhr – Die Zahl der in Frankreich am Coronavirus verstorbenen Menschen ist nach Angaben des Krankenhausverbandes des Landes deutlich höher als angezeigt. Grund sei, dass die offizielle tägliche Regierungsbilanz nur jene berücksichtige, die in Krankenhäusern sterben. “Die Zunahme der offiziellen Daten ist bereits erheblich, aber die absoluten Zahlen wären zweifellos viel höher, wenn wir zusammenfassen würden, was in Seniorenheimen passiert und wieviele Menschen zuhause sterben”, sagte Frederic Valletoux, Präsident des französischen Krankenhausverbandes, im France Info Radio.

09.18 Uhr – Die Coronavirus-Pandemie ist nun auch im Bürgerkriegsland Libyen angekommen. Es sei “eine erste Ansteckung mit dem Coronavirus in Libyen” zu verzeichnen, teilte der Gesundheitsminister der von der UN anerkannten Einheitsregierung in Tripolis, Ehmed Ben Omar, mit. Der Chef des Nationalen Zentrums für Seuchenkontrolle, Badreddin al-Nadschar, sagte, der Patient sei vor einer Woche aus Saudi-Arabien via Tunesien nach Libyen zurückgekehrt. Die Risiken durch die Corona-Pandemie sind in dem nordafrikanischen Land besonders besorgniserregend. Durch den Bürgerkrieg ist das öffentliche Gesundheitssystem extrem geschwächt.

09.09 Uhr –  “Wir erleben eine Krise, die in der Geschichte der Bundesrepublik ohne Vorbild ist”, sagt Bundesfinanzminister Olaf Scholz zu Beginn der Bundestagsdebatte über das Hilfspaket. Sie zeige, wie verletzlich jeder sei. “Das was wir jetzt brauchen, ist Solidarität.” Deutschland stehe auch an der Seite seiner europäischen Partner. “Das ist keine Sache für uns allein. Wir stehen zusammen.”




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