Corona-Live-Ticker: Neue Staatshilfen für Condor | Aktuell Welt | DW

0
123
Werbebanner

Zunächst das Wichtigste in Schlagzeilen: 

  • Russland überholt China bei COVID-Fallzahlen
  • Der Ferienflieger Condor erhält neue Staatshilfen
  • In Australien wird eine neue Corona-Tracing-App sehr rege heruntergeladen

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MESZ 

10:19 Uhr – Behörden melden weiter eine rasante Ausbreitung in Russland: Laut dem Moskauer Krisenzentrum erhöhte sich die Zahl bestätigter Infektionen binnen eines Tages um 6198 auf 87.147 Fälle. Die Zahl der Toten stieg um 50 auf 797. Mit der jüngsten Meldung hat Russland nun auch China überholt: Dort wurden bislang 82.830 Infektionen gemeldet, inzwischen steigen die offiziellen Zahlen nur sehr langsam.

09.41 Uhr – Nach offiziellen Angaben haben sich in Australien innerhalb von weniger als 24 Stunden bereits mehr als zwei Millionen Bürger die Tracing-App des Landes auf ihr Handy geladen. Das am Sonntag veröffentlichte Programm soll helfen, Kontakte zu Corona-Infizierten aufzuspüren. Die App COVIDsafe steht wegen Datenschutzbedenken in Australien in der Kritik. Eine gesetzliche Regelung, wer die Daten nutzen darf und wer nicht, soll nun schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden.

09.15 Uhr – Der Einsatz von Überwachungstechnologie in Israel war laut einer Entscheidung des Höchsten Gerichts illegal. Der Inlandsgeheimdienst Schin Bet darf erst dann wieder die Handydaten erkrankter Personen auswerten, wenn eine entsprechende Gesetzgebung initiiert werde, hieß es in dem Urteil. Die Entscheidung soll am Donnerstag in Kraft treten. Die Überwachungstechnologie dient ansonsten der Terrorbekämpfung. Der Geheimdienst argumentierte, das Virus stelle eine ernste Bedrohung der nationalen Sicherheit Israels dar. Deshalb überwachte er vor allem die Mobiltelefone von Kranken, um zu überprüfen, mit wem sie vor der Diagnose in Kontakt waren. Diese Personen wurden dann per SMS gewarnt und in Quarantäne geschickt.

09.00 Uhr – Der angeschlagene deutsche Ferienflieger Condor bekommt neue Staatshilfen. Die EU-Kommission erteilte angesichts der Corona-Pandemie die Genehmigung für ein Kreditprogramm der Bundesregierung in Höhe von insgesamt 550 Millionen Euro. Davon werden 256 Millionen zur Refinanzierung eines staatlichen Überbrückungskredits genutzt, mit dem die Bundesregierung der Airline im Herbst zur Seite gesprungen war: Die Pleite des Mutterkonzerns Thomas Cook hatte Condor in Finanznöte gebracht. Eine geplante Übernahme durch den Mutterkonzern der polnischen Linie LOT war kürzlich an der Corona-Krise gescheitert.

07:35 Uhr – Mehrere schwedische Restaurants müssen nun doch wegen des Coronavirus vorübergehend geschlossen bleiben. In der Hauptstadt Stockholm wurden fünf Lokale von den Behörden dicht gemacht, weil Vorgaben für den Abstand zwischen den Gästen missachtet worden seien, begründeten die städtischen Gesundheitsdienste die Maßnahme.

Schweden Stockholm | Coronavirus | Bars geöffnet (picture-alliance/AP Photos/TT News Agency/A. Lorestani)

Die meisten schwedischen Restaurants und Bars sind weiter offen – unter Auflagen für Hygiene und Mindestabstand

06.53 Uhr – In den chinesischen Metropolen Shanghai und Peking gehen Zehntausende Jugendliche ab sofort wieder zum Unterricht. Die Schulen waren monatelang geschlossen. In Shanghai kehrten zunächst Mittel- und Oberschüler in die Klassenzimmer zurück, in der Hauptstadt Peking nur Oberstufenschüler. Sie sollen sich auf die wichtige Aufnahmeprüfung für die Universität vorbereiten.

06.11 Uhr – In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) binnen eines Tages um 1018 auf 155.193 gestiegen. Zudem seien weitere 110 Menschen gestorben. Das ist ein geringerer Anstieg, als tags zuvor. Etwa 114.500 an COVID-19 Erkrankte seien inzwischen genesen, das sei ein Plus von ungefähr 2500 im Vergleich zum Vortag, so das RKI.

05.31 Uhr – Die japanische Notenbank hat weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft beschlossen. Wie die Bank of Japan mitteilte, sollen unter anderem mehr Staatsanleihen und Unternehmenspapiere gekauft werden. Angekündigt wurde die Ausweitung des Programms auf ein Volumen von 20 Billionen Yen (rund 171 Milliarden Euro). Bislang hatten die Maßnahmen einen Umfang von sieben Billionen Yen. Die Notenbank bekräftigte zudem, im Zweifel unbegrenzt Staatsanleihen aufzukaufen.

05.30 Uhr Bundeskanzlerin Angela Merkel ist nun offenbar bereit, regional verschiedene Corona-Maßnahmen in Betracht zu ziehen. Bei der gemeinsamen Überprüfung der Maßnahmen mit den Ländern am kommenden Donnerstag “muss auch berücksichtigt werden, dass die Epidemie sich in Deutschland nicht gleichmäßig ausbreitet, sondern die Lage regional unterschiedlich sein kann”, schreibt Kanzleramtschef Helge Braun in einer Zwischenbilanz für die Koalitionsabgeordneten, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das könne bedeuten, so Braun, dass Beschränkungen in bestimmten Regionen aufrechterhalten oder Lockerungen wieder verschärft werden müssen.

05.00 Uhr – Die Menschen in Deutschland haben zu Beginn der Corona-Krise mehr Bargeld gehortet. Der Bargeldumlauf im Euroraum stieg im März um fast 100 Milliarden Euro oder acht Prozent, wie aus einer Analyse des Beratungsunternehmens Barkow Consulting hervorgeht. Verglichen mit der Entwicklung im Januar und Februar lasse sich ein “Corona-Sondereffekt” von etwa 30 Milliarden Euro ausweisen. Davon entfielen etwa 20 Prozent beziehungsweise sechs Milliarden Euro auf Privathaushalte in Deutschland.

04.07 Uhr – Von diesem Montag an ist im Nahverkehr in ganz Deutschland und fast überall auch in Geschäften das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung vorgeschrieben. Eine medizinische Maske ist nicht nötig – auch Schals oder Tücher können benutzt werden. Kleine Kinder sind von der Tragepflicht in der Regel ausgenommen.

04.03 Uhr – Unter strengen Auflagen gehen die Arbeiten an der Pariser Kathedrale Notre-Dame weiter. Sechs Wochen hatten die Arbeiten Corona-bedingt geruht. Präsident Emmanuel Macron will trotz der Pandemie an dem Ziel festhalten, die Kathedrale binnen fünf Jahren wieder aufzubauen. Ein Feuer hatte die frühgotische Kirche am 15. April 2019 schwer beschädigt.

03.49 Uhr – US-Präsident Donald Trump hat Medienberichte über die Absetzung von Gesundheitsminister Alex Azar zurückgewiesen. Er twitterte: “Alex leistet hervorragende Arbeit.” Das “Wall Street Journal” und “Politico” berichteten zuvor, der Frust über den Gesundheitsminister wachse. Ihm werde vorgeworfen, bei der Handhabung der Coronavirus-Pandemie Fehler gemacht zu haben. 

USA | Washington | Trump äußert sich über das Coronavirus (picture-alliance/Captital Pictures/MPI/RS)

US-Präsident Donald Trump und sein Gesundheitsminister Alex Azar (r.) Anfang April vor dem Presse-Briefing zur Pandemie

03.45 Uhr – Nach fast eineinhalb Monaten Zwangspause in der Corona-Krise fährt der VW-Konzern an diesem  Montag die Autoproduktion auch in der Wolfsburger Zentrale wieder langsam an. Im sächsischen Zwickau, wo das neue E-Modell ID.3 gefertigt wird, sowie bei den SUVs und Kleinwagen in Bratislava (Slowakei) hatte das Unternehmen kürzlich schon mit dem Neustart begonnen.

03.00 Uhr – Der nordrhein-westfälische Familienminister Joachim Stamp plädiert für einen größeren Spielraum der Länder bei der Öffnung von Kitas. “Wir haben regional unterschiedliche Entwicklungen der Pandemie, auf die müssen wir auch regional unterschiedlich reagieren können”, sagte der FDP-Politiker vor der an diesem Montag geplanten Familienministerkonferenz.

02.00 Uhr – Sechs Wochen nach dem Lockdown öffnen an diesem Montag in der Schweiz wieder Friseurgeschäfte, Kosmetik- oder Nagelstudios sowie Baumärkte und Gartencenter. Ärzte und Physiotherapeuten können ihre Praxen auch für nicht dringende Termine öffnen, Krankenhäuser dürfen wieder aufgeschobene Eingriffe vornehmen. Maskenpflicht besteht in der Schweiz nicht, es gelten aber strenge Hygieneauflagen. Schulen sollen in zwei Wochen wieder öffnen. 

Schweiz Wiedereröffnung nach dem Lockdown ab Montag, 27. April (picture-alliance/KEYSTONE/A. Anex)

Mitarbeiter eines Gartencenters bereiten sich im schweizerischen Ostermundigen auf die Wiedereröffnung vor

01.34 Uhr – Baseball in New York noch in diesem Sommer ist für Gouverneur Andrew Cuomo nicht völlig ausgeschlossen. “Seid kreativ. Versucht es herauszufinden”, sagte der Regierungschef des am stärksten von der Corona-Krise betroffenen US-Bundesstaats. Zur Diskussion stehen aber nur Spiele ohne Zuschauer.

01.32 Uhr – Microsoft-Gründer Bill Gates hat Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihre Anstrengungen in der Corona-Krise gelobt. Merkel versuche, eine Führungsfigur und eine klare Stimme in Deutschland zu sein, sagte Gates der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. Der amerikanischen Regierung warf Gates schwere Versäumnisse im Umgang mit der Pandemie vor.  

01.17 Uhr –  In Stockholm sind mehrere Bars und Restaurants vorübergehend von den Behörden geschlossen worden. In den fünf Lokalen seien die Vorgaben für den Mindestabstand zwischen den Gästen missachtet worden, hieß es zur Begründung. In Schweden gibt es keine Ausgangsbeschränkungen. Lokale, Geschäfte und die meisten Schulen sind geöffnet.

00.55 Uhr – Nach überstandener COVID-19-Erkrankung nimmt der britische Premierminister Boris Johnson an diesem Montag die Amtsgeschäfte wieder auf. Er leitet zunächst eine Sitzung mit mehreren Ministern, bei der es um das weitere Vorgehen im Kampf gegen das Coronavirus gehen wird. 

00.41 Uhr – Die Deutsche Bank hat trotz der Corona-Pandemie im ersten Quartal einen Gewinn verbucht. Vor Steuern habe der Konzern ein Gewinn von 206 Millionen Euro geschrieben, teilte Deutschlands größtes Geldhaus mit. Nach Steuern seien es 66 Millionen Euro gewesen. Analysten hatten dagegen einen Verlust vor Steuern von fast 269 Millionen Euro erwartet.

00.15 Uhr – In der Diskussion über einen Sommerurlaub trotz Corona-Krise stellt Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg klar, dass sein Land bei der Öffnung für ausländische Gäste keine unabgestimmten Alleingänge plant. Grenzüberschreitender Tourismus werde “nur vorsichtig und Schritt für Schritt wieder möglich sein”, sagte er der “Bild”-Zeitung weiter.

00.02 Uhr – Der europäische Flugzeugbauer Airbus bereitet seine Mitarbeiter wegen der Corona-Pandemie auf Stellenstreichungen und tiefergreifende Sparmaßnahmen vor. In einem internen Schreiben an die 135.000 Angestellten warnt Vorstandschef Guillaume Faury, das Überleben von Airbus stehe auf dem Spiel, wenn der Konzern nicht sofort reagiere. Airbus habe in den vergangenen Wochen etwa ein Drittel seines Geschäfts verloren.

ehl/AR/ack/se/wa (alle agenturen, rki, jhu)



[Coustom ad_2]
Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

Krypto-Nachrichten ist ein RSS-Nachrichtendienst und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unser Nachrichtenportal soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.

Werbebanner

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

acht + 8 =