Corona-Live-Ticker vom 1. April: Mehr als 4000 Tote in den USA | Aktuell Welt | DW

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9.15 Uhr – In den USA ist die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus auf über 4000 gestiegen. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität hat sich die Zahl der Todesopfer innerhalb von vier Tagen mehr als verdoppelt. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle stieg danach auf knapp 190.000 – dies ist die weltweit höchste Zahl an Ansteckungen. Die US-Regierung rechnet laut einer jüngsten Schätzung inzwischen damit, dass bis zu 240.000 Menschen im Land an dem neuartigen Erreger sterben könnten.

9.07 Uhr – Die Niederlande haben die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie bis zum 28. April verlängert. “Wir haben es noch lange nicht geschafft», warnte Premier Mark Rutte. Schulen, Museen, Restaurants und Cafés bleiben geschlossen, öffentliche Veranstaltungen verboten. Bürger sollen soweit es geht, zu Hause zu bleiben.

8.44 Uhr  Saudi-Arabien appelliert an Muslime in aller Welt, vorerst keine Vorbereitungen für die Pilgerfahrt nach Mekka in diesem Sommer zu treffen. Zunächst müsse das Ausmaß der Folgen der Coronavirus-Pandemie klarer werden, sagte der für die Wallfahrt Hadsch zuständige Minister Muhammad Saleh bin Taher Banten der staatlichen Nachrichtenagentur SPA.

8.31 Uhr – Taiwan will zehn Millionen Schutzmasken an die am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder spenden. Die Inselrepublik werde sieben Milionen Masken in elf europäische Länder schicken, darunter Italien, Spanien und Deutschland, bestätigte das Außenministerium in Taipeh der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die USA werden demnach zwei Millionen Masken erhalten.

8.22 Uhr  Eine starke Nachfrage nach Waren des täglichen Bedarfs hat den deutschen Einzelhändlern zu Beginn der Corona-Krise einen Umsatzsprung beschert. Ihre Einnahmen wuchsen im Februar um 7,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und damit so kräftig wie seit knapp anderthalb Jahren nicht mehr, wie das Statistische Bundesamtmitteilte.

8.06 Uhr – Trotz der Grenzschließungen will Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner ausländischen Erntehelfern den Weg nach Deutschland ebnen. “Wir werden auf Saisonarbeitskräfte nicht verzichten können“, sagte die CDU-Politikerin in der ARD. Auf EU-Ebene gibt es seit Montag Bestrebungen, Erntehelfer ebenfalls als systemrelevant einzustufen.

7.48 Uhr – In China ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen im Vergleich zum Vortag wegen einer neuen Zählweise wieder gestiegen. Wie aus den Daten der Pekinger Gesundheitskommission hervorgeht, wurden erstmals auch solche Menschen in die offizielle Statistik aufgenommen, die zwar positiv auf das neue Virus getestet wurden, aber keine Symptome zeigten. Laut der Kommission gab es im Vergleich zum Vortag 130 neue Nachweise dieser Art. 

Die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans (Foto: picture-alliance/dpa/M. Kappeler)

Die SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans: Für Corona-Bonds und Vermögensabgabe

7.30 Uhr – In den Streit um die Corona-Bonds kommt möglicherweise Bewegung. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans erklärte im Deutschlandfunk, er sei dafür, “diesen Weg offenzulassen”. Er verwies darauf, dass Europa “im Moment ein Problem mit der Solidarität habe”. Vor allem das hochverschuldete Italien dringt auf die Schaffung von Corona-Bonds, um von günstigeren Zinsen profitieren zu können. Die Bundeskanzlerin lehnt das bislang ab.

7.00 Uhr – Die “Financial Times” hat einem gemeinsamen Namensartikel von fünf Staatschefs veröffentlicht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine vier Kollegen rufen darin zur Bildung einer “globalen Allianz“ gegen die Coronavirus-Pandemie auf. Der Text ist außerdem von Jordaniens König Abdullah II., der Präsidentin Singapurs, Halimah Yacob, der Präsidentin Äthiopiens, Sahle-Work Zewde und vom Präsidenten Ecuadors, Lenin Moreno Garces, unterzeichnet.

6.58 Uhr –  Die deutschen Sozialdemokraten ziehen zur Bewältigung der finanzpolitischen Folgen der Corona-Krise eine Vermögensabgabe in Erwägung. Eine einmalige Abgabe durch besonders wohlhabende Bürger sei “eine der Möglichkeiten, die Staatsfinanzen nach der Krise wieder in Ordnung zu bringen”, betonte SPD-Chefin Saskia Esken. Eine “faire Lastenverteilung” könne für die SPD nur bedeuten, “dass sich die starken Schultern in Deutschland auch stark beteiligen”.

6.25 Uhr – In Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Zahl der bestätigten Infektionen auf 67.366 gestiegen. Insgesamt seien bislang 732 Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Im Vergleich zum Vortag wurden 5453 Neuinfektionen gemeldet. Die Zahl der Todesopfer stieg um 149.

Der US-Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt (Foto: picture-alliance/dpa/AP/B. Marquez)

Der US-Flugzeugträger “USS Theodore Roosevelt”

5.41 Uhr – Trotz Alarms durch den Kapitän eines US-Flugzeugträgers, auf dem sich das Coronavirus ausgebreitet hat, hat Verteidigungsminister Mark Esper die Evakuierung des Schiffs verweigert. Der Punkt, an dem die “USS Theodore Roosevelt” evakuiert werden müsse, sei nicht erreicht, sagte Esper im US-Sender CBS. Stattdessen würden zusätzliches medizinisches Personal und weitere Test-Sets auf das Schiff geschickt. Niemand auf dem Flugzeugträger sei “ernsthaft krank”, betonte Esper. Kapitän Brett Crozier hatte hingegen in einem Brief Alarm geschlagen und um die Evakuierung des Schiffs mit mehr als 4000 Besatzungsmitgliedern gebeten. 

5.35 Uhr –  Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat seinen Ton im Hinblick auf das Coronavirus geändert, nachdem er es wochenlang heruntergespielt und Einschränkungen des öffentlichen Lebens kritisiert hatte. “Das Virus ist eine Realität. Wir stehen vor einer der größten Herausforderungen unserer Generation”, sagte Bolsonaro in einer Fernsehansprache – der vierten zur Corona-Krise, in der er sich ungewohnt empathisch gab. Erneut betonte der Staatschef, dass er sich Sorgen um das Leben und auch um den Erhalt der Arbeitsplätze mache. Das Mittel gegen die Pandemie könne jedoch nicht schlimmer sein als deren Auswirkungen.

Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro: Das Virus ist eine Realität (Foto: Reuters/U. Marcelino)

Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro: “Das Virus ist eine Realität”

5.17 Uhr Kalifornien will wegen der Corona-Krise vorzeitig bis zu 3500 Häftlinge aus den Gefängnissen entlassen. Nach Mitteilung der Gefängnisbehörde haben sich nachweislich vier Insassen und 25 Angestellte mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert. Zur Entlastung der Anstalten wolle man unter anderem Inhaftierte mit geringen Reststrafen auf Bewährung freilassen. Ausgenommen seien Gefangene, die wegen Gewaltverbrechen, häuslicher Gewalt oder Sexualstraftaten einsäßen. Mit mehr als 120.000 Insassen sind die Gefängnisse in dem US-Westküstenstaat stark überfüllt.

mm/ml/sti (afp, ap, dpa, rtr, epd, kna, sid) 




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