Corona-Live-Ticker vom 10. April: Bundesaußenminister Maas stellt sich gegen US-Präsident Trump | Aktuell Welt | DW

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Dieser Ticker ist nun geschlossen – hier noch einmal die Ereignisse vom Karfreitag zum Nachlesen

Das Wichtigste in Schlagzeilen: 

  • Außenminister Maas verteidigt Weltgesundheitsorganisation gegen Trump-Kritik
  • Großbritannien meldet 980 Tote an einem Tag
  • In Istanbul werden die Intensivbetten knapp

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MESZ

23.27 Uhr – In Frankreich ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit COVID-19 auf rund 13.200 gestiegen. Die französischen Behörden melden 987 neue Todesopfer. Zuletzt wurden dort vor allem verstärkt Todesfälle in Altenheimen registriert.

23.12  Uhr – Die Coronavirus-Krise stellt US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben vor die größte Entscheidung seines Lebens. Es werde eine bedeutende Entscheidung sein, wann und wie das Land wieder zur Normalität zurückkehren könnte, machte Trump bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus deutlich. Er kündigte an, voraussichtlich am Dienstag ein Expertengremium vorzustellen, das über die Öffnung des Landes beraten soll. 

22.46 Uhr – Die Gesundheitsbehörden und das Heimatschutzministerium in den USA rechnen laut “New York Times” mit 200.000 Todesopfern, falls die Ausgangsbeschränkungen wie geplant nach nur 30 Tagen aufgehoben werden. Die Pandemie werde dann im Sommer ihren Höhepunkt erreichen, heißt es weiter. Präsident Donald Trump erklärte kürzlich, die Infektionsrate nähere sich schon jetzt ihrem Höhepunkt. Es werde weniger als 100.000 Todesopfer geben.

USA Coronavirus US-Präsident Donald Trump (picture-alliance/CNP/AdMedia/J. LoScalzo)

US-Präsident Donald Trump will möglichst schnell die Wirtschaft wieder voll anwerfen

22.34 Uhr – Die Quarantäne in den österreichischen Ski-Orten Ischgl und Sankt Anton wird um zwei Wochen verlängert. Tests hätten ergeben, dass das Virus dort noch immer weit verbreitet sei, teilte das Bundesland Tirol mit. Als die Quarantäne am 13. März verhängt wurde, durften ausländische Touristen beide Orte noch verlassen. Es wird davon ausgegangen, dass Hunderte Corona-Fälle außerhalb Österreichs auf diesen Infektionsherd zurückgehen.

22.15 Uhr – Auch Bulgarien verlängert im Kampf gegen das Coronavirus die bestehenden Einschränkungen. Bis zum 13. Mai dürfen die Menschen dort die Hauptstadt Sofia und die anderen 26 Regionalzentren ohne Passierschein und triftigen Grund nicht verlassen. Nur Lebensmittelläden, Apotheken, Banken und Tankstellen haben geöffnet.

21.45 Uhr – Die italienische Regierung verlängert die strikten Ausgangsbeschränkungen für die 60 Millionen Bürger um rund drei Wochen bis zum 3. Mai. Das kündigte Ministerpräsident Giuseppe Conte an. Die Maßnahmen gelten seit dem 10. März und waren bislang bis zum Ostermontag angeordnet. Die Italiener dürfen seither nur das Haus verlassen, wenn sie zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen müssen.

21.25 Uhr – Der an COVID-19 erkrankte britische Premierminister Boris Johnson hat nach seiner Verlegung auf eine normale Krankenstation erste Gehversuche unternommen. Das teilte ein Regierungssprecher mit. Der 55-Jährige befinde sich in der “frühen Phase” seiner Genesung. Johnsons Vater sagte, sein Sohn sei noch nicht “über den Berg”.

21.29 Uhr – Die türkische Regierung hat wegen der Corona-Krise bis Montagfrüh 00.00 Uhr ein Ausgangsverbot in 31 Städten verhängt. Betroffen sind die größte Stadt des Landes, die Millionenmetropole Istanbul, die Hauptstadt Ankara sowie die Großstädte Izmir und Antalya. Ob und
inwieweit es Ausnahmen gibt, war zunächst unklar. Die Türkei hat bisher rund 47.000 Infektionsfälle und 1006 Tote gemeldet.

20.29 Uhr – Der italienische MinisterpräsidentGiuseppe Conte hat die Vereinbarung der Euro-Finanzminister für ein Rettungspaket als “noch unzureichend” kritisiert. Italien werde sich weiter für gemeinschaftliche Schulden in Form von Eurobonds einsetzen, sagte der Regierungschef. 

20.14 Uhr – Die US-Technologieriesen Google und Apple wollen in der Corona-Krise den Einsatz von Tracking-Apps erleichtern. Es gehe darum “Staaten und Gesundheitsbehörden dabei zu helfen, die Verbreitung des Virus einzudämmen”, teilten die beiden Konzerne mit.

19.47 Uhr Weltweit sind nach Angaben von US-Experten bereits mehr als 100.000 Menschen an den Folgen der Corona-Pandemie gestorben. Das geht aus Daten der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität hervor. Die Universität aktualisiert ihre Statistiken häufiger als die Weltgesundheitsorganisation (WHO). 

18.21 Uhr – Großbritannien hat erstmals mehr Todesfälle an einem einzigen Tag durch das Coronavirus verzeichnet als Italien. Es seien 980 neue Todesfälle gemeldet worden, sagte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock. Italien hatte an seinem bislang schlimmsten Tag am 27. März 969 Sterbefälle erfasst.

Großbritannien Coronavirus Matt Hancock (Getty Images/P. Summers)

Der britische Gesundheitsminister Hancock muss traurige Zahlen vermelden

18.01 Uhr – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einer verfrühten Lockerung der Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Dies könne zu einem “tödlichen Wiederaufleben” des
Virusausbruchs führen, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus vor Journalisten. In einigen Ländern Europas wie Italien, Deutschland, Spanien und Frankreich sei eine “erfreuliche
Verlangsamung” der Ansteckungen festzustellen. Dagegen gebe es eine “alarmierende Beschleunigung” in anderen, vor allem afrikanischen Ländern.

16.50 Uhr – Die Mehrheit der Deutschen hält die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen für angemessen oder sogar für zu großzügig. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Forschungsinstituts YouGov, berichtet die Funke Mediengruppe. Demnach sprechen sich 79 Prozent der Bürger klar gegen eine übereilte Lockerung der Sicherheitsauflagen aus.

16.31 Uhr – Das österreichische Bundesland Tirol verlängert die Quarantäne für das Paznauntal mit den Orten Ischgl und Galtür sowie für St. Anton am Arlberg um zwei Wochen bis zum 26. April. Das sei die alternativlose Konsequenz aus jüngsten Tests, sagte Landeschef Günther Platter. Bei fast 3000 Tests binnen eines Tages habe sich herausgestellt, dass bei bis zu 19 Prozent der untersuchten Menschen das Coronavirus nachweisbar gewesen sei. Die Entscheidung sei “sehr dramatisch” für die Betroffenen, die bereits rund vier Wochen von der Außenwelt isoliert lebten, meinte Platter. 

16.30 Uhr – Der Chef des Weltfussballverbandes FIFA, Gianni Infantino, warnt vor einer verfrühten Wiederaufnahme der Spiele. Dies wäre verantwortungslos. “Kein Spiel, kein Wettkampf, keine Liga ist es wert, auch nur ein einziges Menschenleben zu riskieren”, sagte der Präsident des 211 Mitglieder zählenden Verbandes.

16.15 Uhr – Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich für eine Stärkung der Weltgesundheitsorganisation als Konsequenz aus der Corona-Krise ausgesprochen und sich damit gegen US-Präsident Donald Trump gestellt. “Die WHO spielt eine unverzichtbare Rolle in dieser Pandemie. Wir müssen sie jetzt stärken, unterstützen und sie dann für die Zukunft noch besser als bisher aufstellen”, erklärte Maas in Berlin. Trump hatte gesagt, die WHO habe es in der Corona-Krise “wirklich vermasselt”. Sie sei unter anderem zu sehr auf China ausgerichtet und habe den USA zu Beginn der Krise falsche Empfehlungen gegeben. Der US-Präsident drohte der in Genf ansässigen wichtigsten Sonderorganisation der Vereinten Nationen im Gesundheitsbereich mit einem Stopp von Beitragszahlungen. 

16.12 Uhr – Die spanische Regierung empfiehlt ab sofort allen Bürgern wegen der Corona-Pandemie in öffentlichen Verkehrsmitteln Masken zu tragen. Das sei bei einer Sitzung des Ministerrats beschlossen worden, teilte Gesundheitsminister Salvador Illa mit. Besonders wichtig sei dabei, die Masken ordnungsgemäß zu verwenden, damit sie wirksamen Schutz bieten, und gleichzeitig nicht andere Hygienemaßnahmen wie das Händewaschen zu vernachlässigen, so Illa. Soweit möglich sollen Masken ab kommender Woche etwa in U-Bahn-Stationen oder Bahnhöfen zugänglich gemacht werden. Nach Ostern gehen viele Spanier erstmals wieder zur Arbeit. 

16.03 Uhr – Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat erneut das Einhalten der Kontaktregeln gegen die Verbreitung des Coronavirus gefordert. “Wir erleben Ostertage wie wir sie noch nie hatten”, sagte Laschet in einer per Twitter verbreiteten Videobotschaft. Das Zusammensein mit Familie und Freunden und andere liebgewordene Traditionen könnten in diesem Jahr nicht stattfinden. “Wir schützen und retten Leben mit unserem Verhalten und mit dem Einhalten des Kontaktverbots”, sagte Laschet. Nur so seien die Infektionen einzudämmen und Zeit zu gewinnen, um die Kurve abzuflachen. 

 

15.19 Uhr – Die Zahl erfasster Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19 ist in Belgien binnen eines Tages um 325 gestiegen. Hinzu kamen in der jüngsten Statistik 171 Todesfälle in Pflegeheimen aus der Zeit vom 18. bis 31. März, wie das zuständige Krisenzentrum mitteilte. Die Gesamtzahl liegt nun bei 3019 Todesfällen. Belgien hat nur elf Millionen Einwohner. 

15.01 Uhr – In der türkischen Millionenmetropole Istanbul werden angesichts der Verbreitung der Lungenkrankheit COVID-19 die Betten auf Intensivstationen knapp. “In Istanbul gibt es 4600 Intensivbetten und in nur zwei bis drei Tagen waren bereits 80 Prozent davon belegt”, sagte der Chef der Türkischen Ärztevereinigung TTB, Sinan Adiyaman, der Deutschen Presse-Agentur. Es sei bekannt, dass es in Istanbul sehr viele Patienten gebe. In der vergangenen Woche waren 60 Prozent aller Fälle der Türkei dort gemeldet worden.

14.58 Uhr – Der coronaerkrankte italienische Kardinal Angelo De Donatis ist am Karfreitag als geheilt aus der römischen Gemelli-Klinik entlassen worden. Das teilte das Bistum Rom mit. Der 66-Jährige, der als Kardinalvikar den Papst im Bistum Rom vertritt, war am 30. März eingeliefert worden. Er war der erste Kardinal der katholischen Weltkirche mit einer festgestellten Corona-Infektion. De Donatis setze seine Erholung zu Hause fort, hieß es weiter. 

14.40 Uhr – In Südkorea ist nach Angaben von Behörden bei 91 von einer Coronavirus-Infektion genesenen Menschen die Krankheit COVID-19 erneut ausgebrochen. Der Direktor des Koreanischen Zentrums für Krankheitsbekämpfung KCDC, Joeng Eun-kyeong, erklärt, es sei eher wahrscheinlich, dass das Virus “reaktiviert” worden sei, als dass es sich um Neuinfektionen handele.

14.02 Uhr – Dem britischen Premierminister Boris Johnson geht es nach der Verlegung von der Intensivstation in ein normales Krankenzimmer gut. Er beginne jetzt seine Rekonvaleszenz und werde auf den Rat seiner Ärzte hören, sagte sein Sprecher auf die Frage, wann er die Regierungsgeschäfte wieder aufnehmen werde.

14.02 Uhr – EU-Ratschef Charles Michel hat für den 23. April einen Video-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs einberufen, um das von den Finanzministern vereinbarte Rettungspaket in der Corona-Krise voranzubringen. Dies teilte Michel mit. Die Vereinbarung der Eurogruppe vom Donnerstagabend sei ein wichtiger Durchbruch. Nun gehe es darum, auch die Basis für eine robuste Erholung der Wirtschaft nach der Corona-Pandemie zu legen.

13.58 Uhr – 50 Besatzungsmitglieder des französischen Flugzeugträgers “Charles de Gaulle” sind positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Drei von ihnen seien “vorsichtshalber” in ein Krankenhaus der südfranzösischen Hafenstadt Toulon mit dem Hubschrauber geflogen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Paris mit. Es sei zunächst aber “keine Verschlechterung des Gesundheitszustands der Seeleute an Bord”, festgestellt worden. Wie das Virus auf das Schiff gelangte, ist noch unklar.

Französischer Flugzeugträger Charles de Gaulle (picture-alliance/dpa/Marine Nationale)

Wie das Coronavirus die Soldaten auf dem Flugzeugträger “Charles de Gaulle” infizieren konnte, ist unklar

13.54 Uhr – In der russischen Hauptstadt Moskau gibt es immer mehr mit dem Coronavirus infizierte Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf. Die Zahl der Menschen, die mit einer Lungenentzündung in ein Krankenhaus eingeliefert wurden, habe sich innerhalb einer Woche auf 5500 mehr als verdoppelt, sagte die Vize-Bürgermeisterin Anastassija Rakowa in Moskau der Staatsagentur Tass zufolge. In den Kliniken Moskaus werden ihren Angaben zufolge mehr als 6500 Patienten mit dem Virus behandelt. In Russland sind mit Stand Freitag mehr als 11.900 Corona-Fälle gemeldet worden. 94 mit dem Virus SARS-CoV-2 infizierte Menschen starben demnach bislang.

13.44 Uhr – In einem Autokino haben mehrere Hundert Christen in Düsseldorf trotz der Corona-Krise einen Karfreitags-Gottesdienst besucht. Nach Angaben des Kinobetreibers waren Besucher in rund 400 Autos auf den Parkplatz an der Messe der Landeshauptstadt gekommen. Per Autoradio konnten sie die ökumenische Feier verfolgen. Gehalten wurde der Gottesdienst vom evangelischen Pfarrer Heinrich Fucks und Pfarrer Frank Heidkamp für die katholische Kirche. 

13.25 Uhr – Der Seuchen-Experte der US-Regierung, Anthony Fauci, warnt vor einer voreiligen Lockerung der Coronavirus-bedingten Einschränkungen. Auch wenn es positive Entwicklungen in Infektions-Schwerpunkten wie New York gebe, sei es dafür zu früh, sagt er dem Sender CNN.

13.15 Uhr – Die Corona-Krise lässt die Zahl der Diebstähle und Einbrüche in Deutschland offenbar spürbar zurückgehen. “Seit Mitte März registrieren wir einen massiven Rückgang von Diebstählen und Einbrüchen. Das Entdeckungsrisiko ist für die Täter zu groß geworden”, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Jörg Radek, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

13.10 UhrBundesaußenminister Heiko Maas kritisiert das Vorgehen der USA gegen die Corona-Pandemie. Die amerikanische Regierung hätte viele Maßnahmen zu spät ergriffen, sagt er dem “Spiegel”. Er äußert die Hoffnung, dass es wegen der Krise zu einem Umdenken in internationalen Beziehungen kommen könnte: “Mal sehen, inwieweit das Vorgehen der amerikanischen Regierung in den USA zu Diskussionen führen wird, ob das Modell ‘Amerika First’ wirklich funktioniert.”

12.12 Uhr – Bei der Eindämmung des Coronavirus hat Österreich nach Angaben der Behörden weitere Erfolge erzielt. Seit rund einer Woche liege die Zahl der Neuinfizierten kontinuierlich unter der Zahl der Neugenesenen, sagte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne). Außerdem betrage die Dauer der Verdoppelung der Zahl der Infizierten inzwischen 29 Tage. Nach Angaben von Gesundheitsexperten steckt inzwischen jeder Infizierte statistisch weniger als einen anderen Menschen an.



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