Corona-Live-Ticker vom 15. April – Bericht: Bundesregierung will Kontaktsperren bis 3. Mai | Aktuell Welt | DW

0
155
Werbebanner

Das Wichtigste in Kürze: 

  • Bund will Länder anscheinend zur Verlängerung der Corona-Maßnahmen bewegen
  • Dänemark öffnet erste Kitas und Schulen 
  • UN verlangen stärkeren Kampf gegen Corona-Falschnachrichten

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MESZ

11.36 Uhr – Amnesty International fordert Bundesregierung und Bundesländer auf, die Grundrechtsbeschränkungen im Zuge der Eindämmung der Corona-Pandemie zeitlich zu befristen. Dem Schutz von Menschenrechten komme in Zeiten der Krise eine besondere Bedeutung zu, sagte der Generalsekretär der deutschen Amnesty-Sektion, Markus Beeko, in Berlin. Eingriffe in Grund- und Freiheitsrechte wie etwa das Demonstrationsverbot müssten immer transparent gestaltet werden. Bislang seien die Einschränkungen von Grund- und Freiheitsrechten in Deutschland mit Augenmaß vorgenommen worden, sagte Beeko. Die Strategie zur Eindämmung des Coronavirus scheine sich positiv auszuwirken. Allerdings hoffe er bei einer Verlängerung der Präventionsmaßnahmen auf eine Lockerung der Verbote

11.11 Uhr – Die in der Corona-Krise eingeführten Kontrollen an deutschen Grenzen sollen nach dem Willen des Bundesinnenministeriums für weitere 20 Tage gelten. Das verlautet aus Sicherheitskreisen. Über Einzelheiten will Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) noch mit den Ministerpräsidenten sprechen. Die Kontrollen waren vor einem Monat eingeführt worden. Seither werden die Grenzen zu Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz überwacht. 

Man mag sich weiterhin: Schweizer und deutsche Bürger unterhalten sich über die neu errichteten Grenzsabsperrungen bei Konstanz/Kreuzlingen hinweg

Schweizer und Deutsche unterhalten sich über die neu errichteten Grenzsabsperrungen bei Konstanz/Kreuzlingen hinweg

11.00 Uhr – Serbienhat wegen der Corona-Pandemie für das bevorstehende lange Wochenende eine Ausgangssperre verhängt. Die Bürgern dürfen von Freitag 17.00 Uhr bis Dienstag 5.00 Uhr – insgesamt 84 Stunden lang – Häuser und Wohnungen nicht verlassen. Die überwiegend orthodoxen Serben feiern den Ostersonntag in diesem Jahr am 19. April, den Ostermontag am darauffolgenden Tag. In Serbien waren bis zum Mittwoch 4465 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 94 Erkrankte starben. 

10.44 Uhr – Die finnische Regierung hebt die Reisebeschränkungen für die Region um die Hauptstadt Helsinki auf. Nach Rücksprache mit den Behörden sehe man keine rechtliche Grundlage mehr dafür, die Bewegungsfreiheit zwischen der südlichen Landschaft Uusimaa rund um Helsinki und dem Rest Finnlands weiterhin einzuschränken, sagt Ministerpräsidentin Sanna Marin auf einer Pressekonferenz. Die Regierung rate aber weiter vor Reisen zu den Sommerhäusern und physischem Kontakt ab, sagte Marin. Die Lage sei weiter ernst, Finnland habe auch noch nicht die Spitze der Epidemie erreicht.

Sommerhäuschen wie diese sollen von Helsinkis Bürgern weiter gemieden werden (Imago Images/blickwinkel)

Sommerhäuschen wie diese sollen von Helsinkis Bürgern weiter gemieden werden

10.41 Uhr – Eine Untersuchung soll klären, warum Tausende Passagiere ein Kreuzfahrtschiff in Australien verlassen durften, obwohl es Corona-Verdachtsfälle an Bord gab. Die Sonderkommission zur “Ruby Princess” soll innerhalb von vier Monaten einen Bericht erstellen, wie die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, am ankündigt. Das Kreuzfahrtschiff des britisch-amerikanischen Unternehmens Carnival hatte nach elf Tagen auf See am 8. März vor Sydney angelegt. Die rund 2700 Reisenden wurden nach nur minimalen Kontrollen von Bord gelassen, obwohl es Fälle von Atembeschwerden gab. Nach Behördenangaben war mehr als jeder zehnte Virus-Patient in Australien ein “Ruby Princess”-Passagier, ebenso war das bei 19 der 63 Toten der Fall.

10.38 Uhr –  In Deutschland sind mehr als 128.500 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag: Mehr als 126.600 Infektionen). Mindestens 3222 (Vortag: 2998) mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

10.07 Uhr – Die Zahl der Betriebe in Deutschland, die Kurzarbeit angemeldet haben, ist auf 725.000 gestiegen. Das teilt die Bundesagentur für Arbeitin Nürnberg mit. Damit sei die Zahl zum Stichtag 13. April gegenüber der Vorwoche noch einmal um zwölf Prozent gewachsen. Eine Woche zuvor hatten 650.000 Unternehmen Kurzarbeit angemeldet. Wie viele Personen betroffen sind, ist durch die Sonderauswertung der Bundesagentur nicht erfasst.

10.03 Uhr – Der Bund will den Ländern vorschlagen, die bestehenden Kontaktbeschränkungen für die Bürger noch mindestens bis zum 3. Mai aufrecht zu erhalten. Das erfährt die Deutsche Presse-Agentur nach einer Schaltkonferenz des Kanzleramts mit den Staatskanzleichefs der Länder vom Dienstag. Ein Eckpunktepapier mit entsprechenden Empfehlungen sollte (ab 10.30 Uhr) in den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Mitgliedern des Corona-Kabinetts beschlossen werden. Merkel wollte im Corona-Kabinett demnach einen Beschlussvorschlag des Bundes vorbereiten, der am Nachmittag (14.00 Uhr) bei der Videokonferenz der Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten diskutiert und voraussichtlich verändert werde, hieß es weiter. Zugleich wurde aus Bundessicht betont, bei möglichen schrittweisen Öffnungen im Schulbereich sei ein abgestimmtes Vorgehen wichtig. Bis auf Weiteres solle es aber grundsätzlich bei harten Beschränkungen bleiben, so wie in den meisten Nachbarländern um Deutschland herum. Alles andere sei ein Risiko. 

09.38 Uhr – Die heutigen Beratungen von Bund und Ländern über mögliche Lockerungen der Corona-Maßnahmen werden sich nach Angaben des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer auf die beiden Bereiche Schule und Geschäfte konzentrieren. Insgesamt könne es bei einer Normalisierung nur “Schritt für Schritt” voran gehen, sagte Kretschmer. Die Gesundheit habe “alleroberste Priorität”.

09.15 Uhr –  Nach einmonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie haben in Dänemark die ersten Schulen wieder geöffnet. Allerdings nahmen nur rund die Hälfte der Grundschulen des Landes und 35 Prozent der Einrichtungen in der Hauptstadt Kopenhagen den Unterricht wieder auf. Die übrigen hatten um mehr Zeit gebeten, um sich auf die neuen Hygiene-Regeln einzustellen. Bis Montag sollen alle Grundschulen des Landes wieder offen sein. 

08.59 Uhr –  Chinas Wirtschaft schrumpft erstmals seit Jahrzehnten. Von der Nachrichtenagentur AFP befragte Analysten erwarten für das erste Quartal einen Rückgang von 8,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Für das ganze Jahr rechnen sie mit einem kleinen Wachstum von 1,7 Prozent. Das wäre die niedrigste Rate seit dem Tod von Parteiführer Mao Zedong im Jahr 1976. 

08.47 Uhr –  In der Corona-Krise will Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf längere Sicht einen Schuldenerlass für afrikanische Länder erreichen. Kurzfristig gehe es darum, den Schuldendienst auszusetzen, um diese Länder zu entlasten. “Jedes Jahr wird ein Drittel der Handelsexporte Afrikas für den Schuldendienst eingesetzt, das ist verrückt!”, sagte Macron.

08.10 Uhr – Ein japanisches Unternehmen ist in der Corona-Krise auf eine Marktlücke gestoßen: Die Firma Kasoku aus Tokio bietet vom engen Zusammenleben gestressten Ehepaaren möblierte Kurzzeit-Apartements zur Vermeidung von “Corona-Scheidungen” an. Der Preis: umgerechnet 35 Euro pro Tag. Wie in zahlreichen anderen Ländern auch sind in Japan Schulen und Kitas geschlossen, die Menschen sind aufgerufen zu Hause zu bleiben, viele arbeiten im Homeoffice.

07.40 Uhr – Auch Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow ruft zu einer vorsichtigen Lockerung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens auf. Die Frage sei nicht, wer jetzt welche Türen am schnellsten aufmache, sagte der Linken-Politiker im Deutschlandfunk. Vielmehr müsse es Maßnahmen geben, dass es nicht zu einer zweiten Welle der Erkrankungen komme. “Wir haben noch immer kein Medikament, wir haben noch immer keinen Impfstoff.” 

07.35 Uhr – Am Frankfurter Flughafen setzt sich der Einbruch der Passagier- und Frachtzahlen fort. In der Woche vom 6. bis 12. April zählte der Betreiber Fraport an Deutschlands größtem Airport 46.338 Fluggäste und damit 96,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie Fraport mitteilte. 

07.32 Uhr – Der Verband für häusliche Betreuung und Pflege warnt infolge der Corona-Krise vor einem Notstand in der häuslichen Pflege. Viele osteuropäische Betreuungskräfte verließen Deutschland derzeit aus Angst, zugleich fänden Familien nach einem geplanten Wechsel kein neues Personal. Bis zu 200.000 alte Menschen könnten von dem Notstand betroffen sein – so der Geschäftsführer des Verbandes, Frederic Seebohm.

Altenpflegerin hilft Seniorin im Pflegeheim (Imago Images/photothek/I. Kjer)

​​​​Der Verband für häusliche Betreuung befürchtet, dass wegen Corona immer mehr osteuropäische Pflegekräfte abwandern

07.10 Uhr – Die chinesische Notenbank stemmt sich weiter gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Für 100 Milliarden Yuan (rund 12,9 Milliarden Euro) wurden den Banken des Landes Kredite mit einer Laufzeit von einem Jahr und zu einem Zins von 2,95 Prozent angeboten, wie Chinas Zentralbank in Peking mitteilte. Bisher lag der Zins bei 3,15 Prozent.

07.08 Uhr – Das chilenische Verfassungsgericht hat die Begnadigung von 1300 Strafgefangenen bewilligt, die einem besonders hohen Infektionsrisiko durch das Coronavirus ausgesetzt sind. Betroffen sind Mütter von Kleinkindern, Schwangere und Inhaftierte, die älter als 75 Jahre sind. Sie sollen nach ihrer Freilassung unter Hausarrest gestellt werden.

06.01 Uhr – Trotz Hamsterkäufen und vereinzelten Lieferengpässen müssen sich Menschen in Deutschland derzeit keine Sorgen über die Medikamentenversorgung machen. “Es gibt keine  Unterversorgung”, versicherte ein Sprecher des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte. “Kein Patient der Schmerzen hat, geht ohne Schmerzmittel aus der Apotheke heraus.” Es gebe keinen Grund zu Panik.

05.47 Uhr – Außenminister Heiko Maas warnt vor dramatischen Folgen einer zu frühen Lockerung der Kontaktsperren in der Corona-Krise. “Der Blick über unsere Grenzen, wo es in einigen Ländern leider tagtägliche neue bittere Todeszahlen gibt, zeigt: Jeder Tag, den Kontaktsperren zu früh aufgehoben werden, kann für die Gesundheit vieler Menschen dramatische Folgen haben”, sagte der SPD-Politiker.

05.13 Uhr – In Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) die Zahl der Infektionsfälle um 2486 auf 125.584 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 285 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie gemeldet worden, teilt das RKI auf seiner Internet-Seite mit. Insgesamt sind 3254 Menschen an COVID-19 gestorben. 

04.30 Uhr – In Dänemark können von heute an Zehntausende Kinder wieder in die Krippe, den Kindergarten oder die Schule gehen. Nach Fortschritten im Kampf gegen die Corona-Pandemie öffnet das skandinavische Land seine Schul- und Tageseinrichtungen für Kinder bis einschließlich zur fünften Klasse. Damit sollen Eltern entlastet werden, die ihre jüngeren Kinder in der Corona-Krise bislang neben der Arbeit zu Hause betreuen mussten.

04.26 Uhr –  US-Präsident Donald Trump hält eine “sehr baldige” Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen in weiten Teilen der Vereinigten Staaten für möglich. Weniger dicht besiedelte US-Bundesstaaten könnten bereits “vor Ende des Monats” den Stillstand beenden, sagte Trump vor Journalisten. Die Entscheidung darüber sei jedoch den Gouverneuren vorbehalten, betonte er.

03.24 Uhr – UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump kritisiert, mitten in der Corona-Pandemie die Beitragszahlungen für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf Eis zu legen: Es sei “nicht die Zeit, Ressourcen für die Anstrengungen der WHO oder irgendeiner anderen humanitären Organisation im Kampf gegen das Virus zu reduzieren”.

03.04 Uhr – In den USA sind laut Zahlen der Johns Hopkins Universität innerhalb von 24 Stunden mit mehr als 2200 Menschen so viele Patienten infolge einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 gestorben wie noch an keinem Tag zuvor. Seit Beginn der Epidemie starben in den USA fast 26.000 Menschen mit einer COVID-19-Erkrankung.

03.02 Uhr – Die US-Regierung wird heimische Fluggesellschaften mit einem milliardenschweren Rettungspaket unterstützen. Zehn Fluglinien – darunter Delta, United, JetBlue und American Airlines – wollten die Finanzhilfen annehmen, hieß es in Washington. Mit den Hilfen – einer Mischung aus Fördermitteln und Krediten – soll vor allem der Großteil der Gehälter der Beschäftigten weitergezahlt werden, um Entlassungen zu vermeiden. Laut Medienberichten geht es um insgesamt rund 25 Milliarden US-Dollar (23 Milliarden Euro).

Coronavirus | Flugzeuge | Flughafen Tusla (Reuters/N. Oxford)

American Airlines Maschinen auf dem internationalen Flughafen von Tulsa, Oklahoma

00.33 Uhr – Präsident Donald Trump hat den Stopp der US-Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) angekündigt. Er wirft der WHO Versäumnisse im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie vor und attackiert sie als zu “China-freundlich”. Laut Trump hätte die Epidemie auf ihren Ursprungsort China begrenzt werden können, wenn die WHO schneller und entschlossener eingeschritten wäre.

00.15 Uhr – Überschattet von der Corona-Pandemie wird in Südkorea ein neues Parlament gewählt. Die Wahl gilt auch als Stimmungstest für die Regierung von Präsident Moon Jae In, der in den vergangenen Wochen an Beliebtheit gewonnen hat. Die Mehrheit der Südkoreaner befürwortet seine Strategie zur Bekämpfung von Corona.

00.00 Uhr – UN-Generalsekretär Antonio Guterres fordert einen stärkeren Kampf gegen Falschnachrichten im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Er sieht die Betreiber der großen Sozialen Netzwerke in der Pflicht. Die Plattformen müssten mehr tun, um Hass und schädliche Behauptungen über COVID-19 an der Wurzel zu packen.

se/qu (alle agenturen, rki, jhu) 



[Coustom ad_2]
Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

Krypto-Nachrichten ist ein RSS-Nachrichtendienst und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unser Nachrichtenportal soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.

Werbebanner

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

vier × 3 =