Corona-Live-Ticker vom 16. April: Verwirrung um Schulbeginn in Deutschland | Aktuell Welt | DW

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Das Wichtigste in Kürze: 

  • Die Bundesländer verkünden nach und nach Ihre Pläne für den schrittweisen Schulbeginn
  • Ein Konzept der Kultusministerkonferenz dazu wird es erst Ende April geben
  • Trump will US-Wirtschaft zügig wieder hochfahren
  • Düstere Konjunkturaussichten in Asien

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MESZ

12.59 Uhr – Griechenland beginnt in der kommenden Woche damit, hunderte ältere und kranke Asylsuchende zum Schutz vor dem neuartigen Coronavirus aus den überfüllten Flüchtlingslagern der ägäischen Inseln auf das Festland zu bringen. 2380 “gefährdete Menschen” sollen aus den Lagern in Wohnungen, Hotels oder andere Lager auf dem Festland gebracht werden, teilt das griechische Migrationsministerium mit. Zu den Betroffenen gehören 200 Flüchtlinge über 60 Jahre und 1730 Menschen mit Vorerkrankungen sowie deren Angehörige. Die Umsiedlung soll nach dem 19. April, dem orthodoxen Osterfest, beginnen und etwa zwei Wochen dauern. 

12.42 Uhr – Die Kultusminister der Länder wollen bei der schrittweisen Öffnung der Schulen einen föderalen Flickenteppich vermeiden. “Unser Ziel ist es, bundesweit möglichst einheitlich vorzugehen”, erklärt die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), die rheinland-pfälzische Ressortchefin Stefanie Hubig (SPD). “Natürlich gilt es, dabei länderspezifische Fragen zu berücksichtigen und klare Leitplanken aufzuzeigen”, fügte sie hinzu. Die KMK hatte am Mittwochabend eine Telefonkonferenz abgehalten, um über die kurz zuvor getroffenen Bund-Länder-Beschlüsse zu beraten. Den Vereinbarungen zufolge sollen die Schulen ab dem 4. Mai schrittweise wieder öffnen. Einzelne Länder haben aber bereits frühere Daten genannt.

12.39 Uhr – Nach einem Coronavirus-Ausbruch auf dem französischen Flugzeugträger “Charles de Gaulle” will Frankreichs Marine klären, wie sich Hunderte Militärs mit dem Virus anstecken konnten. Eine Untersuchung sei im Gange, um herauszufinden, wie das Virus auf das Schiff gekommen sei, sagt der Sprecher der Marine, Eric Lavault, im französischen Fernsehen. Derzeit seien 20 Soldaten im Krankenhaus, einer von ihnen auf der Intensivstation. Am Mittwochabend wurde bekannt, dass von knapp 1800 getesteten Seeleuten, die überwiegend von dem Flugzeugträger kamen, sich rund 670 infiziert haben. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums lagen für rund ein Drittel der Tests noch keine Ergebnisse – die Zahlen könnten also noch steigen. 

Die Charles de Gaulle im Kriegshafen von Toulon

Die “Charles de Gaulle” im Militärhafen von Toulon

12.17 Uhr – Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO will sich von Donald Trumps angekündigtem Stopp der US-Beitragszahlungen nicht von seiner Arbeit abbringen lassen. Man schaue auf die finanzielle Situation, der Fokus liege aber woanders, macht WHO-Regionaldirektor Hans Kluge auf einer Online-Pressekonferenz klar. “Wir befinden uns mitten in einer Krise. Unser Fokus liegt darauf, Leben zu retten.” Weiter sagt Kluge, die USA seien “ein langjähriger Unterstützer und Freund” der WHO gewesen. “Ich zähle darauf, dass dies auch in Zukunft der Fall sein wird.” Mitten in der Corona-Pandemie hatte US-Präsident Trump am Dienstag einen Stopp der Beitragszahlungen an die WHO veranlasst. Er machte die Organisation für die vielen Toten in der Krise mitverantwortlich.

12.14 Uhr – Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mahnt eine bundesweit einheitliche Lockerung der Corona-Regelungen von Bund und Ländern an. Die Bewältigung der Krise dürfe “kein Anlass sein, in einen politischen Wettbewerb einzutreten”, erklärt der stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende Jörg Radek in Berlin. Eine je nach Land unterschiedliche Umsetzung der vereinbarten Erleichterungen könne zum Beispiel dazu führen, dass Bürger zum Einkaufen in andere Bundesländer führen. Dies könne auch eine wachsende Unzufriedenheit hervorrufen.

12.06 Uhr – Der Bundestag wird am kommenden Mittwoch über die Corona-Krise und den Stand der Schutzmaßnahmen beraten. Die Sitzung beginnt entweder mit einer Regierungsbefragung oder eventuell mit einer Regierungserklärung, wie AFP aus Parlamentskreisen erfährt. Dem schließen sich eine Fragestunde und eine Debatte zur Corona-Pandemie an. Gesetze zur Unterstützung von Wissenschaft und Studierenden sowie zum Veranstaltungs- und Vertragsrecht sollen demnach an die zuständigen Ausschüsse überwiesen werden.

Das leere Plenum des Bundestages

Das leere Plenum des Bundestages

11.54 Uhr  Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat eine schrittweise Rückkehr zu normalen Gottesdiensten gefordert. Das ZdK erwarte, dass allen Religionsgemeinschaften wieder erlaubt werde, sich “unter Berücksichtigung strenger Regeln in eingeschränktem Maß” zu ihren Gottesdiensten zu versammeln, erklärt Präsident Thomas Sternberg in Bonn. Das Grundrecht auf eine Religionsausübung sei ein “hohes Gut”. 

11.36 Uhr   Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hält eine Maskenempfehlung im öffentlichen Personennahverkehr derzeit für das richtige Mittel. “Wir haben 30 Millionen Fahrgäste im ÖPNV, wenn Normalbetrieb ist”, sagt der CSU-Politiker im deutschen Fernsehen. “Deswegen müssen wir erst die Beschaffung sicherstellen.” Eine mögliche Maskenpflicht sei dann ein Thema, “wenn wir wieder höher fahren”, sagt Scheuer. Jetzt gehe es zunächst darum, den Betrieb schrittweise wieder aufzunehmen.

So schön maskiert wie diese Venezolaner sollen bald auch deutsche Pendler Busse besteigen

So schön maskiert wie diese Venezolaner sollen bald auch deutsche Pendler Busse besteigen

11.24 Uhr – Österreich will alle Mitarbeiter und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen auf das Coronavirus testen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sagt bei einer Pressekonferenz in Wien, dass dies “der ganz große, zentrale Schwerpunkt” der künftigen Teststrategie in der Alpenrepublik sei. Laut Anschober betrifft die Maßnahme 130.000 Menschen in mehr als 900 Einrichtungen. Bisher hat Österreich insgesamt rund 157 000 Corona-Tests durchgeführt. 

11.15 Uhr – Wegen der Coronavirus-Pandemie erwägt Frankreich die Abschaltung mehrerer Atomreaktoren. Der mehrheitlich staatliche Betreiber Electricité de France (EDF) begründet dies mit einem Einbruch des Stromverbrauchs um bis zu 20 Prozent. Der Konzern verwies darauf, dass zahlreiche Wirtschaftsbereiche zum Erliegen gekommen seien.

10.43 Uhr –  Schüler, die in Nordrhein-Westfalen vor Abschlussprüfungen stehen, können in der nächsten Woche wieder zur Schule gehen – müssen es aber nicht. Die Schulen sollten gezielte Angebote in den Prüfungsfächern machen, erläutert Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) m Schulausschuss des Düsseldorfer Landtags. Es gehe dabei nicht um klassischen Unterricht nach Stundenplan, wie er vor der Corona-Pandemie üblich gewesen sei. Sie wisse aber auch, dass es Schüler gebe, die sich lieber zu Hause auf ihre Abschlussprüfungen vorbereiten wollten, sagt die Ministerin. Von Montag bis Mittwoch kommender Woche öffneten die weiterführenden Schulen zunächst nur für Lehrkräfte, weiteres Personal sowie Schulträger, die in den drei Tagen die organisatorischen Bedingungen für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs schaffen sollten, sagt die Ministerin. Ab Donnerstag könnten dann angehende Abiturienten wieder in die Schulen kommen sowie Schüler, die vor mittleren Abschlüssen stehen.

Homeschooling ist derzeit in Deutschland die Regel

Homeschooling ist derzeit in Deutschland die Regel

10.43 Uhr – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt die geplante schrittweise Öffnung von Schulen – fordert dafür aber ein umfassendes Hygienekonzept. So müssten etwa Schulgebäude regelmäßig gereinigt und Toiletten teils saniert werden, verlangt Gewerkschaftsvorsitzende Marlis Tepe. Benötigt würden Flüssigseife, warmes Wasser, Einmalhandtücher, Desinfektionsmittel und hochwertige Atemschutzmasken. Menschen mit Vorerkrankungen müsste geschützt werden. Andernfalls sollten Schulen geschlossen bleiben. 

10.26 Uhr – Großbritannien will die Ausgangsbeschränkungen britischen Medien zufolge um drei Wochen verlängern. Die Entscheidung solle nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats Cobra noch am Donnerstag offiziell verkündet werden. Gesundheitsminister Matt Hancock sagt dem Sender BBC: “Für Änderungen ist es noch zu früh. Die Zahlen gehen noch nicht zurück.” Details nannte der Minister nicht. Die Ausgangsbeschränkungen waren am 23. März verhängt worden. Die Briten dürfen ihre Wohnungen kaum noch verlassen. Erlaubt sind der Einkauf wesentlicher Dinge wie Lebensmittel und Medikamente. Alle Läden, die nicht zur Grundversorgung dienen, sind geschlossen. Sport ist nur einmal am Tag und nur mit Mitgliedern desselben Haushalts erlaubt. 

10.27 Uhr – Nach der Bund-Länder-Einigung über eine langsame Lockerung der Corona-Beschränkungen werden die Pläne für den schrittweisen Schulstart in Bayern konkreter. So zeichnet sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ab, dass auch Viertklässler ab dem 11. Mai wieder die Schule besuchen dürfen. Dies soll  am Vormittag in einer Kabinettssitzung besprochen werden. Schon ab dem 27. April sollen die Abschlussklassen an den Gymnasien, Real- und Mittelschulen wieder zurück an die Schulen dürfen, ebenso Meisterklassen. Am 11. Mai sollen an diesen Schulen die Jahrgänge folgen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen werden, also etwa die derzeitigen Elftklässler an Gymnasien und die aktuellen Neuntklässler an Realschulen – und wohl die Viertklässler. Wann alle übrigen Jahrgänge zurück an die Schulen dürfen, ist demnach noch offen. 

Bild aus einer anderen Zeit: Das Wacken-Festival 2019

Bild aus einer anderen Zeit: Das Wacken-Festival 2019

10.26 Uhr – Das legendäre Heavy-Metal-Festival Wacken Open Air ist aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. “Wir müssen schweren Herzens mitteilen, dass es in diesem Jahr leider kein Wacken Open Air geben wird”, kündigt Festival-Mitbegründer Holger Hübner an. Mit der Entscheidung der Bundesregierung am Mittwoch seien Großveranstaltungen in Deutschland bis zum 31. August untersagt. Daher könne auch das für den Zeitraum vom 30. Juli bis 1. August geplante Wacken Open Air nicht stattfinden. Was mit den bereits gekauften Tickets passiert, soll zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werden. 

10.12 Uhr – Dänemarks Königin Margrethe II. feiert ihren 80. Geburtstag im kleinen Kreis: Die ursprünglich geplanten Feierlichkeiten zu ihrem runden Geburtstag mussten wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Unter anderem war eine zweitägige Parade in den Straßen Kopenhagens vorgesehen. Margrethe II. amtiert bereits seit fast einem halben Jahrhundert. Sie bestieg 1972 im Alter von 31 Jahren als erste Frau den dänischen Thron. Im Volk ist sie äußerst beliebt. 

Königin Margrethe II.

Königin Margrethe II.

09.45 Uhr – In Berlin sollen die Abiturprüfungen auch angesichts der neuen Corona-Regelungen wie geplant ab Montag stattfinden. Es gehe darum, “dass auch unsere Berliner Jugendlichen in ganz Deutschland an den Hochschulen studieren können”, sagte Bildungssenatorin Sandra Scheeres im Rundfunk Berlin-Brandenburg. Bereits am 27. April sollen dann auch Zehntklässler wieder unterrichtet werden. In dem schrittweisen Hochfahren des Unterrichts soll dann am 4. Mai der Unterricht der Sechstklässler wieder beginnen.

09.32 Uhr – Die Bundesregierung spannt in der Corona-Krise einen weiteren Milliarden-Schutzschirm, um den Warenverkehr und Lieferketten abzusichern. Wie das Wirtschafts- und das Finanzministerium mitteilten, geht es um ein Volumen von 30 Milliarden Euro. Ziel sei es, Lieferantenkredite deutscher Unternehmen zu sichern.

09.12 Uhr – Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat die ersten Lockerungen in der Corona-Krise für einige Wirtschaftszweige unterm Strich begrüßt, aber auch Kritik geäußert. “Mir erschließt sich die 800-Quadratmeter-Grenze zum Beispiel nicht”, sagte Industriepräsident Dieter Kempf im DLF. Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darauf verständigt, zunächst Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern wieder zu öffnen.

09.08 Uhr – Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Stefanie Hubig (SPD), geht davon aus, dass es in den Schulen bis zu den Sommerferien keinen normalen Unterricht geben wird. “Der Unterricht, der jetzt bis zu den Sommerferien kommt, wird natürlich ein anderer Unterricht sein als der, den es vor Corona gab”, sagt die rheinland-pfälzische Bildungsministerin im Radioprogramm SWR Aktuell. Wichtig sei vor allem, auch in den Schulen die Abstandsregeln einzuhalten. “Das bedeutet natürlich, dass die Klassenzimmer nicht so voll sein können, wie sie vorher waren”, sagte Hubig. Pro Klasse seien dann zum Beispiel zwei Lehrkräfte nötig. Möglich sei aber auch, dass sich “Arbeit zu Hause abwechselt mit Arbeit in der Schule”. 

08.55 Uhr – Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) schließt für die weiteren Lockerungsschritte in der Corona-Krise eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken in Zügen nicht aus. Im ARD-“Morgenmagazin” sagte Scheuer, ihm wäre es recht, wenn noch stärker über den Schutz geredet würde, auch der Passagiere. Jetzt gehe es zunächst darum, die Beschaffung von Masken sicherzustellen.

08.12 Uhr –  Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hofft auf eine Wiederaufnahme des Unterrichts für alle Schüler noch in diesem Schuljahr. Dreyer verweist im Deutschlandfunk auf die Kultusministerkonferenz der Länder, die bis Ende April ein Konzept zur stufenweisen Schulöffnung vorlegen soll. “Unser Ziel wäre es, wenn es irgendwie möglich ist, dass alle Schüler und Schülerinnen vor der Sommerpause auch noch mal in die Schule gehen können.” Gleichzeitig betonte sie: “Aber das wird natürlich abhängig sein vom Infektionsgeschehen.” 

08.05 Uhr – In Deutschland hat die Zahl der Infektionsfälle nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) die Schwelle von 130.000 überstiegen. Das RKI zählt nach den Angaben auf seiner Internet-Seite aktuell 130.450 Fälle –  ein Plus von 2866 im Vergleich zu Mittwoch. Die Zahl der Toten stieg im selben Zeitraum um 315 auf 3569. Rund 77.000 Menschen sind demnach genesen.

07.58 Uhr – Von der kommenden Woche an gilt im hessischen Hanau wegen der Corona-Infektionsgefahr eine Maskenpflicht in Geschäften. Oberbürgermeister Claus Kaminsky teilte mit, auch bei der Benutzung von Bussen und Bahnen müsse dann ein entsprechender Gesichtsschutz getragen werden.

07.47 Uhr – Japanische Ärzte warnen angesichts der staatlichen Restriktion von Coronavirus-Tests vor einem Zusammenbruch des Gesundheitssystems. Krankenhäuser der Stadt Kyoto forderten in einer gemeinsamen Erklärung den Staat auf, Coronatests mit öffentlichen Mitteln auch für Patienten zuzulassen, die keine Symptome zeigen. Ärzte und Krankenschwestern könnten sich sonst bei Operationen oder Geburten infizieren.  

07.26 Uhr – Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat die schrittweise Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen verteidigt. “Ich verstehe, dass jeder Bereich, der noch Einschränkungen unterliegt, möglichst schnell Lockerungen möchte”, sagte Altmaier. Die Politik könne aber “den Gürtel nur stufenweise weiter schnallen, um unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten und die Neuinfizierten-Rate möglichst gering zu halten”.

06.55 Uhr – Australien will seine strikten Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus für mindestens vier weitere Wochen aufrecht halten. Premier Scott Morrison sagte, in dieser Zeit werde man die Tests ausweiten, die Suche nach Kontakten infizierter Personen intensivieren und nach Lösungen für künftige lokale COVID-19- Ausbrüche suchen. 

06.03 Uhr – Amnesty International wirft der sandinistischen Regierung in Nicaragua vor, mit ihrem Verhalten in der Corona-Krise das Leben Tausender Menschen zu gefährden. In dem zentralamerikanischen Land wurden bisher kaum Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ergriffen. Anstatt auf die Empfehlungen internationaler Organisationen zu hören, organisierten die Behörden dort  Massenveranstaltungen, so die Menschenrechtsorganisation.

06.01 Uhr – Günter Wallraff ist dafür, das Händeschütteln auch nach dem Ende der Corona-Krise nicht wieder einzuführen. “Es sollten andere Begrüßungsformen an die Stelle treten”, sagte der Enthüllungsjournalist und Bestsellerautor der Deutschen Presse-Agentur in Köln. In anderen Kulturen sei das auch aus Hygienegründen schon lange eine Selbstverständlichkeit.

UN-Generalversammlung in New York | Angela Merkel & Donald Trump (Reuters/Guido Bergmann/Bundesregierung)

Auch diese Art der Begrüßung wird es erst einmal nicht mehr geben – Kanzlerin Merkel und US-Präsident Trump im September in New York

05.38 Uhr – Präsident Donald Trump will an diesem Donnerstag seine Marschroute für ein Wiederhochfahren der US-Wirtschaft bekannt geben. Trump meinte in Washington, die USA hätten den Höhepunkt bei den Corona-Fallzahlen wahrscheinlich hinter sich. Diese “ermutigenden Entwicklungen” führten dazu, dass Leitlinien für die US-Bundesstaaten zur Lockerung des landesweiten Shutdowns festgelegt werden könnten.

05.30 Uhr – Mit der Corona-Krise eröffnet sich aus Sicht des Deutschen Historischen Museums ein neues Sammlungsgebiet für Museen. “Manche sagen ja schon, vor und nach Corona ist eine neue Zeitrechnung”, sagte der Abteilungsdirektor Sammlungen des Museums, Fritz Backhaus, in Berlin. Deshalb überlege man natürlich, was mit längerem Blick auf historische Entwicklungslinien aufbewahrenswert sei.

05.11 Uhr – Asiens Wirtschaft wird in diesem Jahr laut einem Bericht des Internationalen Währungsfonds (IWF) zum ersten Mal seit 60 Jahren infolge der Corona-Epidemie nicht wachsen. Das Virus fordere einen “beispiellosen Tribut” an den Dienstleistungssektor der Region und die wichtigsten Exportziele, teilte der IWF mit. Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Region würden schwerwiegend, flächendeckend und beispiellos sein.

05.05 Uhr – Trotz der prinzipiellen Übereinkunft von Bund und Ländern über eine behutsame Wiederöffnung der Schulen geht die SPD-Vorsitzende Saskia Esken von einem langen coronabedingten Notbetrieb aus. “Es wird auf lange Sicht keine Rückkehr zum gewohnten Unterrichtsgeschehen geben”, sagte sie. “Das Gebot der Stunde heißt also weiterhin digital gestütztes Lernen.” 

04.06 Uhr – Die deutschen Schausteller warnen angesichts der dramatischen Folgen der Coronavirus-Krise für ihre Branche vor einem Massensterben der Volksfeste in Deutschland. “Eine 1200 Jahre alte Kultur in Deutschland steht auf dem Spiel”, sagt der Präsident des Deutschen Schaustellerbundes, Albert Ritter, der Zeitung “Augsburger Allgemeinen”. Die 5000 hauptberuflichen Schaustellerfamilien und ihre 55.000 Mitarbeiter stünden mit dem Rücken zur Wand. Volksfeste sollten unter Auflagen wie Abstandsregelungen und Schutzmaßnahmen wieder stattfinden dürfen.

New York Pfleger Leichenabtransport Coronakrise (AFP/A. Weiss)

Wieder ein trauriger Tag für Ärzte und Pfleger in New York – hier bringen Helfer einen Corona-Leichnam weg

02.57 Uhr – In den USA sind binnen 24 Stunden fast 2600 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben – die höchste Todesfallzahl an einem einzigen Tag weltweit. Laut Zählung der Johns-Hopkins-Universität stieg die Gesamtzahl der Todesopfer durch das Coronavirus in den USA damit auf mehr als 28.300.

00.30 Uhr – Die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates und seiner Frau Melinda unterstützt den Kampf gegen die Corona-Pandemie mit weiteren 150 Millionen Dollar. Damit solle unter anderem die Entwicklung von Diagnosesystemen, Behandlungsmethoden und Impfstoffen gefördert, sowie Gesundheitssysteme in Afrika und Südasien gestärkt werden, teilte das Paar mit. Diese Pandemie zu besiegen werde ein nie dagewesenes Level an internationaler Finanzierung und Kooperation brauchen, sagte Gates.

00.05 Uhr – Im US-Bundesstaat New York soll eine Maskenpflicht verhängt werden. Menschen müssten künftig in der Öffentlichkeit Mund und Nase bedecken, wenn sie nicht knapp zwei Meter Sicherheitsabstand zu anderen einhalten könnten, sagte Gouverneur Andrew Cuomo. Wer allein auf einem leeren Bürgersteig laufe, müsse keinen Gesichtsschutz tragen – an einer belebten Kreuzung oder in öffentlichen Verkehrsmitteln werde dies aber Pflicht.

00.00 Uhr – Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warnt vor zunehmenden Einschränkungen von Grundrechten in Europa im Zuge der Corona-Krise. Viele Maßnahmen im Kampf gegen das Virus seien zum Schutz der Gesundheit zwar notwendig. Doch einige Regierungen nutzten die Pandemie zur Aushöhlung von Rechtsstaatlichkeit, Diskriminierung, Repression oder Zensur. Amnesty nennt als Beispiel unter anderen Ungarn.

stu/se (alle agenturen, rki, jhu) 



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