Corona-Live-Ticker vom 17. April: ″Einschränkungen bis Ende des Jahres″ | Aktuell Welt | DW

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Das Wichtigste in Kürze: 

  • In Sachsen gilt ab Montag eine Maskenpflicht in ÖPNV und Läden
  • In Deutschland sollen ab Mitte August Millionen Masken pro Woche produziert werden
  • In China korrigieren die Behörden die Zahl der Toten nach oben

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MESZ

 

18.25 Uhr – Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin, Marcel Fratzscher, hat mehr europäische Solidarität Deutschlands in der Corona-Krise angemahnt. Mit Blick auf die Diskussion über sogenannte Corona-Bonds sagte er der Deutschen Welle: “Deutschland muss noch mehr Solidarität zeigen, nicht nur was jetzt die kurzfristige Hilfe angeht, sondern auch langfristig.” Es gehe nicht um einen Ideologischen Streit darüber, wie das genau finanziert werden soll – über Eurobonds ja oder nein – sondern das Ziel sei wichtig, “dass konkret Geld von den reicheren Ländern zu den schwächeren Länder fließt.” Fratzscher fügte hinzu: “Der deutsche Staat und auch viele anderen europäischen Länder können es sich auch leisten, für Europa geradezustehen.”

17.52 Uhr – Der Vorschlag von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble zur Verkürzung der Sommerferien stößt in mehreren Bundesländern auf Ablehnung. Die Zeitung “Welt” zitiert in einem Vorabbericht Kultusminister und Schulsenatoren aus Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Niedersachsen, die die Idee ablehnen.

17.48 Uhr – Im US-Bundesstaat New York werden weniger Infizierte als zuletzt im Krankenhaus behandelt. Die Zahl sei auf 17.316 gesunken nach 17.735 am Vortag und damit auf den niedrigsten Stand seit dem 5. April. Allerdings sei die Zahl der neuen Todesfälle um 630 gestiegen nach zuletzt 606.

Mitarbeiter eines Krankenhauses in New York freuen sich über Applaus von Polizisten und weiteren New Yorkern

Mitarbeiter eines Krankenhauses in New York freuen sich über Applaus von Polizisten und weiteren New Yorkern

17.46 Uhr – Der Anwalt des umstrittenen US-Baptistenpastors Tony Spell, Jeff Wittenbrink, hat sich mit Corona infiziert. Spell hatte seine Gemeinde im Bundesstaat Louisina zuletzt aufgerufen, die Auflagen zur Ausbreitung des Virus zu missachten und den Gottesdienst zu besuchen. Der Anwalt hatte den Angaben zufolge Anfang April zwei Gottesdienste besucht und dort Spell und anderen die Hand geschüttelt. Derzeit liege er im Baton Rouge Medical Center, nachdem sich sein Zustand in den vergangenen Tagen verschlechtert habe.
“Wahre Christen stört es nicht, am Coronavirus zu sterben”, hatte Spell in der vergangenen Woche erklärt. Gegen ihn liegen mehrere Anklagen wegen Missachtung der Versammlungsverbote vor. 

17.35 Uhr – Kleinere Läden dürfen in Brandenburg ab Mittwoch nächster Woche wieder öffnen – auch in Einkaufszentren. Das gilt für einzelne Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmeter Verkaufsfläche oder für die Geschäfte, die sie auf diese Fläche verkleinern, wie das Kabinett in Potsdam beschließt. Unabhängig von der Größe dürfen dann auch Auto-, Fahrrad- und Buchhändler wieder aufmachen. Brandenburg hat sich dafür mit dem Nachbarland Berlin abgestimmt. Dort sollen Geschäfte bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche am Mittwoch oder Donnerstag öffnen. 

16.58 Uhr – Die Gesundheitsbehörden in der EU und den USA sowie 16 große Pharmakonzerne kooperieren im Kampf gegen die Epidemie. “Wir müssen die ganze Macht der biomedizinischen Forschung in diese Krise einbringen”, erklärt der Leiter der Nationalen Gesundheitsinstitute der USA (NIH), Francis Collins. Neben der US-Aufsicht FDA sind demnach auch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) und Unternehmen wie Pfizer, Johnson & Johnson, Novartis, Sanofi und Roche an dem “Activ” getauften Programm beteiligt.

16.48 Uhr – Thailands Ministerpräsident Prayuth Chan-ocha bittet die 20 reichsten Bürger des Landes um Hilfe. Er werde in der kommenden Woche einen offenen Brief an sie schicken, sagt er in einer Fernsehansprache, ohne Namen zu nennen. Thailands Tourismusindustrie leidet stark unter den Reisebeschränkungen.

Armin Laschet Ende März bei einem Pressetermin

Armin Laschet Ende März bei einem Pressetermin

16.47 Uhr –  Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) geht davon aus, dass Deutschland in der Corona-Krise noch eine lange Phase des Verzichts bevorsteht.”Es wird weiterhin Einschränkungen geben müssen – sicher bis zum Ende des Jahres, wahrscheinlich darüber hinaus“, sagt er dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”. “Wir werden unser altes Leben noch lange nicht leben können. Abstand und Schutz werden Regel und Maßstab unseres Alltags bleiben.” Der CDU-Bundesvize, der Parteichef und womöglich Kanzlerkandidat werden möchte, wies den Vorwurf zurück, er liefere sich mit dem bayerischen Landeschef Markus Söder (CSU) ein Fernduell um die klügsten Corona-Strategien. 

16.20 Uhr – In Deutschland ist die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus einer Umfrage im Auftrag das Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zufolge zuletzt stark gesunken. Laut dem “BfR-Corona-Monitor” sank der Anteil der Befragten, die sich vor einer Infektion fürchten, in dieser Woche auf 26 Prozent. In der Vorwoche waren es demnach noch 40 Prozent gewesen. Befragt wurden rund 500 Menschen. Insbesondere die jüngeren Menschen schätzten die gesundheitlichen Folgen des neuartigen Virus “als nicht mehr so groß ein”, erklärte BfR-Präsident Andreas Hensel. Demnach sank auch die Zustimmung zu Restriktionen wie Ausgangsbeschränkungen oder Ladenschließungen

16.20 Uhr – In Deutschland sind mehr als 136.900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 16.15 Uhr: Mehr als 133.200 Infektionen). Mindestens 4020 (Vortag Stand 16.15 Uhr: 3740) mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt

16.15 Uhr – Auf dem französischen Flugzeugträger “Charles de Gaulle” sind 1081 Besatzungsmitglieder infiziert, sagt Verteidigungsminister Florence Parly vor dem Parlament. Das ist fast die halbe Mannschaft. Symptome seien bei 545 Matrosen nachgewiesen worden, 24 würden im Krankenhaus behandelt. Wie sich die Besatzung angesteckt hat, sei derzeit unklar. 

Der französische Präsident Emmanuel Macron während einer Videokonferenz

Der französische Präsident Emmanuel Macron während einer Videokonferenz

16.14 Uhr – Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und sein russischer Kollege Wladimir Putin haben sich nach Kremlangaben über die Lage in der Coronavirus-Pandemie ausgetauscht. Macron habe dafür gedankt, dass Russland bei der Rückführung von Franzosen in ihre Heimat geholfen und auch den Transport von medizinischer Ausrüstung ermöglicht habe, teilt der Kreml mit. Informiert hätten sich die beiden Staatschefs zudem über die jeweiligen Schritte in ihren Ländern, um die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Krise zu minimieren.



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