Corona-Live-Ticker vom 18. April: Auch der deutsche Wald leidet | Aktuell Welt | DW

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Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MESZ

04.40 Uhr – Zahlreiche aus den USA zurückgeschickte Migranten sind dem Präsidenten von Guatemala zufolge mit dem Coronavirus infiziert. In seiner Fernsehansprache bezog sich Alejandro Giammattei auf einen Abschiebeflug, der am Montag in Guatemala City gelandet ist. Die US-Behörden hätten zwar ein Dutzend Infektionen bestätigt, laut Giammattei war jedoch ein deutlich größerer Teil der Passagiere infiziert. 

03.12 Uhr – Ein brasilianischer Richter hat christliche Missionierungsversuche bei der Amazonasbevölkerung wegen der Infektionsgefahr untersagt. Evangelistische Missionare dürfen nach der Entscheidung von Richter Fabiano Verli keinen Kontakt zu den isolierten Stämmen im Javari-Tal am Amazonas aufnehmen. Die Entscheidung des Richters wendet sich vor allem gegen die evangelistische US-Gruppe Ethnos 360, die Geld zum Kauf eines Hubschraubers gesammelt hatte, um im Amazonasgebiet missionieren zu können. 

02.50 Uhr – Die Corona-Pandemie hat nach Ansicht von Experten auch Folgen für die deutschen Wälder sowie den Holzhandel. Es fehle derzeit an Personal, das Schadholz aus Wäldern entferne und neue Bäume pflanze, sagte der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Georg Schirmbeck, in einem Zeitungsinterview. “Dabei kommen in Deutschland häufig Spezialfirmen aus Osteuropa zum Einsatz”, so Schirmbeck. “Die kommen wegen Corona jetzt aber nicht über die Grenze”. Pflanzaktionen fielen daher momentan aus. Auch der Handel mit Holz sei weitgehend zum Erliegen gekommen.

02.29 Uhr – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat angesichts der Corona-Krise eine baldige Anhebung des Kurzarbeitergeldes in Aussicht gestellt. Nicht nur für Geringverdiener, auch für Facharbeiter bedeute Kurzarbeit einen erheblichen Einbruch, sagte Heil der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. “Miete und Rechnungen müssen ja weiter bezahlt werden. Deswegen suchen wir in der Regierung und mit den Sozialpartnern intensiv nach einer Lösung”, so Heil. Der Minister stellt sich damit hinter die Forderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes, die staatlichen Zuschüsse bis einschließlich Juli aufzustocken. Derzeit liegen in Deutschland rund 725.000 Anträge auf Kurzarbeit vor. Die deutliche Mehrheit kommt von kleineren Unternehmen. 

00.50 Uhr – Die US-Regierung will den Landwirten mit 19 Milliarden Dollar (rund 17,5 Milliarden Euro) unter die Arme greifen. Laut Präsident Donald Trump hätten die Farmer und Rancher durch die Coronavirus-Pandemie “Verluste noch nie dagewesenen Ausmaßes” erlitten. Nach Angaben seines Landwirtschaftsministers Sonny Perdue sollen drei Milliarden Dollar aus dem Hilfsprogramm dazu eingesetzt werden, den Landwirten Milch und Feldfrüchte abzukaufen und an kommunale Wohltätigkeitsorganisationen abzugeben, die diese an Bedürftige verteilen. Der restliche Betrag gehe als Direktzahlung an die von der Krise betroffenen Betriebe. Landwirte gehören zur wichtigsten Wählergruppe Trumps, der im November wiedergewählt werden will. 



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