Corona-Live-Ticker vom 18. April: Mehr als 20.000 Coronavirus-Tote in Spanien | Aktuell Welt | DW

0
158

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MESZ

13.59 Uhr – Bundesarbeits- und Sozialminister Hubertus Heil hat neben den Altenpflegern auch Pflegekräften in Krankenhäusern einen baldigen Corona-Bonus in Aussicht gestellt. “Pflegekräfte haben mehr verdient als Applaus und warme Worte”, so Heil. Die Erwartungshaltung sei hoch, dass es auch für sie “einen angemessenen Bonus gibt”. In einem ersten Schritt hatten die Gewerkschaft Verdi und der Pflegearbeitgeberverband BVAP eine Tarifvereinbarung über eine Sonderzahlung von 1.500 Euro für Altenpfleger geschlossen. Der Betrag sei steuer- und sozialabgabenfrei, sagte der Minister.

13.38 Uhr – Amazon setzt Angestellten zufolge in den USA Wärmebildkameras ein, um fiebrige Mitarbeiter zu identifizieren. In mindesten sechs Lagerhallen des Online-Händlers rund um Los Angeles und Seattle seien entsprechende Geräte installiert worden, berichten Angestellte. Amazon bestätigte den Einsatz der Kameras. Zuvor waren in mehr als 50 Amazon-Lagern in den USA sind Coronavirus-Fälle gemeldet worden, woraufhin Arbeitnehmervertreter die Schließung von Einrichtungen forderten.

Weihnachtsgeschäft Amazon USA (Reuters/N. Berger)

Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko in riesigen Lagerhallen wie diesem in Kalifornien?

13.23 Uhr – In Spanien sind mittlerweile mehr als 20.000 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben. Das Gesundheitsministerium in Madrid meldete 20.043 Todesopfer, 565 mehr als am Freitag. Damit verlangsamte sich der Zuwachs etwas. Die spanischen Behörden gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Pandemie Anfang April überschritten wurde, als es an einem Tag 950 Todesfälle gab. Die offiziellen Opferzahlen sind im besonders schwer von der Corona-Krise betroffenen Spanien jedoch umstritten: Um die Statistiken der verschiedenen Regionen zu vereinheitlichen, erfasst das Gesundheitsministerium nur noch die Todesfälle positiv getesteter Patienten. 

12:51 – Die britische Königin Elizabeth II. verzichtet wegen der Coronavirus-Pandemie auf ihre Geburtstagsfeier. Auch die traditionellen Salutschüsse seien abgesagt, teilte das Königshaus mit. Die Queen wird am 21. April 94 Jahre alt. Es ist das erste Mal in ihrer 68-jährigen Regentschaft, dass sie von den üblichen Feierlichkeiten absieht.

11.47 Uhr – Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) haben sich für eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Bussen, Bahnen und Geschäften ausgesprochen. Bund und Länder hatten nach ihrer Schaltkonferenz am Mittwoch den Bürgern solche Gesichtsbedeckungen beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln “dringend empfohlen”, aber keine Tragepflicht vereinbart. Die Länder gehen nun unterschiedliche Wege: Sachsen will an diesem Montag und Mecklenburg-Vorpommern am übernächsten Montag eine Pflicht einführen.

Gerd Müller, CSU, Bundesentwicklungsminister (DW)

Entwicklungsminister Müller (Archiv)

11.37 Uhr – Bundesentwicklungsminister Gerd Müller fordert eine Stärkung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Welt müsse sich besser gegen Seuchen wappnen, mahnte er im Deutschlandfunk. Denn die Corona-Pandemie werde nicht die letzte sein. Müller regte an, die WHO stärker staatlich zu finanzieren und von Spenden unabhängiger zu machen. Kritik übte der Minister an der Politik von US-Präsident Donald Trump, der die US-Unterstützung für die WHO auf Eis gelegt hatte. Als Konsequenz regte er an, die WHO stärker durch staatliche Pflichtbeiträge zu finanzieren und von Spenden unabhängiger zu machen. 

11.30 Uhr – Mallam Abba Kyari, einer der mächtigsten Politiker Nigerias, ist nach einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Der Stabschef des Präsidenten Muhammadu Buhari sei positiv auf das Virus getestet worden und habe sich in Behandlung befunden, teilte ein Regierungssprecher mit. Noch vergangenen Monat sei er in Deutschland gewesen, hieß es weiter. Kritiker des Präsidenten sahen Kyari als den tatsächlichen starken Mann des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas.

11.10 Uhr – Trotz verbreiteter Skepsis der Bevölkerung hat der Iran die Beschränkungen des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Krise an diesem Samstag in Teheran gelockert. Viele Wirtschaftszweige nahmen die Arbeit wieder auf und Geschäfte öffneten wieder. Dennoch blieben die meisten Geschäfte in der iranischen Hauptstadt leer, denn viele Teheraner blieben lieber zu Hause, um sich nicht mit dem Coronavirus anzustecken. Von denen, die sich auf der Straße blicken ließen, hielten die meisten die Abstandsregelungen ein und trugen Schutzmasken sowie Plastikhandschuhe.

10.30 Uhr – In Russland ist die Zahl der Todesfälle um 40 auf 313 gestiegen. Die Behörden meldeten 4785 Neuinfektionen, der bisher höchste Anstieg. Mehr als die Hälfte waren es allein in Moskau, dem Zentrum des Ausbruchs in Russland. Insgesamt summiert sich die Zahl der Coronavirus-Infektionen dort inzwischen auf 36.793. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin hat die von der Polizei streng überwachten Ausgangssperren und Betriebsschließungen bis zum 1. Mai verlängert. Ursprünglich waren in der Millionenstadt wegen der Coronavirus-Pandemie bis Sonntag Ausgehverbote angesetzt. 

10.15 Uhr – In Singapur meldet das Gesundheitsministerium 942 neue Coronafälle, die bisher höchste Zahl. Die meisten Infektionen seien auf Sammelunterkünfte für Gastarbeiter zurückzuführen. Unter den Menschen mit der Staatsangehörigkeit Singapurs und denjenigen mit ständigem Wohnsitz dort habe es 14 neue Fälle gegeben. Insgesamt sind in Singapur 5992 Infektionen gemeldet worden.

Singapur | Coronavirus (Getty Images/R. Rahman)

Maskenschutz in der Supermarkt-Schlange

9.25 Uhr – In Japan ist die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen den Informationen des Senders NHK zufolge auf über 10.000 gestiegen. Am stärksten betroffen in dem Land ist die Hauptstadt Tokio. Dort habe es 181 neue Fälle gegeben, berichtete NHK.

7.05 Uhr – Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) auf 137.439 gestiegen, das ist ein Plus von 3609 im Vergleich zum Freitag. Die Zahl der Todesfälle stieg um 242 auf 4110. Genesen sind rund 85.400 Menschen, das sind rund 3600 mehr, wie das RKI auf seiner Internetseite mitteilte.

6.53 Uhr – Der US-Supermarktkonzern Walmart will weitere 50.000 Mitarbeiter einstellen, um die gestiegene Nachfrage nach Lebensmitteln und Hygieneprodukten während der Coronavirus-Pandemie bewältigen zu können. Das frühere Ziel, 150.000 neue Stellen zu besetzen, habe man bereits sechs Wochen vor dem Zeitplan erreicht, teilte Walmart mit. Pro Tag würden im Schnitt 5000 neue Mitarbeiter eingestellt. Viele dieser Menschen hätten vorher in der Restaurant- oder Hotelbranche gearbeitet. 85 Prozent der neuen Stellen seien zeitlich befristet oder in Teilzeit.

4.56 Uhr – China meldet für Freitag 27 Neuinfektionen. Davon seien 17 aus dem Ausland eingeschleppt worden, teilt die Nationale Gesundheitskommission mit. Nach einer Revision liegt die Gesamtzahl der Infizierten damit bei 82.719. Gestorben an den Folgen des Virus sind insgesamt 4632 Menschen. Die Volksrepublik hatte die Zahl deutlich nach oben korrigiert.

4.40 Uhr – Zahlreiche aus den USA zurückgeschickte Migranten sind dem Präsidenten von Guatemala zufolge mit dem Coronavirus infiziert. In seiner Fernsehansprache bezog sich Alejandro Giammattei auf einen Abschiebeflug, der am Montag in Guatemala City gelandet ist. Die US-Behörden hätten zwar ein Dutzend Infektionen bestätigt, laut Giammattei war jedoch ein deutlich größerer Teil der Passagiere infiziert. 

3.12 Uhr – Ein brasilianischer Richter hat christliche Missionierungsversuche bei der Amazonasbevölkerung wegen der Infektionsgefahr untersagt. Evangelikale Missionare dürfen nach der Entscheidung von Richter Fabiano Verli keinen Kontakt zu den isolierten Stämmen im Javari-Tal am Amazonas aufnehmen. Die Entscheidung des Richters wendet sich vor allem gegen die evangelikale US-Gruppe Ethnos 360, die Geld zum Kauf eines Hubschraubers gesammelt hatte, um im Amazonasgebiet missionieren zu können. 

Symbolbild Aufforstung (Foto: imago/Steffen Schellhorn)

Deutschen Wäldern droht durch fehlenden Forstarbeitern hoher Schädlingsbefall

2.50 Uhr – Die Corona-Pandemie hat nach Ansicht von Experten auch Folgen für die deutschen Wälder sowie den Holzhandel. Es fehle derzeit an Personal, das Schadholz aus Wäldern entferne und neue Bäume pflanze, sagte der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Georg Schirmbeck, in einem Zeitungsinterview. “Dabei kommen in Deutschland häufig Spezialfirmen aus Osteuropa zum Einsatz”, so Schirmbeck. “Die kommen wegen Corona jetzt aber nicht über die Grenze”. Pflanzaktionen fielen daher momentan aus. Auch der Handel mit Holz sei weitgehend zum Erliegen gekommen.

2.29 Uhr – Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat angesichts der Corona-Krise eine baldige Anhebung des Kurzarbeitergeldes in Aussicht gestellt. Nicht nur für Geringverdiener, auch für Facharbeiter bedeute Kurzarbeit einen erheblichen Einbruch, sagte Heil der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. “Miete und Rechnungen müssen ja weiter bezahlt werden. Deswegen suchen wir in der Regierung und mit den Sozialpartnern intensiv nach einer Lösung”, so Heil. Der Minister stellt sich damit hinter die Forderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes, die staatlichen Zuschüsse bis einschließlich Juli aufzustocken. Derzeit liegen in Deutschland rund 725.000 Anträge auf Kurzarbeit vor. Die deutliche Mehrheit kommt von kleineren Unternehmen. 

0.50 Uhr – Die US-Regierung will den Landwirten mit 19 Milliarden Dollar (rund 17,5 Milliarden Euro) unter die Arme greifen. Laut Präsident Donald Trump hätten die Farmer und Rancher durch die Coronavirus-Pandemie “Verluste noch nie dagewesenen Ausmaßes” erlitten. Nach Angaben seines Landwirtschaftsministers Sonny Perdue sollen drei Milliarden Dollar aus dem Hilfsprogramm dazu eingesetzt werden, den Landwirten Milch und Feldfrüchte abzukaufen und an kommunale Wohltätigkeitsorganisationen abzugeben, die diese an Bedürftige verteilen. Der restliche Betrag gehe als Direktzahlung an die von der Krise betroffenen Betriebe. Landwirte gehören zur wichtigsten Wählergruppe Trumps, der im November wiedergewählt werden will. 



[Coustom ad_2]
Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

Krypto-Nachrichten ist ein RSS-Nachrichtendienst und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unser Nachrichtenportal soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.

Werbebanner

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here