Corona-Live-Ticker vom 21. April: Keine neuen Todesfälle in China | Coronavirus und Covid-19 – aktuelle Nachrichten zur Pandemie | DW

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Das Wichtigste in Kürze:

  • US-Präsident Trump will die Einwanderung aussetzen
  • Reporter ohne Grenzen stellt China in Corona-Zeiten an den Pranger
  • Koalition plant weiteres großes Gesetzespaket im Gesundheitsbereich

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MESZ

08.50 Uhr – Die US-Regierung hat erste Hilfen an die von der Corona-Pandemie besonders hart getroffenen Fluggesellschaften ausgezahlt. 2,9 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) seien an “zwei große Airlines und 54 kleinere Passagierflug-Anbieter” gegangen, teilte das Finanzministerium mit. Insgesamt umfasst das US-Paket für die Airlines 25 Milliarden Dollar. In der Branche arbeiten in den USA mehr als 750.000 Menschen. 

08.14 Uhr – Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach plädiert dafür, das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in Deutschland verpflichtend zu machen. In Geschäften und im  öffentlichen Nahverkehr etwa sei das Tragen eines Mundschutzes medizinisch sinnvoll, erklärte Lauterbach. Seit Montag gilt in Sachsen eine Maskenpflicht, andere Bundesländer werden in Kürze nachziehen oder beraten darüber.

08.09 Uhr – Die japanische Zentralbank befürchtet bei einer länger anhaltenden Pandemie eine Negativspirale für das Finanzsystem. Eine kriselnde Wirtschaft könne das heimische Finanzsystem destabilisieren, warnt das Institut. Wegen der extrem niedrigen Zinsen hätten die japanischen Banken risikoreiche Kredite vergeben, darunter auch an ausländische Energieunternehmen. Diese Jagd nach höheren Renditen berge jetzt Risiken. 

07.49 Uhr – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor verfrühten Lockerungen der Kontakteinschränkungen und anderen Pandemie-bedingten Verboten. Andernfalls drohe eine
Wiederbelebung der Infektionswelle. “Bis ein Impfstoff oder eine sehr effektive Behandlungsmethode gefunden ist, wird dies unsere neue Normalität sein”, betonte WHO-Regionaldirektor Takeshi Kasai.

07.30 Uhr – Die weltweiten Maßnahmen gegen das Coronavirus führen nach Angaben der SOS-Kinderdörfer zu einem Rückschlag im Kampf gegen die Heuschreckenplage in Afrika. Es seien kaum noch Flugzeuge unterwegs, folglich kämen nicht genügend Pestizide an, erklärte Ayele Sebaro, Nothilfekoordinator der Hilfsorganisation in Ost- und Südafrika, in München. Auch die strengen Ausgangsbeschränkungen erschwerten die Eindämmung der Heuschreckenplage.

06.58 Uhr – Alten- und Pflegeheime, andere Betreuungseinrichtungen und Massenunterkünfte haben bisher mindestens 14.228 Coronafälle gemeldet. Nach einer Anfrage von NDR Info veröffentlichte das Robert Koch-Institut erstmals Zahlen zu den Einrichtungen. Experten vermuten allerdings eine deutlich höhere Dunkelziffer.

06.40 Uhr – In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts binnen eines Tages um 1785 auf 143.457 gestiegen. 194 weitere Menschen sind gestorben. Die Zahl der Toten insgesamt stieg damit auf 4598. 

06.35 Uhr – Die großen Fraktionen im nordrhein-westfälischen Landtag wollen ein Zeichen in der Corona-Krise setzen und dieses Jahr auf ihre turnusmäßige Diätenerhöhung verzichten. Man wolle sich so solidarisch mit den Menschen im Land zeigen, die um ihre Existenzen bangen, heißt es in einem gemeinsamen Gesetzentwurf von CDU, SPD, FDP und Grünen. Dem Vernehmen nach würde das Land damit rund 500.000 Euro sparen. 

06.01 Uhr – Die Organisation Reporter ohne Grenzen hat China in der Corona-Krise massive Verletzungen der Pressefreiheit mit fatalen Konsequenzen vorgeworfen. “Die Auswirkungen der fast totalen chinesischen Nachrichtenkontrolle, die im Zweifelsfall die Durchsetzung von Zensuranordnungen über den Gesundheitsschutz stellt, hat in der Corona-Krise die ganze Welt zu spüren bekommen”, erklärte die Organisation in Berlin. 

China | Pressefreiheit | Journalisten auf der Frontline im coronavirus (picture-alliance/Photoshot)

Ein Reporter (2.v.r.) befragt im Februar in einem Krankenhaus im chinesischen Wuhan geheilte Corona-Patienten

05.49 Uhr – Gesundheitsminister Jens Spahn sieht auch in Pandemie-Zeiten keine Notwendigkeit, per Gesetz zu regeln, welche Patienten im Fall von unzureichenden Behandlungskapazitäten vorrangig medizinisch versorgt werden sollen. In einer Antwort seines Ministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen wird unter anderem auf eine Stellungnahme des Deutschen Ethikrates verwiesen. Das Gremium hatte im März erklärt: “Der Staat darf menschliches Leben nicht bewerten und deshalb auch nicht vorschreiben, welches Leben in einer Konfliktsituation zu retten ist.”

05.10 Uhr – Die große Koalition plant zur Bewältigung der Corona-Krise ein weiteres umfangreiches Gesetzespaket im Gesundheitsbereich. Dabei geht es unter anderem um eine massive Ausweitung von Coronavirus-Tests auch unter Mithilfe von Tierärzten, um schärfere Meldepflichten bei Verdachts- und Krankheitsfällen sowie Laborbefunden und um den Schutz von privat Krankenversicherten, die in der aktuellen Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten. 

4.44 Uhr – Mehrere Regierungschefs von Bundesländern haben deutlich gemacht, dass kein Ende der Kontaktsperren in der Corona-Krise absehbar ist. Die Pandemie werde den Alltag prägen, “so lange wir keinen Impfstoff und keine Medikamente haben”, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bei der Dauer der Kontaktsperren sei noch “mit Monaten zu rechnen und nicht mit Wochen”, ergänzte der baden-Württembergische Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne). “Abstandsgebot, keine Gruppen, Hygienemaßnahmen werden uns noch lange begleiten”, betonte er. 

04.26 Uhr – US-Präsident Donald Trump will die Einwanderung in die Vereinigten Staaten vorläufig stoppen. “Angesichts des Angriffs des unsichtbaren Feindes sowie der Notwendigkeit, die Arbeitsplätze unserer großartigen amerikanischen Bürger zu schützen, werde ich eine Verfügung unterzeichnen, um die Einwanderung in die Vereinigten Staaten vorübergehend auszusetzen”, schreibt Trump im Kurznachrichtendienst Twitter.

4.07 Uhr – Die britische Königin Elizabeth II. wird ihren heutigen 94. Geburtstag ohne große Feierlichkeiten begehen. Wegen der Coronavirus-Pandemie wird es keinen Kanonensalut in London geben. Auch die Militärparade Trooping the Colour, die immer im Juni zur Feier ihres Geburtstags stattfindet, wurde abgesagt. Elizabeth II. und ihr 98-jähriger Mann, Prinz Philip, hatten sich bereits Mitte März nach Schloss Windsor zurückgezogen. Das Paar gilt wegen seines hohen Alters als besonders gefährdet durch die Lungenkrankheit Covid-19.

Großbritannien | Coronavirus | Ansprache Königin Elizabeth II. (picture-alliance/AP Photo/Buckingham Palace)

Queen Elizabeth II. bei einer Ansprache an die Briten am 5. April 2020

03.18 Uhr – Die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen haben einen “gleichberechtigten” Zugang zu künftigen Impfstoffen gegen das neuartige Coronavirus verlangt. Eine entsprechende Resolution wurde am Montagabend (Ortszeit) von der UN-Vollversammlung in New York einstimmig verabschiedet. Darin wird gefordert, dass künftige Medikamente sowie Impfstoffe gegen das Virus in “gerechter, transparenter, gleichberechtigter und effizienter” Form allen Ländern mit entsprechendem Bedarf zur Verfügung gestellt werden sollten. Dies gelte besonders für die Entwicklungsländer.

03.08 Uhr – Aus China wurden am Vortag keine neuen Todesfälle durch das Coronavirus gemeldet. Von den elf neuen Infektionen seien vier eingeschleppt worden. Damit beläuft sich die Zahl der Coronavirus-Fälle auf dem chinesischen Festland nach offiziellen Angaben auf insgesamt 82.758. 4632 Menschen starben demnach an der Lungenkrankheit COVID-19..

1.41 Uhr – In Mexiko sollen mehr als 5000 Strafgefangene entlassen werden. Die vom Senat gebilligte Amnestie soll für Arme und Indigene, über 60-Jährige und Frauen gelten, die keine Gefahr für die Gesellschaft darstellen. Ausgenommen sind Drogenhändler, Mörder, Vergewaltiger, Geiselnehmer und Wiederholungstäter. Zwar war die Amnestie eines der Wahlkampfversprechen von Präsident Andrés Manuel López Obrador, doch angesichts der grassierenden Corona-Pandemie erhofft sich die Regierung von dem Schritt nun auch, eine Ausbreitung des Virus in den chronisch überfüllten Gefängnissen des lateinamerikanischen Landes zu verhindern.

0.43 UhrSachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) begrüßt in der “Bild”-Zeitung den Vorschlag, die wegen der Corona-Krise ausgesetzte Bundesliga-Saison möglicherweise ab 9. Mai in leeren Stadien weitergehen zu lassen. Zuvor hatten der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) den 9. Mai als denkbaren Termin für die Fortsetzung der Fußball-Bundesliga-Saison in der Form von “Geisterspielen” genannt, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt seien. Der Spielbetrieb in der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga ist wegen der Corona-Pandemie seit dem 12. März und damit erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ausgesetzt.

0.00 Uhr – Die Deutschen beurteilen die Parteien der Großen Koalition in der Corona-Krise sehr unterschiedlich. CDU und CSU gewinnen im aktuellen INSA-Meinungstrend für die “Bild”-Zeitung mit 38,5 Prozent Zustimmung einen Prozentpunkt hinzu, die SPD verliert einen Punkt und liegt bei 15 Prozent. Dass die wirtschaftlichen Sorgen inzwischen die gesundheitlichen übertreffen, nutze den Unionsparteien und schade der SPD, sagte INSA-Chef Hermann Binkert. Die anderen Parteien halten ihre Werte: Bündnis90/Grüne stehen bei 16 Prozent, die AfD bei 10,5 Prozent, die FDP bleibt bei sieben und die Linke bei 7,5 Prozent.

se/mak/wa (dpa, rtr, afp, epd, ap, rki)



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