Corona-Live-Ticker vom 22. April: Spaniens Kinder dürfen wieder raus | Aktuell Welt | DW

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Das Wichtigste in Kürze:

  • EU-Ratspräsident sieht nach Corona massiven Reformbedarf
  • Psyche vieler Menschen leitet unter Lockdown
  • Spaniens Kinder dürfen erstmals wieder ins Freie

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MESZ:

 

09.26 Uhr – Der Chef des Pharmakonzerns Roche, Severin Schwan, dämpft die Hoffnungen auf eine baldige Verfügbarkeit eines Corona-Impfstoffs. Üblicherweise dauere die Entwicklung Jahre. Das wahrscheinlichste Szenario sei leider, dass vor Ende 2021 kein Impfstoff verfügbar sei, sagte Schwan.

09.18 Uhr – In Großbritannien sind nach einer Analyse der “Financial Times” durch die Corona-Krise bereits bis zu 41.000 Menschen gestorben. Die Zeitung fußt ihre Erkenntnisse auf jüngste Daten der Statistikbehörde ONS. Sie berücksichtigt auch Todesfälle, die sich außerhalb von Krankenhäusern ereigneten. Offiziell weist die britische Regierung nur 16.500 Tote aus.

09.06 Uhr – Im brasilianischen Amazonas-Gebiet infizieren sich immer mehr Indigene mit dem Coronavirus. Zuletzt stieg die Zahl bekannter Fälle innerhalb von 24 Stunden von neun auf 23, wie aus den Daten des Spezialsekretariats für Indigene Gesundheit Sesai hervorgeht. Vier Ureinwohner starben.

08.42 Uhr – Die chinesische Hauptstadt Peking hat ihre Maßnahmen gegen eine Einschleppung des Coronavirus nochmals verschärft. Menschen, die in die Stadt kommen, müssen nach einer zweiwöchigen Quarantäne nun zusätzlich eine Woche in “häusliche Beobachtung”. China hat das Virus laut eigenen Angaben weitgehend unter Kontrolle, ist aber besorgt über den Zustrom von Rückkehrern, die infiziert sind. 

08.16 Uhr – Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert an Länder und Kommunen, die öffentlichen Spielplätze schrittweise wieder zu öffnen. Um die Infektionsgefahr zu minimieren, müsse man sich eng mit dem Robert Koch-Institut abstimmen, erklärte die Organisation. Auch in Deutschland fehlen vielen Kindern aufgrund der Beschränkungen Bewegung und Kontakte zu Gleichaltrigen.

08.01 Uhr – Ein Schweizer Immunologe arbeitet nach eigenen Angaben an einem Impfstoff, der nach erfolgreichen Prüfungen möglicherweise noch in diesem Jahr eingesetzt werden könnte. Martin Bachmann vom Universitätsspital Bern erläuterte, eine erste kleine Erprobung am Menschen – eine sogenannte Phase-I-Studie – solle im Juli starten. An nur wenigen Teilnehmern wird dabei zunächst die Sicherheit und allgemeine Verträglichkeit getestet.

07.46 Uhr – Am Ölmarkt geht es weiter kräftig nach unten. Zum Handelsstart stand vor allem der Preis für die Nordseesorte Brent unter Druck. Der Preis für Lieferungen im Juni fiel um bis zu 3,35 Dollar oder 17 Prozent auf 15,98 Dollar. Damit kostete ein Barrel (159 Liter) erstmals seit 1999 weniger als 16 Dollar.

07.32 Uhr – In Japan warnen Experten vor dem falschem Gebrauch von Desinfektionsmitteln zum Schutz vor Corona. Es gibt zunehmend Unfälle, etwa weil Menschen auf Alkohol basierende Mittel in Getränke-Plastikflaschen lagern und versehentlich daraus trinken, wie der japanische TV-Sender NHK berichtet.

07.02 Uhr – Internationale Hilfsorganisationen haben nochmals auf die katastrophalen Bedingungen in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln hingewiesen. Dort leben laut Human Rights Watch mehr als 34.000 Menschen auf engstem Raum. Die Zustände seien so elend, dass selbst Händewaschen und Abstandhalten unmöglich seien.

Griechenland | Flüchtlingslager Moria | NGO Team Humanity ( Team Humanity)

Helfer verteilen im überfüllten Lager Moria auf Lesbos einen Mund-Nasen-Schutz

06.22 Uhr – Vor der Sitzung des Koalitionsausschusses zur Corona-Krise gibt es zwischen SPD und Union weiter deutliche Differenzen über die mögliche Aufstockung des Kurzarbeitergeldes. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil bekräftigte die Forderung seiner Partei, allgemein statt der derzeit 60 bis 67 Prozent des Nettoverdienstausfalls künftig 80 bis 87 Prozent zu ersetzen. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak lehnte eine generelle Anhebung des Kurzarbeitergeldes ab. 

06.01 Uhr – Die seit Wochen geltenden Ausgangsbeschränkungen haben die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt. Doch die seelische Gesundheit der Menschen leidet zunehmend. “Jüngste Studien zeigen eine Besorgnis erregende Zunahme von Angstzuständen und Depressionen” in der Allgemeinbevölkerung, macht Linda Bauld, Professorin für Öffentliches Gesundheitswesen an der schottischen Universität Edinburgh deutlich. Diese Beobachtung gelte für alle Länder im Lockdown.

05.35 Uhr – In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infektionen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts binnen eines Tages um 2237 auf 145.694 gestiegen. 281 Menschen verstarben, insgesamt liegt die Totenzahl damit bei 4879. Etwa 99.400 an COVID-19 Erkrankte sind laut RKI inzwischen genesen, ein Plus von 4200 im Vergleich zum Vortag.

05.27 Uhr – Vertreter großer Krankenkassen haben sich dagegen ausgesprochen, die angedachte Corona-Sonderprämie für Altenpflegekräfte komplett aus Beitragsmitteln der Pflegeversicherung zu finanzieren. AOK-Vorstandschef Martin Litsch sieht Politik und Steuerzahler am Zug. 

05.01 Uhr – In den USA sind binnen 24 Stunden wieder weit mehr als 2000 Todesfälle infolge einer Corona-Infektion gemeldet worden. Die Universität Johns Hopkins verzeichnete zwischen Montag- und Dienstagabend 2751 Tote. Zuvor hatten die Zahlen über mehrere Tage unter der 2000er-Marke gelegen. Insgesamt starben in den USA infolge der Pandemie bereits rund
45.000 Menschen. Mehr als 800.000 Infektionen wurden nachgewiesen. 

USA | Pennsylvania | Proteste gegen Coronavirus-Beschränkungen (picture-alliance/dpa/AP/M. Slocum)

In Harrisburg, Pennsylvania, fordern Hunderte Amerikaner ein Wiederhochfahren der Wirtschaft

04.52 Uhr – Beim deutschlandweiten Hilfetelefon “Gewalt gegen Frauen” hat die Nachfrage nach Beratung zu häuslicher Gewalt zuletzt zugenommen. Vergangene Woche habe man eine Steigerung von 17,5 Prozent im Vergleich zu zwei Wochen zuvor verzeichnet, sagte eine Sprecherin von Familienministerin Franziska Giffey. 

04.28 Uhr – Justizministerin Christine Lambrecht hat eine fortlaufende Überprüfung der Restriktionen in der Corona-Krise zugesagt. “Keine Einschränkung unserer grundlegenden Freiheiten darf einschneidender sein oder länger dauern, als es unbedingt zum Schutz des Lebens und der Gesundheit erforderlich ist”, sagte Lambrecht den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

04.10 Uhr – Einen Tag vor dem EU-Gipfel zur Corona-Pandemie hat Außenminister Heiko Maas die besondere Verantwortung Deutschlands bei der Überwindung der Krise betont – gerade mit Blick auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr. Man müsse die Handlungsfähigkeit der EU-Institutionen erhalten, das Krisenmanagement optimieren, eine kontrollierte Exitstrategie entwickeln und vor allem die wirtschaftliche Wiederbelebung Europas
aufs Gleis bringen. 

04.00 Uhr – Die Spitzen der großen Koalition kommen am Nachmittag im Berliner Kanzleramt zusammen. Mit Kanzlerin Angela Merkel wollen sie eine Bilanz der bisherigen Corona-Maßnahmen ziehen und über weitere Schritte beraten.

03.00 Uhr – Bundesjustizministerin Christine Lambrecht sieht die Demokratie in Deutschland wegen der coronabedingten Einschränkung von Freiheitsrechten nicht in Gefahr. Die SPD-Politikerin sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, vielmehr zeige sich, dass wir “diese schwere Krise als demokratischer Rechtsstaat bisher sehr gut bestehen”. Keine Einschränkung dürfe aber länger dauern, als es unbedingt zum Schutz des Lebens und der Gesundheit erforderlich sei.

02.30 Uhr – Der Streaming-Anbieter Netflix ist einer der großen Profiteure in der Corona-Krise. Im ersten Quartal konnte der US-Konzern nach eigenen Angaben 15,8 Millionen neue Bezahlabos abschließen. Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um rund 28 Prozent auf 5,8 Milliarden Dollar, während der Gewinn mit 709 Millionen Dollar mehr als verdoppelt wurde.

00.35 Uhr – Die Begrenzung der Einwanderung in die USA wegen der Corona-Krise soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zunächst für 60 Tage gelten. Der Schritt betreffe im Wesentlichen jene, die sich um einen dauerhaften Aufenthalt mit einer Green Card bemühten. Es gehe nicht um vorübergehende Aufenthaltsgenehmigungen. Trump begründete seinen Vorstoß erneut mit einer Verpflichtung gegenüber US-Arbeitern angesichts der Pandemie. Kritiker werfen ihm vor, seit langem die legale und illegale Einwanderung beschneiden zu wollen.

00.30 Uhr –  Erleichterung für Kinder in Spanien: Erstmals seit mehr als sechs Wochen sollen alle Kinder bis zum Alter von 14 Jahren in der Corona-Krise ab Sonntag wieder das Haus verlassen dürfen. Dies gelte entgegen ersten Ankündigungen nicht erst ab Montag, sagte Gesundheitsminister Salvador Illa in einer Video-Pressekonferenz. Zudem dürften die Kinder das Haus nicht nur verlassen, um ihre Eltern auf bisher Erwachsenen schon erlaubten Einkaufsgängen zu begleiten, sondern ausdrücklich auch für Spaziergänge zusammen mit ihren Eltern.

00.15 Uhr – Der US-Bundesstaat Missouri reicht wegen der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie bei einem Bundesgericht Klage gegen China ein. Die Regierung in Peking habe die Welt unter anderem über die Gefahr durch das Virus angelogen und wenig getan, um der Seuche Einhalt zu gebieten, heißt es in einer Erklärung von Justizminister Eric Schmitt. Die Klage richtet sich unter anderem gegen die chinesische Regierung, die Kommunistische Partei, die Regionalregierung der Provinz Hubei und die Stadtverwaltung von Wuhan.

00.00 Uhr –  Der US-Senat hat ein weiteres Corona-Hilfspaket beschlossen, diesmal mit einem Volumen von etwa 480 Milliarden Dollar (rund 442 Milliarden Euro). Das nunmehr vierte Rettungspaket im Kampf gegen die Pandemie passierte die Kongresskammer nach einer Einigung der Republikaner von Präsident Donald Trump mit den oppositionellen Demokraten. Die USA sind das Land mit den meisten bestätigten COVID-19-Fällen und Todesopfern weltweit: Bislang wurden mehr als 815.000 Ansteckungen und rund 44.000 Tote bestätigt. 

00.00 Uhr – EU-Ratspräsident Charles Michel sieht für die Zeit nach der Coronavirus-Pandemie dringenden Reformbedarf in der Europäischen Union. In seinem Einladungsschreiben für den Video-EU-Gipfel am Donnerstag heißt es etwa, die Corona-Krise habe gezeigt, wie wichtig es sei, unverzichtbare Güter in Europa selbst zu produzieren, in strategische Warenketten zu investieren und eine übermäßige Abhängigkeit von Drittländern abzubauen. Die EU müsse ihre eigenen Regeln und Arbeitsweisen überdenken, effizienter und widerstandsfähiger werden und dabei die gemeinsamen Werte im Blick behalten.

mm/se/rb/qu (alle Agenturen, rki, jhu)



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