Corona-Live-Ticker vom 23. April: EU bringt Fonds für Aufbau nach Corona-Krise auf den Weg | Aktuell Welt | DW

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Der Live-Ticker ist jetzt geschlossen. Sie können die Ereignisse vom Donnerstag rund um die Coronavirus-Pandemie hier nachlesen.

Das Wichtigste in Schlagzeilen:

  • EU bringt Fonds für Aufbau nach Corona-Krise auf den Weg
  • Die UN warnen vor antidemokratischen Repressalien
  • In den USA wächst die Arbeitslosigkeit

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MESZ:

20.09 Uhr – Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise setzt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf den gemeinsamen EU-Haushalt. Sie halte das EU-Budget verbunden mit dem Wiederaufbau-Fonds für das einzig taugliche Instrument, sagte sie nach den Beratungen der europäischen Staats- und Regierungschefs.

19.34 Uhr – Die Staats- und Regierungschefs der EU haben nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Gipfel zwar keine Einigkeit in allen Punkten erzielt. Man stimme jedoch überein, dass man zusammenarbeiten müsse, sagt sie nach den Beratungen per Videoschalte. Es sei deutlich, dass ein Fonds von gut 500 Milliarden Euro zum Wiederaufbau nötig sei. Deutschland müsse sich auf höhere Beiträge zum EU-Haushalt einstellen.

19.31 Uhr – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach eigener Auskunft in der Schalte mit den EU-Staats- und Regierungschefs deutlich gemacht, dass sie Eurobonds ablehnt. “Es geht nicht, dass die Schulden vergemeinschaftet werden”, betont sie.

19.26 Uhr – Bei dem virtuellen EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs zu einem Wiederaufbaufonds werden Insidern zufolge Fortschritte in Richtung gemeinsamer Maßnahmen erzielt. Allerdings blieben grundsätzliche Differenzen bestehen. Jetzt müsse der EU-Kommission “die Quadratur des Kreises” gelingen, sagt ein Diplomat.

18.47 Uhr – Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland werden laut Vize-Kanzler Olaf Scholz sobald wie möglich vollständig zurückgenommen. “Das garantiere ich”, sagt der Finanzminister im ZDF. Die Einschränkungen seien wegen der gesundheitlichen Gefahren erlassen worden und nicht auf Dauer angelegt. Es gebe angesichts von Fortschritten im Kampf gegen das Coronavirus ja bereits erste Lockerungen für die Wirtschaft. Die Regierung werde genau prüfen, wie sich das auswirke.

18.36 Uhr – Estlands Regierung will den noch bis zum 1. Mai laufenden Corona-Notstand um mindestens zwei Wochen verlängern. Die Entscheidung soll noch diese Woche fallen, sagte Ministerpräsident Jüri Ratas in Tallinn. Er sei der Meinung, dass ein Notstand eher eine Woche zu lang als einen Tag zu wenig dauern sollte, sagte Ratas.

17.59  Uhr – Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sind vom 1. Mai an wieder Gottesdienste und andere “Versammlungen zur Religionsausübung” erlaubt. Die Kirchen und Religionsgemeinschaften hätten erklärt, bis dahin alle notwendigen Vorkehrungen treffen zu können, teilte die Landesregierung in Düsseldorf mit.

Deutschland Coronavirus Ostergottesdienste im Autokino (picture-alliance/dpa/F. Strauch)

Ostermesse in einem Düsseldorfer Autokino: In Nordrhein-Westfalen soll es ab Mai auch wieder Gottesdienste in Kirchen geben unter Beachtung der Abstandsregeln

17.37 Uhr – Die Vereinten Nationen rufen dazu auf, den Entwicklungsländern etwa eine Billion Dollar an Schulden zu erlassen. Ein Zahlungsausfall dieser Staaten sei nicht zu verhindern, heißt es auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD).

16.53 Uhr – Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, hat auf dem virtuellen EU-Gipfel gewarnt, dass die Pandemie zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um bis zu 15 Prozent führen könne. Die 27 Staats- und Regierungschefs dürften keinesfalls “zu kleinteilig und zu spät” auf die prekäre Lage reagieren.

16.42 Uhr – Der Kurznachrichtendienst Twitter blockiert Beiträge, die zur Zerstörung von G5-Mobilfunkanlagen aufrufen. Im Internet kursieren derzeit Verschwörungstheorien, die den Standard 5G mit dem Coronavirus in Verbindung bringen.

16.35 Uhr – Kursgewinne an der Wall Street ermuntern immer mehr Anleger zum Wiedereinstieg in die europäischen Aktienmärkte. Dax und EuroStoxx50 bauen ihre Gewinne aus und steigen um jeweils 1,3 Prozent. Die US-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 gewinnen ebenfalls jeweils mehr als ein Prozent.

16.16 Uhr – In Großbritannien ist die Todesrate in Krankenhäusern um mehr als 600 auf über 18.700 gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden 138.000 Menschen positiv getestet. Da nur Sterbefälle in Kliniken gezählt werden, gehen Experten von einer wesentlich höheren Todesrate aus.

16.04 Uhr – Zu Beginn einer ersten Dunkelziffer-Studie in Tschechien haben sich lange Schlangen vor den Abnahmestellen gebildet. Landesweit sollen rund 28.000 Menschen ohne Symptome getestet werden, um einen Anhaltspunkt zu erhalten, wie weit das Virus schon verbreitet ist. Dabei sollen alle Altersgruppen berücksichtigt werden. Bislang gibt es 7100 bestätigte Infektionen und 210 Todesfälle.

15.53 Uhr – In Schweden sind mehr als 2000 Menschen mit Covid-19-Erkrankung gestorben. Landesweit sei bislang bei 16.800 Menschen das Virus nachgewiesen worden, gab die staatliche Gesundheitsbehörde bekannt. Schweden verfolgt einen freizügigeren Weg als alle anderen europäischen Länder.

15.42 Uhr – Die muslimische Minderheit in Bulgarien muss während des beginnenden Fastenmonats Ramadan auf Massengebete in den Moscheen verzichten. Es werde auch kein gemeinsames Fastenbrechen geben, teilte das Amt des Obersten Mufti  mit. Gebete sowie Beiträge zum Ramadan sollen online gestellt werden. In dem EU-Land sind etwa zehn Prozent der Bevölkerung Muslime. In dem Lang sind 1000 Infizierte und 50 Todesfälle registriert.

15.37 Uhr – Auch in Kroatien werden die Einschränkungen gelockert. Von Montag an können Geschäfte außerhalb von Einkaufszentren sowie Dienstleistungsbetriebe ohne engen Kundenkontakt wieder öffnen, kündigte Ministerpräsident Andrej Plenkovic an. In einer zweiten Phase nach dem 4. Mai dürfen Dienstleister wie Friseurläden und Kosmetiksalons wieder aufmachen. Vom 11. Mai an sollen Kindertagesstätten und Grundschulen wieder öffnen. In Kroatien sind knapp 2000 Menschen nachweislich infiziert.

Kroatien - Davor Krmpotic übt Saxophon auf dem Balkon (picture-alliance/PIXSELL/N. Pavletic)

Davor Krmpotic übt Saxophon auf dem Balkon in Rijeka

15.19 Uhr – Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder haben gemeinsame Beratungen in der Corona-Krise aufgenommen. Zentrales Thema der Videoschalte sind Hilfen für die Wirtschaft. Europäische Unternehmen verlieren infolge der Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie derzeit Milliardensummen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte vor dem Gipfel Hilfe für besonders hart getroffene EU-Länder zugesagt.

15.04 Uhr – Die finanziell gefährdeten Profiklubs der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga sind nicht mehr akut von der Pleite bedroht. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat wie erwartet die Mediengelder der Rechte-Inhaber erhalten. Durch die rund 300 Millionen Euro ist die Liquidität der Vereine laut DFB-Boss Christian Seifert bis zum 30. Juni gesichert. Wann wieder Fußball gespielt werde, sei unklar, sagte Seifert. Das festzulegen, sei Aufgabe der Politik. 

14.59 Uhr – Der französische Präsident Emmanuel Macron strebt landesweit einheitliche Regeln für die ab dem 11. Mai geplante Lockerung der Schutzmaßnahmen an. Macron habe den Bürgermeistern in einer Videokonferenz erklärt, dass der Ausstieg nicht Region für Region erfolgen sollte, teilte das Präsidialamt mit. Eine Rückkehr zur Schule solle auf freiwilliger Basis ab dem 11. Mai möglich sein. Das Tragen einer einfachen Maske in der Öffentlichkeit werde empfohlen, aber nicht verpflichtend sein.

14.54 Uhr – Aufgrund der Pandemie wird die Wirtschaft der Demokratischen Republik Kongo nach Angaben des Internationalen Währungsfonds in diesem Jahr um 2,2 Prozent schrumpfen. Ursache sei der Preisverfall etwa für Kupfer und die Auswirkungen des Coronavirus. In dem Land, das auch gegen Ebola kämpft, sind 377 Infizierte und 25 Tote registriert.

Coronavirus Kongo Katungo Methya, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Roten Kreuz (picture-alliance/dpa/A.K. Maliro)

Rot-Kreuz-Mitarbeiterin Katungo Methya erklärt Präventionsmaßnahmen

14.42 Uhr – Die Beschränkungen in der Corona-Krise verfestigt nach einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung die soziale Ungleichheit. Die Möglichkeiten für Familien mit Kindern seien sehr unterschiedlich, sagte Forschungsdirektor Martin Bujard. Fast jede dritte Familie in Deutschland habe keinen Zugang zu einem Garten. Insbesondere in Großstädten und Ballungsgebieten lebten zudem viele beengt in kleinen Wohnungen.

14.31 Uhr – In den USA haben die fünfte Woche in Folge Millionen Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt. In der Woche bis zum 18. April wurden nach Angaben des Arbeitsministerium 4,4 Millionen Neuanträge registriert. Damit haben innerhalb eines Monats mehr als 26 Millionen Menschen ihren Job verloren.

13.58 Uhr – Die Regierung in Indonesien verbietet von Freitag an einstweilig alle Inlandsflüge und Schiffsreisen im Lande. Das Verbot gelte bis zum Anfang Juni, sagte ein Sprecher des Verkehrsministeriums. Der Gütertransport sei von dem Verbot ausgenommen.

13.50 Uhr – Die Zentralbank der Ukraine senkt im Kampf gegen die Folgen der Virus-Krise zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen die Leitzinsen. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld liegt künftig bei acht statt wie zuvor bei zehn Prozent. Die Notenbank geht davon aus, dass die Wirtschaft des Landes dieses Jahr um fünf Prozent schrumpfen wird.

13.38 Uhr – Die Arena des Traditionsclubs Kickers Offenbach heißt ab sofort “Kommt-Gesund-Wieder-Stadion”. Der bisherige Namensgeber Sparda-Bank-Hessen und die Stadiongesellschaft wollen damit in der Pandemie eine positive Botschaft senden. Verbunden mit der Namensänderung ist eine Spendenaktion zu Gunsten von Mitarbeitern “systemrelevanter Berufe”.

13.27 Uhr – Nach der Verschiebung der Männer-EM und der Olympischen Spiele ins Jahr 2021 wird auch die Frauenfußball-EM ein Jahr später als geplant stattfinden. Wie die UEFA mitteilte, wird das Turnier in England aufgrund von Terminkollisionen vom 6. bis 31. Juli 2022 ausgetragen. Ursprünglich sollte die EM vom 7. Juli bis 1. August 2021 ausgetragen werden.

13.18 Uhr – Ein Gericht in Prag hat einen Großteil der Corona-Maßnahmen der tschechischen Regierung für rechtswidrig erklärt. Konkret handelt es sich um die Ausgangsbeschränkungen für die Bevölkerung sowie die Schließung des Einzelhandels. Die Maßnahmen hätten als Notstandsgesetze verabschiedet werden müssen, nicht als außerordentliche Verordnungen eines Ministeriums, entschieden die Richter. Da das Urteil erst am Montag rechtskräftig wird, hat die Regierung bis dahin Zeit, die Maßnahmen neu zu beschließen. In Tschechien gibt es 7100 Infektionen und 210 Todesfälle.



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