Corona-Live-Ticker vom 26. März: China schließt Grenzen für Ausländer | Aktuell Welt | DW

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Das Wichtigste in Kürze:

  • China schließt seine Grenzen für Ausländer
  • Die G20-Staaten wollen fünf Billionen Dollar in die Weltwirtschaft investieren
  • In den USA verzehnfacht sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MEZ:

22.20 Uhr – Die EU-Finanzminister sollen binnen zwei Wochen Details für eine besondere Kreditlinie ausarbeiten. Es geht um die Unterstützung besonders belasteter Mitgliedstaaten.

22.01 Uhr – In Italien haben sich Hoffnungen zerschlagen, die Coronavirus-Epidemie könnte auf dem Rückzug sein. Am Donnerstag stiegen sowohl die Zahl der Todesopfer als auch die der Neuinfizierten wieder stärker an. Nach Angaben der Behörden erlagen binnen 24 Stunden 712 Menschen der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19.

19.50 Uhr – Die Führung in China hat die Schließung seiner Grenzen für Ausländer angekündigt. Die Maßnahme trete ab Samstag in Kraft, teilte das Außenministerium in Peking auf seiner Internetseite mit. Ein Grund für die Schließung wurde zunächst nicht genannt. Beobachter in Peking gehen aber davon aus, dass eine von Ausländern ausgelöste zweite Infektionswelle mit dem Erreger Sars-CoV-2 verhindert werden soll. Nur für Diplomaten sowie für als besonders notwendig erachtete Fachkräfte und Geschäftsleute sowie in humanitären Notfällen bleiben die Grenzen offen.

18.27 Uhr – Die G20-Staaten investieren in der Coronavirus-Krise zusammen fünf Billionen US-Dollar (gut 4,5 Billionen Euro) in die Weltwirtschaft. Es gehe darum, “Vertrauen wiederherzustellen, finanzielle Stabilität zu bewahren, Wachstum neu zu beleben und gestärkt aus der Krise hervorzugehen”, erklärten die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer nach ihrer Videokonferenz.

17.33 Uhr – Die EU-Staats- und Regierungschefs rufen zu koordinierten Maßnahmen auf, um die Coronavirus-Pandemie zu stoppen. Im Anschluss an eine Videokonferenz mit den Staats- und Regierungschefs der G20 sagten die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, in einer gemeinsamen Erklärung, dass “schnelle, massive und koordinierte globale Maßnahmen an der Gesundheits- und Wirtschaftsfront notwendig sind, um Leben zu retten und eine weitere Wirtschaftskrise zu vermeiden”.

17.26 Uhr – Die staatlichen Krankenhäuser in New York werden nach Einschätzung von Gouverneur Andrew Cuomo sehr wahrscheinlich durch die Pandemie überlastet werden. Man versuche, die Kapazität auszuweiten, wo immer das möglich sei. Im Bundesstaat New York sei binnen 24 Stunden die Zahl der Todesfälle infolge einer Corona-Infektion um 100 auf 385 gestiegen. In dem gesamten USA stieg die Zahl der Toten auf über 1000. Knapp 70.000 Menschen sind offiziell infiziert.

17.19 Uhr – In Portugal ist die Zahl der Todesopfer um 17 auf 60 gestiegen. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, ist das ein Anstieg von fast 40 Prozent in 24 Stunden. Die Zahl der Bürger, die sich mit dem Virus Sars-CoV-2 infizierten haben, stieg um 18 Prozent auf mehr als 3500.

17.15 Uhr – Die Regierung in Afghanistan hat die Freilassung von bis zu 10.000 Gefangenen angeordnet, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Präsident Ashraf Ghanis Dekret richtete sich an Frauen, junge Straftäter, schwerkranke Patienten und Häftlinge über 55 Jahre, sagte Generalstaatsanwalt Farid Hamidi. Die Regierung reagiert damit auf einen Anstieg der Coronainfektionen im Land.

17.08 Uhr – Der russische Präsident Wladimir Putin hat beim G20-Videogipfel eine zeitweilige Aussetzung internationaler Sanktionen auf wichtige Güter gefordert. Putin sagte nach dem Gipfel, unabhängig von Handelskriegen und Sanktionen könnten Medikamente, Nahrungsmittel, Technik und Ausrüstung geliefert werden. Wie andere Staaten leidet auch Russland unter Sanktionen. Die USA, die EU und andere Länder haben das Land wegen des Ukraine-Konflikts mit Strafmaßnahmen belegt.

16.32 Uhr – China steckt umgerechnet rund 344 Milliarden Dollar in den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Es handele sich überwiegend um finanzpolitische Maßnahmen, teilte das Außenministerium in Peking mit. 141 Milliarden Dollar seien bereits in Form von Steuererleichterungen und Liquiditätshilfen aufgewendet worden.

16.23 Uhr – Die EU-Staats- und Regierungschefs haben ihre Beratungen über die Reaktion auf die Pandemie aufgenommen. Sie begannen eine Video-Konferenz unter Leitung von EU-Ratspräsident Charles Michel. Dabei ist unklar, ob es eine Einigung auf das weitere Vorgehen gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie geben wird. Bis zuletzt stritten die Mitgliedstaaten über die von Deutschland abgelehnten Corona-Bonds zur Stützung finanziell schwächerer Länder.

16.05 Uhr – Die deutschen Ärzte stellen sich darauf ein, Entscheidungen über Leben und Tod treffen zu müssen, wenn in der Pandemie die Intensivkapazitäten nicht mehr ausreichen. Sieben medizinische Fachgesellschaften verabschiedeten deshalb einen Katalog mit Handlungsempfehlungen, wie die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin mitteilte. Deren Präsident Uwe Janssens erklärte dazu, als Kriterium soll die klinische Erfolgsaussicht gelten, also die Wahrscheinlichkeit, ob der Patient die Behandlung überleben wird. Es gelte der Gleichheitsgrundsatz.

15.49 Uhr – Die G20-Staaten haben einen Schulterschluss im Kampf gegen das Coronavirus beschlossen. In einem Statement der 20 größten Industrie- und Schwellenländer nach einer Videokonferenz der Staats- und Regierungschefs hieß es, Leben müssten geschützt und die Jobs und der Wohlstand gesichert werden. Hierfür würden fünf Billionen Dollar in die globale Wirtschaft gepumpt.  Der saudische König Salman als Gastgeber der Videoschalte hatte zu Beginn größere Anstrengungen bei der Forschung nach einem Impfstoff gefordert. An der Konferenz nahmen unter anderem auch US-Präsident Donald Trump, sein chinesischer Kollege Xi Jinping und Bundeskanzlerin Angela Merkel teil.

15.31 Uhr – Wegen der Corona-Krise sollen alle Iraner mitten in den persischen Neujahrsferien ihren Urlaub abbrechen und umgehend in ihre Heimatstädte zurückkehren. Das verfügte das iranische Innenministerium. Den neuen Anweisungen zufolge dürfen nur noch Einheimische in ihre Städte einreisen. Im Iran laufen derzeit die zweiwöchigen persischen Neujahrsferien. Viele Iraner nutzen die Zeit für Urlaub. Nach Regierungsangaben hat sich die Zahl der Toten auf 2234 erhöht, die der Infizierten auf fast 30 000.

15.29 Uhr – Als erstes Land der arabischen Welt hat Saudi-Arabien mehr als 1000 Infizierte gemeldet. Innerhalb eines Tages seien 112 neue Fälle hinzugekommen, wodurch die Gesamtzahl auf 1012 gestiegen sei, teilte das Gesundheitsministerium in Riad mit.

15.27 Uhr – Spanien verlängert die Ausgangssperre bis mindestens 12. April. Ministerpräsident Pedro Sanchez sagte im Parlament, er sei überzeugt, “dass die einzige effiziente Option gegen das Virus die soziale Isolation ist.” Die größte Oppositionspartei, die konservative Volkspartei, unterstützt die Maßnahme. Spanien ist das nach Italien am stärksten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Die Zahl der Todesopfer stieg über Nacht um 655 auf 4089.

Spanien Getafe | Desinfizierung einer Unterkunft für Menschen mit Behinderung (Reuters/S. Perez)

In der spanischen Stadt Getafe wird eine Unterkunft desinfiziert

15.05 Uhr – Ugandas Popstar und Politiker Bobi Wine hat einen Song geschrieben, in dem er die Symptome der durch Covid-19 ausgelösten Krankheit erklärt und seine Fans sensibiliert, Abstand von anderen zu halten. In seiner Heimat gibt es bisher 14 bestätigte Fälle.

15.05 Uhr – Chinas Präsident Xi Jinping macht sich für eine Internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen die Corona-Krise stark. Wichtig sei es, die globalen Lieferketten in der Industrie aufrecht zu erhalten, sagte Xi Staatsmedien zufolge bei einer Videokonferenz der G20-Staaten. Er fordert die anderen Staaten auf, Zölle zu senken, Handelsbarrieren abzubauen und den Warenaustausch zu erleichtern. Die Volksrepublik wolle helfen, die Weltwirtschaft zu stabilisieren.

14.36 Uhr – In Italien hat ein über Hundertjähriger eine Corona-Infektion überstanden. Der 1919 geborene Mann sei aus dem Krankenhaus von Rimini entlassen worden, sagte die Vize-Bürgermeisterin der Stadt, Gloria Lisi. Italien ist mit mehr als 7500 Todesfällen das am härtesten getroffene Land in Europa. Insgesamt gibt es dort fast 75.000 Infektionsfälle. Die Sterblichkeitsrate ist unter über 80-Jährigen besonders hoch.

14.21 Uhr – Der Vorsitz der G20-Staaten hat in der Corona-Krise zur Solidarität aufgerufen. “Es liegt in unserer Verantwortung, den Entwicklungsländern die Hand zu reichen”, sagte der saudiarabische König Salman bei der Video-Gipfelkonferenz der G20-Staaten. Die Mitglieder der Staatengruppe müssten eine “effiziente und koordinierte Antwort” auf die Herausforderungen der Pandemie geben, forderte er.

14.04 Uhr – Die österreichische Hauptstadt Wien spendiert angesichts des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus allen Bürgern über 65 Jahre einen Taxi-Gutschein in Höhe von 50 Euro. Von der Maßnahme können rund 300 000 ältere Menschen profitieren.




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