Corona-Live-Ticker vom 28. März: 832 Tote mehr in Spanien in 24 Stunden | Aktuell Welt | DW

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12.21 Uhr –  Im besonders schwer vom Coronavirus betroffenen Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 832 neue Todesopfer verzeichnet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Es ist der höchste Anstieg, der in dem Land bisher registriert wurde. Insgesamt kletterte die Zahl der Opfer seit Freitag auf knapp 5700. Auch die Zahl der Infizierten stieg weiter an und liegt derzeit bei rund 72.000 – etwa 8000 mehr als am Freitag. 

12.13 Uhr – An Bord des vor Australien ankernden deutschen Kreuzfahrtschiffs “MS Artania” besteht bei mindestens 46 Menschen Verdacht auf das Coronavirus. Es handele sich um 30 Passagiere und 16 Crewmitglieder, sagte der Regierungschef des Bundesstaats von Westaustralien, Mark McGowan. Das Schiff befindet sich in Freemantle südlich von Perth. Die meisten der 832 Passagiere sind Deutsche. An Bord sind zudem mehr als 230 Besatzungsmitglieder. Alle Passagiere sollen mit eigens gecharterten Flugzeugen am Sonntag aus Australien ausgeflogen werden. 

11.56 Uhr – Erstmals ist in Mecklenburg-Vorpommern ein Mensch im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Es handle sich um einen 57-jährigen Mann aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim, der Anfang März Skiurlaub in Österreich gemacht habe, teilte das Gesundheitsministerium in Schwerin mit. 

11.39 Uhr – Strafgerichtliche Hauptprozesse können während der Corona-Krise ab sofort für längere Zeit unterbrochen werden. “Strafprozesse mit vielen Beteiligten in den Gerichtssälen können in nächster Zeit kaum stattfinden”, erklärte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht. Nach einer vom Bundestag beschlossenen Regelung ist es künftig erlaubt, Hauptverhandlungen für maximal drei Monate und zehn Tage auszusetzen. Bisher konnten solche Prozesse nur höchstens einen Monat lang unterbrochen werden.

Bloßer Humor oder doch eine ernste Warnung? Eine mit Schutzmaske versehene Statue in der iranischen Stadt Täbris (Foto: picture-alliance/AA/Str)

Bloßer Humor oder doch eine ernste Warnung? Eine mit Schutzmaske versehene Statue in der iranischen Stadt Täbris

11.28 Uhr – Im Iran sind weitere 139 Menschen an den Folgen ihrer Coronavirus-Infektion gestorben. Damit ist die Zahl der Todesfälle laut dem Gesundheitsministerium in Teheran auf mehr als 2500 gestiegen. Die Rate der Neuinfektionen kletterte innerhalb von 24 Stunden um 3076, die Gesamtzahl der Infektionsfälle liegt nun bei 35.408.  

11.19 Uhr – Nach Italien wird auch im schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien das Militär beim Transport der Leichen helfen. Die Streitkräfte würden wegen der großen Zahl der Toten und des Fehlens verfügbarer Bestattungsinstitute eingesetzt, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. Wegen der vielen Todesopfer war zuletzt bereits die dortige Eishalle zum Leichenhaus umfunktioniert worden. 

10.50 Uhr – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Bürgern für ihre Disziplin bei der Beachtung der Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie gedankt. “Danke – von ganzem Herzen Danke!”, sagte Merkel in einem Audio-Podcast, den sie telefonisch aus ihrer häuslichen Quarantäne verbreitete. Zugleich warnte Merkel aber auch vor Ungeduld hinsichtlich einer Lockerung der angeordneten Schutzmaßnahmen. “Noch geben uns die täglichen Zahlen der Neuinfektionen leider keinen Grund, die Regeln zu lockern.” Derzeit verdoppele sich die Zahl der Neuinfektionen etwa alle fünfeinhalb Tage.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (Foto: Reuters/J. Geron)

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen: Keine eigenen Anleihen zur milliardenschweren Schuldenaufnahme

10.12 Uhr – In der Corona-Krise plant die Europäische Kommission keine eigenen Anleihen zur milliardenschweren Schuldenaufnahme. Dies stellte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur klar. “Da gibt es ganz klare rechtliche Grenzen, daran arbeiten wir nicht.” Das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” hatte berichtet, die EU-Kommission wolle Arbeitslosenversicherungen der Mitgliedstaaten mit Zuschüssen in Milliardenhöhe unterstützen und dazu eigene Anleihen an den Finanzmärkten platzieren, einen Vorläufer für Eurobonds. 

9.53 Uhr – Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts auf 48.582 gestiegen – 6294 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten beläuft sich inzwischen insgesamt auf 325, ein Plus zum Vortag von 55.

9.44 Uhr – Ärztepräsident Klaus Reinhardt sieht im Kampf gegen das Coronavirus Hoffnungsschimmer. “Es ist mit Glück möglich, dass der Sturm nicht ganz so heftig wird. Wir haben deutlich früher reagiert als Italien”, sagte der Präsident der Bundesärztekammer der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Es seien erste Effekte der bisher getroffenen Maßnahmen zu erkennen. Zugleich warnte Reinhardt eindringlich davor, schon jetzt die Vorsichtsmaßnahmen zu lockern. 

Ein buddhistischer Mönch in der thailändischen Provinz Samut Prakan (Getty Images/AFP/L. Suwanrumpha)

Ein buddhistischer Mönch in der thailändischen Provinz Samut Prakan

9.03 Uhr – In Thailand haben die Behörden 109 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus und einen Toten registiert. Damit steigt die Zahl der Infizierten in dem Land auf 1245, sechs Menschen sind gestorben. In Thailand hatte die Regierung in dieser Woche den Notstand ausgerufen, der bis zum 30. April andauert.

8.55 Uhr – Kanzleramtschef Helge Braun hat klargestellt, dass es vor dem 20. April keine Lockerungen der bestehenden Einschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geben werde. “Wir reden jetzt bis zum 20. April nicht über irgendwelche Erleichterungen”, sagte der CDU-Politiker dem “Tagesspiegel”. Bis dahin blieben alle Maßnahmen bestehen, ältere Menschen müssten noch deutlich länger mit Kontakteinschränkungen rechnen. Ältere und vorerkrankte Menschen müssten wirksam vor einer Infektion geschützt werden müssen, bis es einen Impfstoff gebe, betonte Braun.

8.25 Uhr – In Tokio sind am Freitag 50 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden, wie der Sender NHK berichtet. An keinem anderen Tag seien bisher so viele neue Fälle in der japanischen Hauptstadt gemeldet worden. Die Gouverneurin Yuriko Koike hatte die mehr als zehn Millionen Menschen in Tokio und Umgebung dazu aufgefordert, bis zum 12. April das Haus nicht verlassen, wenn es nicht unbedingt nötig sei.

Mexikos Präsident Andres Manuel Lopez Obrador: Es könnte uns überrollen. (Foto: Imago/J. Mendez)

Mexikos Präsident Andres Manuel Lopez Obrador: “Es könnte uns überrollen.”

8.01 Uhr – Der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador hat seine Landsleute dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben und Abstandsregeln einzuhalten. Bei einer steigenden Zahl an Infektionen könnten die Krankenhäuser dem Ansturm möglicherweise nicht gewachsen sein, warnte er in einem Youtube-Video. “Es könnte uns überrollen.” In Mexiko wurden bislang 717 mit dem Coronavirus Infizierte registriert und zwölf Tote.

7.24 Uhr – Ein MedEvac-Airbus der Bundeswehr ist von Köln in RichtungBergamo gestartet, um sechs italienische COVID-19-Patienten nach Deutschland auszufliegen. “In Zeiten größter Not ist es selbstverständlich, dass wir unseren Freunden zur Seite stehen”, sagt Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer. “Deshalb holen wir mit unserer fliegenden Intensivstation jetzt Schwerstkranke aus Italien zur Behandlung nach Deutschland. Das ist ein wichtiges Zeichen der Solidarität. Europa muss zusammenhalten.” Die Luftwaffen-Maschine wird schon gegen Mittag zurück in Köln erwartet. Von dort sollen die Kranken auf zivile Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen verteilt werden.

6.37 Uhr – Die Isolation der chinesischen Millionenmetropole Wuhan, die als Ausgangspunkt der Coronavirus-Pandemie gilt, ist beendet worden. Die Einreise in die Hauptstadt der Provinz Hubei ist nun wieder erlaubt, während das Ausreiseverbot noch bis zum 8. April gilt. Der U-Bahnverkehr rollte wieder an und die ersten Einkaufszentren werden in der kommenden Woche ihre Pforten öffnen. Die Behörden hatten das knapp 60 Millionen Einwohner zählende Hubei zwei Monate lang von der Außenwelt abgeschottet. In den vergangenen Wochen waren die offiziellen Zahlen der Neuinfektionen innerhalb der Provinz deutlich zurückgegangen.

Bahn-Mitarbeiter desinfizieren den Hauptbahnhof von Wuhan (Foto: AFP/STR)

Bahn-Mitarbeiter desinfizieren den Hauptbahnhof von Wuhan

6.15 Uhr – Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat die führenden Industriestaaten angesichts der Corona-Pandemie zu einem Schuldenerlass für Entwicklungsländer aufgerufen. “Alle großen Geber, insbesondere der G20, sollten den Aufruf der Weltbank und des IWF unterstützen und auf die Schuldenrückzahlung der ärmsten Länder verzichten”, sagte Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Der CSU-Politiker lobte zugleich den jüngsten Beschluss der G20-Staaten, zusammen fünf Billionen Dollar (gut 4,5 Billionen Euro) in die Weltwirtschaft zu investieren.

5.58 Uhr – Brasilien verschärft im Kampf gegen die Virus-Krise die Einreiseregeln. Ausländer ohne Wohnsitz in Brasilien dürften nicht mehr per Flugzeug einreisen, teilte das Justizministerium mit. Das Verbot gelte ab Montag für 30 Tage.

5.43 Uhr – In den USA ist ein Schnelltest zugelassen worden, der innerhalb weniger Minuten eine Infizierung mit dem neuartigen Coronavirus nachweisen soll. Die Test-Kits würden von einem mobilen Labor ausgewertet, das nur etwa so groß sei wie ein Toaster, und könnten damit auch außerhalb von Krankenhäusern eingesetzt werden, teilte der Hersteller Abbott mit. Der Test stelle innerhalb von fünf Minuten fest, ob eine Probe mit Sars-CoV-2 infiziert sei, ein gesichertes negatives Ergebnis dauere 13 Minuten, hieß es. Die US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA erklärte, der Test sei bis auf Widerruf zugelassen worden.




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