Corona-Live-Ticker vom 29. März: Wieder 800 Tote in Spanien | Aktuell Welt | DW

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Das Wichtigste in Kürze: 

– Spanien verzeichnet wieder mehr als 800 Corona-Tote an einem Tag 

– Die Olympischen Sommerspiele in Tokio finden vermutlich im Juli 2021 statt 

– NRW-Ministerpräsident Armin Laschet widerspricht Merkel wegen Exit-Strategie 

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeitangaben in MESZ: 

11.35 Uhr – In Spanien steigt die Zahl der Todesfälle als Folge des Coronavirus auf 6528 an. Das sei ein Plus zum Vortag von 838, wie das spanische Gesundheitsministerium mitteilte. Insgesamt gebe es rund 78.800 Infizierte, das sind etwa 6550 mehr als am Vortag. Im Kampf gegen die Pandemie ordnete die Regierung in Madrid die vorübergehende Schließung aller “nicht lebenswichtigen” Unternehmen an. Alle Angestellten dieser Firmen sollten in den kommenden zwei Wochen zu Hause bleiben. 

10.44 Uhr – Angesichts der Entwicklungen haben UN-Ermittler zu einem sofortigen landesweiten Waffenstillstand in Syrien aufgefordert. Dies sei nötig, um “die Katastrophe nicht zu verschlimmern”, erklärte der Leiter der UN-Untersuchungskommission für Syrien, Paulo Pinheiro, in Genf. In dem Kriegsland wurden bislang fünf Infektionsfälle mit dem Coronavirus gemeldet. Die Europäische Union unterstützt den Aufruf. Die EU sei bereit, die UN bei ihren Bemühungen zum Stopp der Kampfhandlungen und der Ausbreitung des Coronavirus zu unterstützen, erklärte ein Sprecher des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell in Brüssel. 

10.43 Uhr – In einem Ankerzentrum im bayerischen Geldersheim in Unterfranken sind nach vereinzelten Coronavirus-Infektionen etwa 600 Bewohner unter Quarantäne gestellt worden. Nach Regierungsangaben seien sieben der untergebrachten Flüchtlinge und ein Beschäftigter 
positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die infizierten Bewohner sollen in einem gesonderten Gebäude unterkommen. Für die Einrichtung gelte ein Aufnahme- und Verlegungsstopp. In dem Ankerzentrum soll die Identität von Flüchtlingen festgestellt werden. 

10.35 Uhr – Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat ein Programm zum Schutz von Flüchtlingsregionen angekündigt. “Es darf in der Krise nicht zu einer Benachteiligung der Armen gegenüber den Reichen kommen”, sagte Müller den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Seinen Worten zufolge ist ein umfassendes Programm in Arbeit, das auch die wirtschaftlichen Folgen in Entwicklungsländern berücksichtigen soll. Das Entwicklungsministerium werde dazu seinen Etat deutlich umschichten. 

10.29 Uhr – Australien verzeichnet seit der Verhängung umfassender Ausgangsbeschränkungen einen Anstieg von häuslicher Gewalt. Wie Premierminister Scott Morrison mitteilte, sei bei Google die Zahl der Suchanfragen mutmaßlicher Opfer um 75 Prozent angestiegen. Auch Frauenrechtsorganisationen sprachen von höheren Zahlen. Morrison kündigte ein Maßnahmenpaket gegen häusliche Gewalt in Millionenhöhe an.

10.02 Uhr – Die wegen der Coronavirus-Pandemie für dieses Jahr abgesagten Olympischen Sommerspiele in Tokio sollen einem Medienbericht zufolge voraussichtlich im Juli 2021 eröffnet werden. Wie der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf die Veranstalter berichtete, könnten die Olympischen Spiele am 23. Juli kommenden Jahres beginnen. Die Schlussfeier soll am 8. August steigen. Am Dienstag hatte das Internationale Olympische Komitee (IOC) die Verschiebung der Spiele verkündet.

Japan Tokio Olympia 2020 (picture-alliance/dpa/S. Kogiku)

Im Juli 2021 dürfen die Athleten vermutlich zeigen, was sie können

9.39 Uhr – Kuba unterstützt den europäischen Zwergstaat Andorra im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie mit 39 Ärzten und Krankenpflegern. Die Fachkräfte seien am Samstag in das Fürstentum entsandt worden, teilte der Leiter der Dienste für medizinische Zusammenarbeit, Jorge Delgado, mit. Insgesamt hat Kuba in den vergangenen zehn Tagen 508 Ärzte und Krankenpfleger nach Italien sowie in elf lateinamerikanische und karibische Staaten entsandt, um zur Bekämpfung des Virus beizutragen.

9.17 Uhr – Südkorea schickt alle Einreisenden von kommendem Mittwoch an für zwei Wochen in Quarantäne. Dies betreffe Ausländer wie auch südkoreanische Bürger selbst, erklärte Ministerpräsident Chung Sye-kyun. Die Gesundheitsbehörde in Seoul meldete 105 neue Fälle, davon seien 41  eingeschleppt. Insgesamt liegt die Zahl der Infizierten in Südkorea nun bei 9583.

9.08 Uhr – Das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen mit 52.547 angegeben – ein Plus von 3965 seit Samstag. Das Institut, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 389 Todesfälle.

8.45 Uhr – Der weltgrößte Hersteller von Schutzhandschuhen – Top Glove in Malaysia – rechnet angesichts der hohen Nachfrage aus Europa und den USA mit Lieferengpässen. Die Bestellungen aus diesen Regionen seien in den vergangenen Wochen fast doppelt so hoch wie die Produktionskapazitäten der Firma gewesen, teilte Unternehmenschef Lim Wee Chai mit. Top Glove könne 200 Millionen Gummi-Handschuhe pro Tag herstellen.”Manche Kunden machen Panik-Bestellungen. Normalerweise bestellen sie zehn Container im Monat, aber auf einmal sind es 20 Container”, so Lim weiter.

Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro in ihm sicherlich wenig behaglichen Outfit (Foto: Getty Images/A. Anholete)

Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro in ihm sicherlich wenig behaglichen Outfit

8.23 Uhr – Ein brasilianisches Gericht hat es der Regierung von Präsident Jair Bolsonaro untersagt, Empfehlungen gegen Ausgangsbeschränkungen aufgrund des Coronavirus zu verbreiten. Die Richter in Rio de Janeiro ordneten die Einstellung der Regierungskampagne “Brasilien darf nicht stillstehen” an. Trotz steigender Infektionszahlen dort lehnt Bolsonaro strenge Eindämmungsmaßnahmen gegen das Virus ab. Aktuellen Zahlen des Gesundheitsministeriums zufolge haben sich in Brasilien bereits 3500 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, rund 100 Menschen sind gestorben.

7.59 Uhr  In der Corona-Krise droht nach Einschätzung des Chefs des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, auch das deutsche Gesundheitssystem an seine Grenzen zu geraten. “Wir müssen damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen”, sagte Wieler der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Mit Blick auf die vergleichsweise niedrige Sterberate in Deutschland warnte der Seuchenexperte vor Illusionen: Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass derzeit viel getestet werde. Zustände wie in Italien seien auch in der Bundesrepublik möglich. “Wir können nicht ausschließen, dass wir hierzulande ebenfalls mehr Patienten als Beatmungsplätze haben.” Ausdrücklich betonte der RKI-Chef, dass aus medizinischer Sicht die räumliche Distanzierung noch möglichst lange durchgehalten werde müsse. Deutschland stehe “immer noch am Anfang der Welle”.

RKI-Präsident Lothar Wieler (Foto: picture-alliance/dpa/C. Koall)

RKI-Präsident Lothar Wieler: “Wir müssen damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen”

7.17 Uhr – Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet wendet sich in der Debatte über die Beschränkung des öffentlichen Lebens wegen der Corona-Pandemie gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel. “Der Satz, es sei zu früh, über eine Exit-Strategie nachzudenken, ist falsch”, schrieb der CDU-Vize in einem Gastbeitrag für die “Welt am Sonntag”. Es müsse schon jetzt die Zeit in den Blick genommen werden, in der die rigiden Maßnahmen erste Wirkung zeigten. Die Kanzlerin und Ex-Vorsitzende der CDU hatte am Donnerstag gesagt, es sei noch zu früh, um über eine Lockerung der wegen des Coronavirus verhängten Restriktionen in Deutschland zu sprechen.

7.15 Uhr  Die Volkswirte führender deutscher Finanzorganisationen sagen einen herben Einbruch der Wirtschaftsleistung um rund fünf Prozent voraus – ähnlich dem nach der Finanzkrise 2009. Dabei gehen sie in ihren Rechenmodellen davon aus, dass um Anfang Mai herum wieder weitgehend gearbeitet werden kann – in den Augen von Medizinern eine optimistische Sicht auf die Dinge. Die Experten von unter anderem der Allianz-Gruppe, der Landesbank Baden-Württemberg, der Deutschen Bank und der KfW-Gruppe äußerten sich in einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

7.06 Uhr – In Illinois wird der Tod eines Babys untersucht, das mit dem Coronavirus infiziert war. In Verbindung mit der Erkrankung COVID-19 habe es bislang noch keinen Todesfall eines Kleinkindes gegeben, erklärte das Gesundheitsamt des US-Bundestaates in einer Mitteilung. Das verstorbene Kind war demnach jünger als ein Jahr. Eine “umfassende Untersuchung” solle die genaue Todesursache klären, hieß es weiter.

Blick auf die Haupthalle des Flughafens Berlin-Tegel (Foto: picture-alliance/dpa/F. Sommer)

Blick auf die Haupthalle des Flughafens Berlin-Tegel

7.01 Uhr – Die Entscheidung über eine mögliche vorübergehende Schließung des Berliner Flughafens Tegel könnte am Montag fallen. Der starke Passagier-Rückgang in der Corona-Krise ist nach Regierungsangaben ein Thema der Gesellschafterversammlung der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg. Erwogen wird nach Medien-Informationen, Tegel zunächst bis Ende Mai zu schließen. Bei der Telefonkonferenz dürfte es daher auch um mögliche Finanzhilfen für das staatliche Unternehmen gehen.




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