Corona-Live-Ticker vom 30. April: Deutschland lockert Beschränkungen weiter | Aktuell Welt | DW

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Zunächst das Wichtigste in Schlagzeilen:

  • Deutschland will Spielplätze, Museen und Zoos öffnen, Gottesdienste gestatten
  • Mehr als 30 Millionen Arbeitslose in den USA
  • Südkorea erstmals ohne neue COVID-19-Fälle

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MESZ:

 

18.45 Uhr – Seit der letzten Märzwoche sind laut Statistischem Bundesamt in Deutschland vergleichsweise viele Menschen gestorben. Seitdem lägen die Sterbezahlen “tendenziell über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019”, teilte das in Wiesbaden mit. “Da die Grippewelle 2020 seit Mitte März als beendet gilt, ist es naheliegend, dass diese vergleichsweise hohen Werte in einem Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehen”. Basis der jüngeren Daten in der Sonderauswertung ist eine vorläufige Auszählung von Sterbefallmeldungen der Standesämter bis zum 5. April.

18.37 Uhr – Erwachsene Franzosen dürfen für ihre sportliche Betätigung während der strengen Coronavirus-Ausgangsbeschränkungen auch mit dem Fahrrad fahren. Das entschied das oberste Verwaltungsgericht. Das Ministerium für Sport und lokale Behörden hatten demnach zuvor wiederholt betont, dass Erwachsene zwar spazieren oder joggen dürften, Radfahren aber nur Kindern erlaubt sei. In dem Notstandsgesetz, auf dem die Ausgangsbeschränkungen in Frankreich beruhen, sei das aber nicht genau festgelegt, erklärte das Gericht. Es wies die Regierung an, binnen 24 Stunden die Öffentlichkeit darüber zu informieren, dass Fahrradfahren als Sport erlaubt sei.

18.19 Uhr – Der Europarat hat vor dem Welttag der Pressefreiheit an die Unabhängigkeit der Medien angesichts der Coronavirus-Pandemie erinnert. Regierungen dürften die Covid-19-Krise nicht dazu nutzen, Journalisten zum Schweigen zu bringen oder zu behindern, betonte Europarat-Generalsekretärin Marija Pejcinovic Buric. “Journalisten haben eine Schlüsselrolle und eine besondere Verantwortung für die Bereitstellung rechtzeitiger, genauer und zuverlässiger Informationen für die Öffentlichkeit.” Der Welttag der Pressefreiheit wird am 3. Mai begangen, um auf Gewalt gegen Medienschaffende und die grundlegende Bedeutung freier Berichterstattung aufmerksam zu machen.

18.05 Uhr – Kanzlerin Angela Merkel hat in der Corona-Krise mit Blick auf den Sommerurlaub Erwartungen an Reisen in Europa vorerst gedämpft. Dies sei derzeit nicht auf der Agenda, sagte Merkel nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder. Die Bundesregierung hatte bereits die weltweite Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie bis mindestens 14. Juni verlängert. Damit sind über Pfingsten noch keine Urlaubsreisen ins Ausland möglich. Über die Hauptferienzeit im Sommer ist damit aber noch nichts gesagt – die Schulferien beginnen erst ab dem 22. Juni.

18.02 Uhr – Die Fußball-Bundesliga muss weiter auf ein klares Signal der Politik für den Neustart des Spielbetriebs warten. Eine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der seit Mitte März wegen der Corona-Krise ausgesetzten Spiele in der 1. und 2. Bundesliga soll frühestens am 6. Mai fallen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die 16 Ministerpräsidenten haben nach Informationen aus Teilnehmerkreisen einen Beschluss über die Fortsetzung der gestoppten Bundesliga und des Vereinssports vertagt. Der nächste Schritt zum erhofften Neustart kann frühestens am kommenden Mittwoch erfolgen.

17.59 Uhr – Als erste europäische Top-Fußball-Liga hat die Ligue 1 in Frankreich die Saison wegen der Corona-Krise abgebrochen. Paris Saint Germain mit seinem deutschen Trainer haben den Meistertitel zugesprochen bekommen. Der Club hofft nun noch auf Spiele in der Champions-League – notfalls im Ausland.

17.52 Uhr – Die in Deutschland wegen der Corona-Pandemie geltenden Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Leben bleiben vorerst weitgehend bestehen. Das ist ein zentrales Ergebnis von Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder. In einem Beschlusspapier heißt es, die gemeinsamen Beschlüsse sowie die Entscheidungen des Corona-Kabinetts “bleiben gültig”, soweit nicht abweichende Festlegungen getroffen worden seien. Zu den geltenden Kontaktbeschränkungen gehört, dass im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Virus Bürger in der Öffentlichkeit einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten müssen.

17.45 Uhr – Nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel soll es trotz anhaltender Corona-Krise wieder gemeinschaftliche Gottesdienste in Deutschland geben. Die Entscheidung darüber liege aber letztlich bei den Ländern, sagte die Kanzlerin. Geplant ist nun, dass besondere religiöse Feste wie Taufen, Beschneidungen oder Hochzeiten sowie Trauergottesdienste im kleinem Kreis wieder möglich sein sollen. Vorgeschrieben ist dabei unter anderem ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Gläubigen und Hygienevorkehrungen. 

Deutschland Berlin Pressekonferenz Coronavirus | Maruks Söder, Angela Merkel und Peter Tschentscher (Getty Images/AFP/K. Nietfeld)

Nach den Beratungen in Berlin: Markus Söder, Angela Merkel und Peter Tschentscher

17.40 Uhr Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat den gemeinsamen Kampf gegen das Coronavirus als Marathonlauf bezeichnet, bei dem Ziel und Dauer noch nicht absehbar seien. Man dürfe nichts überstürzen und dürfe nicht über die eigenen Füße stolpern, sagte Söder nach einer Schaltkonferenz der Länder-Regierungschefs mit der Bundeskanzlerin. Söder warnte vor “Experimenten mit der Gesundheit der Menschen”, man müsse weiter vorsichtig und geduldig sein. Die Zahlen hätten sich stabilisiert, die Sorge aber bleibe. Es drohe immer die Gefahr eines Rückfalls und einer zweiten Infektionswelle.

17.34 Uhr – Nach den Spitzenberatungen von Bund und Ländern hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) weitere Öffnungsschritte verkündet. Unter Auflagen dürften Spielplätze, Kultureinrichtungen und Gotteshäuser wieder öffnen, sagte Merkel in Berlin. Über eine gemeinsame Öffnungsstrategie für Schulen, Kitas und Sporteinrichtungen solle erst kommende Woche entschieden werden. Die Gefahr durch die Corona-Pandemie sei noch lange nicht gebannt, mahnte Merkel. “Deshalb bleibt Vorsicht das Gebot.”

17.25 Uhr – Bund und Länder wollen am 6. Mai auch über “Vorschläge für Rahmenbedingungen schrittweiser Öffnungen von Gastronomie- und Tourismusangeboten und für die weiteren Kultureinrichtungen” beraten. Die Fachminister sollen dafür Vorschläge vorbereiten, heißt es im Bund-Länder-Beschluss.

17.17 Uhr – Für die Eindämmung der Corona-Krise ist nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel eine gemeinsame Strategie nötig. Wichtig sei es zudem weiterhin, Distanz zu halten und die Regeln zu beachten, betonte die CDU-Politikerin in Berlin nach einem Gespräch mit den 16 Ministerpräsidenten zur Corona-Krise. Sie sprach von einer gewaltigen Herausforderung für die Bürger und alle Ebenen des Landes, für die es “keinerlei Vorlage gibt”. Wichtig sei vor allem, die Infektionsketten nachzuvollziehen.

16.29 Uhr – Die Nachrichtenagentur dpa berichtet aus Teilnehmerkreisen, dass Bund und Länder hätten sich in ihrer Telefonschalte auf Auflagen verständigt, unter denen Museen, Zoos, Ausstellungen und Gedenkstätten bundesweit wieder öffnen dürften. Einige Länder hatten bereits behutsame erste Schritte gemacht. Für Kinder besonders erfreulich dürfte die Rückkehr auf die Spielplätze sein.

16.24 Uhr – In Großbritannien finden zwei Drittel der Teilnehmer einer Umfrage, die Regierung habe zu spät mit Ausgangsbeschränkungen auf die Ausbreitung der Pandemie reagiert. Laut dem Institut IpsosMORI, das die Befragung durchgeführt hatte, stieg dieser Wert gegenüber einer früheren Umfrage um neun Punkte auf 66 Prozent an. Der Inselstaat hat in Europa nach Italien die meisten Toten zu beklagen, offiziell sind im Vereinigten Königreich derzeit 26.097 Corona-Tote bestätigt.

BdTD | Bild des Tages deutsch | Großbritannien | Coronavirus | Streetart (Getty Images/A. Redington)

Auch in Großbritannien ist die Dankbarkeit gegenüber Pflegekräften groß

16.19 Uhr – Zwischen dem Saarland und Frankreich werden drei Grenzübergänge wieder geöffnet, die zuvor wegen der Corona-Pandemie geschlossen worden waren. Landes- und Bundesregierung wollen zudem ein Konzept erstellen, wie alle Grenzübergänge wieder geöffnet werden können, wenn Frankreich ab dem 11. Mai seine rigiden Ausgangsbeschränkungen lockert. Zuletzt war der Grenzübertritt nur auf den wichtigsten Verbindungsstrecken und unter Polizeikontrollen möglich.



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