Corona-Live-Ticker vom 30. April: Deutschland verliert 300.000 Jobs | Aktuell Welt | DW

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Zunächst das Wichtigste in Schlagzeilen:

  • Deutschland vermeldet 308.000 neue Arbeitslose binnen eines Monats; bis zu 10,1 Millionen Beschäftigte sind in Kurzarbeit
  • Südkorea erstmals ohne neue COVID-19-Fälle
  • In Russland steigen die Zahlen schneller denn je

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MESZ:

11.51 Uhr – In Deutschland will nur eine Minderheit, dass die Fußball-Bundesliga ohne Publikum ihre Saison zu Ende spielt. Nur 33 Prozent der Befragten antworteten darauf in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der DW mit Ja. Gegenüber einer drei Wochen alten Umfrage ist dieser Wert deutlich gesunken.

11.36 Uhr – Die Zahl der täglichen Corona-Todesfälle in Spanien ist auf den niedrigsten Stand seit sechs Wochen gesunken. 268 Tote wurden hinzugemeldet, insgesamt sind in Spanien 24.543 Menschen im Zusammenhang mit COVID-19 gestorben. Insgesamt infizierten sich 213.435 Menschen.

11.21 Uhr Italiens Ministerpräsident Guiseppe Conte hat eine Abkehr von den landesweit einheitlichen Auflagen in Aussicht gestellt. Zuvor war er unter Druck geraten, die strengen Ausgangsbeschränkungen zumindest in weniger stark betroffenen Regionen zu lockern. Nun dürfen diese Regionen das öffentliche Leben ab dem 4. Mai schneller hochfahren, sagte Conte in einer Parlamentsrede. Außerdem kündigte er ein weiteres Hilfspaket an, das neben 15 Millionen Euro für Unternehmen auch 25 Millionen Euro Direkthilfen für Angestellte und Selbstständige.

10.54 Uhr – Die Palästinensische Autonomiebehörde hat ihre Corona-Auflagen im Westjordanland gelockert. Seit Donnerstag dürfen Bekleidungs- und Schuhgeschäfte drei Tage pro Woche öffnen – damit soll auch der Einbruch der Wirtschaft abgemildert werden. Fabriken dürfen wieder mit 50 Prozent der Belegschaft die Produktion aufnehmen. Allerdings dürfen Palästinenser nur unter Bedingungen ihre Städte und Dörfer verlassen. Bislang zählte das Westjordanland 327 Corona-Fälle.

10.27 Uhr – Während das freie Reisen weitgehend unmöglich ist, suchen auch deutlich weniger Menschen in der EU Asyl: Laut Europäischer Asylbehörde EASO wurden im März in der EU zuzüglich Norwegen, der Schweiz, Liechtenstein und Island 34.737 Anträge gestellt. Dies waren 43 Prozent weniger Anträge als im Februar.

09.56 Uhr – Die Corona-Pandemie kostet in Deutschland viele Jobs: Von März auf April wurden 308.000 Menschen arbeitslos, insgesamt sind es 2,644 Millionen. Laut Bundesagentur für Arbeit stieg die Quote saisonuntypisch um 0,7 Punkte auf 5,8 Prozent. Zudem sind bis zu 10,1 Millionen Beschäftigte in 751.000 Betrieben in Kurzarbeit.

09.38 Uhr – Ein neuer Rekordanstieg hat die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Fälle in Russland auf mehr als 100.000 erhöht. Die 7099 Infektionen eingerechnet, wurden dort bislang 106.000 Menschen positiv getestet. Die Zahl der Toten erhöhte sich um 101 auf 1073. Derzeit ist Russland eines der Länder mit den meisten täglichen Neuinfektionen.

09.27 Uhr – Der niederländische Ölkonzern Shell kürzt in der Corona-Krise erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg die Dividende für seine Aktionäre. Im ersten Quartal 2020 hat Shell 24 Millionen US-Dollar Verlust eingefahren, nachdem sich der Ölpreis seit Jahresbeginn um rund zwei Drittel verbilligt hat.

09.23 Uhr – Führende deutsche Forschungsorganisationen sind sich einig: Eine konsequente Eindämmung des Coronavirus sei die “einzig sinnvolle Strategie”, schreiben die Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft und der Leibniz-Gemeinschaft in einer gemeinsamen Stellungnahme. Das Erreichen einer “Herdenimmunität” würde, soweit man das heute absehen kann, mehrere Jahre dauern.

09.03 UhrDeutschland muss sich auf eine Beibehaltung der Kontaktsperren bis mindestens 10. Mai einstellen. Bis dahin solle das “wesentliche Paket” in Kraft bleiben, sagte Kanzleramtsminister Helge Braun im Sender n-tv. Das nächste Treffen von Bund und Ländern, um über weitere Maßnahmen zu entscheiden, steht am 6. Mai an.

Coronavirus Deutschland Kanzleramtsleiter Helge Braun mit Schutzmaske (Getty Images/AFP/F. Rumpenhorst)

Bundeskanzleramtsminister Helge Braun ist derzeit als Krisenmanager gefragt – dazu ist er noch studierter Mediziner

08.25 Uhr – Die französische Wirtschaftsleistung ist wegen der Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie massiv eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt sank im ersten Quartal 2020 um 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Das teilte das Statistikamt Insee auf der Grundlage vorläufiger Schätzungen mit. Es handle sich um den stärksten Rückgang seit Beginn der statistischen Erhebungen im Jahr 1949. 

07.36 Uhr – Die Lähmung der Wirtschaft durch die Coronavirus-Pandemie führt laut der Internationalen Energieagentur (IAE) zum größten Rückgang von Treibhausgas-Emissionen, den es je gegeben hat. Der CO2-Ausstoß dürfte 2020 um acht Prozent, der weltweite Energiebedarf um sechs Prozent sinken, wie die IAE prognostiziert. 

06.17 Uhr – Binnen 24 Stunden haben sich in Deutschland 1478 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte das Robert Koch Institut (RKI mit). Von den 159.119 Menschen, die auf SARS-CoV-2 positiv getestet wurden, sind derzeit etwa 35.600 aktiv infiziert. 

05.01 Uhr – Großbritannien hat nun auch die mit dem Coronavirus infizierten Menschen, die in Pflegeheimen oder Privathaushalten starben, in die Statistik aufgenommen. Mittlerweile registrierte das Königreich mehr als 26.000 Todesfälle – und ist damit in Europa nun nach Italien das Land mit den zweitmeisten COVID-19-Toten.  

Deutschland Leeres Terminal 1 Flughafen Frankfurt (Foto: picture-alliance/M. Mainka)

Weniger Straßen- und Flugverkehr – wie hier am Frankfurter Flughafen – tragen zu den sinkenden Treibhausgasen bei (Archivbild)

04.45 Uhr – Jedem zweiten Deutschen geht die Lockerung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu schnell. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur vertraten 49 Prozent diese Meinung. Nur 15 Prozent sagten dagegen, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens würden zu langsam zurückgenommen. 28 Prozent sind mit dem eingeschlagenen Tempo zufrieden. Bundeskanzlerin Angela Merkel berät an diesem Donnerstag erneut mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise.

03.28 Uhr – US-Präsident Donald Trump wirft China vor, durch den seiner Ansicht nach defizitären Umgang mit der Corona-Krise seine Wiederwahl im November behindern zu wollen. “China wird alles tun, damit ich das Rennen verliere”, sagte Trump der Nachrichtenagentur Reuters.

Südkorea Coronavirus (Getty Images/AFP/Jung Yeon-je)

Südkoreanische Krankenschwestern vor einem Krankenhaus in Daegu

03.24 Uhr – In Südkorea wurden erstmals seit dem 29. Februar keine neuen einheimischen Corona-Fälle registriert. Die einzigen vier infizierten Personen, die registriert wurden, waren nach Angaben der koreanischen Seuchenschutzbehörde KCDC nach Südkorea eingereist.

02.49 Uhr – Das Bürgerkriegsland Jemen meldet die ersten zwei Corona-Toten. Das Gesundheitsministerium gab darüber hinaus bekannt, dass mehrere Infektionsfälle gemeldet wurden. Internationale Experten haben schon seit längerem davor gewarnt, dass die seit Jahren unter Krieg und Hunger leidende jemenitische Bevölkerung aufgrund der katastrophalen Gesundheitsversorgung extrem anfällig für das Coronavirus sein könnte.

Brasilien Coronavirus Massengrab in Manaus (picture-alliance/dpa/C. Batata)

Friedhof in der brasilianischen Stadt Manaus im Amazonas-Regenwald

02.12 Uhr – In der brasilianischen Stadt Manaus steigen die Totenzahlen rasant. Auf dem Hauptfriedhof der größten Stadt im Amazonas-Regenwald werden Verstorbene mittlerweile zu fünft in Massengräbern beigesetzt.

01.52 Uhr Die US-Regierung will laut Insiderinformationen die Entwicklung eines Coronavirus-Impfstoffs beschleunigen. Das Ziel sei, bis Ende dieses Jahres rund 100 Millionen Impfdosen zur Verfügung zu haben, sagt ein hochrangiger Regierungsvertreter. Üblicherweise dauert es bis zu anderthalb Jahre, ehe ein Impfstoff verfügbar ist.

ehl/mak/sam (dpa, rtr, afp, ap)



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