Corona-Live-Ticker vom 31. März: USA wollen Notkliniken errichten | Aktuell Welt | DW

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Das Wichtigste in Kürze:

  • In Italien hängen die Flaggen auf Halbmast
  • Indonesien lässt keine Ausländer mehr ins Land
  • Die USA suchen nach Gebäuden für Behelfskliniken

Die Meldungen im Einzelnen – Alle Zeiten in MESZ

19.22 Uhr – Mehr als 40.000 Menschen sind weltweit bereits an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Fast drei Viertel der Todesfälle wurden in Europa registriert, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage offizieller Daten ergab. Demnach infizierten sich rund um den Globus mehr als 800.000 Menschen mit dem Erreger, davon mehr als die Hälfte in Europa mit 440.928 Fällen. Von den bis Dienstagnachmittag bestätigten 40.057 Todesfällen wurden 29.305 in Europa registriert. Mit 12.428 Toten ist Italien das weltweit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land, gefolgt von Spanien mit 8189 Todesfällen.

19.21 Uhr – Saudi-Arabien ruft Muslime auf, Pläne für eine Mekka-Wallfahrt Hadsch in diesem Jahr zunächst zurückzustellen. Zunächst müsse mehr über Pandemie bekannt werden, erklärt der zuständige Minister. Zu der einwöchigen Pilgerfahrt reisen jährlich etwa 2,5 Millionen Menschen in das Königreich.

19.16 Uhr – Die Zahl der Toten durch das Coronavirus in der Türkei ist nach Daten des Gesundheitsministeriums von 46 auf 214 gestiegen. Die Zahl der bestätigten Fälle legte demnach um 2704 auf 13.531 zu.

19.10 Uhr – Der Kapitän des US-Flugzeugträgers “Theodore Roosevelt” schlägt Alarm, weil unter den 5000 Mannschaftsmitglieder Covid-19 ausgebrochen ist. Kapitän Brett Crozier schreibt in einem bekanntgewordenen Brief an die Marine-Leitung, auf dem Schiff gebe es nicht genügend Quarantäne-Stationen. “Wir sind nicht im Krieg. Seeleute müssen nicht sterben”, steht in dem Brief. Crozier schlägt vor, 4000 Seeleute von Träger abzuziehen und zu isolieren.

19.07 Uhr – Knapp sechs Wochen vor der Präsidentenwahl in Polen will die nationalkonservative Regierungspartei PiS das Wahlrecht ändern und wegen der Corona-Epidemie allen Stimmberechtigten eine Briefwahl ermöglichen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf brachte die PiS-Fraktion ins Parlament ein. Anders als in Deutschland gibt es in Polen bislang keine allgemeine Option einer Briefwahl.

19.06 Uhr – Mehrere Staaten stellen Aprilscherze über die Pandemie unter Strafe. Thailand verweist auf Gesetze, die bis zu fünf Jahre Gefängnis vorsehen, Taiwans Präsidentin Tsai Ing Wen spricht auf Facebook von bis zu drei Jahren. Der Internetkonzern Google hat bereits seine traditionellen Scherze für dieses Jahr abgesagt. Das Bundesgesundheitsministerium bittet auf Twitter unter dem Motto “Corona ist kein Scherz” auf “auf erfundene Geschichten zu der Coronavirus-Thematik zu verzichten”, um der Gefahr von Falschinformationen zu begegnen.

19.02 Uhr – Einige US-Diözesen erlauben ihren Gläubigen, angesichts der Corona-Krise in der Fastenzeit freitags Fleisch zu essen. Mehrere US-Bischöfe reagieren damit auf die Einschränkungen bei der Lebensmittelversorgung in der Pandemie.

18.53 Uhr – UN-Generalsekretär António Guterres ist unzufrieden mit der seiner Ansicht nach schleppenden globalen Antwort im Kampf gegen das Coronavirus. “Wir bewegen uns langsam in die richtige Richtung, aber wir müssen schneller sein und viel mehr tun, wenn wir das Virus besiegen wollen”, sagte Guterres in New York. Unter anderem gebe es noch immer keine koordinierten Handlungen aller Länder unter Führung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Deren Richtlinien würden in vielen Teilen der Welt noch immer nicht beachtet.  

18.45 Uhr – Die Bayreuther Festspiele werden in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Die nachfolgenden Festspieljahrgänge müssten dadurch umdisponiert werden, teilten die Festspiele am Dienstagabend mit.

Dieses Jahr wird es keinen roten Teppich vor dem Bayreuther Festspielhaus geben

Dieses Jahr wird es keinen roten Teppich vor dem Bayreuther Festspielhaus geben

18.36 Uhr – Die Zahl der Toten in Italien ist erneut gestiegen. Das Katastrophenschutzministerium meldet 837 Tote und damit 12.428 insgesamt – die höchste Zahl weltweit – nach einer Zunahme von 812 am Montag. Dagegen blieb der Anstieg bei den neu nachgewiesenen Fällen mit 4053 etwa gleich, hier beträgt die Gesamtzahl 105.792. In der Lombardei, der bislang am schwersten betroffenen Region, ging die Zahl der Toten und neuen Infektionen zurück.

18.10 Uhr – Der Bruder des New Yorker Gouverneurs Andrew Cuomo, der populäre CNN-Moderator Chris Cuomo, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Chris Cuomo twitterte, er habe typische Symptome und befinde sich in seinem Keller in Isolation. Von dort wolle er auch seine TV-Show weiter leiten.

17.59 Uhr – Die Regierung in Neuseeland blockiert weiter die Ausreise von Ausländern, die wegen der Corona-Krise nach Hause wollen – darunter 12.000 Deutsche. Die deutsche Botschaft in Wellington teilte auf Facebook mit, das neuseeländische Außenministerium habe die Vertretungen aller Länder informiert, dass der ursprünglich bis Mittwoch laufende Stopp der Rückführungsflüge verlängert worden sei. “Für wie lange wurde nicht gesagt.”  

17.47 Uhr – Auf einer religiösen Massenveranstaltung im indischen Neu Delhi haben sich mehr als tausend  Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehrere Menschen starben schon. Die Behörden suchen nun fieberhaft nach den Teilnehmern, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Der Nachrichtenagentur Press Trust of India zufolge waren rund 8000 Menschen zu der Veranstaltung der islamischen Missionsbewegung Tablighi Jamaat gereist – teils aus dem Ausland.

17.42 Uhr – Die Regierung Spaniens hat ein Paket zur Linderung der sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise geschnürt. Die Strom- und Wasser-Versorgungsunternehmen dürfen danach säumigen Kunden die Verträge vorerst nicht kündigen. Zu den 50 zeitlich befristeten Maßnahmen gehören unter anderem Kleinkredite und finanzielle Hilfen. Mit knapp 95.000 Infektionen und mehr als 8000 Toten ist Spanien nach Italien das am schwersten betroffene Land Europas.

17.30 Uhr – US-Präsident Donald Trump wirbt angesichts der derzeit niedrigen Zinsen für ein Infrastruktur-Programm mit einem Volumen von zwei Billionen Dollar Ein solches Programm sollte angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise das vierte Rettungspaket sein. Der US-Kongress hat seit Anfang März bereits drei Maßnahmenpakete im Umfang von mehr als zwei Billionen Dollar beschlossen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie abzufedern.

17.24 Uhr – Angesichts der Corona-Krise hat die türkische Regierungspartei AKP ein Gesetz zur vorzeitigen Entlassung von bis zu 90.000 Gefangenen auf den Weg gebracht. Es sieht vor, die Haftzeit von Risikogruppen in Hausarrest umzuwandeln. Von der Regelung ausgenommen sind jedoch unter anderem Gefangene, die wegen Terrorverbrechen einsitzen. Wegen solcher Vorwürfe sind auch zahlreiche Regierungskritiker und Journalisten inhaftiert.

17.00 Uhr – Im Kampf gegen Fake News über das Coronavirus warnt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen vor Falschmeldungen. “Die sozialen Medien müssen ihre Daten mit Faktencheckern und Wissenschaftlern teilen. Das würde helfen, gefährliche Gerüchte frühzeitig aufzuklären”, sagte sie. Knoblauch und Vitamin C hülfen nicht gegen das Coronavirus. Dennoch zirkulierten solch absurde Falschmeldungen. Ein Sprecher der Kommission sagte zudem, es gebe keine Belege dafür, dass ein von US-Präsident Donald Trump angepriesenes Medikament gegen die vom Coronavirus ausgelöst Lungenkrankheit wirksam sei.

16.44 Uhr – Der US-Chefimmunologe Anthony Fauci sieht erste Anzeichen, dass die Ausgangsbeschränkungen die Ausbreitung der Pandemie in den USA verlangsamen. Die Infektionszahlen stiegen allerdings weiter und die Lage bleibe sehr gefährlich. Zudem sei zunehmend zu beobachten, dass auch jüngere Menschen ernste Krankheitsverläufe entwickelten.

USA | Coronavirus | New York (Getty Images/C. Ord)

Zwei New Yorker in einem Park

16.39 Uhr – Einer der wichtigsten Ärzte im Kampf gegen das Coronavirus in Russland ist positiv auf das Virus getestet worden. Der Leiter des Moskauer Kommunarka-Krankenhauses, Denis Prozenko, habe sich infiziert, berichten staatliche Medien. Er hatte auch Kontakt zu Präsident Wladimir Putin gehabt. Ein Kreml-Sprecher sagte, Putin sei bereits negativ getestet worden.

16.15 Uhr – In den Niederlanden ist die Zahl der erfassten Corona-Toten auf über tausend gestiegen. Mittlerweile gebe es 1039 Todesopfer, 175 mehr als am Vortag, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Die Zahl registrierter Infektionen stieg demnach auf 12.600. Die Behörden gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus, denn nur ernsthaft Erkrankte werden getestet.

16.08 Uhr – In den USA sollen Hunderte Behelfskliniken errichtet werden. Dabei soll das Militär helfen. Generalleutnant Todd Semonite sagte, hierfür würden derzeit landesweit 341 Gebäude inspiziert, die dafür infrage kämen. In den USA sind mittlerweile mehr als 165.000 Menschen mit dem Virus infiziert, fast 3200 starben.

15.59 Uhr – Die Zahl der Todesopfer in England ist um fast 30 Prozent auf 1.651 gestiegen. Das gab der nationale Gesundheitsdienst NHS bekannt. Die Verstorbenen seien zwischen 19 und 98 Jahre alt gewesen und fast alle hätten Vorerkrankungen gehabt.

15.49 Uhr – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht sich gegen eine Pflicht zum Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit aus. “In der jetzigen Lage sehe ich keine Notwendigkeit zu einer Verpflichtung”, sagt Spahn. Er sehe aber eine zunehmende Bereitschaft zum freiwilligen Tragen des Mund-Nasen-Schutzes.

15.32 Uhr – Die Bundesagentur für Arbeit geht wegen der Corona-Krise von einem kurzfristigen Anstieg der Zahl der Arbeitslosen in Deutschland um 150 000 bis 200 000 aus. Das sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Detlef Scheel.

15.26 Uhr – Eine Frau aus einem Flüchtlingslager in Griechenland ist nach der Geburt ihres Kindes positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie das Migrationsministerium in Athen mitteilte, lebt die Frau in einem Flüchtlingslager auf der Insel Euböa nördlich von Athen. Getestet wurde sie nach der Geburt in einem Krankenhaus der Hauptstadt. Unklar ist, ob sie sich in der Klinik oder in dem Lager angesteckt hat. In Griechenland sind bislang 1200 Infektionen nachgewiesen worden, 46 Menschen starben. Die Sorge ist groß, dass sich das Virus auch in den überfüllten Flüchtlingslagern ausbreiten könnte.

15.04 Uhr – In Israel hat die Polizei ihre Präsenz in Gebieten mit vielen ultraorthodoxen Bewohnern erhöht, um die von der Regierung verhängten Ausgangsbeschränkungen durchzusetzen. Im nahe Tel Aviv gelegenen Bnei Brak verhängten Sicherheitsbeamte Bußgelder wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen; mehrere Männer wurden festgenommen. In Israel wurden bislang mehr als 4800 Corona-Infektionen registriert, 17 Menschen starben. Etwa die Hälfte der Infizierten gehört laut israelischen Medienberichten der ultraorthodoxen Gemeinde an.

14.59 Uhr – Nach Panikkäufen von Alkohol hat der australische Einzelhandel Höchstmengen für den täglichen Einkauf festgelegt. Demnach dürfen Australier vorerst nur zwölf Flaschen Wein und zwei Kisten Bier täglich kaufen. In Australien wurden wegen der Pandemie alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte sowie Bars und Kneipen geschlossen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation konsumieren Australier durchschnittlich 12,6 Liter Alkohol pro Jahr. Damit liegen sie weltweit auf dem zweiten Platz hinter Tschechien.

14.53 Uhr – Forscher in Frankfurt am Main haben nach Angaben der hessischen Landesregierung ein schnelleres Corona-Testverfahren entwickelt. Damit könne man mehrere Abstrichproben auf einmal testen, teilte die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn mit. Somit lasse sich die Zahl von derzeit rund 40.000 Tests pro Tag in Deutschland auf 200.000 bis 400.000 Untersuchungen ohne Qualitätsverlust steigern.

14.49 Uhr – Die Zwangspause in der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga verlängert sich wie erwartet bis mindestens 30. April. Einen entsprechenden Vorschlag des Präsidiums der Deutschen Fußball Liga beschlossen die Bosse der 36 Profiklubs einstimmig. Geschäftsführer Christian Seifert erklärte, man strebe an, die Saison am 30. Juni zu beenden.

14.36 Uhr – Die Staatsanwaltschaft von Tampa im US-Bundesstaat Florida hat einen evangelikalen Prediger wegen Missachtung der Corona-Notverordnung angeklagt. Rodney Howard-Browne hatte Mitte März in einer voll besetzten Kirche die Gläubigen aufgefordert, sich die Hände zu reichen. Ihm drohen nun bis zu zwei Monate Gefängnis.

14.27 Uhr – Nach dem Beschluss in Ungarn, in der Corona-Krise am Parlament vorbei regieren zu können, hat die EU-Kommission vor einer Aushöhlung der Demokratie gewarnt. “Es ist absolut wichtig, dass Notfall-Maßnahmen nicht zulasten unserer fundamentalen Prinzipien und Werte gehen”, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Sie müssten auf das Notwendige beschränkt und verhältnismäßig sein. Die EU-Kommission werde sich die Entwicklung genau anschauen.

 

14.15 Uhr – Deutschlandweit haben nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) rund 470.000 Betriebe Kurzarbeit wegen des Coronavirus angekündigt. Die Anzeigen kämen aus nahezu allen Branchen, teilte die Behörde mit. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sagte in Berlin, sehr viele kämen aus dem Bereich Gastgewerbe und Handel. “Dadurch behalten Millionen von Beschäftigten ihren Job”, sagte Heil.

13.57 Uhr In Armenien wird der Notstand für weitere 10 Tage verlängert. Das gab Premierminister Nikol Pashinyan bekannt. In dem Land sind 532 Corona-Infektionen registriert worden, drei Patienten starben.




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