Corona-Live-Ticker vom 8. April: Fast 2000 Tote in den USA | Aktuell Welt | DW

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Das Wichtigste in Schlagzeilen:

  • In den USA sterben an nur einem Tag 1939 Menschen
  • Asselborn fordert die Wiederöffnung der Grenzen
  • Hongkong dehnt die Kontaktbeschränkungen aus

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MESZ:

10.00 Uhr –  Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht viele Familien vor großen Herausforderungen und Problemen. In einer gemeinsamen Videobotschaft mit seiner Ehefrau Elke Büdenbender sprach er von einer “belastenden Zeit”. Die Familien müssten nicht nur den veränderten Alltag bewältigen, sondern dürften auch Angehörige in Pflegeheimen derzeit nicht besuchen. Büdenbender sagte, vor allem dürften diejenigen nicht vergessen werden, “die diese Krise ganz besonders hart trifft” – die Alleinerziehenden, die Alleinstehenden “oder die Familien, die auf allerengstem Raum zusammenleben und jetzt noch größere Existenzsorgen haben als früher”.

09.52 Uhr – Die Deutsche Post sieht trotz der Krise keinen Bedarf für staatliche Finanzhilfen. Post-Chef Frank Appel sagte, der Konzern sei sehr gut aufgestellt. Zwar verbuche das Unternehmen im Express- und Frachtgeschäft, in der Lieferkettenlogistik und bei Werbepost zuletzt spürbare Rückgänge. Das Paketgeschäft sei aber auf ein Niveau gewachsen, wie man es normalerweise nur in der Vorweihnachtszeit sehe, sagte Appel.

09.45 Uhr – Die französischen Profifußballvereine haben sich mit ihren Spielern auf einen temporären Gehaltsverzicht geeinigt. ” Der Präsident der Spielergewerkschaft UNFP, Philipp Piat,  sagte, vorgesehen sei ein Stufenmodell ab einer Reduzierung von 20 Prozent für Profis, die mehr als 10.000 Euro im Monat verdienen. Topverdiener ab 100.000 Euro sollen auf die Hälfte ihres Gehalts verzichten, bis die ausgesetzten Fernsehgelder wieder fließen. Das Abkommen ist rechtlich nicht verbindlich.

09.36 Uhr – Nachdem sich die EU-Finanzminister nicht auf ein gemeinsames Hilfsprogramm zur Behebung der Coronakrise einigen konnten, rufen der deutsche Finanzminister Olaf Scholz und sein französischer Kollege Bruno Le Maire alle Seiten zu einer Einigung auf. “In dieser schweren Stunde muss Europa eng zusammenstehen”, schreibt Scholz auf Twitter. 

09.29 Uhr – Der wissenschaftliche Berater der französischen Regierung in der Coronakrise, Jean-François Delfraissy, empfiehlt, die nationale Ausgangssperre noch mehrere Wochen beizubehalten. Derzeit ist die Maßnahme bis zum 15. April begrenzt. Bis zu 17 Millionen Franzosen seien durch das Virus aufgrund ihres Alters, Vorerkrankungen oder Übergewicht besonders betroffen, sagte er. In Frankreich sind nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität 110.000 Menschen infiziert und 10.300 gestorben.

09.05 Uhr – Angesichts der Pandemie haben Entwicklungsminister Gerd Müller und Hilfsorganisationen zu Oster-Spenden aufgerufen. Die deutschen Hilfsorganisationen leisteten “einen unverzichtbaren Beitrag, den Corona-Ausbruch in den Flüchtlingsregionen einzudämmen”, sagte Müller. Die kirchlichen Hilfswerke sorgen sich aufgrund der ausfallenden Osterkollekte. Die Präsidentin von “Brot für die Welt”, Cornelia Füllkrug-Weitzel, betonte, Kollekten und Spenden seien die Basis der Arbeit der Organisation.

08.41 Uhr – Der Weg für ein staatliches Hilfspaket an den Tui-Konzern in der Corona-Krise ist frei. Mehrere Banken erklärten ihre Zustimmung zu einem vom Bund in Aussicht gestellten Kredit über 1,8 Milliarden Euro, teilte der weltgrößte Reiseanbieter in Hannover mit. Das Geld kommt von der staatlichen Förderbank KfW – wegen gleichzeitiger Änderungen an einem anderen Darlehensprogramm mussten aber noch weitere Institute ihr Einverständnis geben.

08.30 Uhr – Der im Krankenhaus liegende britische Premierminister Boris Johnson ist nach Angaben der Regierung in einem stabilen Gesundheitszustand. Er sei guten Mutes, teilt Edward Argar, Staatssekretär im Gesundheitsministerium, mit. Er habe zusätzlichen Sauerstoff erhalten, werde aber nicht künstlich beatmet. Johnson ist an COVID-19 erkrankt und liegt in einem Londoner Krankenhaus auf der Intensivstation.

08.10 Uhr – Im Streit über ein milliardenschweres Corona-Rettungspaket haben die EU-Finanzminister vorerst kein Ergebnis vorgelegt, sondern sich auf Donnerstag vertagt. Dies teilte Eurogruppen-Chef Mario Centeno auf Twitter mit. 

07.43 Uhr – Im Kampf gegen den Virusausbruch ist ein Ende sämtlicher Maßnahmen auf einmal nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) derzeit nicht denkbar. “Ein Exit suggeriert vielleicht, dass man einfach die ganzen Maßnahmen aufhebt und dann so lebt wie vor dieser Epidemie. Ich persönlich kann mir das momentan nicht vorstellen”, sagt RKI-Chef Lothar Wieler mit Blick auf die Debatte über einen Ausstieg aus den Beschränkungen, die sogenannte Exit-Strategie. “Ich kann mir vorstellen, dass es schrittweise bestimmte Änderungen gibt.” Über das genaue Vorgehen müsse die Politik entscheiden. “Für mich ist der Exit zu einseitig belegt”, erklärt Wieler im Deutschlandfunk.

07.08 Uhr – Die EU-Finanzminister haben sich bisher nicht auf Hilfen für finanziell schwächere Länder in der Corona-Krise einigen können. Die Gespräche gingen weiter, hieß es am Morgen aus EU-Kreisen. “Es gibt bisher keine Vereinbarung.” Die Minister haben seit Dienstagnachmittag in einer Video-Konferenz mit mehreren Unterbrechungen versucht, einen Durchbruch zu erzielen. Probleme bereitete am Dienstagabend insbesondere die Forderung Italiens, gemeinsame Corona-Bonds in die Abschlusserklärung aufzunehmen. Hinzu kam die Frage, welche Bedingungen an Finanzhilfen des Euro-Rettungsfonds ESM geknüpft werden sollen.

06.55 Uhr – Der legendäre US-Country- und Folkmusiker John Prine ist tot. Der Sänger und Komponist starb  im Alter von 73 Jahren an den Komplikationen einer Infektion mit dem Coronavirus, wie sein Agent  im Namen der Familie mitteilte. Prine gilt eines der einflussreichsten Songschreiber seiner Generation - nicht nur in der Country- und Folkszene. Seine Texte zeichneten sich oft durch poetische Qualität aus. Auch setzte er sich mit politischen Themen auseinander. Zu seinen Hits gehört etwa der Anti-Vietnamkrieg-Song ”Your Flag Decal Won’t Get You Into Heaven Anymore”. 

06.45 Uhr - In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Infektionsfälle nach Angaben des Robert-Koch-Instituts auf 103.228 gestiegen. 1861 Menschen seien bislang infolge einer Ansteckung gestorben, teilt das RKI mit. Am Dienstag hatte das Institut 99.225 Infektions- und 1607 Todesfälle gemeldet.

05.00 Uhr - Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn appelliert an die Bundesregierung, die Kontrollen an den Grenzen zu Luxemburg und zu Frankreich so schnell wie möglich wieder aufzuheben. ”Die Grenzkontrollen machen mir große Sorgen. Wir müssen höllisch aufpassen”, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. “Wenn der Schengen-Raum fällt, dann fällt auch das Europa der Bürger. Schengen ist die größte Errungenschaft der EU.” Die Grenzkontrollen brächten ”nur Ärger”. Menschen aus dem Saarland und aus Rheinland-Pfalz würden sich täglich bei ihm beschweren.

04.15 Uhr - Die Regierung Hongkongs verlängert ihre Vorkehrungen zur Eindämmung des Virus bis zum 23.  April. Dabei geht es insbesondere um Kontakteinschränkungen. Unter anderem müssen deshalb Nachtclubs, Schönheitssalons, Karaokebars und Kinos weiter geschlossen bleiben. Auch öffentliche Versammlungen mit mehr als vier Teilnehmern sind weiterhin verboten.

02.59 Uhr – In den Vereinigten Staaten ist innerhalb von 24 Stunden die weltweite Rekordzahl von fast 2000 Menschen an den Folgen der Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität erlagen dort seit dem Vortag 1939 Menschen der Lungenkrankheit COVID-19. Es handelt sich um die höchste Zahl von Todesopfern, die seit Beginn der Ausbreitung des Erregers innerhalb eines Tages in einem Land verzeichnet wurde. Die Gesamtzahl der Corona-Toten in den USA stieg damit auf 12.722. In der weltweiten Statistik der Todesopfer der Pandemie liegen die Vereinigten Staaten weiterhin auf dem dritten Platz hinter Italien (17.127) und Spanien (13.798).

Coronavirus USA New York Zahl der Toten steigt (picture-alliance/AP/J. Minchillo)

Die Zahl der Corona-Toten steigt stetig, wie hier in einem Krankenhaus in Brooklyn, New York

00.22 Uhr - Die USA erreichen nach den Worten von US-Präsident Donald Trump womöglich bald den Höhepunkt der Corona-Krise. Trotz einer sehr ”schmerzhaften Woche” seien Hoffnungsschimmer zu erkennen. Er denke, dass die USA vielleicht dabei seien, am Punkt ”ganz oben auf der Kurve” anzukommen. Trump bekräftigt, dass er die Beschränkungen für das Wirtschaftsleben bald wieder aufheben wolle.

mm/kle/as (dpa, afp, rtr, ap, Johns Hopkins Universität, RKI)



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