Corona-Live-Ticker vom 8. April: WTO rechnet mit Absturz des Welthandels | Aktuell Welt | DW

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Das Wichtigste in Schlagzeilen:

  • Die WTO befürchtet einen Absturz des Welthandels
  • Die Wirtschaftsinstitute prophezeien eine Rezession für Deutschland
  • In den USA sterben an nur einem Tag fast 2000 Menschen

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MESZ:

16.36 Uhr – Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft wird um elf Monate auf Juli 2022 verschoben, wie die Veranstalter mitteilen. Die Veranstaltung in Eugene im US-Bundesstaat Oregon sollte eigentlich im August 2021 stattfinden. Dies hätte aber eine Überschneidung mit den Olympischen Sommerspielen in Tokio bedeutet, die wegen der Pandemie verschoben wurden.

16.33 Uhr – Der Autobauer Daimler hat wegen der Pandemie im ersten Quartal weltweit deutliche Absatz-Einbußen hinnehmen müssen. Insgesamt seien von Januar bis März dieses Jahres rund 477.400 Pkw der Marken Mercedes und Smart verkauft worden, das entspreche einem Rückgang von 14,9 Prozent, teilte der Konzern mit. Zugleich gab das Unternehmen bekannt, die Kurzarbeit für seine Mitarbeiter bis Ende des Monats zu verlängern.

16.30 Uhr – Etwa 600 Europäer, darunter hauptsächlich Deutsche, sind aus Vietnam ausgeflogen worden.  Wie die deutsche Botschaft in Hanoi mitteilte, starteten die Flüge am Montag und diesem Mittwoch nach Frankfurt am Main. Finanziert wurden sie von der Bundesregierung.

16.19 Uhr – Die Regierung in Litauen hat die Quarantäne wegen der Pandemie um zwei weitere Wochen bis zum 27. April verlängert. Außerdem sei ein Reiseverbot über die Osterfeiertage erlassen und eine Pflicht zum Tragen von Mundschutz in der Öffentlichkeit angeordnet worden, teilte die Staatskanzlei mit. Das Land verzeichnet bislang 912 bestätigte Infektionen und 15 Todesfälle.

16.05 Uhr – Auf einem vor Uruguay festliegenden Kreuzfahrtschiff sind fast 60 Prozent der mehr als 200 Menschen an Bord positiv getestet worden. Bislang wurden acht Menschen von der “Greg Mortimer” in Krankenhäuser von Montevideo verlegt. Die übrigen der 128 positiv getesteten Menschen zeigten derzeit keine Symptome. Das Schiff habe nicht anlegen dürfen, hieß es in Medienberichten.

15.59 Uhr – Das Bundesverfassungsgericht hat eine Beschwerde gegen die Corona-Verordnung in Bayern abgewiesen. Die Kontaktbeschränkungen seien zwar “von besonderem Gewicht”, heißt es in dem Beschluss. “Gegenüber den Gefahren für Leib und Leben” wögen die Einschränkungen der persönlichen Freiheit aber “weniger schwer”.

15.49 Uhr – Frankreichs Gewerkschaften wollen einen besseren Schutz für Mitarbeiter beim Versandhändler Amazon und in Supermärkten erzwingen. Mehrere Gewerkschaften riefen deshalb zu Streiks auf. Die Gewerkschaften fordern Atemmasken und andere Schutzbekleidung für alle Beschäftigten, die im ständigen Kundenkontakt stehen. In den USA hatte Amazon nach einem Streik der Mitarbeiter Masken, Desinfektionsmittel und Temperaturmessungen in Aussicht gestellt.

15.30 Uhr – Die Bundesregierung erwartet in dieser Woche die Einfuhr von 40 Millionen Schutzmasken. Das Gesundheitsministerium teilte mit, das seien so viele wie in den beiden vorangegangenen Wochen zusammen. Die Masken werden mit Lufthansa-Maschinen aus China geholt. Masken und andere Schutzausstattung sind weltweit knapp.

Corona-Alltag weltweit, Thailand (Reuters/A.Perawongmetha)

Auch die königliche Ehrengarde in Thailand trägt Maske

15.26 Uhr – Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnet die kommenden zwei bis drei Wochen als kritisch im Kampf gegen das Virus. Russland könnte dabei nicht einfach seine Wirtschaft herunterfahren, sagt er und ruft die Behörden dazu auf, zusätzliche Maßnahmen zur Unterstützung der Bevölkerung auszuarbeiten. Die Regierung werde sich um die Arbeitslosen kümmern.

15.24 Uhr – Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) dringt auf Informationen darüber, wie der Shutdown gelockert werden könnte. “Auch wenn der Zeitpunkt noch nicht feststehen kann, so brauchen die Unternehmen doch rechtzeitig Informationen dazu, unter welchen Bedingungen und mit welchen Vorgaben sie ihre wirtschaftlichen Aktivitäten wieder schrittweise beginnen oder ausweiten können”, sagte DIHK-Geschäftsführer Martin Wansleben. Er fügte hinzu, dass sich 18 Prozent der Unternehmen von Insolvenz bedroht sehen.

15.08 Uhr – Die serbische Regierung hat für das kommende Wochenende eine durchgehende Ausgangssperre von 60 Stunden verhängt. Ohne Sondererlaubnis dürfe von Freitag 17 Uhr bis Montag 5 Uhr früh niemand sein Haus oder seine Wohnung verlassen; teilten die Behörden in Belgrad mit

15.04 Uhr – Die Welthandelsorganisation (WTO) rechnet in diesem Jahr mit einem Absturz des Welthandels um 13 bis 32 Prozent. Dies sei die Spanne zwischen einem optimistischen und einem pessimistischen Szenario, teilte die WTO mit. Das optimistische Szenario gehe davon aus, dass sich die Wirtschaft nach einem Einbruch bereits in der zweiten Jahreshälfte 2020 wieder erhole, so die WTO.

15.00 Uhr – Die Deutsche Katholische Bischofskonferenz erlaubt die sogenannte Triage während der Pandemie als letztes Mittel.  Dabei gilt es zu entscheiden, welche Patienten weiterbehandelt werden, wenn die Ressourcen nicht für alle Notfälle reichen. Dabei dürften aber ausschließlich medizinische Aspekte in Betracht kommen, schreiben die Bischöfe. Als unethisch abzulehnen seien äußere Kriterien wie etwa “das Lebensalter oder das Geschlecht, insbesondere soziale Kriterien wie Stellung, Bekanntheitsgrad, ökonomische Aspekte oder auch ‘Systemrelevanz'”.

14.53 Uhr – Die Regierung Ägyptens wird die nächtliche Ausgangssperre um weitere zwei Wochen bis zum 23. April verlängern. Premierminister Mostafa Madbouli kündigte an, dass sie von 20 bis 6 Uhr Ortszeit gelte. Das bevölkerungsreichste Land der arabischen Welt hat bisher insgesamt 1450 mit dem Virus infizierte Menschen registriert und 94 Tote.

14.44 Uhr – Frankreich hat die Niederlande beschuldigt, auf dem EU-Finanzministertreffen eine Einigung für Hilfen im Kampf gegen die Pandemie blockiert zu haben.Die Haltung der niederländischen Regierung, die eine Entscheidung über den Europäischen Stabilitätsmechanismus verhindert habe, sei unverständlich, sagte ein hoher französischer Regierungsbesamter.

14.30 Uhr – Die Behandlung des mit dem Coronavirus infizierten britischen Premierministers Boris Johnson zeigt Wirkung. Das teilte der Regierungssitz Downing Street mit. “Der Premierminister ist klinisch stabil und die Behandlung schlägt an”, heißt es in der Mitteilung. Er werde weiterhin auf der Intensivstation des St. Thomas-Hospital in London behandelt.

14.21 Uhr – Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Afrika hat laut der Weltgesundheitsorganisation die Marke von 10.000 überschritten. Mehr als 500 Infizierte seien gestorben, teilte die WHO in Brazzaville mit. Die Pandemie könnte für Tausende Menschen in Afrika den Tod bedeuten und soziale und wirtschaftliche Verwüstung hinterlassen, warnte WHO-Regionaldirektorin Matshidiso Moeti.

14.15 Uhr – Der Iran will die strengen Corona-Maßnahmen in drei Phasen wieder lockern. Irans Präsident Hassan Ruhani kündigte an, dass von Samstag an zunächst in den Provinzen die Arbeit in Wirtschaftsbereichen mit geringem Gefährdungsrisiko wieder aufgenommen würden. In der zweiten Phase soll dies dann auch in der Hauptstadt Teheran passieren. Die laut Ruhani “risikoreichen” Gewerbe sollen vorerst weiter verboten bleiben. 

13.47 Uhr – In den kommenden Monaten wird Kroatien nach Regierungsangaben iumgerechnet zehn Milliarden Dollar benötigen, um die Maßnahmen zur Bekämpfung der von Pandemie verursachten Krise zu finanzieren. Finanzminister Zdravko Maric sagte, ein Teil der Maßnahmen seien schon in Kraft. Im Laufe dieser Woche sollen Gespräche mit den Gewerkschaften über mögliche Lohnkürzungen im öffentlichen Sektor aufgenommen werden. Das Land hat knapp 1300 Infektionen und 18 Tote registriert.

13.35 Uhr – In der Schweiz ist die Zahl der an der Covid-19-Erkrankung gestorbenen Personen um 64 auf 705 gestiegen. Bei 22.800 Personen wurden das Virus nachgewiesen – das sind 550 mehr als am Dienstag.

13.05 Uhr – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verwahrt sich gegen Kritik von US-Präsident Donald Trump und seine Drohung, ihr die Mittel zu streichen. “Wir sind noch immer in der akuten Phase der Pandemie, daher ist jetzt nicht die Zeit, die Finanzierung zu verringern”, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge. Trump hatte der WHO Versagen vorgeworfen und getwittert, sie habe beim Umgang mit der Pandemie “wirklich Mist gebaut”. Er drohte zudem damit, die Beitragszahlungen auszusetzen. Die USA haben 2019 mehr als 400 Millionen Dollar gezahlt, so viel wie kein anderer Staat.

13.02 Uhr – Das Europaparlament will in der Corona-Krise Obdachlose aufnehmen. Ein Teil Nebengebäude des Parlaments in Brüssel werde ihnen zur Verfügung gestellt, sagte Parlamentspräsident David Sassoli. Darüber hinaus sollten die Küchen des Europaparlaments über tausend Mahlzeiten am Tag herstellen, die an Bedürftige und Mitarbeiter des Gesundheitswesens verteilt würden, kündigte er an.

12.58 Uhr – In der Slowakei sind verschärfte Ausgangsbeschränkungen in Kraft getreten. Bis einschließlich Ostersonntag darf niemand ohne dringenden Grund die Grenze des eigenen Wohnbezirks überschreiten. Ausgenommen sind Wege zum Arbeitsplatz, für die eine Bestätigung des Arbeitgebers vorzuweisen ist.

12.40 Uhr – Der Ministerpräsident des Kosovo, Albin Kurti, bleibt mit seiner Regierung weiterhin geschäftsführend im Amt, obwohl er bis zum heutigen Mittwoch einen Nachfolger hätte benennen müssen. Kurti war Ende März durch ein Misstrauensvotum gestürzt worden. Die Regierung werde aber so lange amtieren, bis die Pandemie überwunden ist und Neuwahlen abgehalten werden können, teilte Außenminister Glauk Konjucfa mit.

12.36 Uhr – In Südafrika hat Präsident Cyril Ramaphosa Kommunikationsministerin Stella Ndabeni-Abrahams für zwei Monate beurlaubt, weil sie gegen die geltende Ausgangssperre verstoßen hat. Sie war bei einem Mittagessen mit fünf weiteren Personen im Online-Netzwerk Instagram zu sehen. Ramaphosa bestellte die Ministerin ein und stellte sie für zwei Monate frei – einen Monat davon unbezahlt. In dem Land sind 1700 Infektions- und 13 Todesfälle registriert.

12.28 Uhr – In der süddeutschen Region Bodensee-Oberschwaben will die Polizei über Ostern die Beschränkungen zur Eindämmung des Virus mit einem Zeppelin überwachen. Polizeipräsident Uwe Stürmer sagte, man könne aus der Höhe Menschengruppen viel besser erkennen als vom Streifenwagen aus. Zudem eigne sich der Zeppelin wegen seines leisen Flugs besonders für eine derartige Mission.

12.13 Uhr – Sowohl in Polen als auch in Tschechien hat die Zahl der bestätigten Corona-Fälle die 5000er-Marke überschritten. In Tschechien starben bisher 91 Menschen mit dem Virus, in Polen 136. Die Entwicklung sei dennoch positiv, erklärte Gesundheitsminister Adam Vojtech in Prag. Es sei gelungen, die unkontrollierte Ausbreitung der Erkrankung zu stoppen. Beide Schengen-Staaten haben die Grenzen mit Ausnahme des Güterverkehrs geschlossen.



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