Corona-Live-Ticker vom 9. April: Angela Merkel ist vorsichtig optimistisch | Aktuell Welt | DW

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Das Wichtigste in Schlagzeilen:

  • Kanzlerin Merkel plant keine Verschärfungen der Einschränkungen
  • Der IWF warnt vor einer Jahrhundert-Krise
  • Indien riegelt zahlreiche Städte ab

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MESZ:

16.54 Uhr – In Frankreich haben einem Medienbericht zufolge Gefängnisinsassen Geld gesammelt, um es einem Krankenhaus für den Kampf gegen die Pandemie zu spenden. Die Häftlinge des Gefängnisses in Reims hätten gut tausend Euro zusammengetragen, berichtet die Nachrichtenplattform Franceinfo unter Berufung auf Gefängnisdirektor Joël Bigayon. Sie hätten ihre privaten Ersparnisse dafür verwendet.

16.39 Uhr – Das Leipziger Universitätsklinikum darf werdenden Vätern laut einem Beschluss des Verwaltungsgerichts wegen des Coronavirus den Zutritt zum Kreißsaal verwehren. Zwar sei das Interesse des Antragstellers, eines werdenden Vaters von Zwillingen, nachvollziehbar, teilte das Gericht mit. Dieses müsse jedoch in der aktuellen Lage zurücktreten.

16.15 Uhr – Der Schweizer Rückversicherungskonzern Swiss Re rechnet infolge der Epidemie mit einer tiefen, aber kurzlebigen Rezession. “Wir gehen von einer atypischen Rezession aus, die doppelt so tief und mehr als doppelt so schnell wie die globale Finanzkrise von 2008 sein wird.”

16.07 Uhr – Griechenland muss Flüchtlinge in seinen Lagern vor dem Coronavirus schützen: Zu diesem Urteil kam der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte. Die Straßburger Richter gaben damit einer Eilbeschwerde von drei Migranten statt. Die drei Geflüchteten hatten die Beschwerde wegen der Überbelegung ihrer Lager in Griechenland und wegen der verheerenden Hygiene-Bedingungen eingelegt.

15.44 Uhr – Kanzlerin Angela Merkel sieht nach den neuesten Infektionszahlen in der Corona-Krise Anlass zu vorsichtiger Hoffnung. “Der Anstieg flacht sich leicht ab”, sagte Merkel in Berlin. Weitere Verschärfungen seien derzeit nicht nötig. Sie wolle am Mittwoch mit den Ministerpräsidenten darüber beraten, wie die Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens schrittweise gelockert werden können.  

15.41 Uhr – Die Bundeswehr hilft überlasteten Kliniken in Großbritannien mit 60 mobilen Beatmungsgeräten aus. Diese sollten so schnell wie möglich an den Nato-Partner verschickt werden, hieß es aus dem Verteidigungsministerium.

15.30 Uhr – In den Verhandlungen der Euro-Finanzminister über Hilfen für von der Krise besonders stark getroffene Länder gibt es Signale einer Annäherung. Der niederländische Regierungschef Mark Rutte sagt vor Beginn der Beratungen, eine Vereinbarung der Eurogruppe noch an diesem Donnerstag sei möglich. Er ergänzt, sein Land wolle Solidarität mit dem Süden Europas zeigen. Zuletzt hatten vor allem die Niederlande eine Einigung blockiert.

15.24 Uhr – Die Geld-Überweisungen afrikanischer Migranten in ihre Heimatländer sinken laut den Vereinten Nationen. Viele der Migranten hätten infolge der Pandemie ihre Arbeitsplätze und ihre Einkommen verloren, sagte der Regionaldirektor für Ostafrika der Internationalen Organisation für Migration Mohammed Abdiker. Deren Angehörige seien aber auf die Überweisungen angewiesen.

15.16 Uhr – In Italien sind inzwischen 100 Ärzte an Covid-19 gestorben. Wie die Nationale Ärztekammer mitteilte, hatten sich die Mediziner im Einsatz für infizierte Patienten angesteckt. Auf der Webseite des Verbands werden die seit dem 11. März gestorbenen Mediziner namentlich aufgelistet.

15.09 Uhr – Die US-Zentralbank Fed legt im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie ein Notfallprogramm in Höhe von 2,3 Billionen Dollar auf. Damit sollten vor allem kleinere Unternehmen und Kommunen unterstützt werden, teilte die Federal Reserve mit.

14.58 Uhr –  In einem Altenheim in Budapest haben sich mehr als 100 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Ungarns oberste Amtsärztin Cecilia Müller sagte, fünf Senioren seien bereits gestorben. Bis Donnerstag waren in Ungarn 980 Menschen nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert; 66 Tote wurden gemeldet.

14.50 Uhr – In den USA steigt die Zahl von Anträgen auf Arbeitslosenhilfe drastisch an. In der vergangenen Woche stellten 6,60 Millionen Amerikaner einen entsprechenden Erstantrag, wie das Arbeitsministerium  mitteilte. In der Woche zuvor war die Zahl der Anträge auf den Rekordwert von 6,86 Millionen angestiegen. In den USA sind 432.000 Menschen infiziert, fast 31.000 starben.

BG | Bau von temporären Coronavirus Kliniken | USA - New York (Reuters/A. Kelly)

Ein temporäres Krankenhaus in New York

14.12 Uhr – Polen verlängert die Alltagsbeschränkungen. Die Grenzen blieben bis zum 3. Mai geschlossen, teilte Ministerpräsident Mateusz Morawieck mit. Unternehmen müssten bis zum 19. April geschlossen bleiben, die Beschränkungen für Schulen sowie den Bahn- und Flugverkehr würden um weitere zwei Wochen verlängert. Zudem seien die Bürger angewiesen, ab nächstem Donnerstag in der Öffentlichkeit Mund und Nase zu bedecken.

14.19 Uhr –Im Jemen hat die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition wegen der Pandemie eine zweiwöchige Waffenruhe ausgerufen. Die einseitige Feuerpause trat inzwischen in Kraft, ob sich die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen daran halten werden, ist noch unklar. Sollte die Waffenruhe halten, wäre dies der erste Durchbruch, seitdem sich die Konfliktparteien Ende 2018 unter UN-Vermittlung auf eine Waffenruhe in der Hafenstadt Hodeida einigten.

14.12 Uhr – Eine 107-jährige Frau aus den Niederlanden hat sich von einer Corona-Infektion erholt und ist damit die älteste bekannte Überlebende der Pandemie weltweit. Ihre Nichte sagte der Zeitung “AD”, sie habe “nicht erwartet, dass sie das überleben würde”. Die Frau war Mitte März zusammen mit 40 weiteren Menschen positiv getestet worden. Zwölf Menschen aus dieser Gruppe seien inzwischen gestorben, berichtet das Blatt.

14.06 Uhr – Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet wegen der Pandemie mit dem stärksten Einbruch seit der Großen Depressionvor fast 100 Jahren. “Wir sind mit einer noch nie dagewesenen Krise konfrontiert”, sagte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa kurz vor Beginn der Frühjahrestagung, die dieses Jahr nur virtuell stattfinden kann. Die Krise treffe alle Länder, ärmere Staaten könnten aber nicht so gut darauf reagieren.

13.41 Uhr – Die Bundesregierung will die Produktion medizinischer Schutzausrüstung in Deutschland ankurbeln. Gesundheitsminister Jens Spahn sagte, bis zum Jahresende würden aber allein im Gesundheitssektor eine Milliarde OP-Masken und bis zu 450 Millionen sogenannte FFP2-Masken benötigt. Laut Wirtschaftsminister Peter Altmaier werden momentan rund 90 Prozent aller Masken in Asien produziert.

13.24 Uhr – In der Schweiz beschleunigt sich der Zuwachs an Infektionen wieder etwas. Die Zahl der Infizierten stieg gegenüber Mittwoch um 785 auf fast 23.600. In den drei Tagen davor hatte das Plus nur 547, 590 und 552 betragen. Bislang starben 756 Personen an der Erkrankung – 51 mehr als am Mittwoch.

13.12 Uhr –  Die Lufthansa verhandelt wegen der Corona-Krise über Staatshilfe.”In der Summe verlieren wir jede Stunde eine Million Euro unserer Liquiditätsreserve”, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in einer Videobotschaft an die Mitarbeiter. Deshalb sei absehbar, dass das Unternehmen die Krise nur mit staatlicher Unterstützung überstehen werde, sagte Spohr.



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