Corona-Live-Ticker vom 9. April: Wieder mehr Corona-Fälle in Deutschland | Aktuell Welt | DW

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Das Wichtigste in Schlagzeilen:

       – Robert-Koch-Institut: Fast 5000 Fälle mehr als am Vortag

       – Italien hofft auf ein Ende aus der Krise

       – Die USA verzeichnen wieder fast 2000 Corona-Tote an einem Tag

Die Meldungen im Einzelnen – alle Zeiten in MESZ:

07.25 Uhr – Angesichts erster Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus in Deutschland hält Gesundheitsminister Jens Spahn vorsichtige Schritte aus dem staatlich angeordneten Stillstand nach den Osterferien für möglich. Sollte die Entwicklung bei den Infektionszahlen anhalten, “werden wir mit den Ministerpräsidenten über eine schrittweise Rückkehr zur Normalität nach den Osterferien reden können”, sagte der CDU-Politiker dem “Handelsblatt”. In einem freiheitlichen Rechtsstaat könnten weitreichende Einschränkungen von Grundrechten nur so lange funktionieren, wie sie verstanden und akzeptiert würden. Deshalb sei es nicht nur wichtig, das Handeln gut zu begründen, sondern auch eine Perspektive aufzuzeigen.

07.04 Uhr – Vor weiteren Gesprächen der Euro-Finanzminister über gemeinsame Hilfen in der Corona-Krise ruft EZB-Chefin Christine Lagarde die Staaten zu mehr Solidarität auf. “Die Regierungen müssen sich gegenseitig unterstützen, damit sie zusammen die optimale politische Reaktion zeigen gegen einen allgemeinen Schock, für den niemand verantwortlich ist”, forderte Lagarde in einem Beitrag für mehrere Zeitungen. “Solidarität ist in Wirklichkeit Selbstinteresse”, betonte sie.

06.55 Uhr – In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bislang 2107 Menschen infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus gestorben. Das sind 246 mehr als am Vortag. Mittlerweile wurden 108.202 Infektionsfälle bestätigt, 4974 mehr als am Tag zuvor. Damit stiegen die Fallzahlen den dritten Tag in Folge, nachdem sie zuvor über einige Tage gesunken waren. Die aktuelle Zahl der Genesenen teilte Institut nicht mit. Zuletzt hatte es gemeldet, dass 7561 Patienten wieder gesund seien.

06.50 Uhr – Angesichts der Coronavirus-Pandemie rät der Islam-Dachverband Ditib Risikogruppen im islamischen Fastenmonat Ramadan zur Zurückhaltung. Kranke zum Beispiel seien ohnehin vom Fasten befreit und sollten diese Möglichkeit auch nutzen, sagte
Generalsekretär Abdurrahman Atasoy der Deutschen Presse-Agentur. “Dieses Jahr empfehlen wir zusätzlich auch jenen, die sich zwar gesund fühlen, aber als sogenannte Risikogruppe gelten und sich körperlich nicht fit genug empfinden, ebenfalls auf das Fasten zu verzichten. Die Gesundheit hat Vorrang.” Der Ramadan beginnt am 24. April und endet einen Monat später mit dem Zuckerfest. 

06.31 Uhr – Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ruft dazu auf, Verstöße gegen die geltenden Ausgangsbeschränkungen erst einmal im Privaten anzusprechen. “In einem höflichen Miteinander kann man sich da schon verständigen, ohne dass man gleich die Polizei ruft”, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der GdP, Jörg Radek, der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei versuche bei den Kontrollen mit Fingerspitzengefühl und Verhältnismäßigkeit vorzugehen, dies solle auch für den Umgang von Privatpersonen untereinander gelten. “Wogegen wir uns auch verwehren müssen, ist mögliche Wichtigtuerei und vor allen Dingen auch Denunziantentum. Das birgt Zündstoff.”

5.43 Uhr – Die große Zeit der Hamsterkäufe ist in Deutschland nach Einschätzung von Marktforschern erst einmal vorbei. Die erste Panik nach dem Corona-Ausbruch habe sich gelegt. “Es gibt eine Gewöhnung an den Krisenmodus”, sagt der Handelsexperte Robert Kecskes von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Angefangen hatten die Hamsterkäufe nach Beobachtung der GfK in der letzten Februarwoche. Die Nachfrage nach Hand-Desinfektionsmitteln stieg schlagartig um mehr als 500 Prozent. Bei Mehl, Reis, Nudeln, Seife und Toilettenpapier verdoppelten sich die Verkaufszahlen. 

5.17 Uhr – Bis auf wenige Ausnahmen wollen sich die Deutschen auch an Ostern an die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Krise halten. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten nur 1,3 Prozent, dass sie eine mehrtägige Reise zu Verwandten, Freunden oder in ein Ferienhaus planten. Weitere 2,2 Prozent haben sich einen Tagesausflug zu einem Ziel außerhalb ihrer Heimatregion vorgenommen. 93 Prozent wollen dagegen an Ostern wie von der Bundesregierung empfohlen zu Hause bleiben und sich nur in der näheren Umgebung im Freien bewegen. 

05.00 Uhr – Angesichts des drohenden Konjunktureinbruchs hält der Vorsitzende des Sachverständigenrats, Lars Feld, es für “sinnvoll, die Steuern spürbar zu senken, um nach dem Shutdown einen wichtigen Impuls zu setzen”. Der Solidaritätszuschlag sollte daher schon zum 1. Juli
abgeschafft werden – und zwar für alle, sagte er dem Nachrichtenmagazin “Focus”. 

04.02 Uhr – Statt symbolischer Gesten für Pflegekräfte in der Corona-Krise sollten die Kirchen die Arbeit ihrer Beschäftigten im Gesundheitswesen mit gerechten Löhnen honorieren. Mit dieser Forderung haben sich die Unterzeichner eines Offenen Briefs an die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Deutsche Bischofskonferenz gewandt. Zu den Erstunterzeichnern gehören der Mainzer Herzmediziner Thomas Münzel, der ehemalige ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender und der Kabarettist Matthias Deutschmann.

03.50 Uhr – Die USA verzeichnen den zweiten Tag in Folge fast 2000 Corona-Tote. Insgesamt starben an der neuen Lungenkrankheit nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 14.760 Menschen. Infiziert sind fast 432.000 Personen.

03.00 Uhr – Rund eine halbe Milliarde Menschen könnte im Zuge der Corona-Krise nach Einschätzung von Oxfam in Armut stürzen. “Die Wirtschaftskrise, die sich rasch entfaltet, ist schwerer als die globale Finanzkrise von 2008”, heißt es in einem Bericht der Hilfsorganisation. Im schlimmsten Fall würde die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben und mit 1,90 Dollar am Tag oder weniger auskommen müssen, um 434 Millionen auf 922 Millionen zunehmen.

02.50 Uhr – Zur Bekämpfung der Pandemie stellt Ecuador Hunderte neue Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger ein. Insgesamt würden 606 zusätzliche Mediziner angeheuert, teilte das Gesundheitsamt in Quito mit.

02.26 Uhr – US-Präsident Donald Trump kann es nicht erwarten, dass die Corona-Pandemie überwunden ist. Allerdings müsse die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen dafür wohl erst einmal zurückgehen, sagte Trump bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus. Eigentlich wäre es schön, das Land “mit einem großen Knall” wieder zu öffnen, meinte er weiter.  

USA Coronavirus US-Präsident Donald Trump (picture-alliance/Newscom/UPI Photo/C. Kleponis)

Donald Trump beim Pressebriefing

02.24 Uhr – Ein seit zwei Wochen vor Uruguays Küste liegendes Kreuzfahrtschiff mit Coronavirus-Patienten an Bord hat die Erlaubnis zum Anliegen in Montevideo erhalten. Die “Greg Mortimer” darf am Freitag in den Hafen der Hauptstadt einlaufen. Bis Mittwoch wurden 128 der rund 200 Menschen auf dem Schiff positiv auf das Coronavirus getestet. 

02.07 Uhr – Die irische Rockband U2 hat für den Kampf gegen das Coronavirus zehn Millionen Euro gespendet. Ein Teil der damit finanzierten medizinischen Ausrüstung sei bereits am Flughafen von Dublin eingetroffen, berichtete das irische Fernsehen. In Irland gibt es knapp 6000 Infizierte, 235 Menschen starben an COVID-19.

02.00 Uhr – Das für die Produktion von Atemschutzmasken benötigte Spezialvlies wird nach Angaben von Herstellern knapp. “Leider sind unsere Fertigungskapazitäten für Vliesstoffe für Atemmasken zum aktuellen Zeitpunkt vollkommen ausgeschöpft”, heißt es beispielsweise bei der Firma Sandler. Voraussichtlich bis Anfang Juni könne man deshalb keine Neuaufträge bearbeiten.

01.25 Uhr – Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) mahnt zu Vorsicht beim Wiederhochfahren der Wirtschaft in der Corona-Krise. Dies müsse in einer Weise geschehen, die eine neue starke Ausbreitung des Virus vermeide, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell der “Neuen Osnabrücker Zeitung”. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten müsse an erster Stelle stehen.

01.00 Uhr – Der Deutsche Richterbund fordert eine Ausweitung von Online-Gerichtsverfahren. Bund und Länder sollten die Corona-Krise zum Anlass für einen Digitalisierungsschub in der Justiz nehmen, sagte Richterbund-Geschäftsführer Sven Rebehn den Zeitungen der Funke Mediengruppe. 

00.48 Uhr – Im Kampf gegen das Coronavirus haben die Vereinten Nationen Venezuela 90 Tonnen Lebensmittel und medizinische Güter per Flugzeug geschickt. Die Ladung enthielt unter anderem 28.000 Test-Kits für Ärzte und Pfleger, Sauerstoffkonzentratoren, Kinderbetten und Hygienesets, wie das UN-Amt für humanitäre Angelegenheiten, OCHA, mitteilte. 

00.00 Uhr – Italiens Ministerpräsident Guiseppe Conte hofft, dass sich die Lage in seinem Land weiter verbessern wird. “Die Kurven für Italien verbessern sich. Die Zahl der Geheilten steigt stark an. Ich hoffe, wir kommen jetzt wieder aus der Krise. Wir sind in einer entscheidenden Phase”, sagte Conte. Italien hat fast 140.000 bestätigte Infizierte. Mehr als 17.660 Menschen starben.  

kle/mak/se (alle agenturen, rki, jhu)



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