Corona-News: Deutschland schiebt wieder ab – 377 Neuinfektionen

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Die Corona-Pandemie hält die Welt weiterhin in Atem: Mehr als 12 Millionen Menschen haben sich bislang mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 198.613 davon in Deutschland. Die USA melden nahezu täglich neue Rekordzahlen. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Corona-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: 377 Corona-Neuinfektionen und ein Todesfall – in Meck-Pomm ist das Virus zurück  (20.51 Uhr) +++ Österreichs Nachtclubs bleiben wegen mehr Corona-Fällen weiter zu (18.38 Uhr) +++ Erster großer Sammelabschiebeflug aus Deutschland seit Ausbruch der Corona-Pandemie (17.19 Uhr) +++ Toter nach Maskenstreit auf Supermarkt-Parkplatz (16.32 Uhr)

Gouverneur von Oklahoma mit Coronavirus infiziert

22.27 Uhr: Der Gouverneur des US-Bundesstaates Oklahoma, in dem Präsident Donald Trump im Juni eine umstrittene Wahlkampfveranstaltung abgehalten hatte, hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Trumps Parteifreund Kevin Stitt sagte am Mittwoch bei einer Online-Pressekonferenz, ein Covid-19-Test bei ihm sei positiv ausgefallen. Er habe sich umgehend in Quarantäne begeben und werde von zu Hause aus arbeiten. Der 47-jährige Republikaner ist der erste US-Gouverneur, bei dem eine Coronavirus-Infektion bekannt wird.

Stitt hatte am 20. Juni bei einer Wahlkampfveranstaltung Trumps in Tulsa in seinem Bundesstaat teilgenommen. Eine Gesichtsmaske trug der Gouverneur wie die meisten Teilnehmer nicht. Am Mittwoch sagte Stitt, es sei höchst unwahrscheinlich, dass er sich das Virus bei dem Trump-Besuch zugezogen habe. Dafür liege die Veranstaltung zu lange zurück.

TOP-NEWS: 377 Corona-Neuinfektionen, aber nur ein Todesfall – in Meck-Pomm ist das Virus zurück

21.01 Uhr: Bislang sind in Deutschland 199.785 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Das sind 377 mehr als noch am Dienstag. Alles Bundesländer meldeten Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden -auch Mecklenburg-Vorpommern. Das Bundesland war zuvor elf Tage in Folge ohne neue Corona-Fälle geblieben.

Bislang sind in Deutschland 9045 Menschen an den Folgen des Virus gestorben – das ist nur einer mehr als am Vortag. Laut Robert-Koch-Institut sind 186.000 Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten, inzwischen wieder genesen. Somit sind rund 4740 Menschen akut infiziert (aktive Fälle) – 160 weniger als Dienstag. Der R-Wert sank leicht auf 1,02 (von 1,06).

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 199.785, 9045 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 36.237 (1838 Todesfälle)
  • Bayern: 49.424 (2610 Todesfälle)
  • Berlin: 8673 (220 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3490 (173 Todesfälle)
  • Bremen: 1700 (55 Todesfälle)
  • Hamburg: 5232 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 11.217 (514 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 805 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 13.811 (644 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 45.233 (1708 Todesfälle) *1T
  • Rheinland-Pfalz: 7232 (236 Todesfälle)
  • Saarland: 2789 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5478 (224 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1931 (62 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 3229 (154 Todesfälle)
  • Thüringen: 3304 (182 Todesfälle)

Gesamt (Stand 15.07.2020, 20.40 Uhr): 199.785 (9045 Todesfälle)

Vortag (Stand 14.07.2020, 20.45 Uhr): 199.408 (9044 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 186.000.

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,02 (Stand 15.07.20)

Surftipp: Coronavirus – Reproduktionszahl und geglätteter R-Wert erklärt

TOP-NEWS: Österreichs Nachtclubs bleiben wegen mehr Corona-Fällen weiter zu

18.38 Uhr: Trotz weitreichender Lockerungen bleiben Nachtclubs in Österreich vorerst weiter geschlossen. Die in Aussicht gestellte Lockerung ab dem 1. August wurde vor dem Hintergrund der aktuellen Infektionszahlen verschoben. “Die derzeitige epidemiologische Lage in Österreich lässt weitere Öffnungsschritte aktuell nicht zu”, erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Mittwoch. Man werde die Situation im Zwei-Wochen-Rhythmus neu bewerten. In Österreich steigt die Zahl der Coronavirus-Diagnosen seit Mitte Juni wieder leicht an. Am Mittwoch waren rund 1270 aktive Fälle bekannt.

Für Österreichs Lokale gilt damit weiter eine Sperrstunde von 1 Uhr nachts. Der Sprecher des Verbands der österreichischen Nachtgastronomen, Stefan Ratzenberger, beklagte gegenüber der Nachrichtenagentur APA Partytourismus in die Nachbarländer Schweiz und Slowakei. Dort dürften Lokale bis in den frühen Morgen geöffnet bleiben. “Jeden Tag gibt es in ganz Österreich “illegale” Partys und wir dürfen nicht aufmachen”, sagte er außerdem.

In Deutschland unterliegen Clubs und Diskotheken den Corona-Verordnungen der jeweiligen Länder. Ein Zeitpunkt der Wiedereröffnung mit Tanzbetrieb ist hier weiter ungewiss.

TOP-NEWS: Erster großer Sammelabschiebeflug aus Deutschland seit Ausbruch der Corona-Pandemie

17.19 Uhr: Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland ist am Dienstag wieder ein großer Sammelabschiebeflug vom Flughafen Frankfurt gestartet. Dies bestätigte die Bundespolizei am Frankfurter Flughafen der “Süddeutschen Zeitung” auf Anfrage. An Bord der Maschine nach Islamabad, Pakistan, seien 19 pakistanische Staatsangehörige gewesen, die vor allem aus Baden-Württemberg und Bayern abgeschoben wurden. Sicherheitspersonal begleitete sie. Das Flugzeug kam bereits aus Griechenland und hatte von dort zehn weitere pakistanische Staatsangehörige an Bord, die von und aus Griechenland rückgeführt wurden.

Flüchtlingsorganisationen kritisierten den Abschiebeflug als Tabubruch. Deutschland könne die Gesundheit der Abzuschiebenden nicht garantieren und gefährde mit den Flügen auch die begleitenden Polizisten und das Flugpersonal, sagte Stephan Reichel von der kirchlichen Flüchtlingsorganisation Matteo. Auch die Grünen im Bundestag nannten die Aktion unverantwortlich. Es sei in der Corona-Pandemie menschenrechtlich geboten, bundesweit alle Abschiebungen auszusetzen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer dagegen begrüßte, dass die Bundesländer die Ausreisepflicht auch unter den schwierigen Rahmenbedingen durchsetzen. Der Bund unterstütze die Länder bei diesem Vorhaben. Das BMI dringe bei den Herkunftsstaaten auf eine baldige Wiederaufnahme der Rückführungen.

Deutschland hat Abschiebungen in das außereuropäische Ausland nie offiziell ausgesetzt. Sie waren zuletzt aber faktisch vielfach unmöglich, da viele Länder ihre Grenzen geschlossen hatten und kaum Flugzeuge flogen. Im Zeitraum von Januar bis Mai 2020 gab es dadurch nach Angaben des BMI insgesamt 5022 Rückführungen – weniger als halb so viele wie im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor.

Wild West in der Corona-Krise: Toter nach Maskenstreit auf Supermarkt-Parkplatz

16.32 Uhr: In den USA hat die Corona-Krise ein weiteres Todesopfer gefordert – allerdings nicht durch das Virus selbst, sondern durch einen eskalierenden Streit in einem Supermarkt. Im US-Bundesstaat Michigan wollte am Mittwochmorgen ein 43 Jahre alter Mann laut Medienberichten in der Stadt Lansing seine Maske in dem Supermarkt „Quality Dairy“ nicht tragen.

Er geriet dann mit einem anderen Kunden aneinander und stach auf dem Parkplatz nach einem Wortgefecht plötzlich auf den 77-jährigen Kontrahenten ein. Bei dem anschließenden Polizeieinsatz kam der fliehende Messerstecher selbst ums Leben. Er hatte die Polizisten mit seinem Messer bedroht. Der niedergestochene 77-Jährige wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, sein Zustand soll stabil sein.

Seit vergangenen Dienstag besteht in dem Bundesstaat die Verpflichtung zum Tragen einer Schutzmaske.  

Russland meldet erfolgreichen Test von Corona-Impfstoff

16.05 Uhr: Das russische Militär hat nach eigenen Angaben mit Erfolg einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus getestet. Die 18 freiwilligen Teilnehmer der ersten Phase der klinischen Tests hätten keine schwerwiegenden Nebenwirkungen, Gesundheitsbeschwerden oder anderen Komplikationen gezeigt, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Mittwoch. Ob der Impfstoff auch wirksam ist, war zunächst unklar.

Die Ergebnisse der Untersuchung “erlauben uns, mit Zuversicht über die Sicherheit und gute Verträglichkeit des Impfstoffs zu sprechen”, erklärte das Ministerium dazu. Die an dem Test beteiligte Ärztin Swetlana Woltschikhina versicherte jedoch, die Getesteten seien nun vor dem Coronavirus geschützt: “Ihre Immunität funktioniert gut, es werden Antikörper gebildet.”

Das Verteidigungsministerium hatte Mitte Mai verkündet, gemeinsam mit Epidemiologen vom Moskauer Gamaleja-Institut an einem Impfstoff zu arbeiten. Einer ersten Gruppe Freiwilliger wurde demnach am 18. Juni ein Probeimpfstoff verabreicht, eine zweite Gruppe befindet sich noch in der Testphase. Die klinischen Tests sollen laut Verteidigungsministerium bis Ende Juli abgeschlossen sein.

TOP-NEWS: Mallorca macht bei Deutschen beliebte Party-Lokale dicht

14.24 Uhr: Wegen illegaler Partys am “Ballermann” hat Mallorca die Zwangsschließung aller Lokale der vor allem von deutschen Touristen gern besuchten “Bier-” und “Schinkenstraße” beschlossen. Diese Anordnung gelte zunächst für zwei Monate und trete am Mittwoch mit der Veröffentlichung des entsprechenden Beschlusses im Amtsblatt sofort in Kraft, teilte der balearische Tourismusminister Iago Negueruela in Palma mit.

Die Regionalregierung ordnete aus demselben Grund auch die Schließung aller Lokale der Straße Puerto Ballena in der Briten-Hochburg Magaluf westlich der Inselhauptstadt an. Das Verhalten einiger weniger Urlauber und Lokalbesitzer dürfe nicht die riesigen Anstrengungen der Menschen auf den Balearen im Kampf gegen die Pandemie aufs Spiel setzen, sagte Negueruela.

Der sozialistische Politiker bezog sich auf Fotos und Videoaufnahmen, die gezeigt hatten, wie Hunderte – mutmaßlich Touristen aus Deutschland und Großbritannien – am Wochenende an der Playa de Palma sowie in Magaluf getrunken, getanzt und gefeiert hatten. Sie waren unterwegs, ohne Schutzmaske zu tragen und ohne den in ganz Spanien vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von mindestens eineinhalb Metern einzuhalten.

Corona-Ausbruch in österreichischem Schlachtbetrieb

13.45 Uhr: In einem Schlachthof in Österreich sind mindestens 29 Menschen mit dem Coronavirus infiziert worden. 244 Mitarbeiter des Fleischereibetriebs im niederösterreichischen Eggenburg nahe der Grenze zu Tschechien mussten in Quarantäne, wie ein Amtssprecher am Mittwoch mitteilte. 40 weitere Testergebnisse standen nach Angaben der Gesundheitslandesrätin von Niederösterreich noch aus.

Nachdem ein Mitarbeiter Symptome gezeigt und sich an eine Hotline gewandt habe, seien alle Kollegen getestet worden, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Mitarbeiter von Fleischereibetrieben werden in Österreich verstärkt getestet, seitdem im Juni mehr als 1400 Infektionen beim deutschen Fleischverarbeiter Tönnies in Nordrhein-Westfalen bekannt wurden.

In Niederösterreich gab es außerdem im Zusammenhang mit einer Kirche in der Stadt Wiener Neustadt einen Ausbruch mit bis Mittwoch mindestens neun Fällen und 270 möglichen Kontaktpersonen. Zuletzt hatte vor allem das Bundesland Oberösterreich mit einem Ausbruch der Pandemie zu kämpfen gehabt. Im Zusammenhang mit Schlachtbetrieben waren dort Anfang Juli rund zwei Dutzend Fälle aufgetreten. Eine Fleischerei nahe Linz schloss nach eigenen Angaben vorsorglich Anfang der Woche, nachdem mehrere Mitarbeiter positiv getestet worden waren.

Bundeswehrsoldat in Vorpommern positiv auf Corona getestet

13.42 Uhr: In einer Kaserne in Vorpommern ist ein Bundeswehrsoldat aus Schleswig-Holstein positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Wie ein Sprecher der Panzergrenadierbrigade 41 am Mittwoch sagte, handelt es sich um einen Angehörigen des Panzergrenadierbataillons 411 in Viereck (Vorpommern-Greifswald). Zuvor hatte der Rundfunksender Ostseewelle Hitradio Mecklenburg-Vorpommern darüber berichtet.

 

Nach Angaben des Bundeswehrsprechers hatte der Soldat am Wochenende Symptome gezeigt und war am Montag getestet worden. Das Ergebnis sei am Dienstag bekannt geworden. Der Mann sei vor allem in der Verwaltung einer Sanitätseinheit tätig. Es seien 13 weitere Kameraden aus dem Bereich sicherheitshalber in Quarantäne geschickt worden.

Da in den Kasernen wegen der Corona-Krise auch das Personal reduziert wurde und Urlaubszeit sei, seien die Auswirkungen insgesamt sehr gering. “Die Kasernen sind derzeit wie leergefegt”, sagte der Sprecher.

Kaum Corona-Infizierte in Supermärkten und Drogerien

12.51 Uhr: Beschäftigte in deutschen Supermärkten und Drogerien haben sich laut einem Medienbericht nur vergleichsweise selten mit dem Coronavirus infiziert. Das schrieb die Wochenzeitung “Zeit” laut Vorabmeldung vom Mittwoch unter Berufung auf eigene Nachfragen bei größeren Handelsketten. Demnach habe das Drogerieunternehmen dm mitgeteilt, 0,1 Prozent ihrer 41.000 Mitarbeiter seien positiv getestet worden.

 

Die Drogeriekette Rossmann berichtete demnach von 36 Fällen unter 33.400 Mitarbeitern. Die beiden Supermarktketten Rewe und Kaufland teilten laut “Zeit” mit, der Anteil von Infizierten unter ihren Beschäftigten liege unter dem Bevölkerungsschnitt.

Reisewarnung für Norwegen aufgehoben

12.45 Uhr: Das Auswärtige Amt hat am Mittwoch die coronabedingte Reisewarnung für Norwegen aufgehoben. Zuvor hatte das norwegische Außenministerium eine Liste mit Ländern veröffentlicht, aus denen die Einreise vom Mittwoch an wieder gestattet ist. Darunter war auch Deutschland. Damit sei nun die Einreise aus Deutschland für alle Zwecke wieder erlaubt, teilte das Auswärtige Amt mit. Sie sei quarantänefrei entweder direkt oder über Dänemark beziehungsweise Finnland möglich, über Schweden nur in direktem Transit.

Das Auswärtige Amt weist auf seiner Norwegen-Seite im Internet darauf hin, dass in dem skandinavischen Land Abstands- und Hygieneregeln gelten. Es bestehe keine Maskenpflicht, jedoch werde dringend dazu geraten, Hand- und Hustenhygiene strikt zu befolgen und bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben.

Kein Corona-Ausbruch nach Exzessen auf Mallorca

12.38 Uhr: Auf Mallorca gibt es offiziellen Angaben zufolge derzeit 128 aktive Corona-Fälle unter den rund eine Million Einwohnern. Die exzessiven Feiern von Touristen ohne Schutzmaßnahmen am vorigen Wochenende hätten nicht zu einem Corona-Ausbruch geführt, sagte Andreu Serra, Dezernatsleiter für Tourismus des Inselrates von Mallorca, am Mittwoch in Berlin. Dort ist die Urlaubsinsel beim Tennis-Einladungsturnier im Steffi-Graf-Stadion Werbepartner.

Serra sagte weiter, bei den Vorfällen in der Nacht zum Samstag habe es sich um isolierte Einzelfälle in zwei Straßen gehandelt. Die große Mehrheit der Touristen halte sich sehr gut an die Einschränkungen. Mallorca hatte wegen der illegalen Partys unter anderem die Maskenpflicht verschärft.

Skiurlaub und Feste befeuerten Corona-Ausbreitung in Tirschenreuth

12.36 Uhr: Skiurlaub und große Feste: Eine Untersuchung des Robert Koch-Institutes (RKI) zur Ausbreitung des Coronavirus im besonders betroffenen Landkreis Tirschenreuth im Nordosten Bayerns hat einen Zusammenhang von Infektionen und bestimmtem Freizeitverhalten der Betroffenen festgestellt. 33 von 98 Befragten waren entweder kurz zuvor im Skiurlaub in Österreich oder Italien gewesen, hatten an einem Starkbierfest in der Stadt Mitterteich (Kreis Tirschenreuth) oder an einem zweiten Bierfest (“Zoigl”) teilgenommen.

“Ein Zusammenspiel dieser drei Faktoren, zu einem Zeitpunkt, als noch kein einziger Fall aus dem Landkreis gemeldet worden war, scheint wahrscheinlich als Ursache für die rasante Ausbreitung des neuen Coronavirus in der Stadt Mitterteich und daraufhin im gesamten Landkreis”, heißt es in der Studie des RKI. Andererseits seien die Faktoren als Erklärung für die starke Ausbreitung im Kreis Tirschenreuth nicht ausreichend.

TOP-NEWS: Kretschmer schließt Ausreisesperren für Sachsen praktisch aus – auch Haseloff skeptisch

11.31 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hält lokale Ausreisesperren für Regionen mit Corona-Ausbruch nur für schwer umsetzbar. “Wir haben große Landkreise in Sachsen. Ich kann mir kein Szenario vorstellen, in dem wir einen gesamten Landkreis mit einer Ausreisesperre belegen”, teilte der Regierungschef am Mittwoch auf Twitter mit. Das könne in anderen Regionen Deutschlands mit kleineren Landkreisen anders sein. “Für den Freistaat können wir so etwas nahezu ausschließen”, so Kretschmer. An diesem Donnerstag wollen Bund und Länder entscheiden, ob die Möglichkeit lokale Ausreiseverbote geschaffen wird.

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat sich gegen allgemeine Ausreisebeschränkungen für die Bewohner von Kreisen mit akuten Corona-Ausbrüchen gewandt. Im ZDF-“Morgenmagazin” forderte Haseloff am Mittwoch “differenzierte Lösungen, weil jeder Hotspot, jede Infektion verläuft anders”. Schutzmaßnahmen müssten praktikabel und “kontrollfähig” sein. “Deswegen ist da auch noch dringender Gesprächsbedarf”, fügte der CDU-Politiker hinzu.

Haseloff hob hervor, dass der Staat im Kampf gegen die Corona-Pandemie nicht beliebig strikte Maßnahmen ergreifen könne. “Die Urteilslage ist eindeutig: Grundrechte kann man nicht beliebig einschränken”, sagte der CDU-Politiker. Daher sei es “nicht praktikabel”, Kreise abzuriegeln, um Corona-Ausreisesperren durchzusetzen. Haseloff forderte “eine Mischung” aus Quarantänemaßnahmen, aber auch einem Beherbergungsverbot für Menschen, die aus Corona-Hotspots in andere Regionen reisen wollen.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident signalisierte in der Frage aber zugleich Gesprächsbereitschaft. “Wir wir sind alle interessiert daran, dass es eine einheitliche Vorgehensweise gibt”, sagte er. Daher werde es eine Beschlussfassung geben. “Aber die wird nicht schwarz-weiß aussehen.” Schutzmaßnahmen hält Haseloff nach eigenen Angaben in jedem Fall weiterhin für notwendig. 

Weitere Meldungen zum Coronavirus aus diesem News-Ticker finden Sie auf der nächsten Seite.

 

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