Corona News: Zahl der Infizierten steigt um 949 – 172.083 Fälle in Deutschland

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Die Ausbreitung des Coronavirus hält Deutschland, Europa und die Welt weiterhin in Atem. Politik, Wirtschaft, Gesellschaft  und Forschung sind gefordert! Mehr als vier Millionen Menschen haben sich bereits mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert, 171.134 davon in Deutschland. Alle Neuigkeiten zur Corona-Pandamie lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Corona News – die Topmeldungen: Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter unter 1000, weniger als 100 neue Tote (20.19 Uhr) +++ Lauterbach: Warum Verschwörungstheorien für alle gefährlich sind (18.09 Uhr) +++ Eklat im Umweltausschuss: AfD will Beschränkungen ignorieren (17.28 Uhr) +++ Ramelow verstößt gegen Corona-Verordnung (15.50 Uhr) +++ Ärzte laufen Sturm gegen Berliner Corona-Weg (14.15 Uhr) +++ Bundesregierung beschließt Lockerung der Grenzkontrollen (11.46 Uhr)

TOP-NEWS: Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter unter 1000, weniger als 100 neue Tote

20.19 Uhr: Die Zahl der positiven Corona-Tests in Deutschland ist am Mittwoch um 949 auf 172.083 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 7.712, das sind 95 mehr als am Vortag.

Das geht aus täglich erhobenen Zahlen der Gesundheitsämter der Bundesländer hervor, die FOCUS Online zusammenrechnet. Die Reproduktionszahl liegt weiter unter 1 – jetzt bei 0,84. Vor einigen Tagen hatte dieser Wert noch bei 1,13 gelegen.

Die Zahl der genesenen Corona-Infizierten hat sich laut RKI derweil auf 148.700 erhöht.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 172.083, 7712 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 33.661 (1613 Todesfälle)
  • Bayern: 45.154 (2231 Todesfälle)
  • Berlin: 6338 (173 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3162 (161 Todesfälle)
  • Bremen: 1106 (36 Todesfälle)
  • Hamburg: 4967 (203 Todesfälle)
  • Hessen: 9087 (419 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 739 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 11.013 (526 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 35.537 (1472 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 6378 (212 Todesfälle)
  • Saarland: 2645 (149 Todesfälle)
  • Sachsen: 5029 (193 Todesfälle)
  • Sachsen-Anhalt: 1657 (52 Todesfälle)
  • Schleswig-Holstein: 2971 (125 Todesfälle)
  • Thüringen: 2639 (127 Todesfälle)

Gesamt: Stand 13.05., 20.15 Uhr,  172.083 (7712 Todesfälle)

Vortag: Stand 12.05., 20.55 Uhr, 171.134 (7617 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 148.700

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 0,81 (Stand 13.05.)

Wert der Neuinfektionen in Coesfeld sinkt, ist aber immer noch weit über Obergrenze

19.03 Uhr: Im Kreis Coesfeld ist die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen gerechnet auf 100.000 Einwohner am Mittwoch auf 100,5 Neuinfektionen gesunken. Derselbe Wert ist in Olpe leicht auf 23,7 gestiegen, in Euskirchen auf 20,2, meldete das NRW-Gesundheitsministerium. Außer Coesfeld waren keine Stadt und kein Kreis in NRW an der gefährlichen 50er Marke, bei der das öffentliche Leben erneut eingeschränkt werden soll. Die Bundesregierung hatte eine Obergrenze von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner festgelegt.

TOP-NEWS: Lauterbach: Warum Verschwörungstheorien für alle gefährlich sind

18.09 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält die aktuell kursierenden Verschwörungstheorien zum Coronavirus sowie zum Umgang mit der Pandemie für “sehr gefährlich”. Diese “laufen darauf hinaus, dass die Sicherheitsmaßnahmen, auf die wir ja alle angewiesen sind, unterlaufen werden”, sagte Lauterbach am Mittwoch dem Sport-Informations-Dienst (sid). Bei der Bekämpfung der Pandemie seien aber alle “ja auf das Verhalten anderer angewiesen”.

Lauterbach äußerte auch die Befürchtung, “dass sich hier eine neue Bewegung oder Partei etabliert, mit der wir dann zu kämpfen hätten”. Er beobachte, “dass immer mehr Verschwörungstheoretiker, aber auch rechte Kreise, Covid-19 für ihre Zwecke missbrauchen”.

Kein Problem hat Lauterbach dagegen nach eigenen Angaben damit, dass er selbst als einer der Mahner in der Corona-Krise angefeindet werde. “Ich komme gut damit klar, dass der eine oder andere Demonstrant, der durch rationale Argumente nicht mehr erreichbar ist, dass der sich negativ zu mir einlässt”, sagte der SPD-Politiker. Der größte Teil der Bevölkerung sei “Gott sei Dank vernünftig und würdigt auch die Arbeit, die wir hier im politischen Berlin machen und die Arbeit der Wissenschaftler”.

TOP-NEWS: Eklat im Umweltausschuss: AfD will Beschränkungen ignorieren

17.21 Uhr: Die AfD will in der Corona-Krise Einschränkungen im Umweltausschuss des Bundestags nicht akzeptieren – insbesondere die reduzierte Zahl der Teilnehmer. Die Abgeordneten der Partei im Ausschuss zögen “aus der Einschätzung der AfD-Fraktion, dass eine epidemische Notsituation nicht existent ist, ihre Konsequenzen”, teilte der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Karsten Hilse, am Mittwoch mit. Man werde sich an die Geschäftsordnung halten und nicht an Vereinbarungen, die dagegen verstießen – etwa über eine verminderte Teilnehmerzahl bei Abstimmungen und dass die Obleute für Mitglieder ihrer Fraktion abstimmen sollen.

TOP-NEWS: Trauerfeier von Nachbarin – Ramelow verstößt gegen Corona-Verordnung

15.50 Uhr: Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat eingeräumt, gegen die Corona-Verordnung seiner eigenen Regierung verstoßen zu haben. Er habe unzulässigerweise an der Beerdigung seiner Nachbarin teilgenommen, bekannte er in der Beilage „Christ & Welt“ der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Eigentlich hätte ich nicht bei ihrer Beerdigung dabei sein dürfen.“ Er habe aber das Gefühl gehabt, es zu müssen, wenn auch mit großem Abstand. „Alles andere wäre mir unmenschlich vorgekommen“, erklärte Ramelow. Heute frage er sich, ob die Verordnung „in allen Punkten richtig war oder ob es nicht möglicherweise noch andere Lösungen gegeben hätte“.

Nach bisheriger Regelung durften nur der engste Familien- und Freundeskreis und ein Trauerredner oder Geistlicher sowie Personal des Bestattungsunternehmens an Trauerfeiern teilnehmen. Mit der neuen, am Mittwoch in Kraft getretenen Verordnung wurde diese Beschränkung aufgehoben.

Österreichs ehemaliger Hotspot Ischgl ist wieder coronafrei

15.18 Uhr: Der in den vergangenen Wochen als Corona-Hotspot kritisierte Wintersportort Ischgl in Österreich ist wieder coronafrei. Wie aus einer Informationssammlung des Landes Tirol hervorgeht, gibt es in der kleinen Gemeinde derzeit keinen aktiven Fall der Lungenkrankheit Covid-19. Auch in den weiteren Gemeinden im Paznauntal gibt es kaum noch Erkrankte. Am Mittwoch hat der Tiroler Landtag eine Kommission eingesetzt, um das Corona-Krisenmanagement der Landesregierung zu untersuchen. Auch Ischgl wird dabei im Fokus stehen. Von hier aus dürfte sich das Virus durch die vielen internationalen Gäste weit verbreitet haben.

 

Dem Land Tirol und der Tourismusbranche wird vorgeworfen, nicht schnell genug auf die Ausbreitung reagiert und zu spät den Skibetrieb gestoppt zu haben. Vor allem bei den vielen Après-Ski-Partys dürfte das Ansteckungsrisiko hoch gewesen sein. Einer der Vorwürfe lautet, dass dieses Risiko bei den Parties unterschätzt wurde.

Der Skibetrieb in Tirol wurde erst einige Tag nach dem ersten positiven Corona-Test bei einem Barkeeper in Ischgl vorzeitig beendet. Als über Ischgl und das Paznauntal eine Quarantäne verhängt wurde, ließ man zudem viele Touristen ausreisen – was zeitweise zu chaotischen Zuständen auf den Zufahrtsstraßen führte.

Ein Misstrauensantrag gegen den Tiroler Gesundheitsminister Bernhard Tilg (ÖVP) fand keine Mehrheit im Landtag. Tilg wurde eine große Mitschuld am Krisenmanagement gegeben, das in die Kritik geraten ist.

TOP-NEWS: Ärzte laufen Sturm gegen Berlins Corona-Weg

14.15 Uhr: Die Berliner Amtsärzte haben den Senat in einem offenen Brief scharf kritisiert. Er ist an Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci adressiert. Die Ärzte werfen ihr vor, sie hätten die Informationen zum neuen Berliner Ampel-Warnsystem und zur neuen Berliner Teststrategie ausschließlich aus der Presse erfahren. „Wir Berliner Amtsärzte und Amtsärztinnen machen darauf aufmerksam, dass wir fachlich-medizinisch in keiner Weise angehört wurden oder eingebunden waren“, heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. „Bürger und Bürgerinnen wenden sich an uns mit Anfragen, die wir nicht beantworten können.“ Das führe zu Irritationen und Verunsicherungen in der Bevölkerung.

„Wir Amtsärzte und Amtsärztinnen setzen wir auf möglichst evidenzbasierte Entscheidungen und wissenschaftliche Empfehlungen wie beispielsweise aus dem RKI und medizinischer Fachgesellschaften. Auf dieser Grundlage arbeiten die Gesundheitsämter erfolgreich“, heißt es in dem Schreiben weiter. So zeige die Kontaktpersonennachverfolgung der Gesundheitsämter ihre Wirkung, ebenso die gezielte Abstrich-Strategie basierend auf den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. „Eine ungezielte Testung ohne medizinische Indikation lehnen wir ab. Auch das gestern öffentlich vorgestellte Ampelsystem ist medizinisch für uns nicht nachvollziehbar.“

Die Amtsärztze haben ihre Beteiligung beim Erarbeiten einer fachlich untermauerten Gesamtstrategie angeboten, die für die Akzeptanz in der Berliner Bevölkerung notwendig sei. Unterschrieben ist der offene Brief von der Sprecherin der Amtsärzte, Nicoletta Wischnewski.

Gesundheitssenatorin Kalayci hatte das neue Berliner Warnsystem für die Corona-Pandemie am Dienstag vorgestellt. In dem Ampelsystem sind die Reproduktionsrate, die Zahl der Neuinfektionen und die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten die entscheidenden Warnfaktoren. Für die drei Kriterien wurden jeweils Grenzwerte festgelegt. Der Reinickendorfer Amtsarzt Patrick Larscheid hatte daran bereits deutliche Kritik geübt.

Reise-Unternehmer ziehen vor das Kanzleramt

13.52 Uhr: Dieses Mal saßen die Reiseveranstalter selbst im Bus nach Berlin: Mit einem Korso aus rund 50 Bussen im Regierungsviertel haben Inhaber von Reisebüros und mittelständische Reiseunternehmer für mehr staatliche Hilfe demonstriert. Mit den Bussen fuhren sie am Mittwoch auch am Reichstag und dem Bundeskanzleramt vorbei. Vor der Regierungszentrale stellten Demonstranten Koffer ab. Es gab auch einen Autokorso mit etwa 50 Fahrzeugen. Auch in anderen Städten gab es Aktionen, unter anderem in Hannover, Dresden und Schwerin.

Aufgerufen dazu hatte die Allianz selbstständiger Reiseunternehmen. Mit anderen Verbänden fordert sie einen Sonderfonds des Bundes, um die Rückzahlungen für stornierte Reisen abzuwickeln. Damit sollen die Arbeitsplätze in den Reisebüros und bei den Veranstaltern gesichert werden. Weil Reisen durch den Kampf gegen die Corona-Krise stark eingeschränkt sind, haben viele Kunden ihre Urlaubsfahrten storniert.

Die großen Verbände der Tourismusbranche forderten am Mittwoch ein Krisentreffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). “Über eine Million Arbeitsplätze sind unverschuldet in Gefahr geraten. Die Rücklagen sind aufgebraucht”, hieß es in einer Mitteilung im Namen von sieben Verbänden aus Hotellerie, Gastronomie und Veranstaltern.

Weltweit ist der Tourismus zusammengebrochen. Nicht nur Reisebüros, auch Veranstalter, Hoteliers, Gastronomen und Verkehrsunternehmen geraten in Schwierigkeiten. Der Staat greift Kleinunternehmern mit Soforthilfen wie Zuschüssen und Darlehen unter die Arme. Die Bundesregierung hat weitere Hilfen für Gastronomie und Hotels in Aussicht gestellt.

TOP-NEWS: Lesotho bestätigt als eins der letzten Länder Corona-Fall

13.23 Uhr: Als eines der letzten Länder der Welt hat das von Südafrika umgebene Gebirgskönigreich Lesotho am Mittwoch offiziell eine erste Coronavirus-Infektion bestätigt. Es handelt sich laut Gesundheitsminister Nkaku Kabi um eine Person ohne Symptome, deren Infektion über einen Test entdeckt worden sei. Sie stamme aus dem Nahen Osten und sei vor der Verhängung einer Ausgangssperre in Lesothos Hauptstadt Maseru eingetroffen. Kabi ließ zunächst offen, ob es sich bei der Person um einen Mann oder eine Frau handelt. Der kleine südafrikanische Staat galt offiziell als letztes Corona-freies Land in Afrika.

Alle Wiener Haushalte bekommen Essens-Gutscheine für Lokale

13.00 Uhr: In der Corona-Krise spendiert die Stadt Wien allen 950.000 Haushalten einen Gutschein für Restaurantbesuche in Höhe von bis zu 50 Euro. Das kündigte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) am Mittwoch an. Ein-Personen-Haushalte erhalten einen Bon von 25 Euro, Mehr-Personen-Haushalte einen 50-Euro-Gutschein. Dieser könne in allen teilnehmenden Restaurants und Kaffeehäusern bis Ende September eingelöst werden. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Alkoholische Getränke können mit Steuergeld nicht bezahlt werden.

Die österreichische Hauptstadt, in der im Oktober gewählt wird, lässt sich die Aktion 40 Millionen Euro kosten. “Ja, wir können uns das leisten”, sagte Ludwig. Immerhin gehe es um die Zukunft von 6500 Wirtshausbetrieben mit rund 60 000 Beschäftigten.

Bereits Mitte März hatte Wien angesichts des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus allen Senioren und Seniorinnen über 65 Jahre einen Taxi-Gutschein in Höhe von 50 Euro spendiert.

TOP-NEWS: Bundesregierung beschließt Lockerung der Grenzkontrollen

11.46 Uhr: Die Kontrollen an der deutschen Grenze sollen von diesem Samstag an schrittweise gelockert werden. Auf touristische Reisen ins Ausland sollen die Bundesbürger aber auch in den kommenden Wochen weiter verzichten. Wie das Bundesinnenministerium am Mittwoch mitteilte, enden die Kontrollen zunächst an der Grenze zu Luxemburg in der Nacht zum kommenden Samstag.

An der deutsch-dänischen Grenze sei Deutschland ebenfalls bereit, die Kontrollen einzustellen, “sobald die dänische Regierung ihre laufenden Konsultationen mit ihren jeweiligen Nachbarstaaten vollzogen hat”. An den Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz sollen sie dagegen bis zum 15. Juni fortgesetzt werden.

Die Erleichterungen sind laut Innenministerium eine Folge der positiven Entwicklung des Infektionsgeschehens. Sollte die Zahl der Neuinfektionen in Nachbarregionen jedoch stark steigen, werde man wieder intensiver kontrollieren. Dabei biete der in Deutschland geltende Richtwert von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100000 Einwohnern in sieben Tagen Orientierung.

Die von den Bundesländern angeordnete 14-tägige Quarantäne für jeden, der nach Deutschland kommt, sollte nach Einschätzung des Ministeriums künftig nur noch für Menschen gelten, die sich zuvor in Drittstaaten aufgehalten haben. Also beispielsweise nicht mehr für Deutsche, die aus Frankreich einreisen oder den Niederlanden. Die Entscheidung über die Quarantäne liegt allerdings bei den Regierungschefs der Länder.

Die Kontrollen an den Grenzen zu Luxemburg, Dänemark, Frankreich, Österreich und der Schweiz waren am 16. März eingeführt worden, um das Infektionsgeschehen in Deutschland einzudämmen. Seither darf nur noch einreisen, wer einen triftigen Grund dafür geltend machen kann. Die Regel, dass nur einreisen darf, wer einen triftigen Grund hat, soll aber im Grundsatz erst einmal weiter bestehen.

Wie das Ministerium weiter mitteilte, dürfen ab Samstag wieder alle Grenzübergänge genutzt werden. In den vergangenen Wochen waren nur einige größere Verkehrswege für den Grenzübertritt geöffnet. Dies hatte vielerorts zu Staus und Umwegen für Berufspendler geführt. Die Bundespolizei soll künftig nur noch “flexibel und risikobasiert” kontrollieren, “nicht so systematisch wie bisher”.

Am Mittwoch wollte auch die EU-Kommission einen Plan für eine vorsichtige Öffnung der Binnengrenzen in Europa vorlegen. Nach einem der dpa vorliegenden Entwurf sollen die Kontrollen auch europaweit nach und nach aufgehoben werden. Seehofer schloss sich der Empfehlung der Kommission an, die Beschränkungen für Einreisen aus Drittstaaten in die EU bis zum 15. Juni zu verlängern.

Bis zum 14. Juni gilt aktuell noch eine weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Danach sollen Deutsche grundsätzlich auf Urlaubsreisen im Ausland verzichten – auch weil eine Rückreise wegen eventuell neu verhängter Corona-Maßnahmen sehr schwierig werden kann.

Millionenstadt in China wegen Corona-Risikos weitgehend abgeschottet

11.00 Uhr: In China haben die Behörden erneut eine Metropole wegen des Corona-Risikos weitgehend abgeschottet. Die gut vier Millionen Einwohner von Jilin im Nordosten des Landes dürfen die Stadt nur verlassen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorweisen können und sich in Quarantäne begeben, wie die Verwaltung am Mittwoch erklärte. Die Bus- und Zugverbindungen der Industriestadt gut tausend Kilometer von Peking sind ausgesetzt, auch Kinos und Fitnessstudios mussten schließen.

In einem Vorort von Jilin war am Wochenende ein neuer Infektionsherd mit inzwischen 21 Fällen bekannt geworden. Die Stadtverwaltung nannte die Lage “sehr ernst”. Es gebe ein hohes Ansteckungsrisiko.

Auch in der chinesischen Millionenstadt Wuhan waren zuvor neue Infektionen registriert worden. Die Behörden ordneten an, alle elf Millionen Einwohner testen zu lassen. In der zentralchinesischen Industriemetropole war das neuartige Coronavirus Ende 2019 erstmals bei Menschen festgestellt worden. Die rund zwei Monate dauernde Ausgangssperre wurde erst vor rund einem Monat aufgehoben.

CDU-Wirtschaftsrat rechtfertigt sich nach Corona-Demo in Gera

10.21 Uhr: Am Samstag gab es in der Stadt Gera eine weitere Demonstration gegen die Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus. Unter den Demonstranten war auch Thüringens Kurzzeit-Ministerpräsident Thomas Kemmerich (FDP), der sich weder an die vorgeschriebenen Abstandsregeln noch die Mundschutz-Pflicht hielt.

Ins Leben gerufen wurde der Protest von Peter Schmidt, einem Mitglied des Wirtschaftsrats der CDU – ein CDU-naher Verband. In einer Eröffnungsrede schimpfte Schmidt über „korrumpierte Politiker”, „internationale Ökoprofiteure“, die „machtgierige Frau“ Merkel und kündigte Kemmerich als „einzig aktuell legitimen Ministerpräsidenten“ an.

Der Wirtschaftsrat selbst distanzierte sich auf Nachfrage der „Süddeutschen Zeitung“ von der Veranstaltung und „von deren Inhalten und den dort getätigten Äußerungen”.

Schmidt selber betonte, dass er hinter seinen Aussagen, die er als Privatperson getätigt habe, stehe. Er habe „an keiner Stelle mit der AfD oder deren Anhängern zusammengearbeitet.“ Auch sei Schmidt kein Mitglied der CDU, sondern parteilos.

“Völlig aus der Luft gegriffen”: Amtsarzt zerpflückt Berliner Corona-Weg

10.06 Uhr: Das neue Berliner Warnsystem für die Corona-Pandemie ist aus Sicht des Reinickendorfer Amtsarztes Patrick Larscheid nicht der Weisheit letzter Schluss. In dem Ampelsystem sind die Reproduktionsrate, die Zahl der Neuinfektionen und die Belegung der Intensivbetten mit Covid-19-Patienten die entscheidenden Warnfaktoren. Wird beispielsweise die Marke von 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen erreicht, schaltet die Ampel von Grün auf Gelb, bei 30 Neuinfektionen auf Rot. Larscheid kritisiert diese Grenzwerte als willkürlich. “Die Zahl 20 und 30, für die gibt es überhaupt keine Grundlage, die ist völlig aus der Luft gegriffen”, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

“Ich muss Zahlenentwicklungen im Blick haben, das ist viel wichtiger als absolute Werte. Insofern bin ich mit diesem System nicht so richtig glücklich.” Für Larscheid gilt dieser Kritikpunkt allerdings auch für die in der vergangenen Woche zwischen Bund und Ländern getroffene Festlegung von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner: “Die alte Regel hat genau dieselbe Schwäche, dass die bloße Zahl völlig willkürlich war. Das sind beides keine guten Modelle.”  

Aus Larscheids Sicht nicht überzeugend ist auch die Kombination der drei Faktoren: “Wenn Sie verschiedene Dinge koppeln, müssen Sie eine Idee haben, warum Sie das tun”, sagte er. Dass gerade diese drei Aspekte gewählt worden seien, sei einfach so entschieden worden.

Für den Amtsarzt stellen sich noch weitere Fragen: “Wenn wir in dieser gelben Phase sind, heißt das ja, es soll beraten werden, wie man weiter verfährt. Was aber nicht gesagt wurde: Wie sollen diese Beratungen aussehen? Und wer berät denn da?”

Wenn Grenzwerte überschritten werden, erfordere das eine sehr differenzierte Betrachtung, sagte Larscheid: “Was ist der Hintergrund? Was könnte die Ursache für einen Anstieg sein? Habe ich mehrere größere gut kontrollierte Ausbrüche innerhalb eines bestimmten Bereiches?”

Larscheid warnt davor, nicht auf solche Zusammenhänge zu schauen. “Die bloße Fixierung auf feste Werte kann schnell zu einer Situation führen, die für eine hohe Zahl von Menschen zu Einschränkungen führt, obwohl das überhaupt nicht nötig wäre.”

Reproduktionsrate wieder unter 1 – Zahl der positiven Corona Tests steigt auf 171.134

19.12 Uhr: Die Zahl der positiven Corona-Tests in Deutschland ist am Dienstag um 716 auf 171.134 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle stieg auf 7617, das sind 108 mehr als am Vortag.

Die Zahl der genesenen Corona-Infizierten hat sich laut RKI derweil auf 147.200 erhöht. Die Reproduktionszahl liegt laut neusten Berechnungen wieder unter dem Wert von 1 mit 0,94.

 

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