Corona-Pandemie: 526 neue Fälle in Deutschland – aber kein Grund zur Entwarnung

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Die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem: Mehr als 20 Millionen Menschen haben sich bislang weltweit mit dem Coronavirus infiziert, 222.993 davon in Deutschland. Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise aus Deutschland, Europa und der Welt lesen Sie im News-Ticker von FOCUS Online.

Corona-News aus Deutschland und der Welt – die Topmeldungen: Spahn-Andeutung: Werden Corona-Regeln in Deutschland wieder verschärft? (22.45 Uhr) +++ Nur rund 500 Neuinfektionen in Deutschland – aber kein Grund zur Entwarnung  (21.41 Uhr) +++ Corona-Tests am Flughafen Tegel nach Übergriff abgebrochen (20.04 Uhr) +++ Behörden verweisen Badegäste als illegale Tagestouristen des Landes (19.18 Uhr) +++

TOP-NEWS: Spahn besorgt über Feiern als Corona-Gefahrenquelle

22.45 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt vor dem Hintergrund steigender Zahlen bei Corona-Neuinfektionen vor Feierlichkeiten als Gefahrenquelle. Es gebe mehr Ansteckungen durch Reiserückkehrer, es gebe im ganzen Land aber auch lokale Ausbrüche, die meist mit Feiern zusammenhingen, sagte Spahn am Sonntagabend im ZDF-“heute journal”. “Das ist das, was wir im Blick haben müssen über das Reisen hinaus, betonte der CDU-Politiker.

Auf die Frage nach neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sagte Spahn, aus seiner Sicht mache es keinen Sinn, wieder den Einzelhandel zu schließen oder Friseure. Mit Alltagsmasken und Abstand könne man dort weitermachen. Ein anderer Bereich macht dem Gesundheitsminister jedoch zunehmend Sorgen: “Feierlichkeiten, Veranstaltungen – dort überträgt es sich sehr, sehr schnell. Deswegen finde ich, müssen wir mit den Ländern nochmal schauen: Was sind die Grenzen, was sind die Regeln für die Größen von Veranstaltungen.”

Er verstehe ja, dass man eine Hochzeit mit 100, 150 Gästen feiern wolle, sagte Spahn weiter. Er selbst habe lange genug bei Hochzeiten gekellnert. Eine Hochzeit werde aber irgendwann “sehr gemütlich, wenn es denn eine Hochzeit ist”.

“Entweder wir schaffen es, auch aus der Sommerzeit herauskommend die Zahlen unter Kontrolle zu behalten. Oder wir werden eben zuerst den Blick auf die Art von Veranstaltungen richten müssen, bei denen eben besonderes Infektionsgeschehen auftritt. Das sind die eben die geselligen Veranstaltungen, wo Menschen, meistens auch mit Alkohol verbunden, dann entsprechend zusammenkommen”, sagte Spahn.

Erneut mehr als 50.000 Neuinfektionen in den USA

22.43 Uhr: Zahl der Neuinfektionen in den USA verharrt oberhalb von 50.000 Die Zahl der Neuinfektionen in den USA verharrt auf hohem Niveau. Nach Angaben der “New York Times” wurden zuletzt binnen 24 Stunden 50.335 Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Am Samstag waren es mit 59.441 deutlich mehr gewesen, an den beiden Tagen zuvor waren es jeweils rund 54.000.

Insgesamt stieg die Zahl der Neuinfektionen damit auf aktuell rund 5,39 Millionen. Die Zahl der Toten legte zuletzt um 1059 zu. Damit sind nach Angaben der “New York Times” bislang 169.600 Menschen in den USA an dem Virus gestorben.

TOP-NEWS: Nur rund 500 Neuinfektionen in Deutschland – aber kein Grund zur Entwarnung

21.51 Uhr: In Deutschland haben sich bislang 223.519 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Sonntag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 526 (1087 am Samstag). Allerdings haben insgesamt fünf Bundesländer (Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Bremen) am Feiertag keine neuen Zahlen genannt.

Einen Grund zur Entwarnung gibt es angesichts der “nur” rund 500 Neuinfektionen dennoch nicht. Da die registrierte Zahl der täglichen Infektionen wegen des Meldesystems stark vom Wochentag abhängig ist, liefert ein anderer Wert einen besseren Anhaltspunkt zum Virusgeschehen: die ans Robert-Koch-Institut gemeldeten Fälle binnen einer Woche. Diese Zahl lag am Sonntag bei 6837 (Datenstand 16.8., 0 Uhr), und damit nur leicht unter den 6914 vom Vortag. Vor einer Woche lag dieser Wert noch bei 5271, vor einem Monat sogar nur bei 2304. Die bei FOCUS Online erfassten Zahlen der Landesgesundheits- und Sozialministerien weichen von den RKI-Zahlen in geringem Maße ab – der Trend bleibt der gleiche.

Das RKI weist außerdem darauf hin, dass nur noch weniger als 30 Kreise binnen sieben Tagen keine Fälle übermittelt haben – einen Monat zuvor waren es noch mehr als 100 gewesen. “Dieser Trend ist sehr beunruhigend.”

9201 Menschen sind bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben – am Sonntag kam somit keiner hinzu. Laut Robert-Koch-Institut beläuft sich die Zahl der Genesenen auf 201.300. Somit sind rund 13.018 Menschen akut infiziert.

Der R-Wert sank laut RKI leicht von 1,29 und 1,21 und liegt jetzt somit deutlich über der kritischen Marke von 1. Der R-Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.

Zahl bestätigter Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt auf 223.519, 9201 Todesfälle

Sie finden hier die aktuell gemeldeten Zahlen der Gesundheitsministerien der Länder.

  • Baden-Württemberg: 38.515 (1859 Todesfälle)
  • Bayern: 52.873 (2629 Todesfälle) – keine neue Meldung am Sonntag
  • Berlin: 10.252 (224 Todesfälle)
  • Brandenburg: 3735 (173 Todesfälle)
  • Bremen: 1838 (58 Todesfälle) – keine neue Meldung am Sonntag
  • Hamburg: 5886 (231 Todesfälle)
  • Hessen: 13.433 (526 Todesfälle)
  • Mecklenburg-Vorpommern: 972 (20 Todesfälle)
  • Niedersachsen: 15.399 (656 Todesfälle)
  • Nordrhein-Westfalen: 54.390 (1777 Todesfälle)
  • Rheinland-Pfalz: 8141 (242 Todesfälle)
  • Saarland: 2973 (174 Todesfälle)
  • Sachsen: 5718 (224 Todesfälle) – keine neue Meldung am Sonntag
  • Sachsen-Anhalt: 2117 (64 Todesfälle) – keine neue Meldung am Sonntag
  • Schleswig-Holstein: 3782 (158 Todesfälle) – keine neue Meldung am Sonntag
  • Thüringen: 3495 (186 Todesfälle)

Gesamt (Stand 16.08.2020, 20.45 Uhr): 223.519 (9201 Todesfälle)

Vortag (Stand 15.08.2020, 19.45 Uhr): 222.993 (9201 Todesfälle)

Quelle zu Infizierten- und Todeszahlen: Landesgesundheits- und Sozialministerien.

Die Zahl der Geheilten liegt laut Robert-Koch-Institut in Deutschland bei rund 201.300

Die Zahl der aktiven Fälle liegt damit bei rund 13.018

Aktuell vom RKI gemeldete Reproduktionszahl: 1,21

Corona-Tests am Flughafen Tegel nach Übergriff abgebrochen

20.04 Uhr: Die Corona-Teststelle am Berliner Flughafen Tegel ist am Sonntag nach einem Zwischenfall vorzeitig geschlossen worden.  Es habe einen tätlichen Angriff auf einen Mitarbeiter der Teststelle gegeben, teilte Charité-Vorstand Ulrich Frei am Abend mit. Zuvor sei einer Person ein Test verweigert worden, weil sie keinen Anspruch auf das kostenfreie Angebot gehabt habe. “Die Situation eskalierte leider”, erläuterte Frei. Die Teststelle sei deshalb um 18 Uhr geschlossen worden, drei Stunden früher als üblich. Am Montag werde sie wieder regulär von 8 Uhr bis 21 Uhr öffnen.

Die Flughafengesellschaft wies darauf hin, dass die Tests für Einreisende nicht nur am Flughafen möglich seien. Dafür sind auch Vertragsarztpraxen vorgesehen.

“Als Vorstand Krankenversorgung ist es meine Aufgabe, mich schützend vor die am Sonntag freiwillig arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stellen”, verteidigte Frei die Schließung. Er nannte zu dem einen Medienbericht irreführend, wonach auch am Freitagabend um 21 Uhr keine Tests am Flughafen Tegel mehr durchgeführt worden seien.

TOP-NEWS: Behörden verweisen Badegäste als illegale Tagestouristen des Landes

19.18 Uhr: Bei einem Polizeieinsatz an einem Badesee in Dutzow bei Gadebusch (Nordwestmecklenburg) ist eine größere Gruppe illegaler Tagestouristen aus Schleswig-Holstein und Hamburg des Landes verwiesen worden. Wie eine Polizeisprecherin sagte, hatten Einheimische am Sonntag bei Temperaturen um 30 Grad insgesamt 36 Fahrzeuge mit auswärtigen Kennzeichen am See gemeldet. An der Badestelle am Dutzower See, wenige Meter von der Landesgrenze entfernt, seien rund 100 Menschen gewesen. Wegen der Corona-Beschränkungen, die Tagestouristen die Einreise nach MV weiterhin untersagt, wurden Polizei und Ordnungsbehörden alarmiert.

Die Badegäste aus dem Nachbarland wurden zur Abreise aufgefordert, zudem wird eine Strafe wegen einer Ordnungswidrigkeit geprüft. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es mit 973 Fällen die bundesweit wenigsten nachgewiesenen Corona-Infektionen. In den vergangenen sieben Tagen wurden landesweit 34 Neuinfektionen gemeldet. Trotz unterschiedlichster Lockerungen dürfen Tagestouristen aus anderen Bundesländern nicht einreisen.

TOP-NEWS: Steigende Zahlen in Italien bringen Schul-Neustart in Gefahr – Großbritannien wieder über 1.000 Neuinfektionen

18.08 Uhr: Während die Corona-Zahlen innerhalb Europa schon seit einige Wochen wieder spürbar nach oben gehen, stand Italien mit seiner rigorosen Haltung in der Krise verhältnismäßig gut da. Doch jetzt steigen auch die Werte in dem Urlaubsland aktuell wieder an. Das bringt die für den 14. September geplante Wiedereröffnung der Schulen in Gefahr.

Die Zahl der Neuinfektionen stieg am Samstag auf 629 innerhalb nur eines Tages – das ist der höchste Wert seit Ende Mai. Gesundheitsminister Roberto Speranza betonte im öffentlichen Fernsehsender TG1: „Die Wiederöffnung der Schulen hat für die Regierung absolute Priorität.“ Italien hatte in den vergangenen 14 Tagen überhaupt nur 5.606 Corona-Fälle – deswegen gibt dieser neue Anstieg Grund zur Sorge.

Als direkte Folge hat Italiens Regierung am Sonntag angekündigt, ab Montag die Discotheken und auch Strandbäder wieder zu schließen. Für die Abende soll eine Maskenpflicht verhängt werden. Darauf einigten sich Regionalminister Francesco Boccia und Vertreter der Regionen bei einem Treffen am Sonntag.

Gesundheitsminister Roberto Speranza unterzeichnete dann ein Dekret, das am Montag in Kraft treten soll. Demnach muss an Orten, an denen sich “Gruppen bilden”, von 18.00 Uhr bis 06.00 Uhr morgens, ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Auch Großbritannien meldet keine erfreulichen Zahlen. Zum sechsten Mal in Folge verzeichnete das Vereinte Königreich mehr als 1.000 Neuinfektionen innerhalb der vergangenen 24 Stunden – 1.040 neue Fälle kamen am Sonntag hinzu. Insgesamt stieg die Zahl der bestätigt mit Corona Infizierten in Großbritannien auf 318.484 (bei 41.366 Todesfällen).

TOP-NEWS: Kurz alarmiert: “Das Virus kommt mit dem Auto nach Österreich”

16.04 Uhr: Nach dem Anstieg der Coronazahlen in Österreich will Bundeskanzler Sebastian Kurz schärfere Kontrollen von Urlaubsrückkehrern an den Grenzen. Bei einem kürzlichen Aufenthalt in einem von rund 30 Risikogebieten müssen Rückkehrer einen negativen Corona-Test mit sich führen, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder sie müssen in eine zehntägige Quarantäne. “Hier muss strenger kontrolliert werden”, sagte Kurz der Zeitung “Österreich“. “Das Virus kommt mit dem Auto nach Österreich”, so Kurz.

Kurz schloss auch Tests direkt an der Grenze nicht aus. Das liege in der Verantwortung der Gesundheitsbehörden.

Risikogebiete sind unter anderem das spanische Festland, die Länder des Westbalkans, aber auch Rumänien, Bulgarien, Schweden, die USA und Russland. Ab Montag müssten auch Rückkehrer aus Kroatien einen negativen Coronatest vorweisen, sagte Kurz. “Es gibt eine massive Einschleppung des Virus aus Kroatien.”

Ein Anstieg der Coronazahlen sei nach den Ferienwochen nicht überraschend, sagte Kurz. Dennoch sei er beunruhigt. “Die aktuellen Zahlen sind besorgniserregend”, sagte er. “Wir müssen alles tun, um die Ausbreitung des Virus zu unterbinden, ohne dass wir einen zweiten Lockdown durchführen.”

TOP-NEWS: Strand-Ampeln springen reihenweise auf Rot

15.33 Uhr: Bei weiterhin hochsommerlichen Temperaturen mit zum Teil mehr als 30 Grad hat es an diesem Wochenende wieder viele Badegäste an die Strände von Nord- und Ostsee verschlagen. Die Standampeln auf der Webseite strandticker.de zeigten am Sonntagmittag für die meisten Strände der Lübecker Bucht Rot. Voll waren die Strände in Rettin, Pelzerhaken, Neustadt, Sierksdorf, Haffkrug und Scharbeutz. Lediglich in Niendorf und Timmendorfer Strand gab es noch wenige Plätze.

Bereits am Samstag waren unter anderem in Niendorf, Scharbeutz, Rettin und Timmendorfer Strand Strandabschnitte voll. Ein Badeverbot der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) wurde am Wochenende nach den Warnungen von Donnerstag und Freitag nicht erteilt. Die Lage müsse aber weiter beobachtet werden, sagte ein DLRG-Sprecher.

An der Nordseeküste war der Andrang nicht ganz so groß. Die DLRG meldete für St. Peter-Ording am Sonntag sehr volle Strände, allerdings noch mit ausreichend Platz. Auch auf Fehmarn war die Lage belebt aber entspannt, erklärte Tourismusdirektor Oliver Behncke. 

Auf den Autobahnen kam es zu etlichen Staus in Richtung der Küsten. Schwerpunkt war dabei vor allem Hamburg. Auf der A7 staute es sich am Samstag zwischen Hamburg-Hausbruch und Stellingen auf bis zu 10 Kilometern. Zwischen Schnelsen und dem Elbtunnel Richtung Süden waren es 13 Kilometer. Dort meldete die Verkehrsleitzentrale am Sonntag erneut 11 Kilometer Stau. Auf der A1 kam es zwischen Stapelfeld und dem Kreuz Bargteheide aufgrund einer Baustelle an beiden Tagen zu einem längeren Stau. 

Nach Bayerns Test-Panne 46 positiv Getestete noch nicht gefunden

15.07 Uhr: Im Zuge der Probleme an bayerischen Corona-Teststationen sind immer noch nicht alle positiv Getesteten gefunden: Von 46 fehlte auch am Sonntag noch jede Spur. Bei 903 der insgesamt 949 nachgewiesenen Infektionen wurden die Betroffenen bis dahin ermittelt und – mit teils wochenlanger Verzögerung – informiert. Bei 46 sei dies bisher nicht gelungen, teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag mit.

“Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat mit großartiger Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei unter Hochdruck daran gearbeitet, die positiven Befunde den Getesteten zuzuordnen. Das ist in den meisten Fällen gelungen”, sagte Huml. Allerdings hatte sie am vergangenen Mittwoch, kurz nach Bekanntwerden der Panne erklärt, die Betroffenen sollten bis Donnerstagmittag informiert werden. Danach verstrichen drei Tage und mehrere Fristen, bis zu der ihr Ressort die Öffentlichkeit informieren wollte.

Bedienung weist auf Maskenpflicht hin – und wird verprügelt

14.03 Uhr: Mehrere Gäste eines Schnellrestaurants in Magdeburg haben die Bedienung verprügelt, nachdem sie auf die geltende Maskenpflicht hingewiesen worden waren. Bei den Tätern soll es sich um die Teilnehmer eines Junggesellenabschieds gehandelt haben, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Nach ersten Erkenntnissen waren die Männer am Samstagabend in das Schnellrestaurant gekommen. Als ein 21 Jahre alter Mitarbeiter sie an die Maskenpflicht erinnerte, sollen mehrere von ihnen auf den Mann eingeschlagen haben. Der Mann musste ambulant in einem Krankenhaus versorgt werden. Die Polizei sucht nach Zeugen, die Hinweise zu den Tätern haben.

TOP-NEWS: Neuer trauriger Rekord: Fast 300.000 Corona-Neuinfektionen an nur einem Tag

10.31 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie die Johns Hopkins Universität in den USA haben innerhalb von 24 Stunden weltweit so viele neue Corona-Infektionen gemeldet wie nie zuvor. Die WHO meldete 294.237 neue Fälle. Die Johns Hopkins Universität verzeichnete für den Samstag sogar 297.603 neue positive Corona-Tests. So oder so ist es ein neuer trauriger Rekord.

Insgesamt sind damit seit Bekanntwerden des neuen Coronavirus Sars-CoV-2 Ende vergangenen Jahres weltweit fast 21,5 Millionen Infektionen gemeldet worden. Die Dunkelziffer ist nach Einschätzung von Experten erheblich. In manchen Ländern werden viele, in anderen nur wenige Menschen auf das Virus getestet. Mehr als 770.000 Tote registrierte die Johns Hopkins University seit Ausbruch der Krise.

Den vorherigen Rekord verzeichnete die WHO am 31. Juli mit etwas über 292.000 neu gemeldeten Fällen innerhalb von 24 Stunden. Nach absoluten Zahlen sind die bevölkerungsreichen Länder USA, Brasilien und Indien mit mehr als jeweils 100.000 neuen Fällen innerhalb von sieben Tagen am stärksten betroffen.

TOP-NEWS: Berlin: Panne am Flughafen – Mallorca-Rückkehrer bleiben ungetestet

Sonntag, 16. August, 07.12 Uhr: Am Freitagabend landete ein Easyjet-Flug mit 170 Passagieren an Bord am Flughafen Berlin-Tegel. Das Flugzeug kam aus Palma de Mallorca – kurz vor dem Start hatte das Robert-Koch-Institut Mallorca zum Corona-Risikogebiet erklärt. Damit hätten sich die Reisenden bei Ankunft in Deutschland testen lassen müssen. Das aber passierte nicht, berichtet die “Bild“. Schuld war die Uhrzeit: Am Hauptstadt-Flughafen Tegel war um 20.30 Uhr, der Ankunftszeit der Maschine, kein Corona-Test mehr möglich. Eigentlich sollte das medizinische Testpersonal bis 21 Uhr zur Stelle sein. Als die Passagiere das Testzentrum erreichten, war aber niemand mehr da. Die Reiserückkehrer fuhren also ohne Test nach Hause – und ohne Möglichkeit, sicherzustellen, ob sie sich mit Corona infiziert haben oder nicht.

USA melden 59.000 Neuinfektionen an einem Tag

21.13 Uhr: In den USA haben sich 59.000 Menschen in den letzten 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus der Corona-Datenbank der renommierten US-Zeitung „New York Times“ hervor. Im Vergleich zu den sieben Tagen zuvor stellt das nochmals einen Anstieg dar: In der letzten Woche hatten sich durchschnittlich 53.000 Menschen pro Tag infiziert.

Damit haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als 5,3 Millionen Menschen in den USA mit dem Virus angesteckt. Mindestens 168.900 Amerikaner sind bislang an der Krankheit gestorben.

Spahn: Corona-Tests bleiben kostenlos

20.58 Uhr: Corona-Tests für Reiserückkehrer sollen nach den Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn in jedem Fall kostenlos bleiben. Er verstehe den Impuls gut nach dem Motto: “Wer sich den Skiurlaub leisten kann, der kann sich auch das gebrochene Bein leisten”, sagte der CDU-Politiker am Samstagabend in den ARD-“Tagesthemen”. Das sei aber kein gutes Prinzip. Denn Tests, die etwas kosten, versuchten manche Reisende möglicherweise zu vermeiden. Doch sollten sie ja wahrgenommen werden. “Das schützt uns und das schützt andere”, sagte der CDU-Politiker.

Spahn verteidigte erneut die Reisewarnung der Bundesregierung für fast ganz Spanien, betonte aber zugleich, diese sei kein Reiseverbot. Man könne und solle den Urlaub auch fortsetzen, jedoch wachsam sein, Abstand halten, Hygieneregeln beachten und in bestimmten Situationen Alltagsmasken tragen. “Das Virus macht keine Ferien. Deswegen müssen wir in den Ferien, im Urlaub auch gut aufeinander aufpassen.”

Spahn wertete die steigenden Infektionszahlen in Spanien zugleich als Mahnung zur Wachsamkeit auch in Deutschland. “Das Besorgniserregende ist eben, wie schnell es einem entgleiten kann, wenn die Dynamik steigend bleibt. Und Spanien, finde ich, ist da gerade für uns ein warnendes Beispiel.” Zugleich rief der Minister zu Tragen von Masken auf. Das Virus besiege man nur im “Teamspiel”. “Das ist jetzt keine Zeit für Egoismus”, warnte der Minister.

Die Bundesregierung hatte am Freitag die bislang für einige spanische Regionen geltende Reisewarnung auf das gesamte spanische Festland sowie die Balearen ausgedehnt. Zu dieser Inselgruppe gehört die beliebte Ferieninsel Mallorca. Ausgenommen von der Reisewarnung, die Pauschaltouristen eine kostenlose Kündigung des Reisevertrages ermöglicht, sind nur die Kanarischen Inseln.

TOP-NEWS: Bundesländer melden 1000 Neuinfektionen – R-Wert steigt drastisch

20.18 Uhr: In Deutschland haben sich bislang 222.993 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, wie aus den Daten der Landesgesundheits- und Sozialministerien hervorgeht. Am Samstag lag die Zahl der Neuinfektionen bei 1087 (1501 am Freitag). Allerdings haben insgesamt vier Bundesländer (Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Bremen) am Wochenende keine neuen Zahlen genannt.

9201 Menschen sind bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben. Laut Robert-Koch-Institut beläuft sich die Zahl der Genesenen auf 200.800. Somit sind rund 12.992 Menschen akut infiziert –  das sind fast 500 aktive Fälle mehr als am Vortag.

Der R-Wert stieg laut RKI von 1,08 und 1,29 und liegt jetzt somit deutlich über der kritischen Marke von 1. Der R-Wert gibt an, wie viele weitere Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt.

TOP-NEWS: Nach Test-Panne in Bayern – Das Warten auf genaue Zahlen geht weiter

18.39 Uhr: Die Gesundheitsbehörden in Bayern waren auch am Samstag nicht in der Lage, das Problem bei der Benachrichtigung von positiv auf das Coronavirus getesteten Urlaubsrückkehrern zu lösen. Die Zahlen, die unter anderem darüber Auskunft geben sollen, wie viele der positiv Getesteten ihr Ergebnis nun inzwischen erfahren haben, sollen nun am Sonntagnachmittag bekanntgegeben werden, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Samstag.

Ursprünglich hatte die Staatsregierung erklärt, bis Donnerstagmittag soll jeder der positiv Getesteten sein Ergebnis kennen. Diese Deadline verstrich, mehrere weitere am Freitag und Samstag ebenfalls. Es müssten noch “weitere Details” geklärt werden, hieß es.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die Ergebnisse von 44 000 Tests, die meist an den mobilen Testzentren an Autobahnraststätten von Urlaubsrückkehrern genommen worden waren, noch nicht bei den Betroffenen gelandet waren. Darunter sollen auch mehr als 900 positive Tests sein. Die Nachricht hatte ein politisches Erdbeben ausgelöst, weil die Infizierten Tausende weitere Menschen anstecken könnten, ohne es zu wissen. Die Regierung hatte die Probleme auf fehlende Software und eine unerwartet große Zahl von Freiwilligen zurückgeführt, die sich den Tests unterzogen hatten. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte einen für Donnerstag und Freitag geplanten Besuch an der Nordsee abgesagt.

Bericht: Menschen in Deutschland halten sich an Quarantäneauflagen

18.02 Uhr: Gegen die Anordnung zur Quarantäne beim Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus gibt es in Deutschland keine nennenswerten Verstöße. Das berichtet die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” auf Grundlage einer Umfrage in Landkreisen mit besonders hohen Infektionszahlen. Die Ordnungsämter in den nordrhein-westfälischen Landkreisen Herne, Unna, Duisburg, Gütersloh, Mönchengladbach, Düren und Wesel, in denen derzeit überdurchschnittlich viele Menschen zu Hause ausharren, haben demnach keinen Grund zur Klage.

“Aus unserer Sicht ist die Bürgerdisziplin gut”, sagte ein Pressesprecher der Stadt Mönchengladbach, wo aktuell 286 Personen in Quarantäne sind, der Zeitung. Die Stadt Herne erklärte, sie könne ihren Bürgern “weiterhin ein gutes Zeugnis ausstellen”.

Auch in den Großstädten Berlin, im hessischen Offenbach und im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen stellten die Ordnungsämter dem Bericht zufolge kaum Verstöße fest. Da die Ordnungsämter nicht alle Bürger an ihren Wohnorten überwachen könnten, nähmen die Beamten Stichprobenkontrollen vor und gingen Hinweisen von Nachbarn und Mitbürgern nach.  

Weitere Meldungen zum Coronavirus aus diesem News-Ticker finden Sie auf der nächsten Seite.

Zweite Welle im Anmarsch? Echtzeit-Karte zeigt Corona-Verbreitung in Deutschland

 

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